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Das amerikanische Bekleidungsunternehmen Gap hat mit seinen Zahlen zum Startquartal 2024 positiv überrascht. Sowohl der auf 3,39 Milliarden US-Dollar gestiegene Umsatz als auch das nach dem Vorjahresverlust diesmal wieder positive Nettoergebnis von (verwässert) 0,41 Dollar je Aktie lagen deutlich über den Konsensprognosen. Weil der Vorstand zudem seine Jahresziele angehoben hat, mussten im Anschluss zahlreiche Analysten nachziehen. Während der faire Wert der Aktie im Vorfeld bei rund 22 Dollar angesiedelt wurde, liegt das durchschnittliche Kursziel nun bei fast 27 Dollar, wie die aktuelle Zusammenfassung auf aktien.guide zeigt. Durch das Wochenplus von 38 Prozent notiert die Aktie aber weiterhin über dem als fair erachteten Niveau, weshalb gut die Hälfte der Research-Häuser bei Gap auch nur mit „Halten“ votet. Vier Banken raten sogar zum Verkauf des Titels.
Fear of Missing Out bei Deutsche Rohstoff
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Micron Technology | 9,61% |
| 2 | Deutsche Rohstoff | 10,81% |
| 3 | Equinor | 8,49% |
| 4 | Dell Technologies | 10,98% |
| 5 | Wheaton Precious Metals | 7,65% |
Die Deutsche-Rohstoff-Aktie gewann in der vergangenen Woche 10,8 Prozent. Der Mannheimer Rohstoffkonzern hob seine EBITDA-Prognose für 2026 erneut deutlich an. Nach dem Verkauf von fünf Millionen Aktien des Wolframproduzenten Almonty Industries erwartet der Vorstand im Basisszenario nun 355 Millionen bis 375 Millionen Euro. Zuvor hatte die Spanne bei 290 Millionen bis 310 Millionen Euro gelegen. Der Verkaufspreis betrug im Durchschnitt knapp 16 Dollar je Aktie und brachte einen Ergebnisbeitrag vor Steuern von rund 65 Millionen Euro. Der Ergebnisbeitrag erhöht das EBITDA in gleicher Höhe. Die Umsatzprognose blieb mit 260 Millionen bis 280 Millionen Euro unverändert. Die Unternehmensplanung basiert weiterhin auf einem durchschnittlichen Ölpreis von 75 Dollar je Barrel, einem Gaspreis von 3,50 Dollar je 1.000 Kubikfuß und einem Euro-Dollar-Kurs von 1,15. Nach der Transaktion hält Deutsche Rohstoff noch 5,5 Millionen Almonty-Aktien sowie Forderungen aus Wandelanleihen und Darlehen.
TRADING-SENTIMENT

wikifolio Trader Manuel Stötzel geht davon aus, dass bei der Jahresprognose auch nach der Anhebung noch nicht das letzte Wort gesprochen ist: „Ölpreise und weitere Bohrungen könnten zu weiteren Prognoseerhöhungen führen. Ich fühle mich wohl bei meinen Nachkäufen unter 80 Euro.“ Für sein wikifolio Empfehlungen aus Zeitschriften hatte er den Aktienbestand im Laufe der letzten Wochen zu 79,70 Euro, 78,50 Euro und 78,90 Euro aufgestockt. Mit rund 9 Prozent Gewichtung ist Deutsche Rohstoff aktuell der größte von insgesamt 22 Depotwerten in dem voll investierten Portfolio. Bei einem überwiegend langfristigen Anlagehorizont liegt der Schwerpunkt des Traders auf der quantitativen Unternehmensanalyse. Im Fokus stehen dabei vor allem „Aktien aus dem Empfehlungsspektrum deutscher Wirtschafts- und Börsenzeitschriften“. Das vor zwölf Jahren eröffnete wikifolio kommt seitdem auf eine Performance von 256 Prozent (11 Prozent p.a.) sowie einen maximalen Drawdown von 46 Prozent.
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Unser aktuelles Community-Voting:
Buying the Dip bei Aehr Test Systems
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Tencent | -5,85% |
| 2 | Aehr Test Systems | -5,30% |
| 3 | Nokia | -9,35% |
| 4 | Palo Alto Networks | -9,27% |
| 5 | Bloom Energy | -11,77% |
Aehr Test Systems verlor in der vergangenen Woche nach starken Kursschwankungen 5,3 Prozent an Wert. Der Rücksetzer folgte auf einen Kurssprung von 44 Prozent nach Vorlage der Jahreszahlen vor knapp zwei Wochen. Der Anbieter von Test- und Einbrennsystemen für Halbleiter steigerte den Umsatz im vierten Geschäftsquartal von 14,1 Millionen auf 18,8 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,11 Dollar nach einem Verlust von 0,01 Dollar im Vorjahresquartal. Die Bestellungen stiegen auf den Rekordwert von 60,7 Millionen Dollar. Einschließlich der seit dem Bilanzstichtag eingegangenen Aufträge belief sich der effektive Auftragsbestand auf 100,6 Millionen Dollar. Für das bis Juni 2027 laufende Geschäftsjahr prognostiziert Aehr 130 Millionen bis 150 Millionen Dollar Umsatz. Das entspricht einem Wachstum von 160 bis 200 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn soll 18 bis 22 Prozent des Umsatzes erreichen. Aehr nennt KI-Prozessoren, Siliziumphotonik und Leistungshalbleiter als wichtigste Nachfragetreiber.
