PLATOW Trend & Sentiment 2.0

PlatowDerivate
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  • -37,0 %
    seit 27.04.2018
  • -25,6 %
    1 Jahr
  • -21,2 %
    Ø-Performance pro Jahr
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Handelsidee

In diesem wikifolio soll eine von PLATOW Derivate selbst entwickelte Handelsstrategie auf den DAX in Form von ausgewählten ETFs, Anlagezertifikaten oder Hebelprodukten umgesetzt werden.

Die Strategie beinhaltet ein Punktesystem, das jeden Abend bestimmen soll, ob und wie wir uns beim DAX am nächsten Tag positionieren wollen. Die Positionierung soll zwischen Short, Flat, Long und gehebelt Long variieren können.

Geplant ist in der Regel, bei entsprechenden Signalen die Positionen morgens rund um den Börsenstart zu eröffnen oder zu schließen. Intraday-Trading ist in der Regel nicht vorgesehen.

Als signalgebende Indikatoren sollen grundsätzlich das Euwax-Sentiment der Börse Stuttgart, zwei gleitende Durchschnitte sowie ein selbst entwickeltes Modell zur Bestimmung der jeweiligen Trendphasen dienen.

Ziel des wikifolios ist eine langfristige Outperformance gegenüber dem DAX. Es soll nicht zwingend darum gehen, dieses Ziel jedes Jahr zu erreichen, sondern über einen längeren Zeitraum betrachtet. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WFPLATOW03
Erstellungsdatum
27.04.2018
Indexstand
High Watermark
82,6

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

PLATOW Verlag GmbH
Mitglied seit 21.11.2015

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Noch kein finaler Befreiungsschlag

 

Die wichtigste Nachricht zuerst: Wir sind in unseren wikifolios weiter zu 100% in Cash investiert. Der Ausstieg erfolgte Ende Februar bei einem DAX-Stand von ca. 11 920 Punkten. Trotz der jüngsten Erholung liegt der deutsche Leitindex immer noch deutlich unter diesem Niveau. Vor diesem Hintergrund war der Verkauf Stand jetzt die absolut richtige Entscheidung. Daran würde sich aus unserer Sicht auch nichts ändern, wenn der DAX jetzt nach oben durchmarschiert und wir erst sehr spät daran partizipieren würden. Dann hätten wir uns zumindest den zwischenzeitlichen, Nerven kostenden Drawdown erspart.

 

Dass es dazu kommt, halten wir allerdings für sehr unwahrscheinlich. Nach einem solch massiven Kursrutsch hat es in der Historie immer eine recht lange Zeit gebraucht, bis die Anleger wieder nachhaltig Vertrauen aufgebaut haben. Viele werden froh sein, wenn sie ihre Verluste durch Verkäufe im Zuge etwaiger Erholungen minimieren oder bei Altbeständen sogar noch Gewinne realisieren können. Frische Liquidität wird in Zeiten einer Rezession ohnehin reichlich benötigt. Von der Bewertung her ist der DAX nach dem Crash ohne Zweifel  günstig bewertet. Analysten taxieren den aggregierten Buchwert der 30 DAX-Mitglieder auf ca. Indexpunkte 8 650 Punkte. Es ist allerdings davon auszugehen, dass dieser Wert in den kommenden Monaten noch etwas sinkend wird.

 

Trotzdem sind deutsche Aktien für Langfristanleger aktuell sicher eine attraktive Option. Das bedeutet aber nicht, dass die Kurse deshalb jetzt zwingend steigen müssen. In früheren Crash-Phasen fiel der DAX jeweils unter seinen Buchwert (wie auch diesmal) und brauchte einige Zeit, um sich nachhaltig nach oben abzusetzen. Die erste technische Erholung, die dem Index ein Plus von rund 20% bescherte, sollte daher auch noch nicht als finaler Befreiungsschlag gewertet werden. Anstiege in dieser Größenordnung sind in echten Bärenmärkten keine Seltenheit. Nach dem Platzen der dot.com-Blase Anfang des Jahrtausends kam es gleich mehrfach zu solchen Gegenbewegungen, auf die dann trotzdem noch mal neue Tiefs folgten. In der Finanzkrise 2008/09 konnte sich der DAX nach dem 50%-Crash zunächst um ca. 25% erholen, nur um das alte Tief danach noch mal um 10% zu unterbieten (siehe auch https://www.wikifolio.com/de/de/blog/platowderivate-dax-prognose-lbbw-studie).

