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Handelsidee

In diesem Wikifolio soll zum einen eine Fundamentale Anlagestrategie verfolgt werden, d.h. es wird gezielt nach Werten geschaut, die aufgrund ihrer Geschäftsentwicklung(Aufträge, Kooperationen, Geschäftszahlen) Potenzial für die Zukunft haben könnten. Darüberhinaus sollen in diesem Wikifolio auch Aktien gekauft werden, die über einen positiven Newsflow verfügen oder durch ein Aussichtsreiches Chartbild Potenzial versprechen.

Diese Strategie wird verfolgt, da sie eine gesunde Mischung aus kurzfristiger Spekulation und längerfristiger Anlage darstellen soll und somit meiner Meinung nach Insgesamt zum Erfolg führen kann.

Meine Informationen suche ich mir hauptsächlich auf Internetseiten und Fachjournalen, aber auch teilweise durch persönliche Gespräche mit Analysten.Die durchschnittliche Haltedauer kann zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen oder auch Monaten liegen, je nachdem wie sich der Wert oder auch der Markt entwickelt. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF19920415
Erstellungsdatum
17.09.2013
Indexstand
High Watermark
380,6

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Lukas Spang
Mitglied seit 17.09.2013

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Kommentar zu HOME24 SE INH O.N.

> Home24 pulverisiert Erwartungen <

 

Home24 hat in dieser Woche ein Trading Update zum zweiten Quartal 2020 veröffentlicht und dabei sehr starke Zahlen bekannt gegeben. Demnach konnte der Gross Order Value (GOV = Bruttobestellwert ohne Retouren, Rabatte etc.) auf Basis konstanter Währungskurse um 70,0% auf 200,6mEUR gesteigert werden und hat damit meine Erwartungen mit einem Anstieg von 34,8% auf 159,1mEUR erheblich übertreffen können. Somit hat sich das hohe Bestellvolumen aus dem April auch im Mai und Juni fortgesetzt. In Folge dessen stieg auch der Umsatz auf Basis konstanter Währungen um 45,0% auf 123,3mEUR. Unter Berücksichtigung der Währungseffekte stand ein Umsatzanstieg von 40,0% auf 118,7mEUR (LSe: 110,3mEUR / +30,1%) zu Buche, der ebenfalls deutlich über meinen Erwartungen lag. In diesem Zusammenhang betonte das Unternehmen, dass ein Teil der Bestellungen auch erst im dritten Quartal verbucht werde, sodass das Wachstum weiter anhalten dürfte. Mit Blick auf das Ergebnis hatte das Management im Rahmen der Q1-Zahlen bereits ein positives bereinigtes EBITDA für Q2 in Aussicht gestellt. Dieses fällt nun sogar so gut aus, dass auch auf Halbjahresbasis ein deutlich positives bereinigtes EBITDA resultiert und bestätigt damit meine Erwartungen.

 

Für das Gesamtjahr zeigt sich das Management nun auch zuversichtlicher und erwartet einen Umsatzanstieg von mindestens 15% nach zuletzt 10-20%. Für das bereinigte EBITDA wird fortan ein positives Ergebnis erwartet, nachdem die Spanne bislang bei -2% bis +2% vom Umsatz lag. Ich habe in Folge der sehr guten Resultate, die für das Ergebnis allerdings noch nicht quantifiziert wurden, meine Schätzungen entsprechend überarbeitet und meine Erwartungen angehoben. Ich erwarte nun ein Umsatzwachstum von 15,5% auf 97,6mEUR im dritten Quartal (alt: +10,0%) und unverändert einen Umsatzanstieg von 8,0% auf 117,8mEUR im vierten Quartal. Daraus resultiert ein Umsatzanstieg für das Gesamtjahr von 17,5% auf 436,8mEUR (alt: 423,7mEUR / +14,0%) sowie ein berichtetes EBITDA i.H.v. 1,91mEUR (0,4% EBITDA-Marge) nach bislang -8,36mEUR. Für die Folgejahre haben sich meine Schätzungen für Umsatz und Ergebnis entsprechend ebenfalls erhöht. Meine langfristigen Erwartungen für die EBITDA-Marge habe ich im Zuge dessen von bisher 9,0% auf 10,0% erhöht. Die Eigenkapitalkosten liegen unverändert bei 10,3%. In Folge dessen erhöht sich das Kursziel von 11,50€ auf 14,10€ und bietet daher weiter deutliches Kurspotenzial.

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Kommentar zu SHOP APOTHEKE EUROPE INH.

