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20.11.2017| Von: Andreas Kern |

 

Portrait Andreas Kern


Liebe Leser,

vor einer Woche berichteten wir an dieser Stelle über den Abverkauf beim DAX, der viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt haben dürfte. Tückisch war diese Kursbewegung vor allem auch vor dem Hintergrund der saisonalen Muster. Diese hätten eigentlich für die Börsenmonate September oder Oktober eine Korrektur, wenn nicht einen Einbruch erwarten lassen. Als die Kurse in dieser Zeit aber unbeirrt weiter nach oben kletterten, konnte man schon zu dem Schluss kommen, dass dieses ein Zeichen besonderer Stärke war.

Gute (Crash-)Argumente, bessere Kurse

Gute (Crash-)Argumente, bessere Kurse

Mit Erreichen des Börsenmonats November hatte dann wohl auch eine gewisse Sorglosigkeit eingesetzt. Nachdem die schwierigen Börsenmonate so grandios umschifft wurden, bereitete man sich mental bereits auf die Jahresendrally vor. Was sollte da schon noch schiefgehen? Da die Börse aber im Wesentlichen ein Antizipationsmechanismus ist, fallen Fakten, die bereits bekannt sind oder allgemein erwartet wurden, regelmäßig als Kurstreiber aus. So war es auch mit dem angeblich unmittelbar bevorstehenden Crash, der immer wieder für die Monate September und Oktober prognostiziert wurde. Da waren noch nicht einmal falsche Argumentationen im Spiel, aber Marktteilnehmer erschrecken einfach nicht über Dinge, die sie schon x-mal gelesen oder gehört haben. Dagegen kamen die Kursabschläge im November unmittelbar aus dem sprichwörtlich „heiteren“ Himmel.

Korrektur, was ist das?

Allerdings, und das muss klar gesagt werden, haben wir es hier im Moment mit einer Korrektur zu tun, die am Aufwärtstrend noch nicht ernsthaft gekratzt hat. Das muss zwar nicht so bleiben, aber der Abschwung fühlte sich vielleicht auch deshalb etwas dramatischer an, als er tatsächlich war, weil viele Marktteilnehmer fallende Kurse – überspitzt gesagt – nur noch vom Hörensagen kannten. Zu einem echten Drama wurde das Ganze beim DAX bislang aber auch aus einem anderen Grund nicht: Denn just nachdem der Index am Mittwoch mit einem minimalen Gap unter die wichtige Unterstützungsmarke von 13.000 Punkten gefallen war, schnalzte er am Donnerstag wieder über diese Linie nach oben zurück – ebenfalls mit einem Gap. Derartige Wechselbäder und Schaukelbörsen führen in der Regel zu einer Reduzierung von Investitionsquoten und einem gewissen Attentismus unter den Marktteilnehmern – Stichwort: „Risk off“. Im Folgenden werden wir allerdings einigen Tradern begegnen, die genau das nicht tun und uns zeigen, wie man auch in schwierigeren Zeiten erfolgreich unter Volllast fahren kann.

 

Wenn der Fuchs die Schnäppchen jagt ...

Wer ein Schnäppchenjäger und dazu ein ausgewiesener Fuchs ist, für den sind solche Märkte ohnehin ein gefundenes Fressen. Denn solange Kurse nur die eine Richtung nach oben kennen, werden die Schnäppchen immer rarer. Wird die Gangart dagegen etwas rauer, dann trennt sich nicht nur der eine oder andere Anleger aus Schreck von seinen guten Titeln – in einer solchen Situation trennt sich auch unter den Tradern die Spreu vom Weizen. Gestatten, Trader „Fuchs“ mit seinem wikifolio „Schnäppchen Jäger“. Und der Fuchs schlug am vergangenen Montag gleich dreimal bei der Aktie der KPS AG zu. Damit stockte er seine Position auf nunmehr rund 15% auf.

Schnäppchen Jäger

Zwar ist das wikifolio gestreut, ein Anhänger des „Zu-Tode-Diversifizierens“ ist dieser Trader allerdings nicht. Auf die beiden aktuellen Kernpositionen AT&S AG und FACC AG sind mehr als 50% des Gesamtwertes konzentriert. Trotz des schwieriger gewordenen Börsenumfelds liegt die Cash-Quote bei lediglich 1%. Es gibt einfach Schnäppchen, die besser als Cash sind.

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Stark & global

Eine nennenswerte Reduzierung der Aktienquote ist auch für die Albrech & Cie. Vermögensverw. AG – Tradername „AlbrechCieAG“ – keine ernsthafte Option. Im wikifolio „Top Global Brands“ liegt die Investitionsquote derzeit bei rund 95%, also ziemlich genau in der Mitte des selbstgesteckten Korridors von 90% bis 100%. Den Schwerpunkt der Anlagetätigkeit bilden „liquide Blue-Chips“ mit „langfristig steigendem Markenwert und kurzfristig steigenden Earnings-Erwartungen“. Daneben wird in Mid-Caps mit vergleichbaren Eigenschaften investiert.

Top Global Brands

Derzeit haben rund 30 Titel ihren Weg in das wikifolio gefunden, im Wesentlichen „starke globale Marken“ und „wachstumsstarke regionale Marken“. Die jüngsten Kurskapriolen konnten dem Wachstumspfad des wikifolios nichts anhaben. Dass dieses wikifolio auch jetzt gut aufgestellt war, ist umso erstaunlicher, als die letzte Transaktion Anfang August, also vor mehr als drei Monaten erfolgte.

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Schwarze Null

Mit einer Cash-Quote von zuletzt 0% – in Worten Null – hat Trader „Midtermalpha“ in seinem fast gleichnamigen wikifolio „MidTermAlpha“ seine Mittel vollständig eingesetzt. Der hier verfolgte Ansatz beruht auf sogenannten Swingtrades, das sind Kursbewegungen, „die in der Regel in einem Zeitraum zwischen einigen Tagen und bis zu 6 Monaten“ liegen können. Die Erfahrung habe gezeigt, dass bei längeren Haltedauern Gewinne auch leicht wieder zusammenschmelzen, während man aus sehr kurzfristigen Trades oft unglücklich ausgestoppt wird.

MidTermAlpha

Obwohl sich Gelegenheiten für derartige Swingtrades im gesamten Universum der handelbaren Titel zeigen, konzentriert sich „Midtermalpha“ klar auf Aktien. Zuletzt wurde besonders die Position in Aktien der AT&S AG aufgestockt. Der Ansatz hat sich trotz kleinerer zwischenzeitlicher Durststrecken über die letzten Jahre hervorragend bewährt.

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Was kommt?

Das sollten Anleger in der kommenden Woche im Auge behalten

Für die nächste Woche stehen kaum große Wirtschaftsdaten auf dem Programm. Allerdings werden wir mit der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls am kommenden Mittwoch einen tieferen Einblick in die aktuellen Diskussionen dieses Fed-Entscheidungsgremiums erhalten.

Am Donnerstag legt dann die EZB das Gegenstück in Form der EZB Accounts der letzten geldpolitischen Ratssitzung offen.




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