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Nvidia liefert, die große Kaufwelle bleibt aber (noch) aus

Wenn der Chip-Gigant Nvidia seine Quartalszahlen vorlegt, schauen die Börsianer immer ganz genau hin. Aus Sicht der Bullen waren die vorgelegten Ergebnisse und der Ausblick ein Grund zum Durchatmen. auch wenn der Aktienkurs am Mittwoch nachbörslich etwas nachgegeben hat.

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Das im Januar zu Ende gegangene Quartal hat das Unternehmen mit einem um 73 Prozent auf 68,1 Milliarden Dollar gestiegenen Umsatz sowie einem um 94 Prozent erhöhten Nettogewinn (43 Milliarden Dollar) abgeschlossen. Der Gewinn je Aktie hat sich auf 1,76 Dollar ebenfalls fast verdoppelt. Der wichtigste Wachstumstreiber bleibt das Rechenzentrumsgeschäft: Der Data-Center-Umsatz stieg um 75 Prozent auf 62,3 Milliarden Dollar. Die Zahlen lagen ebenso über den Erwartungen wie der Ausblick. Nvidia plant für das laufende Quartal einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar (Konsens: 73 Milliarden Dollar) und eine Bruttomarge von rund 75 Prozent, also in etwa auf dem Niveau des abgelaufenen Quartals. Eine Abschwächung der KI-Infrastruktur-Nachfrage scheint nicht in Sicht.

Geschlagene Schätzungen werden zum Standard

Nvidia hat also erneut geliefert und die Schätzungen übertroffen, was am Markt inzwischen aber offenbar als Standard wahrgenommen wird. Wo früher solche Zahlen eine Welle der Euphorie ausgelöst hätten, wird heute gezielt das Haar in der Suppe gesucht. Das könnte dafür sprechen, dass die Aktie bei der Bewertung nahe an „priced for perfection“ gehandelt wird. In aktuellen Berichten wird zum Beispiel erwähnt, dass die Abhängigkeit von wenigen Großkunden zunimmt, weil im abgelaufenen Geschäftsjahr 36 Prozent des Umsatzes auf zwei Kunden entfielen. Im Vorjahr waren es 34 Prozent mit drei Kunden. Zudem wird auf den wachsenden Wettbewerb durch AMD und Alphabet verwiesen.

Die Analysten waren von den vorgelegten Zahlen trotzdem überzeugt und erhöhten im Anschluss mehrfach ihre Kursziele. Vor allem der starke Ausblick wurde dabei oft als Begründung genannt. Zudem wird die Aktie überwiegend als „günstig“ bezeichnet, zumindest solange das Unternehmen weiter in diesem schwindelerregenden Tempo wachsen kann. Die enttäuschende Kursreaktion wird auch der aktuellen Stimmung an den Märkten zugeschrieben. „Wir wissen nicht, wann die Anleger diese KI-Unternehmen positiver bewerten werden, aber die Aktie wird immer günstiger, und wir glauben, dass es irgendwann zu einer Rotation zurück kommen wird“, schreiben die Jefferies-Strategen.

Kein großer Überhang bei Käufen oder Verkäufen

Die wikifolio Trader sind seit Wochen und Monaten hin- und hergerissen. Die Aktie wird zwar sehr rege gehandelt, das aktuelle Trading-Sentiment zeigt aber auf allen Zeitebenen ein mehr oder weniger ausgeglichenes Verhältnis zwischen Käufen und Verkäufen:

TRADING-SENTIMENT

Sebastian Götz hat seine Nvidia-Position in dem wikifolio Technology Outperformance am Montag noch mal aufgestockt. Mit 14 Prozent ist die Aktie hier jetzt gewichtet und hat damit ihre Führungsposition weiter ausgebaut. Nach einer ausführlichen Dokumentation des Zahlenwerks kommt der Trader zu folgendem Fazit: „Insgesamt unterstreicht die Präsentation Nvidias dominierende Position im globalen KI-Infrastrukturmarkt. Das Unternehmen profitiert von exponentiell wachsender Nachfrage nach Rechenleistung für Training und Inferenz großer KI-Modelle, steigenden Margen, enormem Cashflow und starker operativer Skalierung. Die Kombination aus technologischem Vorsprung, breiter installierter Basis und anhaltender Nachfrage macht Nvidia derzeit zu einem der dynamischsten und profitabelsten Unternehmen im Technologiesektor.“ Damit passt die Aktie perfekt zu einer Anlagestrategie, die auf den Kauf von „Technologiewerten mit überdurchschnittlichem Wachstum“ abzielt und dem wikifolio seit dem Sommer 2013 eine Performance von 967 Prozent (21 Prozent p.a.) beschert hat.

Chart

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cde

Kennzahlen

  • +944,6 %
    seit 06.08.2013
  • EUR 686.778
    Investiertes Kapital
  • +7,5 %
    Performance (1 J)
  • 35,2 %
    Volatilität (1 J)
Ø-Perf. pro Jahr: +20,7 %

Mit „langjähriger Erfahrung und Bauchgefühl“

In dem von Josef Reinthaler betreuten wikifolio GRANiT – Zeitdiamant ist Nvidia ebenfalls die Nummer eins, allerdings mit einem Depotanteil von „nur“ 4,5 Prozent in einem insgesamt deutlich breiter gestreuten Portfolio. Hier wurde am Dienstag nachgekauft. Der Trader versteht sich „primär als diskretionärer Trader mit Schwerpunkt auf langjähriger Erfahrung und Bauchgefühl“ und bevorzugt Aktien mit einem höheren Beta. Seit dem Start des Musterdepots im Mai 2013 hat sich der Wert glatt versechsfacht (plus 15 Prozent im Jahresdurchschnitt).

Chart

abc
cde

Kennzahlen

  • +496,4 %
    seit 14.05.2013
  • EUR 174.153
    Investiertes Kapital
  • +16,1 %
    Performance (1 J)
  • 26,8 %
    Volatilität (1 J)
Ø-Perf. pro Jahr: +15,0 %

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