> Eigenmarken und Marktplatzgeschäft als Margentreiber <

 

Wie in meinem letzten Update vom 21.05.2020 beschrieben, hat Shop Apotheke ein sehr erfolgreiches erstes Quartal verzeichnet. Der Umsatz stieg deutlich um 32,8% auf 231,99mEUR, das bereinigte EBITDA hatte sich ebenfalls erheblich von -9,08mEUR auf 4,94mEUR (2,1% vom Umsatz) erhöht. Neben der Gewinnung weiterer Kunden (+1m / +25,0%) gegenüber dem Vorjahresquartal hat vor allem auch das Bestandskundengeschäft zum Wachstum beigetragen. Durch die Ausbreitung des Coronavirus und den damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen haben viele Menschen die Möglichkeit genutzt, ihren Apothekenbedarf Online bei Online-Apotheken wie Shop Apotheke zu bestellen, statt wie gewohnt in die Vor-Ort Apotheke zu gehen. Dadurch dürfte es zwar auch gewisse Vorzieheffekte Effekte gegeben haben, allerdings hat das Unternehmen nach einer deutlichen Reduzierung der Marketingausgaben gegen Ende des ersten Quartals nun wieder verstärkt in Marketing investiert, um so weitere Neukunden zu gewinnen. Da die Ausgangsbeschränkungen vor allem die Monate April & Mai, die im zweiten Quartal lagen, betrafen, sollte sich das dynamische Wachstum auch in diesem Zeitraum entsprechend fortgesetzt haben.

 

Der Fokus im zweiten Halbjahr liegt nun neben der weiteren Generierung von Neukunden auf dem Start des neuen, eigenen Marktplatzes. Auf diesem soll den Shop Apotheke Kunden zukünftig ein zusätzliches Produktangebot aus dem Gesundheitswesen angeboten werden, welches durch Dritte erbracht wird. Auch wenn sich das Unternehmen bezüglich der genauen Ausgestaltung noch nicht geäußert hat, dürfte ein ähnliches Model verfolgt werden wie beispielsweise bei Amazon. Für das Listing auf der Shop Apotheke Plattform würde das Unternehmen dann vom Partner eine fixe und/oder prozentuale Gebühr (vom erzielten Umsatz des Produktes) erhalten. Abhängig davon, ob Shop Apotheke den vollständigen Service (auch z.B. Lagerhaltung & Lieferung) übernimmt, fällt diese höher oder etwas niedriger aus. Der Vorteil für Shop Apotheke ist jedoch, dass dieses Geschäft aufgrund der bereits bestehenden Kundenbasis von 5,0m Kunden (zum 31.03.2020) für Drittpartner sehr attraktiv ist und sich Gebührenanteile für Shop Apotheke von 5-15% ergeben sollten. Gleichzeitig stehen diesen Einnahmen nur geringe Kosten entgegen. Bei einer steigenden Anzahl an Produkten und einem entsprechenden Umsatz sollte sich dies deutlich positiv im Umsatz aber vor allem im Ergebnis niederschlagen können und deutliche Skalierungseffekte ermöglichen. Ein weiterer Ergebnistreiber für die Zukunft ist das Eigenmarkengeschäft, im Rahmen dessen Shop Apotheke beliebte Produkte selbst herstellen lässt. Die ersten beiden Produkte waren dabei ein Nasenspray sowie Paracetamol. Dieses Geschäft ist im Vergleich zu dem Bezug von Markenprodukten deutlich margenstärker und sollte sich bei einem entsprechenden Absatzwachstum dieser Produkte ebenfalls sehr positiv auf die Marge auswirken können. Darüber hinaus sollte sich der weitere Roll-out der tagesgleichen Auslieferung (Same Day Delivery) in Großstädten sowie die Kooperation mit dem Online-Doktor Service Zava positiv auf die Kundengewinnung sowie -bindung auswirken.

