07.06.2018| Von: Nikolaos Nicoltsios |

Nach einem freundlichen Auftakt ist dem DAX im abgelaufenen Monat mehr und mehr die Luft ausgegangen. In den ersten drei Wochen war der größte deutsche Aktienindex auf über 13200 Punkte geklettert. Dieses Plus von fast 5 Prozent ging in den letzten Mai-Tagen aber wieder komplett verloren. Deutlich besser sah es bei den Tech-Werten aus. Getrieben von einer starken Entwicklung an der Nasdaq (+5,5 Prozent), gelang dem TecDAX im Mai ein Anstieg um mehr als 6 Prozent. Auch die drei Anleger-Lieblinge des abgelaufenen Monats wiesen in diesem Zeitraum eine positive Bilanz aus. Wir stellen die wikifolios mit dem größten Zuwachs an investiertem Kapital zu Monatsbeginn wie gewohnt im Detail vor. Berücksichtigt wurden alle wikifolios, deren investiertes Kapital nicht größer als 20 Millionen ist und deren maximaler Drawdown die 30 Prozent-Marke niemals überschritten hat.

Die Anlegerlieblinge auf wikifolio.com im Mai 2018

wikifolio Trader Kapitalzuwachs im Zertifikat Investiertes Kapital*
Spezielles & Substanz HerbertH € 1.392.283 €  4.741.341
All Asset Invest Bonnet € 632.573 € 1.004.200
AA+ Master-Trading ohne Hebel TraderOnkel € 544.441 € 6.228.076  
*per 04. 06. 2018      

 

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100% Gewinn bei 8% Drawdown

Zum zweiten Mal in Folge unter den Top-3-wikifolios befindet sich „Spezielles & Substanz“ von Manfred Gellink („HerbertH“). Das in dem dazugehörigen wikifolio-Zertifikat investierte Kapital ist im Mai um weitere 1,4 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro gestiegen. Hilfreich war dabei sicher auch die gute Platzierung in der Top-wikifolio-Rangliste, wo das wikifolio aktuell den zweiten Rang belegt. Dank einer Monatsperformance von gut 3 Prozent hat sich der Wert des Anfang 2016 eröffneten Musterdepots mittlerweile verdoppelt. Ebenfalls bemerkenswert: Während des Anstiegs auf immer neue Rekordhochs mussten bislang noch nie wirklich starke Drawdowns verkraftet werden. Der Maximalverlust liegt immer noch bei gut 8 Prozent. Der zumeist mit einem etwas längeren Anlagehorizont agierende Trader hat im Mai für seine Verhältnisse relativ häufig gehandelt, wobei die Positionsgrößen überschaubar geblieben sind. Neu eingestiegen ist er zum Beispiel bei der Vorzugsaktie von RWE. Ende April hatte er seinen damaligen Bestand bei dem Versorger zu Kursen von rund 19 Euro mit einem satten Gewinn von 27 Prozent komplett aufgelöst, um zwei Wochen später deutlich günstiger bei gut 16 Euro wieder zuzuschlagen. Mit einem Depotanteil von etwas mehr als 3 Prozent ist die Aktie nun wieder einer von insgesamt zehn Werten in dem Portfolio. Dominiert wird dieses unverändert von Zapf Creation (20 Prozent Gewichtung), wo der langjährig erfahrene Investor zur jüngsten Hauptversammlung folgenden Kommentar verfasst hat: „Neben der spektakulären Dividende von 4,65 Euro fällt die Umstellung auf Namensaktien auf. Dies ist gerade bei einer Aktie wie Zapf, bei der es erst im letzten Jahr ein Übernahmeangebot des Großaktionärs gab, ein interessanter Vorgang, der die Übernahme- bzw. Abfindungsphantasie weiter beflügeln dürfte“.

Traumstart für ehemaligen Börsenhändler

Jens Höfer („Bonnet“) hat es mit seinem wikifolio „All Asset Invest“ zum ersten Mal in die Rangliste geschafft. Viel früher war das aber auch gar nicht möglich, denn das Ende 2017 gestartete wikifolio ist erst seit Mitte April über ein wikifolio-Zertifikat investierbar. Umso beeindruckender ist, dass das investierte Kapital hier schon jetzt rund eine Millionen Euro beträgt. Der Diplom-Kaufmann, der sich während seines Studiums bereits „intensiv mit der Finanz- und Kursprognose unter Einbeziehung der Fuzzy Set Theorie und neuronaler Netze beschäftigt“ hatte, war danach mehrere Jahre als Börsenhändler in Frankfurt aktiv. Das könnte bei Investoren hohe Erwartungen geweckt haben, die der Trader bislang durchaus erfüllen konnte. Die Performance von 28 Prozent ist an sich schon relativ gut, sie erhält in Kombination mit einem Maximalverlust von lediglich 1,2 Prozent aber noch mal eine ganz Bedeutung. Vor allem deshalb, weil es an den Aktienmärkten in diesen fünf Monaten ja doch einige stärkere „Aufs und Abs“ gab. Diese Phase hat der sehr aktive Trader durch geschicktes Timing sowie eine breite Diversifizierung sehr erfolgreich meistern können. Während das Depot aktuell zu jeweils 25 Prozent aus zahlreichen Aktien(fonds) und ETFs (auch auf Short-Indizes) besteht, wird der Cashbestand hauptsächlich dazu genutzt, intraday mit gehebelten Wertpapieren auf den DAX zu agieren. Damit ist der Trader ein gutes Beispiel dafür, dass der Einsatz von Hebelprodukten nicht zwingend große Kursschwankungen und erhöhte Risiken zur Folge haben muss. Durch den Fokus auf technische Analyse wird in dem wikifolio auf lange Sicht eine Performance oberhalb des Euro Stoxx 50 und DAX bei gleichzeitig niedrigerer Volatilität angestrebt.

Ein echtes Komplettpaket für Investoren

Axel Albietz ist im Mai auf Rang drei der Anleger-Lieblinge gelandet. Vor zwei Monaten hatten wir den Trader mit seinem wikifolio „AA+ Master-Trading ohne Hebel” erstmals in der Rangliste begrüßen können. Bei dem im Herbst 2016 emittierten wikifolio-Zertifikat auf das knapp sechs Monate zuvor gestartete Portfolio ist das investierte Kapital auch dank der anhaltend starken Performance nun schon auf 6,2 Mio. Euro angestiegen. Die Gesamtperformance beträgt 111 Prozent, dem ein Maximum Drawdown von weniger als 12 Prozent gegenübersteht. Bei dem mit Abstand beliebtesten seiner insgesamt acht investierbaren wikifolios stimmen aber nicht nur die Zahlen. Auch die regelmäßigen, oft sehr ausführlichen Kommentare und Wochenberichte sowie die Möglichkeit der persönlichen Kontaktaufnahme dürften (potenziellen) Investoren ein gutes Gefühl geben. Zudem betreibt der seit 15 Jahren an den Märkten aktive Trader den Börsenhandel mittlerweile hauptberuflich und damit entsprechend professionell. Aktuell besteht das Portfolio aus 35 Werten, wobei nur die neun größten Positionen auf ein Gewicht von mehr als 3 Prozent kommen. Die Zahl der sehr klein gehaltenen Aktien will der Trader in den kommenden Wochen aber wieder deutlich reduzieren, weil sie ihm „für die momentane Situation eigentlich zu hoch ist“.

 

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