Einer der Hauptgründe für die massive Aufwertung ist, dass das Unternehmen von den Börsianern längst nicht mehr als klassischer Baukonzern wahrgenommen wird, sondern in Nordamerika, Australien und Europa stark in großen Infrastrukturprojekten positioniert ist. Und hier herrscht gerade ein regelrechter Boom. Vor wenigen Wochen erst meldete einen großen Teilauftrag beim Milliardenprojekt zur Entwicklung der Bundeswehr-Uni Hamburg. Der Vorstand spricht hier von einem „bedeutenden Rüstungsinfrastrukturvertrag in einem wichtigen strategischen Wachstumsmarkt“ sowie einem voraussichtlichen Volumen im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Mindestens genauso wichtig sind die gewonnenen Projekte der US-Tochter Turner, die in Übersee beispielsweise beim Bau von KI-Rechenzentren eine wichtige Rolle spielt.
Die jüngst vorgelegten 2025er-Zahlen konnten sich ebenfalls sehen lassen. Der operative Gewinn stieg mit 26 Prozent noch stärker als ohnehin schon prognostiziert und soll im laufenden Jahr noch mal um 20 bis 30 Prozent zulegen. Als solide Basis dafür dient der auf ein Rekordniveau von 72,5 Milliarden Euro gekletterte Auftragsbestand. Der Aktie hat das alles in den vergangenen zwei Wochen aber keine Flügel mehr verliehen. Seit dem am 20. Februar markierten Allzeithoch bei rund 420 Euro befindet sich der Kurs im Konsolidierungsmodus. Im Tief ging es zum Wochenstart bis auf 350 Euro zurück. Im weiteren Tagesverlauf und auch heute konnte sich die Aktie bis auf aktuell 385 Euro erholen.
„Für ein positives Votum reicht es nicht mehr aus“
Viele Analysten sind der Ansicht, dass die guten Zahlen und auch die hoffnungsvollen Aussichten mittlerweile im Kurs eingepreist sind. Das Konsenskursziel liegt laut aktien.guide lediglich bei rund 294 Euro und damit gut 20 Prozent unter der aktuellen Notierung. Die Strategen von (Kursziel von 300 Euro auf 324 Euro erhöht) zum Beispiel erklären, dass selbst das höhere Ziel nach dem unerwartet starken Anstieg inzwischen nicht mehr für ein positives Votum ausreiche.
TRADING-SENTIMENT

Auf wikifolio.com kam es in den vergangenen Tagen vor diesem Hintergrund verstärkt zu Gewinnmitnahmen. Gerald Asamer hat sich komplett von der Hochtief-Aktie verabschiedet. Für sein wikifolio Global News and Trends realisierte er am Donnerstag einen kleinen Gewinn von rund zwei Prozent. Wenige Tage zuvor waren es noch um die 14 Prozent gewesen, die er realisieren konnte. Die anschließende Aufstockung war aber nicht von Erfolg gekrönt, weshalb der Trader am Ende dann die Reißleine zog, um die Position noch im Plus abschließen zu können.
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Gewinne von 143 und 137 Prozent realisiert
Philipp Traub hat in seinem wikifolio German Alpha Leaders Mitte der vergangenen Woche zunächst Teilgewinne von 143 Prozent realisieren können. Heute Morgen folgte ein weiterer Verkauf, der ihm ein Kursplus von 137 Prozent bescherte. Mit einem Depotanteil von nur noch 0,5 Prozent ist Hochtief jetzt der kleinste der insgesamt 18 Depotwerte (16 Aktien und zwei ETFs). Mit einem kurzfristigen und rein technischen Handelsansatz (Relative Stärke in Kombination mit einem Bollingerband-System) konnte der Trader seit Mitte 2022 bei einem maximalen Drawdown von knapp 16 Prozent eine Performance von 40 Prozent (9,9 Prozent p.a.) erzielen.
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