 

Mit Blick auf das E-Rezept in Deutschland ist das nächste wichtige Ereignis die Verabschiedung des Patientendaten-Schutzgesetzes, welches Grundlage für die Einführung des Online-Rezeptes ist. Dieses könnte möglicherweise noch vor der Sommerpause im Bundestag verabschiedet werden, sodass dann im nächsten Schritt die zentrale App durch die gematik entwickelt werden soll. Ab dem zweiten Halbjahr 2021 rechnet Shop Apotheke dann mit ersten nennenswerten Umsätzen aus dem E-Rezept. Um die höheren Margenbeiträge aus dem Marktplatz- sowie dem Eigenmargengeschäft besser zu reflektieren, habe ich meine mittelfristigen Margenannahmen erhöht und rechne nun mit einer langfristigen EBIT-Marge von 7,0% (alt: 6,0%). Meine Schätzungen für dieses Jahr bleiben dagegen unverändert (Umsatz 882,05mEUR / EBITDA 11,29mEUR) und implizieren für das zweite Quartal 2020 ein Umsatzwachstum von 28,0% auf 209,4mEUR. Für 2021 habe ich meine Umsatz- und Ergebnisschätzungen auf 1.093,74mEUR (alt: 1.080,51mEUR) bzw. 32,25mEUR (alt: 31,58mEUR) angehoben, während ich meine Erwartungen für 2022 aufgrund einem etwas weniger dynamischen Rx-Umsatzes auf 1.632,40mEUR (alt: 1.667,70mEUR) respektive 83,33mEUR (alt: 86,03mEUR) gesenkt habe. Zudem habe ich nun einen geringeren Working Capital Bedarf angesetzt, der sich damit positiv auf den operativen Cashflow bzw. Free Cashflow auswirkt. Insgesamt erhöht sich das Kursziel damit für die Aktie von zuletzt 132,00€ auf nunmehr 151,00€.

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Allgemeiner Kommentar

> Neues Videoformat? <

 

Ich überlege aktuell ein neues Videoformat aufzusetzen mit wöchentlichem Update. Weitere Informationen erhalten Sie/erhaltet ihr hier: 

 

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Kommentar zu HOME24 SE INH O.N.

> Kauf | Auf dem Sprung zur Profitabilität < 

 

Nachdem Home24 in den vergangenen Jahren und konkret auch mit den Mitteln aus dem Börsengang im Juni 2018 verstärkt investiert hat (Logistik, ERP-System, Markenstärkung), war das vierte Quartal 2019 ein besonderes. Erstmals in der Firmengeschichte erreichte Home24 in einem Quartal ein positives bereinigtes EBITDA i.H.v. 2,60mEUR bzw. eine bereinigte EBITDA-Marge von 2,4%. Aber auch das berichtete EBITDA fiel mit 2,30mEUR (2,1% vom Umsatz) positiv aus und zeigt die Richtung für die Zukunft. Im Gesamtjahr 2019 verblieb jedoch noch ein hoher Verlust i.H.v. 28,20mEUR (bereinigtes EBITDA) bzw. 31,70mEUR (berichtetes EBITDA), wenngleich dieser im Vergleich zum Vorjahr (-40,00mEUR / -51,70mEUR) deutlich reduziert werden konnte. Neben der erhöhten Bruttomarge von 44,1% (Vj. 43,7%) hat sich vor allem eine deutlich gesunkene Marketingkostenquote von 17,4% (2018: 21,1%) positiv im Ergebnis niedergeschlagen. Auf Segmentebene belastete insbesondere das Segment Europa (74,8% Umsatzanteil) mit einem negativen bereinigten EBITDA von 27,30mEUR, während das zweite, deutlich kleinere Segment Lateinamerika (Brasilien) lediglich einen Verlust i.H.v. 0,80mEUR erzielte. Darüber hinaus erzielte Home24 im vierten Quartal einen leicht positiven operativen Cashflow von 0,90mEUR (Vj. -8,10mEUR) und nur einen leicht negativen Free Cashflow von 3,30mEUR (Vj. -15,60mEUR).

 

Der positive Trend aus dem Schlussquartal 2019 hat sich nun auch im ersten Quartal 2020 fortgesetzt. Bei einem Umsatzwachstum von 10,1% (+14% auf Basis konstanter Wechselkurse) konnte die Bruttomarge weiter von 43,6% auf 46,0% gesteigert werden, die Vertriebs- (-11,7%) und Verwaltungskosten (-9,8%) entwickelten sich sogar leicht rückläufig. Dadurch verbesserte sich das bereinigte EBITDA im ersten Quartal trotz dem Umstand, dass das erste und dritte Quartal aufgrund von Marketingschwerpunkten geringere Margen aufweist, deutlich von -14,90mEUR auf -3,50mEUR verbessert werden. Der operative Cashflow fiel mit 2,40mEUR erneut positiv aus und der Free Cashflow verbesserte sich auf -2,00mEUR. Während die Umsätze in den ersten drei Monaten dieses Jahres in Europa erneut zweistellig auf 79,10mEUR (+11,4%) gesteigert werden konnten, fiel der Umsatzanstieg mit 5,9% auf 23,50mEUR in Brasilien deutlich geringer aus. Dies ist u.a. auch auf den deutlichen Anstieg des brasilianischen Reals gegenüber dem Euro zurückzuführen, der der Grund für die Differenz zwischen berichtetem Wachstum und Wachstum auf Basis konstanter Wechselkurse ist.

