Vertrauen verspielt: Kaum jemand mag die Deutsche Bank

Tiefe Einschnitte im Investmentbanking, der Komplettausstieg aus dem Aktienhandel, ein massiver Stellenabbau und die Fokussierung auf das Geschäft mit Firmenkunden: So lassen sich die am Wochenende verkündeten Umbaumaßnahmen bei der Deutschen Bank in Kürze zusammenfassen.

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Vorstandschef Christian Sewing will aus der deutschen Großbank ein Finanzinstitut machen, dass „kleiner, einfacher und weniger von den Launen des Marktes abhängig“ ist. Erste Maßnahmen sind bereits umgesetzt. In mehreren Ländern wurde zahlreichen Händlern der Deutschen Bank mit sofortiger Wirkung gekündigt. Das alles kostet natürlich viel Geld, weshalb die Aktionäre der Deutschen Bank in den kommenden zwei Jahren auf ihre Dividende verzichten müssen.

Gute Ideen, aber ein paar Jahre zu spät

Analysten bezeichnen die Pläne des seit Jahren kriselnden Geldhauses zwar als echten strategischen Wandel. Dennoch herrscht große Skepsis über den Kurs der größten deutschen Bank. Grundtenor: Die Einschnitte seien zwar richtig, kommen aber einige Jahre zu spät. Mit der DZ Bank haben sich nun auch die letzten für die Deutsche Bank-Aktie bislang noch optimistischen Analysten von ihrem Kaufen-Votum verabschiedet. Die Bewertung wird mit Blick auf den Buchwert der Aktie als niedrig interpretiert, was angesichts der Rendite und dem Umsetzungsrisiko beim Konzernumbau aber auch gerechtfertigt sei. Damit lauten die Empfehlungen für das Deutsche Bank-Papier nunmehr durchweg „Halten“ oder „Verkaufen“. 

Das Image der deutschen Bankenbranche hat in den vergangenen Jahren einfach zu viele Kratzer erlitten. Auch die Anleger haben das Vertrauen in die einzige noch im DAX vertretene Banken-Aktie scheinbar endgültig verloren. Nach einem kurzen „Freudensprung“ zum Wochenstart brach der Aktienkurs der Deutschen Bank erneut ein. Damit ist ein Großteil der im Juni gestarteten Erholung in nur zwei Tagen schon wieder vernichtet worden.

Passt das Timing auch diesmal wieder?

Einer der wahrscheinlich nur sehr wenigen Anleger, die in der jüngeren Vergangenheit regelmäßig Gewinne mit der Deutschen Bank erzielt haben, ist der wikifolio-Trader Jörn Remus ( Nordmann2015 ). Der hat die Aktie immer wieder als kurzfristiges Trading-Objekt genutzt und dabei zumeist ein gutes Timing bewiesen. Auch in dieser Woche hat er für sein wikifolio Nordstern wieder ein paar Stücke erworben. Am Montagvormittag erfolgte bei Kursen von 7,20 Euro der Einstieg. Schnelle Gewinnmitnahmen waren diesmal aber nicht möglich, denn die Aktie schmierte anschließend ab. So liegt er bei der mit einem Depotanteil von zwei Prozent allerdings nur gering gewichteten Aktie aktuell mit rund neun Prozent im Minus. Man darf gespannt sein, ob der seit 2004 hauptberuflich als Börsenhändler agierende Trader hier in Kürze die Reißleine zieht oder eher noch mal nachkauft. In seinem seit dem Jahreswechsel mit gut 21 Prozent (DAX: plus 19 Prozent) vorne liegenden Portfolio hat der Trade bislang jedenfalls noch keinen großen Schaden angerichtet. Was auch daran liegt, dass er gestern und heute Morgen eine Short-Spekulation auf den DAX eröffnet hat, die aktuell gut im Plus liegt.

Chart

Kennzahlen

  • +80,2 %
    seit 18.06.2015
  • -4,3 %
    1 Jahr
  • -
    Risiko-Faktor
  • EUR 98.565,27
    investiertes Kapital
stabile Wertentwicklung

26 Prozent Gewinnchance auch ohne steigende Kurse

Jochen Probst ( RichDadPoorDad ) konzentriert sich in seinem wikifolio Gepufferte BlueChips voll auf den Handel sogenannter Bonuszertifikate. Die bieten die Chance, auch bei seitwärts laufenden oder sogar moderat fallenden Aktienkursen positive Renditen einzufahren. Grundvoraussetzung dafür ist, dass die eingebaute Barriere bis zum Laufzeitende von der Aktie nicht berührt/unterschritten wird. Bei im Kurs stark schwankenden Titeln ist die Gefahr eines Barrierebruchs natürlich besonders groß, weshalb die Renditechancen hier im Gegenzug überdurchschnittlich hoch sind. Darauf setzt der Trader auch bei der Deutschen Bank. Konkret hat er sich ein Capped Bonus-Zertifikat mit einer Barriere von 5,50 Euro ins Depot gelegt, das noch bis Juni 2020 läuft. Die Aktie notiert aktuell bei rund 6,50 Euro, womit noch gut 15 Prozent Luft nach unten bleibt. Hält die Barriere, werden am Ende 8,50 Euro ausgezahlt, was gegenüber seinem aktuellen Einstiegskurs einen Gewinn von gut 26 Prozent bedeuten würde. Mit solchen Strategien ist es dem Trader gelungen, das wikifolio gerade auf ein neues Allzeithoch zu hieven. Vor allem in diesem Jahr läuft es mit einem Zuwachs von 29 Prozent bislang richtig gut.

Chart

Kennzahlen

  • +57,0 %
    seit 05.02.2016
  • +25,2 %
    1 Jahr
  • -
    Risiko-Faktor
  • EUR 9.421,14
    investiertes Kapital
Ziel: stabile Renditen auch in fallenden Märkten

Die 10 meistgehandelten Aktien der letzten 7 Tage auf wikifolio.com

# Name ISIN Handelsvolumen Alle Trades Käufe
1 Deutsche Bank DE0005140008 243.312,88 474 61%
2 Wirecard DE0007472060 318.484,22 413 56%
3 ThyssenKrupp DE0007500001 546.361,97 371 69%
4 Nel NO0010081235 182.006,00 303 62%
5 Osram Licht DE000LED4000 903.594,51 297 62%
6 Nordex DE000A0D6554 477.326,75 271 56%
7 Bayer DE000BAY0017 1.102.551,61 250 62%
8 BASF DE000BASF111 753.255,95 226 75%
9 Infineon DE0006231004 771.501,25 206 57%
10 Continental DE0005439004 261.975,41 206 65%

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