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Das amerikanische Bekleidungsunternehmen Gap hat mit seinen Zahlen zum Startquartal 2024 positiv überrascht. Sowohl der auf 3,39 Milliarden US-Dollar gestiegene Umsatz als auch das nach dem Vorjahresverlust diesmal wieder positive Nettoergebnis von (verwässert) 0,41 Dollar je Aktie lagen deutlich über den Konsensprognosen. Weil der Vorstand zudem seine Jahresziele angehoben hat, mussten im Anschluss zahlreiche Analysten nachziehen. Während der faire Wert der Aktie im Vorfeld bei rund 22 Dollar angesiedelt wurde, liegt das durchschnittliche Kursziel nun bei fast 27 Dollar, wie die aktuelle Zusammenfassung auf aktien.guide zeigt. Durch das Wochenplus von 38 Prozent notiert die Aktie aber weiterhin über dem als fair erachteten Niveau, weshalb gut die Hälfte der Research-Häuser bei Gap auch nur mit „Halten“ votet. Vier Banken raten sogar zum Verkauf des Titels.
Fear of Missing Out bei Constellation Energy
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Ferrari | 13,26% |
| 2 | ServiceNow | 5,82% |
| 3 | Sterling Construction | 8,58% |
| 4 | Constellation Energy | 10,13% |
| 5 | Schott Pharna | 5,75% |
Die Aktie von Constellation Energy legte in der vergangenen Woche deutlich zu, nachdem neue regulatorische Entwicklungen im PJM-Strommarkt veröffentlicht wurden. PJM Interconnection, der größte Netzbetreiber der USA, hat einen Plan vorgestellt, um den stark steigenden Strombedarf – insbesondere durch Rechenzentren und KI-Anwendungen – abzusichern. Kern des Vorschlags ist ein „Bring-Your-Own-Generation“-Ansatz. Neue Großverbraucher wie Rechenzentrumsbetreiber sollen entweder eigene Erzeugungskapazitäten mitbringen oder im Rahmen eines „Connect-and-Manage“-Modells verpflichtet werden, ihre Last bei Engpässen zu reduzieren. Zusätzlich soll eine Reservekapazitätsauktion beschleunigt eingeführt werden.
Für Unternehmen wie Constellation Energy ist das relevant, weil sie als großer Betreiber von Kernkraftwerken in den USA über gesicherte Grundlastkapazitäten verfügen. Wenn Rechenzentrumsbetreiber entweder eigene Erzeugung aufbauen oder langfristige bilaterale Stromabnahmeverträge abschließen müssen, steigt die Attraktivität von Direktverträgen mit unabhängigen Stromproduzenten. Analysten wie James West von Melius Research erwarten in diesem Zusammenhang eine „Welle bedeutender Rechenzentrums-Stromabkommen“. Hintergrund ist die sogenannte „Pay-or-Play“-Logik: Rechenzentren, die keine eigene Erzeugung bereitstellen, müssten dennoch für neue Kapazitäten zahlen, ohne die Energie direkt zu kontrollieren. Bilaterale Verträge erscheinen dadurch planbarer und wirtschaftlich attraktiver.
Constellation Energy hatte bereits zuvor langfristige Vereinbarungen mit großen Tech-Unternehmen wie Meta abgeschlossen, um Kernkraftwerke über Jahrzehnte weiter zu betreiben. Die regulatorische Entwicklung könnte diese Vertragsdynamik beschleunigen. Die Aktie reagierte entsprechend positiv, weil der Vorschlag strukturell die Preissetzungsmacht und die Verhandlungsposition großer, kapitalstarker Stromerzeuger stärkt. Gleichzeitig weisen Analysten darauf hin, dass Genehmigungsverfahren und Netzanschlusskapazitäten weiterhin limitierende Faktoren bleiben. Die Kursbewegung spiegelt daher vor allem die Erwartung wider, dass die KI-getriebene Stromnachfrage zu einer strukturellen Neubewertung des Geschäftsmodells führen könnte.
