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Das amerikanische Bekleidungsunternehmen Gap hat mit seinen Zahlen zum Startquartal 2024 positiv überrascht. Sowohl der auf 3,39 Milliarden US-Dollar gestiegene Umsatz als auch das nach dem Vorjahresverlust diesmal wieder positive Nettoergebnis von (verwässert) 0,41 Dollar je Aktie lagen deutlich über den Konsensprognosen. Weil der Vorstand zudem seine Jahresziele angehoben hat, mussten im Anschluss zahlreiche Analysten nachziehen. Während der faire Wert der Aktie im Vorfeld bei rund 22 Dollar angesiedelt wurde, liegt das durchschnittliche Kursziel nun bei fast 27 Dollar, wie die aktuelle Zusammenfassung auf aktien.guide zeigt. Durch das Wochenplus von 38 Prozent notiert die Aktie aber weiterhin über dem als fair erachteten Niveau, weshalb gut die Hälfte der Research-Häuser bei Gap auch nur mit „Halten“ votet. Vier Banken raten sogar zum Verkauf des Titels.
Fear of Missing Out bei Amphenol
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Amphenol | 10,41% |
| 2 | Alibaba (ADR) | 10,02% |
| 3 | Impala Platinum Holdings | 10,05% |
| 4 | TTM Technologies | 37,80% |
| 5 | IES Holdings | 18,51% |
Die auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Steckverbindern, Verbindungssystemen und Verkabelungsprodukten spezialisierte US-Firma Amphenol hat sich in den vergangenen Monaten zu einem der für viele überraschenden KI-Profiteure entwickelt. Und das, ohne selbst ein klassischer KI-Chip- oder Software-Hersteller zu sein. Die Produkte des Unternehmens werden allerdings in einer Vielzahl von Geräten und Systemen eingesetzt, von Servern über Netzwerke bis zu industriellen und militärischen Anwendungen. Diese Komponenten bilden die „unsichtbare Infrastruktur“, über die Daten und Strom zuverlässig in komplexe Elektroniksystemen fließen.
Gerade im Boom der KI-Rechenzentren wird Amphenol als klassischer „Picks-and-Shovels“-Anbieter wahrgenommen – also als Lieferant der grundlegenden physischen Infrastruktur, die nötig ist, damit leistungsfähige KI-Hardware funktionieren kann. Jeder KI-Server benötigt Hochgeschwindigkeits- und faseroptische Verbindungen, die Amphenol liefert. Die Nachfrage nach diesen Komponenten wächst, weil die Datenraten und die Anzahl der Verbindungen in KI-Racks deutlich zunehmen. Diese Rolle spiegelt sich im starken Umsatz- und Gewinnwachstum des Unternehmens wider.
Auch im Aktienkurs hat sich dieser strukturelle Trend deutlich niedergeschlagen: Amphenol hat im Jahresverlauf 2025 starke Zugewinne erzielt und mehrfach neue Allzeithochs markiert. Auf Jahressicht hat sich der Titel mehr als verdoppelt und das neue Jahr startet direkt wieder mit neuen Rekorden. Die Kursziele der Analysten sind in dieser Phase nahezu im Gleichlauf mit der Aktie gestiegen. Dass der vermeintlich faire Wert mit gut 158 Dollar kein großes Potenzial mehr offenbart, muss deshalb nicht zwingend ein Hindernis für weitere Kursgewinne sein. Zumal das höchste Kursziel laut aktien.guide auch schon bei über 191 Dollar liegt. Die wikifolio Trader bleiben jedenfalls mehrheitlich optimistisch. Das aktuelle Trading-Sentiment zeigt bei Amphenol einen deutlichen Kaufüberhang.
TRADING-SENTIMENT

Ganz frisch investiert ist bei der Aktie Dirk Althaus über sein wikifolio Augmented Reality Innovators. Dort investiert er gezielt in Aktien von Firmen, die seines Erachtens im Bereich Augmented Reality Forschung betreiben, um so den Menschen den Zugang zu dieser Welt heimanwender-freundlich zu gestalten. Bei Amphenol hat der Trader im Verlauf der vergangenen Woche eine relativ große Position aufgebaut, so dass die Aktie direkt mit acht Prozent Gewichtung in dem Depot vertreten ist. Das besteht zurzeit aus elf Werten und kommt seit dem Start im Herbst 2018 bereits auf eine Performance von 384 Prozent. Das sind im Jahresdurchschnitt mehr als 24 Prozent. Der maximale Verlust lag bislang bei fast genau 50 Prozent.
