Quant: Defensiv + Antizyklisch

Martin Keller

Performance

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    seit 29.11.2016
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    1 Jahr
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Handelsidee

Dieses wikifolio soll hauptsächlich nach quantitativen Kriterien in Aktien investieren. Für eine defensive Ausrichtung soll es zusätzlich zum Aktienbestand auch ein schwankungsarmes bzw. zu Aktien möglichst antizyklisches Sicherheitselement bestehend aus ETFs oder Fonds enthalten, die je nach aktueller Situation z.B. in Renten, Immobilien, den Geldmarkt, Gold, Kryptowährungen oder weitere Rohstoffe investieren können. Alternativ kann auch einfach die Cashposition erhöht werden.

Für den Aktienbestand soll mit Kennzahlen verschiedener quantitativer Anlagestrategien und einer selbst festgelegten Gewichtung dieser Kennzahlen ein Investment in vielversprechende Aktien verfolgt werden. Die einzelnen Kennzahlen umfassen sowohl Punkte der fundamentalen als auch der technischen Analyse, wie z.B. die Eigenkapitalrendite des Unternehmens, das KGV oder das Momentum, wobei die fundamentale Bewertung deutlich stärker berücksichtigt werden soll. Wie bei allen quantitativen Anlagestrategien soll die eigene Meinung möglichst außen vor bleiben.

Es kann im Aktienbestand grundsätzlich weltweit in Aktien angelegt werden. Ich werde versuchen, zwischen ca. 10 und ca. 30 verschiedene Aktienwerte zu halten, um die Abhängigkeit von einem einzelnen Titel gering zu halten.

Das Sicherheitselement soll abhängig von der aus meiner Sicht herrschenden Über- und Untertreibung an den Finanzmärkten zwischen 0% und etwa 50% des Investitionsvolumens ausmachen.

Das wikifolio soll je nach Situation (Anzahl der Aktienwerte im wikifolio, Marktlage, Urlaub, etc.) zwischen etwa wöchentlich und monatlich überprüft werden. Der Anlagehorizont kann bedingt durch die Anlagestrategie stark schwanken. Zwischen wöchentlicher und mehrjähriger Haltedauer ist alles möglich, abhängig von der erreichten Bewertung entsprechend der Strategie. Den Anlagehorizont würde ich daher als mittel- bis langfristig einstufen. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WFLEVYODA2
Erstellungsdatum
29.11.2016
Indexstand
High Watermark
118,6