TRADING-SENTIMENT

Irina Staudinger hat die starken Kursschwankungen der Aktie zuletzt immer wieder für kurzfristige Trades genutzt. In der vergangenen Woche hat sie erneut eine Position für ihr wikifolio Positionshoehe und alle Werte aufgebaut, die aktuell mit vier Prozent im Plus liegt. Mit einem vornehmlich kurzfristigen Anlagehorizont gelang Staudinger innerhalb von knapp drei Jahren eine bemerkenswerte Kurssteigerung von 874 Prozent (117 Prozent p.a.). Das im Sommer 2023 eröffnete wikifolio Zertifikat kommt auf ein Plus von 112 Prozent.
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Buying the Dip bei Monday.com
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | monday.com | -26,34% |
| 2 | Cisco | -9,61% |
| 3 | Talanx | -5,85% |
| 4 | Allianz | -5,22% |
| 5 | Allgeier | -18,66% |
Die Aktie von monday.com ist nach der Vorlage der Quartalszahlen in der abgelaufenen Woche um mehr als zwanzig Prozent eingebrochen. Während das Unternehmen im vierten Quartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen übertraf, enttäuschte der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,04 Dollar und damit über den Konsensschätzungen von 0,92 Dollar. Der Umsatz stieg auf 333,9 Millionen Dollar und übertraf ebenfalls die Erwartungen. Für das laufende Quartal stellte das Management jedoch nur Erlöse zwischen 338 Millionen und 340 Millionen Dollar in Aussicht. Analysten hatten bislang mit rund 343 Millionen Dollar gerechnet. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen 1,45 Milliarden bis 1,46 Milliarden Dollar Umsatz, während der Marktkonsens bei etwa 1,48 Milliarden Dollar lag. Noch schlimmer war aus Sicht vieler Marktteilnehmer aber, dass das Management die bisherigen Wachstumsziele für 2027 komplett gestrichen hat, was Panikverkäufe auslöste.
Der Aktienkurs steht schon eine ganze Weile unter Druck. Auf Jahressicht summieren sich die Verluste auf nahezu 80 Prozent. Damit ist der Konzern aktuell deutlich weniger wert als zum Zeitpunkt des Börsengangs vor gut viereinhalb Jahren, obwohl sich der Umsatz in diesem Zeitraum vervierfacht hat. Ein Grund dafür dürfte die Sorge sein, dass das Geschäftsmodell des Softwarekonzerns in Zukunft durch innovative KI-Agenten disruptiert wird. Goldman Sachs führt das Unternehmen in seinem jüngst veröffentlichten „Short-Basket“ als einen der potenziellen KI-Verlierer. Die Analysten argumentieren, dass die Kernfunktionen (Workflow-Management, einfache Automatisierungen, Tabellen-basierte Projektsteuerung) durch generative KI-Agenten am leichtesten ersetzt werden können. Kunden könnten künftig KI-Tools nutzen, die Workflows direkt in bestehenden Ökosystemen (wie Microsoft 365 oder Google Workspace) bauen, ohne eine separate SaaS-Plattform wie Monday zu benötigen.
Die Kollegen von Morgan Stanley haben nach dem Ausverkauf ihre Einstufung „Übergewichten“ zwar bestätigt, das Kursziel allerdings sehr deutlich von 200 Dollar auf 115 Dollar reduziert. In der Analyse wurde hervorgehoben, dass 41 Prozent des Umsatzes von Kunden mit mehr als 50.000 Dollar wiederkehrendem Jahresumsatz stammen. Der Umsatz mit Mehrprodukt-Kunden stieg im vierten Quartal um 74 Prozent. Zudem wurde das KI-Produktportfolio – insbesondere „Vibe“ sowie geplante kostenpflichtige KI-Agenten im ersten Halbjahr – als struktureller Wachstumstreiber betont.
TRADING-SENTIMENT

Einige wikifolio Trader werten den Kursrutsch mittlerweile als Übertreibung. Ein Blick auf das Trading-Sentiment zeigt den deutlichen Käuferüberhang bei Monday.com in den vergangenen Tagen. Dr. Philip Bußmann hat seinen Bestand bei der Aktie in seinem wikifolio Investment 4.0 am Donnerstag mehr als verdoppelt, nachdem er im Oktober erstmals zugegriffen und Anfang Februar nachgelegt hatte. Im Schnitt liegt er hier jetzt mit 37 Prozent im Minus. Die Auswirkungen auf das gesamte Portfolio sind allerdings begrenzt, weil das mit aktuell über 60 Positionen sehr breit gestreut ist. Der Trader investiert in Aktien von Firmen, die seiner Ansicht nach von einer alternden Bevölkerung, einer zunehmenden Digitalisierung, Vernetzung, Automatisierung und Robotisierung profitieren. Seit Mitte 2017 gelang ihm so eine Gesamtperformance von 247 Prozent oder 15 Prozent im Jahresdurchschnitt.