 

Auch wenn der Vorstand in seinem Ausblick für 2020 Anfang April die Bandbreite für das Umsatzwachstum mit 10-20% (alt: +15-20%) breiter als noch Anfang Februar gewählt hat, wird mit einer klaren Fortsetzung des Wachstumskurses auch in diesem Jahr gerechnet. So wird dies durch einen steigenden Umsatzanteil im E-Commerce bei Möbeln sowie durch die aktuellen Corona-Umstände, wodurch Möbelhäuser temporär geschlossen werden mussten und damit den Trend zum Online-Möbelkauf forciert. Marktstudien von Statista sehen in den kommenden Jahren bis 2024 ein durchschnittliches Wachstum der E-Commerce Umsätze für Möbel & Haushaltswaren von 7-8% pro Jahr in Deutschland, weltweit sogar von rund 8,5% pro Jahr. Dementsprechend positiv haben sich zuletzt die Zahlen im April entwickelt, die einen erheblichen Anstieg bei den Bestellungen gezeigt haben. Demnach erhöhte sich das Volumen der Bestellungen (Brutto) im April um 88% in Europa und um 39% in Brasilien (Q1 insgesamt +9,7% auf Basis konstanter Wechselkurse) erheblich. Auch der amerikanische Konkurrent Wayfair hatte kurz zuvor über ähnliche Steigerungsraten berichtet. Dementsprechend erwartet das Management im zweiten Quartal ein positives bereinigtes EBITDA, betonte aber, dass das zweite Quartal auch ohne die COVID-19 Effekte profitabel ausfallen würde.

 

 

Insgesamt erachte ich die aktuelle Unternehmensentwicklung als sehr positiv und sehe durch den Fokus auf profitables Wachstum mit dem Ziel in diesem Jahr den Break-Even zu erreichen als entscheidenden Treiber für den Aktienkurs. Wenngleich ich in diesem Jahr noch mit einem negativen EBITDA i.H.v. 8,36mEUR (-2,0% Marge) kalkuliere, erwarte ich im kommenden Jahr erstmals auf Ganzjahresbasis ein positives EBITDA i.H.v. 12,57mEUR (2,7% EBITDA-Marge). Auf Nettobasis erwarte ich im Folgejahr mit 3,79mEUR ein erstmals positives Nettoergebnis, sodass ab 2022 dann auch die hohen Verlustvorträge (Körperschaftssteuer 357,8mEUR / Gewerbesteuer 356,0mEUR / Ausland 65,3mEUR) genutzt werden können. Durch die dann zu erwartenden Aktivierungen von Verlustvorträgen sollte sich zudem ein positiver EPS-Effekt ergeben. Zugleich wird Home24 dann bei der Cash-relevanten Besteuerung lediglich der Mindestbesteuerung unterliegen. Für dieses Jahr erwarte ich einen Umsatzanstieg von 14,0% auf 423,71mEUR, der insbesondere durch ein sehr starkes zweites Quartal (LSe: 110,33mEUR / +30,1%) getragen werden dürfte. Zugleich erwarte ich durch das hohe Umsatzwachstum und dem Umstand, dass das zweite Quartal traditionell bessere Margen aufweist, ein positives EBITDA, welches zudem den Verlust aus dem ersten Quartal leicht überkompensiert. Bis 2023 rechne ich mit einem Anstieg der EBITDA-Marge auf 9,0%, das Management hat sich mittelfristig auf Ebene des bereinigten EBITDA einen Wert von etwa 12-14% („low teens“) zum Ziel gesetzt. Daraus leitet sich auf Basis von Eigenkapitalkosten i.H.v. 10,3% (reflektiert noch die anfallenden Verluste) sowie eines daraus resultierenden WACC von 9,1% ein Kursziel von 11,50€ ab. Gelingt es dem Management mit weiter steigenden Umsätzen die Bruttomarge auf das Zielniveau von >50% zu erhöhen sowie das Marketing weiter zu optimieren und die genannten Zielmargen von 12-14% zu erreichen, wären auch Kurse von 17-21€ zu rechtfertigen.

 

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