Lufthansa im Tiefflug – wikifolio-Trader steigen ein

Die Hoffnung des Lufthansa-Vorstands, mit einer veränderten Dividendenpolitik die vielen verärgerten Anleger besänftigen zu können, hat sich nicht erfüllt. Trotz entsprechender Ankündigungen während des Kapitalmarkttages verlor die Lufthansa-Aktie zum Wochenstart weiter an Wert.

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Der Kurs der Fluggesellschaft ist in den vergangenen sieben Handelstagen um fast 20 Prozent eingebrochen. Der Großteil dieser Verluste ist auf die jüngste Gewinnwarnung zurückzuführen. Mitte Juni hatte die Lufthansa die erst im April bestätigten Margenziele reduziert und weitere Einschnitte bei ihrer Tochter Eurowings angekündigt. Überkapazitäten sowie der erbitterte Preiskampf wegen der Konkurrenz durch Billigflieger werden als Gründe für die neue Prognose genannt. Die Lufthansa-Aktie geriet daraufhin unter Druck, obwohl sie gegenüber ihrem Anfang 2018 markierten Hoch zuvor bereits mehr als 40 Prozent eingebüßt hatte.

DAX-Aktie als Schnäppchen?

Nach dem Fall auf den tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2017 fragen sich viele Anleger, ob sie die Lufthansa-Aktie jetzt kaufen sollten. Die Analysten geben darauf eine (relativ) eindeutige Antwort. Sämtliche Kursziele für die Kranich-Aktie liegen über der aktuellen Notierung (ca. 14,60 Euro). Die meisten Banken sehen bei der Berechnung des fairen Wertes trotz der jüngsten Verbilligung aber nur begrenztes Potenzial nach oben. Werte von 24 oder 25 Euro wie bei Morgan Stanley und Bernstein Research sind die Ausnahme. Nach den vielen schlechten Nachrichten schwindet also auch hier zunehmend das Vertrauen in eine baldige Kurserholung der Lufthansa-Aktie.

Mittelfristiger Profiteur der steigenden Passagierzahlen

Bei wikifolio-Trader Elmar Beßlich ( Shares ) sieht das etwas anders aus. Er hat das reduzierte Kursniveau in der abgelaufenen Woche dazu genutzt, den DAX-Titel als zweitgrößten Wert in seinem wikifolio Selbstläufer zu positionieren: „Schlechte Zahlen in Folge höherem Konkurrenzdruck haben die Aktie von Lufthansa geradezu abstürzen lassen. Wir greifen auf der verbilligten Basis zu und erhöhen unsere Position in Lufthansa, die zu den führenden Airlines weltweit gehört und von steigenden Passagierzahlen im Luftverkehr deshalb mittelfristig profitieren sollte.“ Die Gewichtung von fast sieben Prozent ist in dem stark diversifizierten Portfolio auffällig hoch. Nur die Aktie von Einhell ist noch prominenter im wikifolio vertreten.

Der maximale Verlust konnte dank der Diversifikation bislang auf 13 Prozent begrenzt werden, was nach 2,5 Jahren vergleichsweise wenig ist. Beßlich erwirtschaftete seit Ende 2016 eine Performance von 22 Prozent, womit er zum Beispiel den Euro Stoxx 50 übertreffen konnte – und zwar bei geringeren Kursschwankungen.

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Übertreibungen als Einstiegschance

Das wikifolio Trading nach Kursverlusten spielt bei beiden Kennzahlen in einer völlig anderen Liga. Obwohl erst im März 2017 eröffnet, hatte sich der Kurs des Musterdepots bis zur 4,5 Monate später erfolgten Emission des wikifolio-Zertifikats bereits verdoppelt. Seitdem ist dem Trader Ulfert Vorderwülbecke ( noguru ) noch mal ein Plus von über 80 Prozent gelungen. Allerdings musste zwischendurch auch ein Drawdown von 46 Prozent verkraftet werden.

Das Portfolio des erfahrenen Traders besteht aktuell fast zu 100 Prozent aus Cash. Gestern hatte er noch ein gehebeltes Knock-out-Produkt von Lang & Schwarz im Depot, mit dem er letztlich erfolgreich auf steigende Kurse bei der Lufthansa-Aktie spekuliert hat. Nach gut zwei Stunden Haltedauer war der Trade mit einem Plus von 11 Prozent beendet worden. In der Vorwoche hatte er mit einem ähnlichen Schein von HSBC innerhalb von 24 Stunden sogar ein Plus von 26 Prozent generiert.

Der Trader wartet bei diesem wikifolio auf kurzfristige Tradinggelegenheiten bei Aktien, die seiner Meinung nach übertriebene Kursverluste hinnehmen mussten. Diese Strategie ist nicht immer von Erfolg gekrönt, wie der eine oder andere Totalverlust in der Trade-Historie belegt. Genau aus diesem Grund wird häufig nur ein kleiner Teil des Kapitals riskiert. Wenn sehr viele solcher Trades offen sind, kann das Risiko aber trotzdem stark erhöht sein. Nur so lässt sich auch erklären, dass der o.a. Maximalverlust Anfang 2018 innerhalb von nur einer Woche anfiel. Damals war das Portfolio laut Kommentaren zu 40 bis 50 Prozent in Hebelprodukten investiert. Solche Phasen kann es auch in Zukunft immer wieder mal geben.

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Kennzahlen

  • +194,9 %
    seit 13.03.2017
  • -0,5 %
    1 Jahr
  • -
    Risiko-Faktor
  • EUR 57.529,82
    investiertes Kapital
Spannende Handelsidee für Risikofreudige

Die 10 meistgehandelten DAX-Aktien der letzten 7 Tage auf wikifolio.com

# Name ISIN Handelsvolumen Alle Trades Käufe
1 Wirecard DE0007472060 513.068,17 € 636 55%
2 Lufthansa DE0008232125 2.641.725,90 € 592 77%
3 Infineon DE0006231004 1.534.618,97 € 352 47%
4 Siltronic DE000WAF3001 913.077,51 € 331 51%
5 Daimler DE0007100000 519.083,97 € 294 58%
6 Drillisch DE0005545503 798.880,49 € 261 38%
7 ThyssenKrupp DE0007500001 321.296,58 € 236 60%
8 Bayer DE000BAY0017 425.292,48 € 234 49%
9 SAP DE0007164600 78.817,32 € 211 62%
10 Deutsche Bank DE0005140008 90.089,08 € 210 51%

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