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Das amerikanische Bekleidungsunternehmen Gap hat mit seinen Zahlen zum Startquartal 2024 positiv überrascht. Sowohl der auf 3,39 Milliarden US-Dollar gestiegene Umsatz als auch das nach dem Vorjahresverlust diesmal wieder positive Nettoergebnis von (verwässert) 0,41 Dollar je Aktie lagen deutlich über den Konsensprognosen. Weil der Vorstand zudem seine Jahresziele angehoben hat, mussten im Anschluss zahlreiche Analysten nachziehen. Während der faire Wert der Aktie im Vorfeld bei rund 22 Dollar angesiedelt wurde, liegt das durchschnittliche Kursziel nun bei fast 27 Dollar, wie die aktuelle Zusammenfassung auf aktien.guide zeigt. Durch das Wochenplus von 38 Prozent notiert die Aktie aber weiterhin über dem als fair erachteten Niveau, weshalb gut die Hälfte der Research-Häuser bei Gap auch nur mit „Halten“ votet. Vier Banken raten sogar zum Verkauf des Titels.
Fear of Missing Out bei Siltronic
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Siltronic | 12,52% |
| 2 | Salzgitter | 8,56% |
| 3 | Ondas Holdings | 42,44% |
| 4 | SoFi Technologies | 15,87% |
| 5 | Opendoor Technologies | 10,26% |
Die im Nebenwerteindex SDAX notierte Aktie von Siltronic gewann in der abgelaufenen Woche 12,5 Prozent. Danach hatte es zu Wochenbeginn allerdings noch nicht ausgesehen. Am Dienstag kam es zunächst zu einem stärkeren Rücksetzer, nachdem der Hauptaktionär Wacker Chemie 2,1 Millionen Siltronic-Aktien zu 89,35 Euro je Stück platziert und seinen Anteil dadurch von rund 31 Prozent auf unter 24 Prozent gesenkt hatte. Das belastete den Kurs allerdings nur kurzfristig. Zum Wochenschluss kamen nämlich wieder sehr positive Signale aus Japan. Die Aktie des Konkurrenten Sumco sprang in Tokio um rund 19 Prozent nach oben, nachdem Nomura die Perspektiven für Siliziumwafer deutlich positiver beurteilte. Die Analysten verwiesen auf den KI-Boom und die Gefahr neuer Engpässe bei Wafern. Das betrifft auch Siltronic, weil die Münchener hochreine Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie liefern. Diese Scheiben sind das Ausgangsmaterial für Logik- und Speicherchips. Gerade bei modernen 300-Millimeter-Wafern hängt die Nachfrage zunehmend an KI-Servern, HBM-Speichern und leistungsfähigen Prozessoren.
Die Analysten der Citigroup erhöhten daraufhin ihr Kursziel für Siltronic leicht auf 105 Euro und begründeten dies mit einer stärkeren Wafer-Nachfrage sowie höheren Umsatzschätzungen. Die Dynamik dieses Aufschwungs dürfte nach Einschätzung der Experten vor allem 2027 und 2028 sichtbar werden. Für das laufende Jahr rechnen die Institute im Konsens noch mit Verlusten des Unternehmens. Der Vorstand von Siltronic hatte Ende April seine Jahresprognose bestätigt. Demnach soll der Umsatz 2026 im mittleren einstelligen Prozentbereich sinken und die EBITDA-Marge bei 20 bis 24 Prozent liegen. An der Börse wird aber längst der sich immer deutlicher abzeichnende Aufschwung der kommenden Jahre eingepreist. Der Aktienkurs ist in diesem Jahr bereits um 113 Prozent gestiegen. Allein seit Ende März hat er sich nahezu verdoppelt.