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Martin Keller
Mitglied seit 14.11.2016
Meine ersten Kontakte zu Aktien und Fonds hatte ich im Jahr 2000, kurz nach dem Börsencrash. Eine blutige Nase hatte ich mir damals zwar auch geholt, aber diese erste Erfahrung war sehr lehrreich und hat mir im weiteren Verlauf geholfen, mich zu disziplinieren. Einige Jahre später war ich so fasziniert von dem Thema, dass ich (etwas blauäugig) in die Finanzberatung gewechselt bin. Ich musste aber feststellen, dass ich zwar vielleicht ein guter Berater war, aber kein guter Verkäufer überteuerter Produkte, hinter denen ich selbst nicht stehen konnte. Das war auf Dauer keine befriedigende Situation. Seit über 10 Jahren arbeite ich wieder glücklich in den Naturwissenschaften und beschäftige mich nur in meiner Freizeit mit Börsenthemen. Mein eigenes Depot läuft seit Jahren recht passabel, allerdings derzeit bedingt durch den Hausbau wieder auf niedrigem Niveau. Über wikifolio.com kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit quantitativen Anlagestrategien (Levermann, Greenblatts Magic Formula, Graham). Allesamt äußerst interessant und nachvollziehbar. Die entsprechenden Bücher sollte jeder Anleger gelesen haben. Schade, dass ich nicht schon viel früher davon gehört habe. Sehr interessant finde ich die Unterschiede, aber vor allem auch die Ähnlichkeiten in der Aktienbewertung der einzelnen quantitativen Anlagestrategien. Hier auf wikifolio.com habe ich nun die Möglichkeit, mehrere unterschiedliche Investmentstrategien gegeneinander antreten zu lassen. Bei allen Strategien beherzige ich vor allem folgende Weisheiten: - Ich bin auch nicht schlauer als der Rest. - Ich neige weniger zu emotionalem Handeln an der Börse und kann dies über ein Investieren nach festem Regelwerk als Vorteil nutzen. - Hin und her macht Taschen leer. Ich möchte meine wikifolios vor allem nutzen, um die Entwicklung verschiedener, vor allem quantitativer Strategien austesten zu können. Dabei halte ich mich nicht strikt an eine vorgegebene Strategie, sondern versuche aus der Summe der veröffentlichten Strategien die Kerngedanken herauszufiltern. Die wikifolios sollen mir vorrangig Erkenntnisgewinn bringen, bei entsprechendem Interesse können sie aber auch investierbar werden. Es kann durchaus sein, dass ich die gleichen Aktien wie in Wikifolio auch in meinem privaten Depot habe. Die Tatsache, dass ich dort im allgemeinen im vierstelligen €-Bereich kaufe und verkaufe, dürfte die Frage nach möglicher Marktmanipulation allerdings obsolet machen... ;-) Noch ein paar Zeilen zum Sinnieren: Der letzte und ein meiner Ansicht nach ein sehr wichtiger Teil des Buches von Frau Levermann beschäftigt sich mit der Frage nach dem Verhältnis von Investment, Ethik und Glücksempfinden. Wenn wir es tatsächlich schaffen, Überrenditen zu erzielen, was machen wir dann? Macht es uns glücklich, einfach immer mehr Geld anzuhäufen? Oder sollten wir das Geld nicht besser einsetzen, um das Gute auf der Welt (was jeder sicherlich anders definiert) zu fördern? Sollten wir vielleicht unser Investitionsuniversum einschränken, um nur Anteile von Firmen zu kaufen, die unseren ehtischen Ansprüchen genügen? Für mich war dieser Teil des Buchs sehr inspirierend. Ich denke wohl recht ähnlich wie Frau Levermann, habe schon vor 10 Jahren den 5er-BMW gegen einen Renault Clio getauscht, der aber nun die meiste Zeit nur rumsteht, weil ich im Jahr etwa 10.000 km mit dem Rad fahre und dies nicht als Einschränkung, sondern als Lebensqualität empfinde. Ich habe ein Holzhaus (bindet wesentlich weniger graue Energie) gebaut, das sich zu etwa 80% solar heizen lässt und versuche allgemein meine Lebensqualität zu steigern, OHNE dass dadurch mehr Ressourcen verbraucht werden. Bei meinen wikifolios habe ich mich dagegen entschieden, das Anlageuniversum durch eigene Umweltschutz- oder Ethikstandards zu beschränken, vor allem weil damit wieder eine Ermessensentscheidung mit ins Spiel kommt und ich weder die Zeit noch die Quellen habe, zu jeder Firma zu recherchieren, in wieweit sie in allen ihren Verzweigungen meinen Ansprüchen genügt. Stattdessen werde ich, sollte ich mit meinen wikifolios irgendwann einmal tatsächlich Geld verdienen, meinen jährlichen Spendenbetrag aufstocken. Wenn ich von diesen Einkünften ein Drittel spende (das zweite Drittel ist für Papa Staat, das dritte Drittel für mich), dann sollte weder ich noch meine Umwelt zu kurz kommen.

