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Das amerikanische Bekleidungsunternehmen Gap hat mit seinen Zahlen zum Startquartal 2024 positiv überrascht. Sowohl der auf 3,39 Milliarden US-Dollar gestiegene Umsatz als auch das nach dem Vorjahresverlust diesmal wieder positive Nettoergebnis von (verwässert) 0,41 Dollar je Aktie lagen deutlich über den Konsensprognosen. Weil der Vorstand zudem seine Jahresziele angehoben hat, mussten im Anschluss zahlreiche Analysten nachziehen. Während der faire Wert der Aktie im Vorfeld bei rund 22 Dollar angesiedelt wurde, liegt das durchschnittliche Kursziel nun bei fast 27 Dollar, wie die aktuelle Zusammenfassung auf aktien.guide zeigt. Durch das Wochenplus von 38 Prozent notiert die Aktie aber weiterhin über dem als fair erachteten Niveau, weshalb gut die Hälfte der Research-Häuser bei Gap auch nur mit „Halten“ votet. Vier Banken raten sogar zum Verkauf des Titels.
Fear of Missing Out bei RWE
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | RWE | 8,14% |
| 2 | Hims & Hers Health (A) | 12,60% |
| 3 | KSB Vorzugsaktie | 10,84% |
| 4 | Siltronic | 13,68% |
| 5 | KLA-Tencor | 6,57% |
Mit den am Donnerstag vorgelegten Jahreszahlen lieferte RWE seiner eigenen Aktie einen weiteren Kurstreiber. Seit Jahresbeginn ist der DAX-Wert mittlerweile schon um 26 Prozent gestiegen. In der abgelaufenen Woche ging es um 8,1 Prozent aufwärts. Als Betreiber von Wind- und Solarparks, Batteriespeichern, flexiblen Kraftwerken und Energiehandel profitiert Europas größter Energieversorger im aktuellen Umfeld vor allem davon, dass der Strombedarf durch Elektrifizierung, Rechenzentren und KI-Infrastruktur immens steigt. Für 2025 meldete RWE so ein bereinigtes EBITDA von 5,1 Milliarden Euro und einen bereinigten Überschuss von 1,8 Milliarden Euro. Beide Kennzahlen lagen zwar jeweils unter denen des Vorjahres, gleichzeitig aber am oberen Ende der eigenen Zielspannen und vor allem über den Markterwartungen.
Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von 5,2 Milliarden bis 5,8 Milliarden Euro in Aussicht. 2027 soll der Gewinn um weitere 18 Prozent steigen. Bis zum Jahr 2031 will RWE den Gewinn je Aktie von zuletzt rund 2,50 Euro auf ca. 4,40 Euro erhöhen. Im Durchschnitt wird damit ein jährliches Plus von 12 Prozent avisiert. Die Dividende soll in dieser Phase um jährlich 10 Prozent erhöht werden. Als Basis des geplanten Erfolgs soll das genau bis 2031 reichende Netto-Investitionsprogramm in Höhe von 35 Milliarden Euro dienen. Besonders genau verfolgt wurde dabei am Markt, dass RWE die USA inzwischen als wichtigsten Wachstumsmarkt bezeichnet und dort neben Wind, Solar und Speichern auch neue Gaskraftwerke für die stark steigende Stromnachfrage von Rechenzentren prüft. Ein Grund für all das ist das verbesserte Investitionsklima in den USA.
Unmittelbar nach Vorlage dieser Neuigkeiten stieg die Aktie auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2010. Analystenseitig bekam die Wachstumsstory zusätzliche Rückendeckung. Goldman Sachs hob das Kursziel von 60 Euro auf 63 Euro an und argumentierte, das angepeilte mittelfristige Gewinnwachstum sei eher konservativ. Barclays blieb bei einem Zielwert von 60 Euro, verwies aber darauf, dass die aktualisierten Gewinnziele trotz vorsichtiger Annahmen leicht über den bisherigen Markterwartungen lägen. Dass parallel wegen des Iran-Konflikts wieder stärker über höhere Energiepreise diskutiert wird, passte ebenfalls in das positive Gesamtbild der RWE-Woche.