TRADING-SENTIMENT

Die wikifolio Trader sind trotz der Rally zunehmend optimistisch. Das aktuelle Trading-Sentiment zeigt für die vergangenen sieben Tage einen klaren Kaufüberhang. Florian Schneider hat seinen Bestand an Siltronic-Aktien in dem wikifolio Trendfolge nach Levy am vergangenen Montag deutlich aufgestockt. Mit einem Depotanteil von rund 11 Prozent ist die Aktie aktuell der drittgrößte Wert von insgesamt zehn Werten im Portfolio. „Siltronic – 100 Euro, erstmals seit 2022“, schrieb der Trader zum Ende der Woche und berichtete von dem neuen Kursimpuls aus Japan. Ihm selbst sind die Hintergründe der starken Kursentwicklung aber relativ egal, weil er eine regelbasierte Momentum-Strategie handelt. „Siltronic hält seinen Platz in der RSL-Rangliste. Das Trend-Template steht. Ob die Dynamik 2027 und 2028 wie von Analysten erwartet voll zur Geltung kommt, lässt sich nicht vorhersagen — das Regelwerk bleibt maßgeblich, nicht die Kursziele anderer“. Der Trader kauft Aktien mit der höchsten relativen Stärke nach Levy auf Sicht von 65 Tagen, wenn sich diese in einer von Mark Minervini definierten Superperformance Phase befinden und eine geringe Marktkorrelation sowie hohe Trendstabilität aufweisen. Verkauft werden die Depotwerte immer dann, wenn sie nicht mehr zu den Top 10 gehören oder die Kriterien nach Minervini nicht mehr erfüllt sind. Mit diesem Ansatz gelang seit September 2015 eine Performance von 343 Prozent oder knapp 15 Prozent im Jahresdurchschnitt. Trotz einer dreijährigen Durststrecke mit stetig fallenden Kursen bis Anfang 2024 konnte der maximale Verlust in über zehn Jahren auf 27 Prozent begrenzt werden. Das wikifolio notiert aktuell auf Rekordhoch.
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Buying the Dip bei Ambarella
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Ambarella | -17,70% |
| 2 | TTM Technologies | -9,37% |
| 3 | Firefly Aerospace | -7,59% |
| 4 | Applied Optoelectronics | -13,63% |
| 5 | Cboe Global Markets | -7,19% |
Der Kurs der amerikanischen Ambarella brach in der abgelaufenen Woche um fast 18 Prozent ein. Bis Donnerstagabend lag die Aktie sogar noch im Plus. Dann aber folgten die Zahlen zum ersten Quartal, die eine Verkaufswelle auslösten. Am Freitag verlor die Aktie gut 21 Prozent, obwohl das Unternehmen die offiziellen Erwartungen sogar knapp übertraf. Der Umsatz stieg um 16,9 Prozent auf 100,4 Millionen Dollar. Für das zweite Quartal stellte Ambarella 105 Millionen bis 111 Millionen Dollar Umsatz in Aussicht. Der Mittelpunkt der Spanne lag ebenfalls leicht über den Markterwartungen. Die bereinigte Bruttomarge ging allerdings von 62,0 Prozent auf 59,9 Prozent zurück; für das zweite Quartal peilt das Management 59,0 bis 60,5 Prozent an.
Der Chipentwickler baut stromsparende System-on-Chip-Lösungen für Edge-AI-Anwendungen. Die Technik steckt unter anderem in Kamerasystemen, Fahrerassistenz, Überwachungstechnik, Drohnen und industrieller Bildverarbeitung. Ambarella kündigte kurz vor den Zahlen eine erweiterte Zusammenarbeit mit Hanwha Vision an, die über mehr als zehn Jahre mehr als 800 Millionen Dollar Umsatzpotenzial haben soll. Im Analysten-Call verdeutlichte der Vorstand, dass es sich hierbei wirklich um potenzielle Erlöse und nicht um bereits garantierte Umsätze handelt. Zudem sorgen sich einige Analysten mit Blick auf die Zyklik des Marktes um den starken Aufbau der Vorräte. Auch der dadurch negative Free Cashflow wird zum Teil kritisch gesehen. Die Analysten von Summit Insights änderten im Anschluss an den Call ihr Votum von Kaufen auf Halten und begründeten die Abstufung mit erhöhten Risiken im zweiten Halbjahr 2026. Das aktuelle Konsenskursziel liegt laut aktien.guide bei rund 92 Dollar. Das ist etwas mehr als die Aktie vor dem Absturz gekostet hat.