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Taking Profit bei Oracle
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | InPost | 14,21% |
| 2 | Oracle | 11,62% |
| 3 | Rubrik | 5,30% |
| 4 | CRISPR Therapeutics | 8,03% |
| 5 | Deep Yellow | 9,39% |
Die Aktie von Oracle hat in der vergangenen Woche zweistellig zugelegt und gehörte mit einem Wochenplus von über zehn Prozent zu den stärksten Titeln im S&P 500. Der entscheidende Impuls kam von einer Analystenhochstufung: DA Davidson hat die Aktie von „Neutral“ auf „Kaufen“ angehoben und zugleich ein Kursziel von 180 Dollar ausgerufen. In der Begründung verwies das Haus darauf, dass die zuvor dominierenden Sorgen übertrieben gewesen seien und die Risiko-Wahrnehmung rund um einzelne Großkunden – insbesondere OpenAI – nachgelassen habe. Die Kurserholung erfolgte vor dem Hintergrund einer rasanten Talfahrt in den vergangenen Monaten. Nach dem Allzeithoch bei 345 Dollar im September war der Kurs im Tief um mehr als 60 Prozent eingebrochen. Hauptgründe dafür waren die angekündigten massiven Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur, die damit verbundene Neuverschuldung sowie die hohe Abhängigkeit von einzelnen Hyperscalern und KI-Kunden. Viele Marktteilnehmer befürchten, dass die Investitionsdynamik die Margen belastet und die Bilanzrisiken erhöht.
Anfang des Monats hatte aber auch die britische Investmentbank Barclays schon darauf verwiesen, dass der kurz zuvor veröffentlichte umfassende Finanzplan von Oracle den Weg für den Softwarehersteller frei mache und der Druck auf die Kreditstory dadurch etwas nachlasse. Das Unternehmen plant, insgesamt 50 Milliarden US-Dollar an Fremd- und Eigenkapital aufzunehmen, woraufhin die 5-Jahres-Credit-Default-Swaps von Oracle wegen des nachlassenden Risikos einer Bonitäts-Abstufung wieder deutlich gesunken waren. Die Barclays-Analysten haben deshalb ihre Einstufung für die Aktie bei „Overweight“ mit einem Kursziel von 310 Dollar belassen. Nicht ganz so hoch liegt aktuell das Konsens-Kursziel der Researchhäuser. Die sehen den fairen Wert der Aktie laut aktien.guide im Schnitt bei 283 Dollar. Aber auch das ließe der Aktie bei Kursen von derzeit nur gut 160 Dollar noch reichlich Luft nach oben.
Bernhard Derix ist über sein wikifolio Bigplayer Zukunfttechnologien schon seit Mitte 2023 investiert. Mittlerweile ist die Position aber deutlich kleiner geworden, was nicht nur an den gefallenen Kursen gelegen hat. Seit Jahresbeginn hat der Trader 40 Prozent der zuvor gehaltenen Aktien veräußert. Der jüngste Verkauf erfolgte am Donnerstag und bescherte ihm noch einen kleinen Gewinn von knapp sechs Prozent. In einem relativ breit gestreuten (30 Aktien) Portfolio setzt Derix auf „Marktführer für Zukunftstechnologien“, was ihm seit dem Herbst 2014 einen Wertzuwachs von über 490 Prozent bescherte. Im Jahresdurchschnitt macht das ein Kursplus von rund 17 Prozent.
