Die Analysten von betonen, dass der Vergleich zwar ein Schritt in die richtige Richtung wäre, um die langwierigen Rechtsstreitigkeiten zu begrenzen, jedoch ungelöste Fragen insbesondere zur relativen Teilnahme der Kläger und zur gerichtlichen Genehmigung bestehen. Unklar sei etwa, wie viele Kläger zustimmen müssen, damit der Deal gültig wird. Zudem sehen die Strategen die anstehende Entscheidung des US Supreme Court zur Frage der bundesrechtlichen Vorherrschaft gegenüber bundesstaatlichen Warnhinweisklagen als maßgeblichen Punkt für die juristische Zukunft. Sollte der Supreme Court nicht entgegenkommen, blieben Haftungsrisiken weitgehend bestehen.
Sorgen wegen der finanziellen Folgen eines Vergleichs
Der erhoffte Durchbruch ist demnach also ausgeblieben. Kritisch beäugt werden zudem die finanziellen Folgen für den Konzern, dessen Free Cashflow im laufenden Jahr negativ ausfallen könnte. Dadurch müssten wichtige strategische Initiativen womöglich verschoben werden. Auch die Notwendigkeit einer größeren Kapitalerhöhung wird an den Aktienmärkten bereits diskutiert.
TRADING-SENTIMENT

Die wikifolio Trader sind geteilter Meinung, wobei das Trading-Sentiment für Bayer aktuell einen leichten Kaufüberhang anzeigt. Philipp Traub sieht bei der Aktie noch Luft nach oben, weshalb er den Aktienbestand in seinem wikifolio Dividenden-Adler zur Wochenmitte glatt verdoppelt hat. „Der scharfe Rücksetzer bei Bayer ist zwar schmerzhaft für Späteinsteiger, aber aus einer rein technischen Perspektive ein höchst interessantes Signal“, schrieb der Trader zur Begründung. Der Rückfall auf die 21-Tage-Linie markiere einen klassischen Shakeout: „Hier wurde das spekulative Kapital zügig bereinigt, während die langfristige Bodenbildung unter dem Strich intakt bleibt.“ Den geplanten Milliardenvergleich bezeichnet er als einen „realen Fortschritt in der Reduzierung der Rechtsrisiken, auch wenn die Unsicherheit bezüglich des Supreme Court bestehen bleibt“. Mit dem Fokus auf europäische Dividendenaktien gelang dem wikifolio seit April 2022 ein Wertzuwachs von 50 Prozent (11 Prozent p.a.), während der maximale Drawdown nur bei 13 Prozent lag.
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45 Prozent Gewinn mitgenommen
Großen Wert auf ein professionelles Risikomanagement legt seit vielen Jahren auch Christoph Klar in seinem wikifolio Trendfollowing Deutschland. Bei einer Gesamtperformance von 91 Prozent (7,3 Prozent p.a.) seit Anfang 2017 ist der Kurs nie mehr als 16 Prozent gefallen. Allerdings bewegt sich der Kurs seit nunmehr fünf Jahren unter dem Strich auch nur seitwärts. Bei Bayer gelang ihm jetzt mal wieder ein sehr erfolgreicher Trade, den er am Mittwoch mit einem satten Gewinn von 45 Prozent beenden konnte. Der Trader investiert bei einem kurz- bis mittelfristigen Anlagehorizont in trendstarke deutsche Aktien, die nach klar definierten Selektionskriterien ausgewählt werden.
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