TRADING-SENTIMENT

Nachdem sich der Kurs seit Ende März fast verdoppelt hatte, reichten die guten Zahlen, der (nur) bestätigte Jahresausblick und ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 50 Millionen Dollar letztlich also nicht aus, um das erhöhte Niveau erfolgreich zu verteidigen. Viele wikifolio Trader nahmen den Kursrutsch am Freitag aber zum Anlass, um bei der Aktie einzusteigen. Ein Blick auf das Trading-Sentiment zeigt den deutlichen Käuferüberhang bei Ambarella. Zugeschlagen hat bei der Aktie zum Beispiel Florian Riediger für sein wikifolio TSI Strategie Nasdaq-Werte. Das auf Allzeithoch notierende Musterdepot konnte seinen Wert seit Anfang 2017 im Schnitt jedes Jahr um mehr als 30 Prozent erhöhen. In Summe kommt man so auf eine Performance von 1.160 Prozent bei einem Maximalverlust von 47 Prozent.
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Der Trader hält die negative Reaktion bei Ambarella für übertrieben, weshalb er die bereits bestehende Position zum Wochenschluss in zwei Tranchen spürbar aufgestockt hat. Die Aktie ist einer von 16 Werten des Depots, bei dem die Titel nach technischer Stärke und Fundamentalanalyse ausgewählt werden. Im Fokus stehen vor allem amerikanische Technologiewerte aus dem Bereich Small- und Midcaps, die erfolgreich in ihrem Marktsegment positioniert sind und damit nach Ansicht des Traders eine langfristige Wachstumsperspektive bieten. Riediger bewertet bei Ambarella vor allem den Hanwha-Deal, einen der größten Verträge der Firmengeschichte, sehr positiv. Entscheidend aus seiner Sicht: „Es geht nicht nur um den Verkauf von Chips, sondern um eine gemeinsame Entwicklung (Co-Development). Hanwha integriert Ambarellas Edge-KI-Technologie quer durch seine Sparten Robotik, industrielle Automatisierung, physische Sicherheit und Life Sciences“. Bei dem aktuellen Übergang zu Physical AI sei Ambarella mit Blick auf die benötigte Rechenleistung direkt im Gerät bestens positioniert. Der Konzern verändere sich daher vom Kamera-Chip-Anbieter zu einem Plattform-Lieferanten für die kommende Roboter-Generation. Mit Ambarella setzt der Trader auf ein „Pick-and-Shovel"-Investment auf den Physical-AI- und Robotik-Boom. „Wir setzen nicht auf einen einzelnen Roboterhersteller, sondern auf den Zulieferer der Schlüsseltechnologie“.
Taking Profits bei Microsoft
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Zalando | 12,27% |
| 2 | UP Fintech Holding (A) (ADR) | 17,24% |
| 3 | Freeport-McMoRan | 5,45% |
| 4 | Futu Holdings (ADR) | 15,37% |
| 5 | Microsoft | 6,39% |
Microsoft legte in der abgelaufenen Woche 6,4 Prozent zu. Der richtige Kursschub kam allerdings erst zum Wochenschluss, als die Aktie innerhalb von zwei Tagen um gut neun Prozent anzog. Der Konzern profitierte dabei vom wieder breiteren Interesse an KI- und Softwarewerten, nachdem man die starke Aufwärtsbewegung zuvor gefühlt nur mit angezogener Handbremse mitgemacht hatte. Trotz der laufenden Erholung und einem Kursanstieg von 26 Prozent in den vergangenen zwei Monaten notiert Microsoft mit rund 450 Dollar aktuell immer noch deutlich unter dem Allzeithoch von gut 555 Dollar. Viele andere Technologiewerte haben ihre alten Rekordstände längst erreicht und überschritten. Auf Jahressicht liegt Microsoft sogar im Minus.
Gegen diese relative Schwäche kämpft Microsoft jetzt an und legt in Sachen KI nach. Das Unternehmen bereitet für die jetzt anstehende Build-Konferenz in San Francisco eine Reihe eigener KI-Modelle vor. Dazu zählen nach Marktangaben ein Modell für Programmieraufgaben in GitHub Copilot sowie Modelle für Transkription, Sprachverarbeitung, Bildanalyse und logische Schlussfolgerungen. Für die Aktie könnte das relevant werden, weil Microsoft seine KI-Produkte bislang stark über OpenAI positioniert hat. Eigene Modelle könnten die Abhängigkeit verringern, Rechenkosten senken und einzelne Anwendungen günstiger in Office, GitHub und Azure integrieren.