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Jumping the Ship bei ThyssenKrupp
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | RWE | -5,81% |
| 2 | ThyssenKrupp | -10,03% |
| 3 | IONOS | -10,92% |
| 4 | Alphabet | -5,58% |
| 5 | Intel | -7,90% |
ThyssenKrupp geriet in der vergangenen Woche deutlich unter Druck und verlor auf Wochensicht rund zehn Prozent an Wert. Auslöser des Kursrutsches waren die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 sowie die anhaltenden Diskussionen über die Restrukturierung des Konzerns. Der Umsatz in der abgelaufenen 3-Monats-Periode lag bei 7,2 Milliarden Euro und damit unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang fiel von 12,5 Milliarden auf 7,7 Milliarden Euro zurück, wobei der Vergleich maßgeblich durch Großaufträge im Vorjahreszeitraum bei Marine Systems verzerrt war. Das bereinigte EBIT stieg um zehn Prozent auf 211 Millionen Euro und lag damit leicht über den Konsenserwartungen. Unter dem Strich stand jedoch ein Nettoverlust von 334 Millionen Euro. Belastend wirkten hier Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 431 Millionen Euro, davon 401 Millionen Euro bei Steel Europe. Auch der Free Cashflow vor M&A war mit minus 1,5 Milliarden Euro deutlich negativ. Als Grund dafür nannte das Unternehmen vor allem den Aufbau von Working Capital sowie ausbleibende Anzahlungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Nettoliquidität sank auf 3,2 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr bestätigte ThyssenKrupp die Prognose: Das bereinigte EBIT soll zwischen 500 Millionen und 900 Millionen Euro liegen, der Free Cashflow vor M&A zwischen minus 600 Millionen und minus 300 Millionen Euro. Das Nettoergebnis wird weiterhin im Bereich von minus 800 Millionen bis minus 400 Millionen Euro erwartet.
Der Markt reagierte mit Gewinnmitnahmen. Nach der vorangegangenen Rallye – plus 50 Prozent seit dem Zwischentief vor drei Monaten – fehlten einigen Anlegern wohl die positiven Überraschungen. Gleichzeitig bleibt der Transformationsprozess komplex. Gespräche über einen möglichen Mehrheitsverkauf von Steel Europe an Jindal laufen weiter, ein „technisches Audit“ ist im Gange. Hinzu kommt der neue regulatorische Kontext durch CBAM und mögliche EU-Zölle, der potenziell Einfluss auf die Bewertung des Stahlgeschäfts haben könnte. Die Analysten werten die aktuelle Ausgangslage unterschiedlich. Während Barclays den schwachen Cashflow bemängelt und die Aktie von ThyssenKrupp bei einem Kursziel von 9 Euro mit „Untergewichten“ einstuft, hat die DZ Bank den fairen Wert von 10 auf 11 Euro angehoben und votet mit „Halten“. Die Strategen sprechen mit Blick auf das jüngste Quartal von einer Stabilisierung auf weiterhin konjunkturbedingt gedämpftem Niveau. Im Durchschnitt liegt das Kursziel aller Analysten laut aktien.guide bei 11,22 Euro und damit nur knapp über der aktuellen Notierung der Aktie.
TRADING-SENTIMENT

Die wikifolio Trader zeigten sich zuletzt wenig begeistert von ThyssenKrupp. Das aktuelle Trading-Sentiment zeigt für die vergangenen sieben Tage einen Stimmungswechsel, da in diesem Zeitraum die Verkäufe überwogen. Gerald Asamer war bei der Aktie in seinem wikifolio Global News and Trends auf beiden Seiten aktiv, allerdings noch vor der Zahlenveröffentlichung. Nach seinem Einstieg vor gut einer Woche konnte er am Montag schnelle Gewinne von rund drei Prozent generieren. Der Trader verfolgt einen aktiven Ansatz mit einer Anlagedauer im kurz- bis mittelfristigen Bereich. Dabei nutzt er die Charttechnik als unterstützendes Analyseinstrument und überprüft kontinuierlich, wie sich der Newsflow auf die einzelnen Positionen auswirkt. Bei ThyssenKrupp hat er die News zu den Zahlen diesmal nicht abgewartet. Das vor knapp drei Jahren eröffnete Portfolio hat seinen Wert bislang um 182 Prozent (42 Prozent p.a.) steigern können und dabei einen maximalen Drawdown von nur 20 Prozent erlitten.
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Tagesaktuell die heißesten Aktien der wikifolio Trader sehen
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