Unter den großen Tech-Konzernen hat es die Aktie von besonders hart getroffen. Hier wurden im bisherigen Jahresverlauf mehr als 26 Prozent des Börsenwertes vernichtet. Im Vergleich zum Doppel-Top aus dem vergangenen Jahr bei rund 555 Dollar beträgt der Rückgang sogar gut 35 Prozent. Aus charttechnischer Sicht besonders spannend: Die Aktie notiert gerade im Bereich des „Zoll-Crash“-Tiefs vor knapp einem Jahr sowie des Zwischenhochs aus dem Jahr 2021. Zudem wurden jetzt knapp 50 Prozent des gesamten Anstiegs seit Ende 2022 korrigiert. Das ist charttechnisch eine interessante Ausgangslage.
Auf den KI-Hype folgen die KI-Ängste
Aus fundamentaler Sicht überwiegen gerade die Sorgen, dass sich die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz nicht oder zumindest nicht in absehbarer Zeit rechnen werden. Durch die gestiegenen Energiepreise hat dieses Thema zusätzlich an Brisanz gewonnen. Und auch höhere Kapitalmarktzinsen lasten traditionell auf Technologieaktien, zumal viele Unternehmen derzeit wieder verstärkt frisches Kapital am Anleihemarkt aufnehmen. Microsoft steht zudem unter Druck, weil der hauseigene KI-Assistent Microsoft Copilot die Erwartungen bislang nicht erfüllen konnte. Die Analysten der UBS hatten auch deshalb ihr Kursziel vor kurzem von 600 Dollar auf 510 Dollar gestutzt.
Microsoft will die Wende nun durch die Einführung einer neuen Funktion namens „Critique“ im Rahmen seines KI-Agenten Copilot Researcher vorantreiben. Durch einen Multi-Modell-Ansatz sollen Nutzer zukünftig mehrere KI-Modelle gleichzeitig innerhalb desselben Workflows nutzen können. Konkret sollen die Claude-Modelle von Anthropic das von ChatGPT generierte Ergebnis auf Genauigkeit und Qualität prüfen, bevor es final ausgegeben wird. Auch umgekehrt soll es zukünftig funktionieren. Ziel ist es, die Produktivität und Qualität für die Kunden weiter zu verbessern.
Einstiegskriterien des Traders sind erfüllt
Bereits am vergangenen Freitag hat Thomas Spier für sein wikifolio Selektion nach Leverm.(offensiv) eine neue Position bei Microsoft aufgebaut. Mit einem Depotanteil von gut drei Prozent zählt die Aktie noch zu den kleineren Werten des aktuell 16 Aktien umfassenden Portfolios. Damit hat der Tech-Wert die Kriterien des Traders erfüllt, die auf einem Punktesystem basieren, das er im Grundprinzip dem Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum“ von Susan Levermann entnommen hat. Dabei geht es um die Bewertung verschiedener fundamentaler und technischer Kennzahlen. Mit diesem Ansatz wurde seit August 2016 bei einem geringen Beta zu den großen Indizes eine Performance von 228 Prozent (13,4 Prozent p.a.) erzielt. Der maximale Verlust liegt bei 43 Prozent, das Depot liegt nur knapp unter dem Ende Februar markierten Allzeithoch.
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Viel Makro und viel Technik
Felix Buhles ist bei Microsoft am Montag eingestiegen. Sein wikifolio Makro with Leverage besteht hälftig aus Aktien und ETFs und basiert hauptsächlich auf makroökonomischen Analysen. Bei einem überwiegend mittelfristigen Anlagehorizont soll zudem die technische Analyse einen großen Einfluss auf die Entscheidungsfindung haben. Das wikifolio wurde im Sommer 2022 eröffnet und hat seinen Wert seitdem mehr als verdoppelt (+106 Prozent). Das entspricht einer jährlichen Wertsteigerung von durchschnittlich 22 Prozent. Investierbar ist das Musterdepot seit Ende 2024. In diesem Zeitraum konnten unter dem Strich noch keine nachhaltigen Zuwächse erzielt werden.
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