Zusätzlich erhielt der Konzern in der vergangenen Woche einen großen öffentlichen Auftrag. Das US-Verteidigungsministerium vergab einen Fünfjahresvertrag über 9,69 Milliarden Dollar zur Bündelung von Softwarelizenzen, Cloud-Abonnements und weiteren Microsoft-Produkten. Der Vertrag steht zwar nicht für komplett neue Ausgaben, sondern soll bestehende Budgets effizienter bündeln. Für Microsoft unterstreicht er aber die Stellung im Geschäft mit großen Unternehmenskunden und staatlichen Stellen. Dieses wiederkehrende, hoch skalierbare Geschäft unterscheidet den Konzern von vielen kleineren KI-Werten, deren Börsenbewertung stärker an einzelnen Produktankündigungen hängt. Auf der anderen Seite diskutieren viele Marktteilnehmer unverändert über die hohen KI-Investitionen, die Auswirkung auf die Gewinnmargen und den tatsächlichen Beitrag der neuen Copilot-Produkte.
Auch bei den wikifolio Tradern ist die Stimmungslage uneinheitlich. In den vergangenen Tagen gab es einige Gewinnmitnahmen. Natalie Görzen hat aus ihrem wikifolio Balance Invest schon am Dienstag einige Microsoft-Aktien verkauft und dabei immerhin 88 Prozent Gewinn realisiert. Mit rund drei Prozent Depotanteil ist Microsoft aber immer noch in den Top-5 der insgesamt 60 Aktien des Depots. Dazu kommen noch 35 ETFs und fünf (sehr moderat gewichtete) Hebelprodukte. Görzen achtet bewusst auf eine ausgewogene Balance in dem Portfolio, das aus Aktien mit guten Wachstumsperspektiven und einem langfristig möglichst positiven Chartbild besteht. Zusätzlich werden die Unternehmen nach fundamentalen Daten analysiert. Nach einem Wertzuwachs von 407 Prozent (23 Prozent p.a.) notiert das wikifolio aktuell auf Allzeithoch.
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Christian Tausch hat die Microsoft-Aktie komplett aus seinem wikifolio Marylin entfernt und dabei ein Kursplus zwischen 10 und 11 Prozent verbucht. Mit 100 Prozent KI-getriebenen Entscheidungen sollen „großartige, unterbewertete Wachstumsunternehmen“ identifiziert werden. Die Auswahl basiert auf qualitativen und quantitativen Unternehmensinformationen sowie relevanten Marktinformationen. Bei einer monatlichen Aktualisierung der Zusammensetzung soll das wikifolio als „öffentlicher Track-Record dienen, um transparent zu zeigen, wie KI-basierte Allokationslogik in der Praxis umgesetzt wird“. Das aktuell voll investierte und aus zwölf Aktien bestehende Portfolio wurde Ende 2024 eröffnet. Der Kurs ist seitdem um 41 Prozent gestiegen, der maximale Drawdown betrug 31 Prozent.
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Jumping the Ship bei Bayer
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Schlumberger | -5,53% |
| 2 | DeFi Technologies | -5,00% |
| 3 | Bayer | -5,10% |
| 4 | Dow | -6,33% |
| 5 | GE Vernova | -7,75% |
Die Bayer-Aktie verlor in der abgelaufenen Woche 5,1 Prozent und rutschte damit auch bei der Performance seit Jahresbeginn wieder ins Minus. Nach dem starken Vorjahr (plus 92 Prozent) und einem vielversprechenden Jahresauftakt konsolidiert die Aktie seit Mitte Februar. Der jüngste Kursrückgang hatte vor allem wieder mit den Rechtsrisiken rund um Monsanto, Glyphosat und Saatgut zu tun. In Brasilien streben Staatsanwälte ein Verbot von Glyphosat an. Die Klage richtet sich gegen die zuständige Behörde und staatliche Stellen, nicht unmittelbar gegen Bayer. Für den Konzern ist das Thema trotzdem kursrelevant, weil Glyphosat ein zentraler Bestandteil des Agrargeschäfts ist und Brasilien zu den wichtigsten Agrarmärkten der Welt zählt. Parallel kam in den USA eine neue Klage hinzu. Ein Saatgutunternehmen aus Iowa wirft Bayer vor, den Markt für gentechnisch verändertes Maissaatgut in den USA unzulässig zu monopolisieren. Im Kern geht es um die NK603-Technologie für Glyphosat-toleranten Mais nach Ablauf eines Patents im Jahr 2022. Die Klägerseite verlangt Schadenersatz; in den USA können Wettbewerbsverfahren im Erfolgsfall zu einer Verdreifachung des Schadensersatzes führen. Bayer weist die Vorwürfe zurück und verweist auf einen fairen Wettbewerb.