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Buying the Dip bei Angi
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Fresenius Medical Care | -5,09% |
| 2 | Angi | -10,84% |
| 3 | Biogen | -11,84% |
| 4 | Ondas Holdings | -11,48% |
| 5 | Opendoor Technologies | -7,56% |
Die Aktie von Angi hat auf Wochensicht zweistellige Kurseinbußen zu verkraften gehabt. Die Kursgewinne der Vorwoche wurden damit wieder komplett ausradiert. Das Unternehmen bietet einen digitalen Marktplatz für Heim- und Handwerksdienstleistungen, der Verbraucher mit lokalen Profis für Reparatur, Renovierung und Wartung verbindet. Die Plattform bietet Such-, Vergleichs- und Buchungsfunktionen sowie Kundenbewertungen und vermittelt Leads an Handwerker und Dienstleister gegen Gebühren. Im vergangenen Jahr hatte Angi mit fortgesetzten Umsatzrückgängen im Kerngeschäft zu kämpfen. Das Unternehmen verfehlte teilweise die Zielvorgaben und verspielte damit das Vertrauen vieler Investoren. Unter dem Strich ist die Performance schon seit mehreren Jahren deutlich negativ. In den vergangenen Wochen deutete sich zumindest der Versuch einer Bodenbildung an. Analysten sehen gute Chancen, dass das diesmal gelingt. Laut aktien.guide liegt das durchschnittliche Kursziel mit rund 18 Dollar mehr als 40 Prozent über dem Aktienkurs.
Für Stefan Waldhauser ist die Angi-Aktie sogar einer der Top-Favoriten in diesem Jahr. Folgerichtig ist sie in seinem sehr beliebten wikifolio High-Tech Stock Picking mit einem Depotanteil von fast 14 Prozent auch die klare Nummer eins. Allerdings sitzt der Trader hier auch auf Buchverlusten von 15 Prozent. In einem aktuellen Kommentar nimmt Waldhauser Bezug auf eine Pflichtmitteilung des Unternehmens bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, die seiner Meinung nach die Aussichten für die Aktie im Jahr 2026 erneut erheblich verändert hat: „Angi nimmt drastische Einschnitte vor – dennoch unterschätzt der Markt nach wie vor, was dies für den Cashflow und die Bewertung im Jahr 2026 bedeutet.“
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In der Mitteilung ging es konkret darum, dass das Unternehmen seine weltweite Belegschaft um etwa 350 Mitarbeiter reduzieren will, um die Betriebskosten zu senken, die Organisationsstruktur zu optimieren und so langfristiges Wachstum sowie KI-getriebene Effizienzsteigerungen zu unterstützen. Der Vorstand erhofft sich jährliche Einsparungen von 70 Millionen bis 80 Millionen Dollar bei den Betriebskosten und den Investitionsausgaben. In einer ausführlichen Analyse bewertet der Trader diese Meldung und kommt zu einem sehr bullishen Fazit: „Wenn das in diesem Artikel prognostizierte Szenario eintritt, könnte sich der Aktienkurs innerhalb der nächsten 12 Monate verdoppeln, dennoch würde die Aktie nur mit einem Cashflow-Multiple von 10 bewertet sein“.
Taking Profit bei Klöckner
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Klöckner | 31,34% |
| 2 | BYD | 5,24% |
| 3 | Fuelcell Energy | 6,13% |
| 4 | Super Micro Computer | 8,38% |
| 5 | Endeavour Silver | 9,96% |
Übernahmen sind beim Börsenhandel das Salz in der Suppe. Quasi über Nacht können bei entsprechenden Angeboten hohe Kursgewinne verbucht werden. Genau darüber durften sich zum Ende der abgelaufenen Woche die Aktionäre von Klöckner freuen. Am späten Donnerstagabend (kurz vor Mitternacht) meldete die US-Firma Worthington Steel, dass man beabsichtigt, den deutschen Stahlhändler zu einem Preis von 11 Euro je Aktie zu übernehmen. Geschlossen hatte die Aktie an diesem Tag bei 8,61 Euro. Nach dem Kurssprung am Freitag änderten viele Analysten ihr Votum auf „Verkaufen“. Die Strategen der DZ Bank halten einen nachhaltigen Kursanstieg über 11 Euro hinaus nur im Falle eines konkurrierenden Angebots oder einer Nachbesserung für wahrscheinlich. Damit rechnet die DZ Bank angesichts der hohen Prämie, der vertraglichen Bindung des Großaktionärs sowie der industriellen Spezifik des Geschäfts allerdings nicht. Anlegern wird daher geraten, das Angebot von Worthington Steel anzunehmen.