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Beim gestrigen Rebalancing gab es keine größeren Bewegungen. Die Position von MALLINCKRODT PLC wird stetig ausgebaut, ansonsten bleibt alles beim Alten. Heute gab es heftige Abschläge bei MICRON TECHN. INC. DL-,10 von 9% und bei SCHAEFFLER AG von 5%. Bei Micron sind mir keine Nachrichten bekannt, die das rechtfertigen. Vielleicht kommen die ja auch erst noch? Warten wir es ab. Schäffler wurde von UBS auf Sell zurückgestuft. Sie mögen ja durchaus recht haben mit ihrer Analyse, die einzelnen Punkte waren aber auch schon gestern und vor einem Monat bekannt. Ich finde es beeindruckend (und beängstigend), welchen Einfluss Analysten auf den Marktwert eines Unternehmens haben.

ETHEREUM TRACKER EURO leidet unter dem derzeitigen Crash des Kryptomarktes. Der gesamte Markt ist gestern urplötzlich heftig eingebrochen. Die Verluste bei Ethereum belaufen sich auf etwa 20%. Da es keinen vernünftigen Grund für soch einen Einbruch gibt, wird spekuliert, dass die großen institutionellen Spieler versuchen, möglichst günstig in den Markt einzusteigen, das Ganze also eine große Marktmanipulation darstellt. Hier ein interessanter Artikel bzgl. Marktmanipulation: https://www.ccn.com/unsual-cryptocurrency-market-behavior-before-big-crypto-drop/ . Ende des Monats wird wieder ein Rebalancing des Sicherheitselements durchgeführt, dann werden wir sehen, ob sich Ethereum bis dahin wieder von selbst erholt hat, oder sich uns weiterhin eine Kaufgelegenheit eröffnet.

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Allgemeiner Kommentar

Und noch ein paar Worte zur Aktienauswahl in diesem wikifolio. Ich habe mit großem Interesse das Buch von Frau Levermann gelesen und lange mit ihrer Systematik herumgespielt. Im Großen und Ganzen gefällt mir diese sehr gut, kauft man doch vorzugsweise gute und günstige Aktien in einem Aufwärtstrend. Was mir allerdings nicht gefällt, sind die großen Sprünge, die bei einer Bewertung streng nach Levermann auftreten können. Ich habe einmal den Fall gesehen, dass eine Aktie bei der Reaktion auf die Quartalszahlen von +1,x% (ein Pluspunkt) auf -1,x% (ein Minuspunkt) gerutscht ist und dadurch bei der 6-Monats Performance unter die -5% gefallen ist (ein Minuspunkt), was zur Folge hatte, dass sie auch beim Kursmoment statt Null Punkten einen Minuspunkt einfuhr. Von heute auf Morgen fiel die Levermann-Bewertung also um vier Punkte, ohne dass sich an der Aktie großartig etwas geändert hätte. Größere Sprünge ohne wirkliches Event kamen leider immer wieder vor, so dass ich mir überlegt habe, wie sich das vermeiden ließe.

Über die Jahre habe ich mir folgende Änderungen zur Levermann-Strategie erarbeitet, die mir sinnvoll erschienen:

- die Bewertung erfolgt nicht mehr in ganzen Punkten, sondern auch in Bruchteilen von Punkten.

- Einige Kriterien (Eigenkapitalrendite, Gewinnmarge, KGV) erscheinen mir wichtiger als andere  (z.B. Eigenkapitalquote, Analystenmeinungen, Reaktion auf Quartalszahlen) und können mehr als einen Plus- oder Minuspunkt einfahren

- Bei den Analysten gibt es streng nach Levermann den paradoxen Fall, dass sich die Bewertung von einem Plus- auf einen Minuspunkt ändern kann, einfach weil jetzt ein Analyst mehr oder weniger die Aktie bewertet. Gibt es Meinungen von bis zu fünf Analysten, werden diese nach Levermann entsprechend ihrer durchschnittlichen Empfehlung bewertet. Ab sechs Analysten zählt die durchschnittliche Meinung als Kontra-Indikator. Bei mir erhalten Bewertungen von fünf und sechs Analysten immer null Punkte, ganz egal wie sie ausfallen. So möchte ich sprunghafte Änderungen durch unterschiedlliche Analystenzahlen vermeiden.