 

Aktuell würde sich bei einem solchen Szenario ein Tief zwischen ca. 7 600 Punkten (Zwischenhoch aus 2011) und 8 150 Punkten (Start des 2008/09er-Crash) anbieten. Möglich wäre aber auch ein Doppeltief oder ein leicht höheres Tief. Und natürlich darf man eine längere Baisse ebenfalls nicht ausschließen. Die wirtschaftlichen Schäden der Corona-Krise können aktuell nur grob geschätzt werden. Zudem droht aus den USA womöglich größeres Ungemach, weil die Aktienmärkte dort bewertungstechnisch wesentlich mehr Luft nach unten haben und die in hohem Maße für die Hausse verantwortlichen Aktienrückkäufe deutlich abnehmen dürften.

 

Das Euwax Sentiment, das kurz vor dem Sprung über die 4-Punkte-Marke und damit der Generierung eines Kaufsignals stand, ist gestern wieder auf plus 1,94 Punkte gefallen. In den kommenden Tagen fallen aus der Berechnung des relevanten 20-Tage-Schnitts allerdings einige hohe positive Werte raus, so dass es bei wieder zunehmendem Pessimismus (zumeist bei steigenden Kursen) doch noch zu einem (wahrscheinlich dann eher kurzfristigen) Kaufsignal kommen könnte. Wir werden das wie immer täglich beobachten, Sie bei einem solchen Signal informieren und entsprechend handeln.

 

Wir wünschen einen schönen Tag und bleiben Sie vor allem gesund!!!

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Allgemeiner Kommentar

Sinn und Zweck eines Marktfilters

 

Wie Sie gerade in der aktuellen Krise feststellen konnten, arbeiten wir bei unseren wikifolios mit gewissen Marktfiltern, durch die das Risiko in Baisse-Phasen reduziert werden soll. Verantwortlich dafür ist in diesem Fall der so genannte GDL-Indikator, der diesmal bereits Ende Februar ein Warnsignal generierte. Zu diesem Zeitpunkt stand der DAX noch bei über 11900 Punkten.

 

Wir haben diesen Filter in unsere hauptsächlich auf dem Euwax-Sentiment basierende Strategie eingebaut, weil sonst in nachhaltigen Crash-Phasen wie zwischen 2007 und 2009 erhebliche Verluste nicht vermieden werden können. Der zusätzliche Indikator zeigt grob an, ob sich der deutsche Leitindex in einem langfristigen Aufwärts- oder Abwärtstrend befindet. Um persönlichen Interpretationsspielräumen dabei keinen Platz zu lassen, haben wir uns für eine Lösung mit zwei gleitenden Durchschnittslinien (GDL) entschieden. Für die längerfristige Betrachtung dient die 260-Tage-Linie (entspricht ca. einem Jahr), für die kürzere Sichtweise nehmen wie die 65-Tage-Linie (ca. drei Monate).

 

Konkret geht es darum, wie diese beiden Durchschnittslinie zueinander stehen, ob sie steigen oder fallen und ob der DAX über oder unter den GDL notiert. Darauf basierend kann der Indikator Werte zwischen 0 und 5 Punkten ausweisen, wobei ein Stand von weniger als 3 Punkten ein Warnsignal auslöst. So wie es aktuell der Fall ist. Uns war von Anfang an klar und wir haben auch stets darauf hingewiesen, dass es hier gerade in Seitwärtsphasen des Marktes immer mal wieder zu Fehlsignalen kommen wird und wir hier keinen „Super-Indikator“ einsetzen. Der GDL-Indikator ist aber eine wertvolle Hilfe, um die übergeordnete Trendrichtung nicht aus den Augen zu verlieren. Zudem ist er eben vor allem in Crash-Phasen extrem wertvoll.

