Zoom-Aktie wird zur Glaubensfrage

Über die vermeintlichen Profiteure der weltweiten Ausgangs- und Kontaktsperren ist in den vergangenen Wochen viel gesprochen und geschrieben worden. Einen deutlichen Anstieg der Nachfrage verzeichnen auf jeden Fall die Anbieter von Online-Video-Konferenzen.

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Quelle: Zoom, wikifolio.com

Es wird online gesprochen – sei es bei geschäftlichen Meetings, im Rahmen von Vorstands- und Mitgliederversammlungen oder beim virtuellen Frühschoppen unter Freunden. Ein Unternehmen, das hier sicherlich ganz vorne mitspielt, ist der Videokonferenz-Anbieter Zoom . Die US-Amerikaner konnten die Zahl ihrer aktiven Nutzer in den vergangenen Wochen vervielfachen. Gelobt werden die Zoom-Dienste vor allem für die Möglichkeit, Meetings mit sehr vielen Teilnehmern (bis zu 1000 Personen) abzuhalten. Bei der Aktie machte es zunächst denn auch tatsächlich „Zoom“. Seit Anfang Dezember hat sich der Kurs in der Spitze fast verdreifacht.

Zuletzt kam es allerdings zu empfindlichen Rückschlägen. Seit Ende März hat der Titel ein Viertel seines Wertes eingebüßt. Verantwortlich dafür sollen die offiziell von Vorstand eingeräumten Datenschutz- und Sicherheitsprobleme sein. Laut Medienberichten haben dadurch bereits die ersten Schulbezirke in den USA begonnen, die für Online-Lernangebote bislang sehr beliebte Zoom-App wieder aus dem Angebot zu nehmen. Das Unternehmen hat indes Maßnahmen zur Lösung der Probleme beschlossen. Wie groß der Imageschaden ist, lässt sich aktuell noch nicht beziffern.

Keine Nachteile gegenüber anderen Anbietern?

Michael Hater ( MichaelHowards ) hat dazu eine klare Meinung: „Ähnlich wie bei Facebook vor ein paar Jahren dürfte dies dem Wachstum des Unternehmens keinen Abbruch tun. Mir liegen Analysen vor, dass Zoom im Vergleich zu Skype oder Teams von Microsoft sowie GoToMeeting keinerlei Vor- oder Nachteile bietet, was die Sicherheit des Systems angeht. Wenn man seinen Zugangscode nicht öffentlich in irgendwelchen Social Media Streams postet, sollte man im Meeting auch keine bösen Überraschungen erleben.“ Aus diesem Grund und weil er bei Zoom mit „sehr, sehr guten“ Zahlen rechnet, hatte er die vor zwei Wochen für sein wikifolio MHEQ Global Champions Defensiv aufgebaute Position bei der Aktie Anfang April weiter aufgestockt. Zwar wurden die Papiere mittlerweile schon wieder verkauft, die Aktie ist aber weiterhin Bestandteil seines Depots. Das soll „langfristig in defensive Champions mit möglichst geringen zwischenzeitlichen Wertverlusten sowie gleichzeitig einer hohen Gewinnkonstanz“ investieren und „jährliche Renditen im zweistelligen Prozentbereich“ erwirtschaften. Seit dem Start im Juni 2014 gelang bei einem überschaubaren Maximalverlust von 19 Prozent immerhin ein durchschnittliches Plus von 7,6 Prozent pro Jahr.

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cde

Kennzahlen

  • +59,1 %
    seit 11.06.2014
  • +16,6 %
    1 Jahr
  • 0,72×
    Risiko-Faktor
  • EUR 132.234,05
    investiertes Kapital
Defensive Ausrichtung mit 10 Aktien

Qualitätsaktie mit relativ hoher Bewertung

Philipp Haas ( investresearch ) kommt bei seinem wikifolio Digitale Revolution seit Juni 2012 auf eine Performance von 12,5 Prozent p.a. sowie einen maximalen Drawdown von 29 Prozent. Der Trader möchte durch dieses Musterdepot „überproportional von der Digitalisierung der Welt profitieren“. Die Zoom-Aktie ist seit vergangenem Freitag Bestandteil des Portfolios. Das Motto des Traders „Kaufe möglichst gute Firmen zu möglichst guten Preisen“ spiegelt sich auch in der Begründung für seinen Einstieg bei dieser Aktie wider: „Zoom ist zwar extrem teuer, jedoch war sie das auch schon davor. In den meisten Ländern war Zoom die am meisten heruntergeladene App, was ein fulminantes Userwachstum impliziert. Derzeit notiert die Aktie ‚nur‘ ca. 20 Prozent höher als im August des letzten Jahres. Das impliziert, dass sie heute ein besserer Kauf ist als damals. Zoom ist wegen dem Wachstum und hohen Kundennutzen im derzeitigen Umfeld eine absolute Qualitätsaktie. Da sie aber teuer ist, wird sie im wikifolio nur gering gewichtet“.

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Die meistgehandelten US-Aktien der letzten sieben Tage

# Name ISIN Handelsvolumen (in Euro) Alle Trades Käufe
1 Microsoft US5949181045 918 542 547 60%
2 Amazon US0231351067 1 263 448 389 68%
3 Alphabet US02079K3059 163 829 321 55%
4 Apple US0378331005 17 323 222 59%
5 Tesla Motors US88160R1014 102 226 221 64%
6 Zoom US98980L1017 911 750 220 61%
7 Facebook US30303M1027 165 597 211 57%
8 Nvidia US67066G1040 148 062 185 57%
9 Alibaba US01609W1027 63 920 175 62%
10 Barrick Gold CA0679011084 77 531 173 47%

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