- Beim Reversaleffekt gibt Frau Levermann an, dass DAX-Aktien, die in den letzten drei Monaten eine gute Performance hatten, im allgemeinen künftig schlechter laufen und umgekehrt. Selbst wenn das beim DAX (dauerhaft?) so ist, mein Aktienuniversum ist international und ich habe keinerlei Auswertungen bezüglich dieses Effekts in anderen Indizes gesehen. Ich verzichte daher komplett auf dieses Kriterium.

Jetzt ist natürlich die Frage, habe ich mit meinem Vorgehen ein besseres Ergebnis eingefahren als mit der Original Levermann-Methode? Für das letzte Jahr muss ich dies mit einem klaren Nein beantworten. Mein Vorgehen bestraft sehr deutlich extrem teure Aktien, die nach Levermann aufgrund der sonstigen Kriterien immer noch ein Kauf wären. Eine Nemetschek mit einem KGV von etwa 80 tut sich sehr schwer, in mein wikifolio zu gelangen. Dummerweise sind im letzten Jahr gerade die sehr teuren Aktien weiter sehr gut gelaufen (Nemetschek +110%) während gute und günstige Aktien weiterhin günstig blieben. Allerdings kann ich mit einem Portfolio an soliden und günstig bewerteten Aktien deutlich besser schlafen, als wenn ich überteuerte Aktien (auch von hervorragenden Firmen)  eingekauft hätte, die nur vom eigenen Trend weiter angeschoben werden. Wir hatten schon lange keinen richtigen Einbruch mehr am Aktienmarkt, aber irgendwann wird es wieder einmal soweit sein und dann denke und hoffe ich, dass ich mit soliden und günstigen Aktien die besseren Karten habe.

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Allgemeiner Kommentar

Seit kurzem ist dieses wikifolio investierbar und da ich es als mein langfristig interessantestes betrachte, prangt jetzt ein "Real Money" Symbol am Eingang. Vielleicht ein paar Worte zum Vorgehen in diesem wikifolio: Zuallererst schaue ich, wie die allgemeine Aktienbewertung sich gegenüber dem langjährigen (jahrzehntelangen) Verlauf verhält. Stehen die Aktien hoch, verringere ich die Aktienquote, stehen die Aktien tief, kaufe ich mehr davon. Das restliche Geld wird entweder in sichere und/oder zu Aktien unkorrelierte oder gar negativ korrellierten Anlagen investiert oder bleibt einfach als Cash zur Verfügung. Im Regelfall sehe ich etwa einmal pro Woche nach dem wikifolio, es kann aber auch gut einige Wochen ganz ohne mich auskommen, sollte ich im Urlaub oder auf Dienstreise sein. Kurzfristiges Traden findet hier nicht statt. Im Allgemeinen ändern sich die Gewichtungen der einzelnen Aktienpositionen langsam, es kommt eher selten vor, dass eine Aktie unverhofft auf eine Verkaufsposition rutscht und sofort komplett verkauft wird. Bei Käufen gehe ich schrittweise vor und kaufe über Wochen immer wieder nach, bis die Sollgewichtung erreicht ist. Im Sicherheitselement dürfen sich die einzelnen Werte im allgemeinen frei entwickeln, alle drei Monate werden die Positionen hier wieder gleich gewichtet. Ich achte allerdings darauf, dass keine Position mehr als etwa 15% des wikifolios ausmacht. Sollte diese Größe innerhalb der 3-Monatsfrist überschritten werden, wird auch sofort eingegriffen und verkauft

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Allgemeiner Kommentar

Applied Materials verlässt uns, nachdem die Bewertung über einen langen Zeitraum immer schlechter und dementsprechend die Gewichtung bereits reduziert wurde. Heute wurden nun die letzten Reste abgestoßen. Wir sind jetzt wieder bei 20 Aktien im Portfolio angekommen.

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