 

All das zeigt sich sehr schön beim Blick auf die historischen Daten. Seit 2004 hätte der Indikator beim DAX 39-mal ein Warnsignal generiert. Nur in neun Fällen ist der Index dann bis zur Deaktivierung dieses Signals tatsächlich gefallen. Eine auf den ersten Blick erschreckend niedrige Quote von gerade mal 23%. Trotzdem hätte eine um diesen Indikator ergänzte „Long-Only“-Strategie im DAX seit Anfang 2004 fast exakt dasselbe Ergebnis geliefert wie der Index selbst. Verantwortlich dafür war vor allem der Einbruch 2008/09, als der Indikator per Warnsignal bei ca. 7500 Punkten den Ausstieg aus dem Markt empfahl und erst bei 5040 Punkten wieder zum Einstieg blies. Der DAX verlor in dieser Phase 33%.

 

Wir weisen mit Blick auf die Funktionsweise des Indikators allerdings darauf hin, dass ein neues Kaufsignal nahe dem Crash-Tief (was sich ja immer viele wünschen) unrealistisch ist. Je länger die Bodenbildung beim DAX läuft, desto tiefer dürfte das Kursniveau beim nächsten Signal des GDL-Indikators sein. 2009 erfolgte der Wechsel erst 38% über dem Tief. Gelohnt hat es sich trotzdem!

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Allgemeiner Kommentar

Plötzlich sind wir Outperformer

 

So schnell kann es gehen. Vor gerade mal zwei Wochen wies unser wikifolio PLATOW Trend & Sentiment gegenüber dem DAX eine Underperformance von 28% seit Auflegung im März 2017 aus. Da hatte sich der Index nach dem ersten Kursrutsch gerade auf gut 12 100 Punkte erholt. Wir waren derweil schon „Flat“ positioniert und drohten bei einer typischen V-Umkehr weiter an Boden zu verlieren. Doch diesmal lief es anders und mittlerweile hat unsere Benchmark das erste von uns aufgelegte wikifolio sogar eingeholt. Unter dem Strich haben wir in den drei Jahren um zwei Prozentpunkte besser performt. Das wikifolio PLATOW Trend & Sentiment 2.0 liegt seit dem Start im April 2018 aktuell auch nur noch mit vier Prozentpunkten hinten. Natürlich sind wir mit der absoluten Wertentwicklung beider wikifolios weiterhin unzufrieden und hätten nach zwei bzw. drei Jahren eher mit einer deutlich positiven Performance und einer klaren Outperformance unserer Strategie gerechnet. Dennoch ist die aktuelle Entwicklung zumindest ein kleiner Trost und macht Hoffnung, dass die nächsten Jahre besser laufen als das was wir bislang über weite Phasen erleben durften.

 

Für unsere wikifolios wäre es hilfreich, wenn die vielen Analysten Recht behalten, die diesmal eher mit einer längeren, volatilen Phase der Bodenbildung als mit einer schnellen Wiederaufnahme des Aufwärtstrends beim DAX rechnen. Dann hätten die für unseren GDL-Indikator entscheidenden Durchschnittslinien ausreichend Zeit, um dem Index nach unten zu folgen. Aktuell liegen die 260-Tage und die 65-Tage-Linie noch bei ca. 12 393 bzw. 12755 Punkten und damit meilenweit entfernt. Bis hier das nächste Kaufsignal entsteht, wird es also noch eine längere Zeit dauern. Und natürlich wäre es schön, wenn dieses Signal dann auf einem relativ niedrigen Niveau erfolgt, damit wir möglichst viel von dem irgendwann wieder einsetzenden Aufschwung mitnehmen können. Dass wir die Startphase der Erholung verpassen, ist bei dieser Strategie ganz normal.