TRADING-SENTIMENT

Die wikifolio Trader sind ebenfalls positiv gestimmt. Das aktuelle Trading-Sentiment zeigt für die vergangenen sieben Tage einen nochmals erhöhten Kaufüberhang bei RWE. Christoph Klar hat bei der Aktie am Donnerstag eine größere Position für sein wikifolio Trendfollowing Deutschland aufgebaut. RWE ist seitdem einer von nur drei Depotwerten. Der Trader setzt bei einem kurz- bis mittelfristigen Anlagehorizont auf trendstarke deutsche Aktien, die nach klar definierten Selektionskriterien ausgewählt werden. Ein professionelles Risiko-Management steht bei ihm ganz oben auf der Prioritätenliste. Deshalb konnte der maximal Drawdown in den vergangenen gut neun Jahren auch auf 15,5 Prozent begrenzt werden. Die Performance beträgt aktuell gut 95 Prozent oder 7,6 Prozent im Jahresdurchschnitt. In den ersten 2,5 Monaten des laufenden Jahres ist das wikifolio bereits um gut 5 Prozent gestiegen.
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Buying the Dip bei Rubrik
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Adobe | -10,21% |
| 2 | IonQ | -5,86% |
| 3 | Evotec | -24,31% |
| 4 | Rubrik | -5,47% |
| 5 | Arthur J.Gallagher | -7,29% |
Im Markt für Cyber-Resilienz lieferte die amerikanische Rubrik am Donnerstag ein Zahlenwerk, an dem es unter dem Strich wenig auszusetzen gibt. Trotzdem gab die Aktie in der vergangenen Woche nach einer Erholung in den Tagen zuvor noch mal um 5,5 Prozent nach. Seit dem Hoch im Juni 2025 hatte sich der Kurs im Tief bereits mehr als halbiert. Das Unternehmen schützt Daten, Identitäten und Cloud-Workloads und hilft seinen Kunden nach Cyberangriffen dabei, Systeme schnell wiederherzustellen. Gerade das bleibt ein zentrales Thema, weil mit mehr KI-Anwendungen, mehr Cloud-Nutzung und mehr automatisierten Prozessen auch die Angriffsfläche wächst. Rubrik meldete für das Schlussquartal des vergangenen Jahres ein Plus bei den jährlich wiederkehrenden Abo-Erlösen von 34 Prozent auf 1,46 Milliarden Dollar, einen Umsatzanstieg um 46 Prozent auf 377,7 Millionen Dollar und 2.805 größere Kunden mit mindestens 100.000 Dollar Abo-Erlösen pro Jahr, ein Plus von 25 Prozent. Für das neue Geschäftsjahr stellte das Unternehmen beim Umsatz 1,597 Milliarden bis 1,607 Milliarden Dollar und beim freien Cashflow 265 Millionen bis 275 Millionen Dollar in Aussicht. Dazu kam kurz vor den Zahlen noch die Nachricht über eine Partnerschaft mit Tech Mahindra für KI-gestützte Wiederanlauf- und Recovery-Dienste in hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen.
Die Kursreaktion auf die Ergebnisse fiel unter dem Strich trotzdem negativ aus. Das dürfte auch an den Reaktionen der Analystengilde gelegen haben. Barclays hatte das Kursziel schon kurz vorher von 100 Dollar auf 70 Dollar gesenkt. Berenberg reduzierte den fairen Wert von 119 Dollar auf 90 Dollar und Wedbush senkte den Zielwert von 120 Dollar auf 90 Dollar. Hier wurde der Schritt ausdrücklich mit einem niedrigeren Bewertungsmultiple begründet. Hintergrund ist, dass im Softwaresektor seit Anfang des Jahres ein breiter Multiple-Druck herrscht, nachdem KI-Disruptionsängste einen massiven Ausverkauf ausgelöst hatten. Wedbush betonte bei seinem Votum auch, dass Rubrik erneut sehr starke Zahlen geliefert hat und der Ausblick über den Erwartungen liegt. Trotz der Anpassungen sehen die Banken bei der Aktie laut aktien.guide immer noch ein immenses Kurspotenzial.
