Einheitssteuer – für alle?!

Die Biden-Administration fiel bisher vor allem durch finanzielle Stützen für Wirtschaft und Bürger nach dem Gießkannenprinzip auf. Nun macht man sich im Weißen Haus Gedanken darüber, wie das Ganze langfristig finanziert werden soll. Die Antwort lautet wenig überraschend: höhere Steuern.

Aber da gibt es natürlich ein Problem. In einer globalisierten Welt sind Unternehmen relativ flexibel, bei zu hohen Steuern wird der Firmensitz in ein attraktiveres Steuergebiet verlegt. Die Lösung liegt nun in einem globalen Mindeststeuersatz für Unternehmen. In Brüssel besteht diese Forderung schon lange. Nicht wenigen EU-Partnern ist das EU-Mitglied und Steuerparadies Irland ein Dorn im Auge. Viele internationale Konzerne schlugen dort ihre Europa-Hauptquartiere auf, so dass anderen EU-Ländern die entsprechenden Steuern entgingen. Müssen Anleger nun fallende Kurse fürchten, weil weltweit florierende Unternehmen mit einer hohen Gewinnbesteuerung kräftig zur Kasse gebeten werden?

Mit spitzem Bleistift

Vermutlich eher nicht. Auch wenn vielerorts schon der Eindruck erweckt wird, dass das Projekt binnen weniger Monate umgesetzt werden könnte, so sei an die Idee der Börsentransaktionssteuer erinnert: Als globales Projekt während der Finanzkrise gestartet, letztlich nur von der EU ab 2012 mit Nachdruck weiterverfolgt und schließlich von 11 EU-Staaten beschlossen, wurde sie Stand heute nur von zwei Staaten (Frankreich und Italien) wirklich eingeführt. Zudem sollte nicht in Vergessenheit geraten: Steuern sind Teil der unternehmerischen Kalkulation. Steigen Steuersätze für Unternehmen, werden diese an die Kunden weitergegeben, so dies die Wettbewerbssituation zulässt. Sollte es also tatsächlich zu einer globalen Mindeststeuer für Unternehmen kommen, wird diese von den Kunden bezahlt und damit nebenbei für steigende Umsätze und damit möglicherweise höhere Kurse sorgen.

Konzentrierte Rendite

Insofern wird Richard Dobetsberger ( Ritschy ) mit seinem wikifolio FuTecUS relativ gelassen die Zukunft erwarten – zumal er sie ohnehin fest im Blick hat. Schließlich liegt sein Investmentfokus auf Unternehmen, die Zukunftstechnologien entwickeln und vorantreiben. Naturgemäß hat das Portfolio damit einen US-Schwerpunkt, nur die sich operativ in Miami, aber mit Domizil in Liberia befindliche Kreuzfahrtgesellschaft Royal Caribbean International, schert hier aus. Werte wie Palantir Technologies , Lockheed Martin , Microsoft und ExxonMobile sind seine aktuellen Schwergewichte. Dobetsberger konzentriert sich bei seiner Suche nach zukunftsträchtigen Unternehmen damit auf die USA, lässt sich aber nicht auf bestimmte Sektoren beschränken. Eine unglaubliche durchschn. Jahresrendite von +32,5 % seit dem 31.07.2012 bestätigt ihn darin eindrücklich.

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Kennzahlen

  • +1.001,3 %
    seit 31.07.2012
  • +56,7 %
    1 Jahr
  • 0,97×
    Risiko-Faktor
  • EUR 6.537.850,86
    investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: 32,5 Prozent

Kombinierter Ansatz

Noch weniger einschränken will sich Christian Jagd ( Portfoliomatrix ). Über das von ihm gemanagte wikifolio Intelligent Matrix Quantum investiert er in das gesamte zur Verfügung stehende Anlageuniversum – gehebelte Derivate sind dabei ausdrücklich mit eingeschlossen. Das Portfolio wird dabei über einen kombinierten Ansatz aus mittelfristiger Investmentperspektive und kurzfristiger Tradingperspektive aktiv verwaltet. Der durch Derivate erhöhten Volatilität setzt Jagd intelligentes und zeitnahes Risikomanagement entgegen. Die Einstiegszeitpunkte wählt er durch Fundamental- und Chartanalyse, sowie ein eigens dafür programmiertes Handelstool aus. Das ausgefeilte Anlagesystem bringt ihm höchste Investmentweihen: die durchschnittlichen Jahresrendite seit 2015 von +34,7 % belegt die Tauglichkeit des Jagd’schen Ansatzes mehr als beeindruckend.

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Kennzahlen

  • +550,3 %
    seit 06.10.2014
  • +60,0 %
    1 Jahr
  • -
    Risiko-Faktor
  • EUR 9.145.357,04
    investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: 34,7 Prozent

Der Technoking macht den Unterschied

Für Konstantin Klemmer ( SWYQQ ) steht vor allem eine Zukunftstechnologie im Zentrum seiner Investmentüberlegungen: Die Blockchain und deren prominentester Vertreter, die Kryptowährung Bitcoin. Sein wikifolio Bitcoin Rising beinhaltet in erster Linie Unternehmen, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren oder sogar fördern. Wenig überraschend ist damit die größte Position seines Portfolios der E-Autobauer Tesla – schließlich hatte dessen „Technoking“ Elon Musk nicht nur für rund 1,5 Mrd. USD Bitcoin gekauft, sondern auch jüngst erklärt, dass der Autohersteller künftig seine E-Autos direkt gegen Bitcoin verkaufen und den Erlös anschließend nicht in herkömmliche Währungen umtauschen werde. Die US-Firmen Amazon und Global Payments folgen auf Platz 2 und 3 und haben ebenfalls Anteil an der hervorragenden durchschnittlichen Jahresperformance von +26,3 % seit Mitte 2014.

Chart

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Kennzahlen

  • +383,1 %
    seit 11.06.2014
  • +51,5 %
    1 Jahr
  • -
    Risiko-Faktor
  • EUR 193.743,02
    investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: 26,3 Prozent

Was kommt?

  • Das sollten Anleger in der nächsten Woche im Auge behalten

Die kommende Woche steht im Zeichen der Entwicklung im Einzelhandel und bei den Verbraucherpreisen. Gleich am Montagmorgen erklärt sich die EU diesbezüglich und tags darauf folgen dann die USA mit den jüngsten Inflationszahlen aus dem Dollarraum. Am Donnerstag veröffentlicht die BRD die Entwicklung der deutschen Verbraucherpreise. Beschlossen wird die Woche dann in Peking. Dort werden am Freitag die Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen und der wirtschaftlichen Entwicklung verkündet.


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