Die Gewinnmitnahmen dürften eine Folge der größer gewordenen Skepsis bezüglich Aktien aus der Chipbranche sein. Mehrere wikifolio Trader nutzten die Kursverluste allerdings zum Zukauf. Florian Riediger hat die Aktie in seinem wikifolio TSI Strategie Nasdaq-Werte in den vergangenen Tagen aufgestockt. Aktuell ist Aehr Test Systems die drittgrößte Position mit rund 9 Prozent Depotanteil und 60 Prozent Buchgewinn. Das aus 13 Aktien bestehende Portfolio ist nahezu voll investiert. Mit einer kombinierten Anlagestrategie aus technischer Stärke und Fundamentalanalyse will der Trader eine „nachhaltige Outperformance“ erzielen. Konkret setzt er auf die trendstärksten Aktien des Nasdaq Composite, wobei die Unternehmen erfolgreich in ihrem Marktsegment positioniert sein und damit eine langfristige Wachstumsperspektive bieten sollen.
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Taking Profits bei Atoss Software
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | HONEYWELL | 8,47% |
| 2 | Euronav | 6,12% |
| 3 | Adecco Group | 6,43% |
| 4 | ATOSS Software | 8,78% |
| 5 | Soitec | 28,02% |
Die Aktie von ATOSS Software gewann nach guten Quartalszahlen 8,8 Prozent. Der Spezialist für Workforce-Management-Software steigerte den Halbjahresumsatz um 12 Prozent auf 103,2 Millionen Euro. Die Erlöse aus Cloud und Abonnements legten um 26 Prozent auf 55,7 Millionen Euro zu und erreichten 54 Prozent des Konzernumsatzes. Zusammen mit der Softwarewartung belief sich der Anteil wiederkehrender Erlöse auf 72 Prozent. Das EBIT stieg um 17 Prozent auf 36,2 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich von 34 auf 35 Prozent. Der innerhalb der kommenden zwölf Monate umsatzwirksame Auftragsbestand aus Cloud und Abonnements wuchs zum Ende des Halbjahres um 25 Prozent auf 120,7 Millionen Euro. ATOSS bestätigte zudem für das Gesamtjahr einen Umsatz von 210 Millionen bis 215 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von mindestens 34 Prozent. Für 2027 stellt der Vorstand 235 Millionen bis 245 Millionen Euro Umsatz und eine Marge von mindestens 35 Prozent in Aussicht. Das reichte aus, um die vom Hoch aus mehr als halbierte Aktie wieder etwas zu beflügeln.
Die meisten der schon vorher sehr optimistischen Analysten bestätigten daraufhin ihre Kaufempfehlungen. Laut aktien.guide liegt das Konsenskursziel mit 132,60 Euro sehr deutlich über dem aktuellen Aktienkurs. Moritz Göthel hat die Atoss-Aktie in der vergangenen Woche im Zuge seines regelmäßigen Rebalancing trotzdem aus seinem wikifolio German Momentum Stocks entfernt und dabei Verlustbegrenzung betrieben. Der Trader hatte den Titel Mitte 2023 aufgenommen und wenige Wochen später erste Teilgewinne realisiert. Der verbliebene Rest wurde jetzt recht deutlich unterhalb seines Einstandskurses verkauft. Mit einem selbstentwickelten Tool sucht der Trader nach Momentum-Aktien mit dem Potenzial einer Überperformace. Dabei werden die Titel nur gekauft, wenn der Schlusskurs des zugrundeliegenden Index über seiner 200 Tagelinie liegt. Mit aktuell 18 Aktien und 16 Prozent Cash liegt die Performance seit dem Frühjahr 2021 bei 51 Prozent (8 Prozent p.a.), der Maximalverlust bei 20 Prozent.
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Jumping the Ship bei LPKF Laser
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Amazon | -5,65% |
| 2 | LPKF Laser & Electronics | -9,85% |
| 3 | Auto1 Group | -6,05% |
| 4 | LVMH | -6,28% |
| 5 | CrowdStrike Holdings | -9,10% |
LPKF Laser & Electronics verlor in der vergangenen Woche fast 10 Prozent und setzte damit die seit Mitte Juni laufende Korrektur fort. Der Lasersystemhersteller verbuchte im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang um 38,3 Prozent auf 36,5 Millionen Euro. Hauptursache war das schwache Solargeschäft. Das bereinigte EBIT sank von minus 0,7 Millionen auf minus 10,4 Millionen Euro. Der Auftragseingang stieg nur leicht auf 44,0 Millionen Euro, der Auftragsbestand lag mit 34,7 Millionen Euro annähernd auf Vorjahresniveau. LPKF bestätigte die Jahresprognose von 105 Millionen bis 120 Millionen Euro Umsatz und einer bereinigten EBIT-Marge zwischen minus 3,0 und plus 4,5 Prozent. Im Geschäft mit Glasstrukturen für moderne Chipgehäuse erhöhte der Konzern die Schätzung für den adressierbaren Markt bis 2030 von 500 Millionen auf rund 1,7 Milliarden Euro. Die Analysten von Montega hoben ihr Kursziel von 15,00 Euro auf 22,00 Euro an und stuften die Aktie von Halten auf Kaufen hoch. Geholfen hat das der Aktie zunächst nicht. Heute Morgen kann sie aber deutlich zulegen.
Thomas Spier hatte die Aktie zu Beginn der vergangenen Woche bei knapp 15 Euro in sein wikifolio Selektion nach Leverm.(offensiv) aufgenommen, um sie nur einen Tag später zu 16,80 Euro mit einem Gewinn von gut 12 Prozent wieder zu veräußern. Der Trader hat die von Susan Levermann in dem Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum“ publizierte und auf einem Punktesystem basierende Strategie geringfügig modifiziert, indem er das Kriterium der Gewinnrevision stärker gewichtet. Bei einem Maximalverlust von 43 Prozent gelang so in knapp zehn Jahren ein Wertzuwachs von 185 Prozent oder 11 Prozent im Jahresdurchschnitt.
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