TRADING-SENTIMENT

Einige wikifolio Trader haben sich für eine schnellere Realisierung ihrer Gewinne entschieden und die Aktie direkt verkauft. Das Trading-Sentiment zeigt einen massiven Überhang der Verkäufe in der abgelaufenen Woche. Der Großteil der Trades wurde dabei am Freitag durchgeführt. Christian Scheid liebt solche „Sondersituationen“ an der Börse, weshalb er schon seit mehr als 12 Jahren sehr erfolgreich das wikifolio Special Situations long/short verwaltet. Rund 870 Prozent Wertzuwachs bedeuten im Jahresdurchschnitt ein Kursplus von fast 21 Prozent. Bei Klöckner hatte der Finanzjournalist schon im Dezember durch einen kurzfristigen Trade schöne Pluszeichen erzielt. Kurz vor Weihnachten war er dann erneut bei der Aktie eingestiegen, was ihm bei seinem Verkauf in der abgelaufenen Woche weitere Gewinne von diesmal über 40 Prozent bescherte.
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Holger Degener hatte die Klöckner-Aktie schon länger in seinem ebenfalls sehr erfolgreichen und beliebten wikifolio Dividende und Eigenkapital Deutschland. Am Freitag trennte er sich dann komplett von der Position und konnte dabei Gewinne von knapp 30 Prozent einfahren. Mit seinem Fokus auf unterbewertete Unternehmen mit hoher Eigenkapitalquote und hoher Dividendenrendite konnte der Trader seit Mitte 2012 eine Performance von 366 Prozent (12 Prozent p.a.) generieren. Das wikifolio hat in der abgelaufenen Woche gerade ein neues Allzeithoch markiert.
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Jumping the Ship bei Adobe
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Adobe | -10,92% |
| 2 | Salesforce.com | -12,22% |
| 3 | LVMH | -7,27% |
| 4 | Mastercard | -6,11% |
| 5 | Veeva Systems | -7,31% |
Die Aktie von Adobe war im vergangenen Jahr ein echter Underperformer. Während der Gesamtmarkt zumindest auf Dollar-Basis in den USA wieder sehr gut gelaufen ist, musste Adobe Kursverlust von über 20 Prozent hinnehmen. Und das, nachdem bereits das Börsenjahr 2024 mit klar negativen Vorzeichen abgeschlossen wurde. Ein zentraler Grund für diese Entwicklung ist die Diskrepanz zwischen den hohen Erwartungen an KI-Anwendungen und der bislang verhaltenen Monetarisierung dieser Technologien. Zwar hat Adobe mit Tools wie Firefly und anderen generativen KI-Funktionen sein Produktportfolio erweitert, jedoch fehlt es bislang an klaren, stark wachsenden Umsatzbeiträgen aus diesen Bereichen. Diese Verzögerung bei der Einnahmeerzielung aus der Künstlichen Intelligenz wird von vielen Marktteilnehmern als enttäuschend wahrgenommen und hat die Skepsis gegenüber dem Geschäftsmodell weiter verstärkt.
In der vergangenen Woche büßte die Aktie weitere 11 Prozent an Wert ein. Zumindest mitverantwortlich dafür dürfte eine Meldung von Apple gewesen sein. Der iPhone-Hersteller will seinen Kunden mit einem Bündel-Abo unter dem Namen Apple Creator Studio für seine Kreativ-Apps unter anderem Zugang zum Videoschnitt-Programm Final Cut Pro, der Bildbearbeitungs-App Pixelmator Pro und der Musikaufnahme-Software Logic Pro bieten. Diese Produktoffensive gilt als direkter Angriff auf den Platzhirsch Adobe sowie die Entwickler von Musik-Anwendungen an. Zumal Apple die Services vergleichsweise günstig anbieten wird. Das könnte Adobe nicht nur Marktanteile kosten, sondern insgesamt auch Einbußen bei den Gewinnmargen bescheren.
Gut möglich, dass nun noch mehr Analysten ihre Schätzungen für Adobe nach unten schrauben. In der vergangenen Woche hatten die Strategen von Oppenheimer die Aktie von „Outperform“ auf „Market Perform“ herabgestuft. Aktuell liegt das durchschnittliche Kursziel laut aktien.guide aber immer noch deutlich über der aktuellen Notierung. Auffällig ist dabei jedoch die große Spannbreite der einzelnen Kursziele, die von 272 Dollar bis zu 635 Dollar reichen.
Einige wikifolio Trader haben sich in den vergangenen Tagen endgültig von der Aktie getrennt. Uwe Theilen gelang dabei in seinem wikifolio Hightech International sogar ein Kursplus von 104 Prozent. Allerdings hatte der Trader Adobe auch über acht Jahre in seinem Portfolio. Das wurde Mitte 2017 eröffnet und liegt aktuell mit 265 Prozent (17 Prozent p.a.) im Plus. Der Trader strebt ein langfristiges Wertwachstums an und setzt dabei schwerpunktmäßig auf Aktien von großkapitalisierten Unternehmen, die aus seiner Sicht attraktiv bewertet sind und ein erhebliches Gewinnwachstum aufweisen können. Adobe gehört mittlerweile nicht mehr dazu.
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