Operativ hatten die Zahlen zum ersten Quartal keine neuen Belastungsfaktoren geliefert. Der Konzernumsatz stieg währungs- und portfoliobereinigt um 4,1 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 9,0 Prozent auf 4,45 Milliarden Euro. Der Vorstand bestätigte die währungsbereinigte Jahresprognose. Analysten bewerten die Trennung zwischen operativer Entwicklung und den Rechtsrisiken sehr deutlich. Jefferies erhöhte das Kursziel von 25,00 Euro auf 40,00 Euro, blieb aber bei „Halten“. Die Analysten verweisen auf einen rechnerischen Wert der Einzelteile des Konzerns von 45 Euro, kalkulieren die Prozessrisiken aber weiterhin als den zentralen Abschlagsfaktor ein. Dadurch könne der faire Wert auch bis auf 30 Euro fallen. Ohne klaren Fortschritt bei den Rechtsverfahren und ohne stärkere Pipeline-Dynamik im Pharmageschäft bleibt Bayer für viele Investoren und auch Analysten schwer greifbar. Laut aktien.guide schwanken die aktuellen Kursziele zwischen 25,25 Euro und 63,00 Euro. Im Durchschnitt sehen die Researchhäuser bei einem Kursziel von 51 Euro aber doch reichlich Luft nach oben.
Vielen wikifolio Tradern reicht das nicht aus. Josef Reinthaler hat über sein wikifolio GRANiT – Zeitdiamant am Donnerstag 24 Prozent Gewinn mitgenommen und die Bayer-Aktie komplett verkauft. Die Aktien in seinem Portfolio sollen in der Regel ein höheres BETA haben. Der auf Technische Analyse und Fundamentanalyse setzende Reinthaler verstehe sich bei diesem wikifolio primär als diskretionärer Trader mit Schwerpunkt auf langjähriger Erfahrung und „Bauchgefühl“. Das hat ihm seit mittlerweile über 13 Jahren eine Performance von 562 Prozent (15 Prozent p.a.) beschert. Als Zertifikat ist das wikifolio allerdings erst seit gut einem Jahr investierbar.
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Noch vier Monate später erfolgte die Emission des Zertifikats auf das wikifolio Hi5 Trend Selection, das Kevin Tarantino allerdings auch erst im Juni 2025 eröffnet hat. Dieser Trader hat bei Bayer in der abgelaufenen Woche zugegriffen. „Heute Bayer ins Hi5 wikifolio aufgenommen“, schrieb er und bezeichnete den Pharmakonzern als „eine der heißesten Turnaround-Wetten im DAX“. Dabei bezog er sich vor allem auf die für diesen Sommer erwartete Entscheidung des Supreme Courts zu dem zentralen Glyphosat-Fall. „Ein Urteil zugunsten Bayers würde Rückstellungsauflösungen von bis zu 10 Milliarden Euro auslösen und die Aktie schlagartig neu bewerten“, spekuliert der Trader. Bayer ist aktuell einer von nur fünf Werten in dem Depot, in dem gezielt in wenige, ausgewählte, seiner Ansicht nach „Highflyer“-Aktien investiert werden soll. Bei einem überwiegend kurz- bis mittelfristigen Anlagehorizont konnte der Wert des wikifolios bei einem Maximalverlust von 26 Prozent schon mehr als verdoppelt werden (plus 117 Prozent).
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