 

Wichtig ist dabei natürlich auch immer unser Stimmungs-Indikator. Nach dem Crash 2008/09 etwa dauerte es bis zum Sommer 2009, ehe der GDL-Indikator auf „Kaufen“ drehte. Da hatte der DAX von seinem Tief aus schon 36% zugelegt. Weil diese Erholung aber von einem fast durchgehend hohen Pessimismus der Trader an der Börse Stuttgart begleitet wurde, wären wir trotzdem „einfach Long“ positioniert gewesen und hätten von den steigenden Kursen profitieren können. Wir sind gespannt, ob sich dieses Szenario wiederholt. Aktuell zeigt das Euwax Sentiment mit plus 3,86 Punkten noch einen relativ hohen Optimismus unter den Anlegern an. Zu einem Kaufsignal wird es auch hier so schnell nicht kommen. Von einem Verkaufsignal und dem Aufbau einer Short-Positionierung sind wir aktuell aber ebenfalls weit entfernt. Von daher werden wir zunächst wohl weiterhin 100% Cash halten und das wilde Auf und Ab von der Seitenlinie betrachten.

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Allgemeiner Kommentar

Völlig stressfrei an der Seitenlinie

 

 

Wer in diesen Tagen aus einem längeren Urlaub zurückkehrt und die Börsen nicht im Blick hatte, der wird sich erst einmal verwundert die Augen reiben. Die fast schon totgesagte Volatilität ist mit einer lange nicht erlebten Wucht an die Aktienmärkte zurückgekehrt. Kursbewegungen, für die der DAX vor wenigen Wochen einen ganzen Handelstag benötigte, finden momentan in wenigen Minuten statt. Gestern lagen zwischen dem Tageshoch und dem Tagestief mehr als 600 Punkte. Von Anfang November an hatte sich der deutsche Leitindex fast drei Monate lang innerhalb einer solchen Kursspanne bewegt. Hinzu kommen die enormen Gaps, die „über Nacht“ entstehen. Am Montag eröffnete der DAX mit einem Abschlag von 852 Punkten ggü. dem Schlusskurs am Freitag. Ein Minus von mehr als 7%.

 

Kein Wunder, dass das Verunsicherung unter den Anlegern auslöst. Ablesen lässt sich das an Volatilitäts- Indizes wie dem VDAX-New. In den vergangenen Monaten pendelte das Barometer meist zwischen 12 und 17 Punkten. Ein extrem niedriges Niveau, wenn man bedenkt, dass das Allzeittief knapp unter 10 Punkten liegt. In den vergangenen Tagen schoss der VDAX-New dann zeitweise auf über 60 Punkte nach oben. Das hatte schon etwas von Panik. Wir erleben aktuell also eine Börsenphase, die es so in der Vergangenheit immer mal wieder gegeben hat, die für viele noch nicht so lange aktive Anleger aber völliges Neuland ist. Die schnellen und starken Kursbewegungen bieten zwar Chancen, bergen aber vor allem enorme Risiken. Ein angepasstes, professionelles Risikomanagement ist daher Pflicht. Ein sehr erfahrener Kollege hat es gestern auf den Punkt gebracht: „In solchen Zeiten werden so manche Trading-Konten zerschossen, die in jahrelanger Arbeit aufgebaut wurden“.

 

Genau das zu vermeiden muss im Moment ganz oben auf der Agenda eines jedes Traders stehen. Es gibt zahlreiche Akteure, die in den vergangenen Jahren mit ihrer Strategie überdurchschnittlich hohe und sogar relativ stabile Gewinne generieren konnten, jetzt aber in wenigen Tagen alles wieder verloren haben und sogar in die Verlustzone gerutscht sind. Das ist nicht nur finanziell eine Katastrophe, sondern vor allem auch psychologisch. Längst nicht jeder kann damit umgehen. Viele Trader verlieren die Nerven und versuchen mit Gewalt, die Verluste wieder auszugleichen. Das geht in den meisten Fällen aber schief und führt am Ende zum Totalverlust.

 

Wir haben es bei unseren wikifolios noch nicht geschafft, eine angemessene Performance zu erzielen. Das tut uns leid und wurde hier auch mehrfach thematisiert. Das in den Backtests so erfolgreiche Regelwerk hat die Erwartungen bislang nicht erfüllt. In diesen Tagen zeigt sich aber, dass unser Ansatz nicht komplett sinnlos ist. Der Ausstieg aus dem Markt erfolgte bei einem DAX-Stand von ca. 11 920 Punkten, wodurch der ganz große Crash relativ gut überstanden wurde.

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