TRADING-SENTIMENT

Einige wikifolio Trader haben die Kursverluste nach den guten Zahlen denn auch zum Anlass genommen, um bei der Aktie einzusteigen. Das Trading-Sentiment zeigt einen massiven Käuferüberhang in den vergangenen sieben Tagen (und auch über längere Zeiträume). In dem von Alexander Mittermeier seit Anfang 2015 betreuten wikifolio Cyber Security Stars ist Rubrik bei einer Gewichtung von 2,4 Prozent einer von aktuell 21 Depotwerten. Aufgebaut wurde die Position in den vergangenen zwei Monaten, verstärkt in den letzten zwei Wochen. Die jüngsten Zukäufe erfolgten am Freitag. Der Trader investiert hier in die weltgrößten Internet-Sicherheitsspezialisten und konnte mit diesem Branchenansatz bislang ein Kursplus von 148 Prozent (8,5 Prozent p.a.) generieren.
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Taking Profit bei Lam Research
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Bayer | 5,25% |
| 2 | BASF | 6,37% |
| 3 | Wacker Chemie | 17,65% |
| 4 | Applied Materials | 6,39% |
| 5 | Lam Research | 7,79% |
Auf einen ohnehin schon sehr starken Lauf setzte die Aktie von Lam Research in der abgelaufenen Woche noch einmal 7,8 Prozent drauf. Seit dem Korrekturtief in Folge des „Zoll-Crashs“ im April des vergangenen Jahres hatte sich der Kurs - getragen vom KI-Boom und der starken Nachfrage nach Speicher- und Hochleistungsrechner-Chips - in der Spitze mehr als vervierfacht. Nach einer kleinen Korrekturphase in den beiden Vorwochen ging es nun wieder deutlich bergauf. Der Konzern liefert Anlagen für die Halbleiterfertigung, vor allem für Ätz-, Abscheidungs- und Reinigungsschritte, und ist damit eng an die Investitionszyklen der Chipindustrie gekoppelt. Schon Ende Januar hatte Lam Research mit starken Zahlen und einem robusten Ausblick überzeugt: Der Umsatz des abgeschlossenen Quartals lag bei 5,34 Milliarden Dollar und der bereinigte Gewinn je Aktie bei 1,27 Dollar. Für das laufende Quartal stellte das Management 5,7 Milliarden Dollar Umsatz plus/minus 300 Millionen Dollar sowie 1,35 Dollar Gewinn je Aktie plus/minus 0,10 Dollar in Aussicht. Trotzdem kam es im Anschluss an die Zahlenvorlage damals zu Gewinnmitnahmen.
In der vergangenen Woche kamen nun mehrere frische Bausteine hinzu, die den Kurs wieder beflügelten. Barclays hob seine Erwartungen für die Ausrüstungsnachfrage der Branche an und erhöhte das Kursziel für Lam Research von 250 Dollar auf 255 Dollar. Damit liegen die Analysten aber immer noch unterhalb des Konsenskursziels, das Lam Research laut aktien.guide mit gut 280 Euro ein erhebliches Potenzial zuspricht. Fast zeitgleich meldeten IBM und Lam Research eine Zusammenarbeit für Logikchips unter einem Nanometer, also für die nächste Technologieschicht bei besonders leistungsfähigen Prozessoren. Am Freitag folgte dann noch ein weiterer Gesprächspunkt: das bekannt gewordene Übernahmeinteresse an BE Semiconductor, bei dem Lam Research neben Applied Materials als möglicher Interessent genannt wurde. Das passt zur Investmentstory, weil Advanced Packaging und Hybrid Bonding für KI- und Hochleistungschips strategisch immer wichtiger werden. Das schürt die Erwartungshaltung, dass die nächste Investitionswelle in der Halbleiterindustrie breiter wird und sich nicht mehr nur auf reine Frontend-Kapazitäten beschränkt.
Michael Kranich hat den Aufschwung der Aktie genutzt, um in seinem wikifolio Relative Stärke Dow-Nasdaq-Werte Teilgewinne zu realisieren. Fast 56 Prozent betrug das Kursplus bei den Stücken, die er vor gut einer Woche abgestoßen hat. In dem mit 73 Aktien recht breit gestreuten Portfolio ist Lam Research mit jetzt 2,7 Prozent Depotanteil aber immer noch überproportional stark vertreten. Der Trader setzt auf Aktien aus dem Dow Jones und dem Nasdaq 100, die eine relative Stärke gegenüber ihrem Index aufweisen. Dafür nutzt er einen eigenen Algorithmus. Die Investitionsquote wird über die „Börsenstimmung“ definiert, die der Trader selbst anhand von vier verschiedenen Indikatoren misst. Aktuell ist er voll investiert. Seit September 2017 konnte der Wert des Musterdepots jedes Jahr im Schnitt um 11 Prozent gesteigert werden. In Summe kam so bei einem maximalen Verlust von 31 Prozent eine Performance von 145 Prozent zusammen. Seit Jahresbeginn liegt das wikifolio mit gut 6 Prozent im Plus.
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Jumping the Ship bei Aurubis
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Coeur Mining | -9,48% |
| 2 | Aurubis | -6,15% |
| 3 | Vonovia | -7,14% |
| 4 | GE AEROSPACE | -5,75% |
| 5 | Salzgitter | -16,80% |
Die Aktie von Aurubis musste zuletzt einen Wochenrücksetzer um 6,2 Prozent verdauen. Damit setzte sich die in der Woche zuvor begonnene Korrekturphase weiter fort. Nachrichten vom Unternehmen gab es in dieser Phase nicht. Ein Grund für den Rücksetzer könnte im Kupferpreis zu finden sein, der nach einem starken Anstieg auf ein zwischenzeitlich erreichtes Rekordniveau von über 14.000 Dollar je Tonne in den vergangenen Tagen ebenfalls etwas zurückgekommen ist. Aurubis ist Europas größter Kupferproduzent und verarbeitet sowie recycelt Kupfer und andere Metalle, die für Stromnetze, Industrie, Elektromobilität und Rechenzentren gebraucht werden. Anfang Februar hatte das Unternehmen wegen niedriger Schmelz- und Raffinierlöhne sowie höheren Abschreibungen aus laufenden Wachstumsprojekten zwar leicht schwächer als erwartete Ergebnisse präsentiert, gleichzeitig aber den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der operative Gewinn vor Steuern soll sich nun bei 375 Millionen bis 475 Millionen Euro einpendeln, nachdem zuvor nur 300 Millionen bis 400 Millionen Euro angepeilt wurden.
Die Deutsche Bank hatte daraufhin das Kursziel von 140 Euro auf 153 Euro angehoben, weil das eigene Szenario sogar noch über dem erhöhten Ausblick des Unternehmens lag. Die UBS erhöhte den fairen Wert von 120 Euro sehr deutlich auf 170 Euro und verwies auf den soliden Start ins Geschäftsjahr sowie planmäßig laufende Verbesserungsprojekte. Es gab allerdings auch kritische Stimmen. Die Strategen der DZ Bank zum Beispiel hatten Aurubis bei einem von 123 Euro auf 140 Euro angehobenen Zielwert von Halten auf Verkaufen abgestuft und dies mit der „historisch hohen Bewertung“ begründet. Diese zeigt sich auch in den Konsensschätzungen der Analysten, die den fairen Wert der Aktie laut aktien.guide im Durchschnitt nur bei rund 135 Euro ansiedeln. Trotz der jüngsten Einbußen notiert Aurubis aktuell immer noch bei gut 155 Euro. Der Rücksetzer der beiden vergangenen Wochen wirkt vor diesem Hintergrund wie eine Phase von Gewinnmitnahmen nach dem (vielleicht zu) kräftigen Lauf zuvor, zumal mit dem festeren Dollar, höheren Ölpreisen und der neuen Risikoaversion im Zuge des Iran-Konflikts das Umfeld für europäische Zykliker und Metallwerte wieder schwieriger geworden ist.
TRADING-SENTIMENT

Auch auf wikifolio.com überwogen in den vergangenen Tagen und Wochen die Verkäufe, wie sich am aktuellen Trading-Sentiment ablesen lässt. Philipp Traub hat am vergangenen Dienstag einen Teil seiner Aurubis-Aktien veräußert und dabei für sein wikifolio German Alpha Leaders einen Gewinn von rund 70 Prozent erzielt. In dem nach einem kurzfristigen und rein technischen Handelsansatz (Relative Stärke in Kombination mit einem Bollinger Band-System) geführten Depot ist die Aktie einer von 16 Depotwerten. Das im Sommer 2022 eröffnete Portfolio weist bislang einen überschaubaren Maximalverlust von 16 Prozent sowie eine Performance von 38 Prozent (9,3 Prozent p.a.) aus.
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Tagesaktuell die heißesten Aktien der wikifolio Trader sehen
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