AuroraQ2-Flagship_Multi Asset

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Handelsidee

Portfoliozusammensetzung
Im vorliegenden wikifolio soll nachhaltig eine zweistellige Rendite p.a. erzielt werden. Der Schwerpunkt der Beteiligungen liegt auf Aktien, die mittel- bis langfristig gehalten werden; als Beimischung zu den Aktienwerten können grundsätzlich sämtliche Finanzinstrumente aus dem Anlageuniversum herangezogen werden. Gehebelte Produkte dienen hierbei primär der Absicherung (Hedge) von Positionen wie auch der Minimierung des monetären Exposures im Sinne überhöhter Kapitalbindung. Als Benchmarkt fungiert der Dax. Ab Erreichen einer zweistelligen Rendite wird das Risiko sukzessive heruntergefahren und damit der Sicherheit vor weiteren Ertragserwartungen der Vorzug gegeben.

Anlagemethodik
Die Anlageentscheidungen werden nach der Q2-Methode getroffen, d.h. qualitativ im Sinne eines gegenwarts- (Value) bzw. zukunftswertbezogenen (Growth) Stock-Pickings. Dabei wird neben der fundamentalanalytischen Betrachtung des Unternehmens bzw. Basiswerts (bei Derivaten) auch die Marktverfassung über aussagekräftige wirtschaftliche Daten und relevante politische Faktoren in den Blick genommen. Komplementär wird zu dem dargestellten quality investing quantitativ eine Risikostreuung zwischen Assetklassen und innerhalb dieser mittels Diversifikation erfolgen. Die technische Chartanalyse soll zur Ermittlung von Kursentwicklungswahrscheinlichkeiten - insbesondere durch die Identifikation von Trends - sowie zum Timing der Kaufentscheidungen genutzt werden. Weiterhin wird mit Hedgefondsmanagementmethoden operiert, um den Markt sowohl in Hausse- als auch in Baissephasen handeln zu können. Damit wird v.a. dem Einfluss anderer Marktakteure begegnet, welche als Shortseller oder zunehmend auch maschinell im Bereich des Algotradings Kursentwicklungen von dem inneren Wert der Anlage zu entkoppeln vermögen. Denn auch und besonders in der Ära des digitalen Wandels gilt, dass man den Markt und nicht bloß die eigene Meinung traden sollte!


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Stammdaten
Symbol
WFAURORAQ2
Erstellungsdatum
03.05.2019
Indexstand
High Watermark
126,9

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Mitglied seit 11.01.2018

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Coronavirus SARS-CoV-2 - weitere Prognose

Wie sich gezeigt hat, war meine in der Nacht von dem vergangenen Sonntag auf Montag gepostete Warnung vor einem Crash berechtigt. Die Gefahren des Coronavirus wurden von den Finanzmärkten zu lange unterschätzt, weshalb es zu einem perzeptiven Schock gekommen ist, nachdem das Virus immer stärker außerhalb Chinas sich auszubreiten begonnen hat. Die Finanzmarktteilnehmer vermochten mit dem näherrückenden Infektionsrisiko die Bedeutung und Tragweite sowie mögliche persönliche Betroffenheiten nun klarer zu realisieren. Infolgedessen haben die Börsen weltweit (außerhalb Chinas) mit einem massiven Sell-off reagiert. Der Dow Jones verzeichnete am 27.2.2020 sogar in Punkten gemessen den größten Tagesverlust der Geschichte, was aufzeigt, dass das Crashpotenzial wie in dem letzten Post dargelegt, die Finanzkrise von 2007/2008 durchaus übertreffen kann; zumal wegen der jahrzehntelangen Neoliberalisierung eine Ordnung global die Vorherrschaft errungen hat, welche ganz und gar nicht in Ordnung ist, da sie in Sachen Fairness und Teilhabe schwerwiegend versagt, indem sie zu extrem in ungleicher Weise verteilt zwischen den Staaten und Menschen dieser Welt und dabei auch keineswegs nachhaltig ist. Die Freisetzung des Marktes beziehungsweise der marktbeherrschenden Akteure hat einen gerechten und produktiven Wettbewerb desavouiert; denn anders als im Ordoliberalismus gilt wegen massiver Deregulierung nur die Regel des Stärkeren als roher Marktnaturzustand, welcher mit ordnenden Gesellschaftsverträgen und funktionierenden wie integrierten (d.h. gleichmäßigeren Wohlstand schaffenden und Lebensgrundlagen wahrenden) Märkten nichts mehr zu tun hat; sondern mehr freiherrlich statt frei ist, da immer weniger über immer mehr (Markt-)Macht darin verfügen und die Großen oligopolartig kleinere Wettbewerber, Mittelstand und Mittelschicht, geradezu erdrücken.

Die politische Reaktion auf die Coronavirenseuche hat auch aufgezeigt, dass in einer neoliberalen Weltordnung ein dysfunktionaler Staat dem Markt hinterherläuft und in Sachen effektiver Schutz der Bevölkerung unverantwortlich träge und zurückhaltend agiert, statt dezidiert und frühzeitig Maßnahmen gegen eine drohende Pandemie einzuleiten. Ein für den Bundestag erstelltes Gutachten des Robert Koch Instituts von 2013(BT-Drucksache 17/12051) offenbart wie schlimm der Worst Case eines Pandemieszenarios hätte werden können: allein für Deutschland werden dort mehr als 7 Millionen Tote befürchtet! Auch der Umstand, dass Desinfektionsmittel und Schutzmasken an vielen Orten bereits ausverkauft sind, spricht nicht für eine gute Krisenvorsorge in Deutschland. Die Hamsterkäufe zeigen vielmehr das Misstrauen in die staatlichen (und marktwirtschaftlichen) Institutionen. Noch nicht einmal für Ärzte und Pfleger wurden genügend Schutzmasken in den vergangenen Wochen - bevor das Virus (erwartbar!) in Europa angekommen ist - staatlicherseits bevorratet! Es zeigt sich also, dass die neoliberal gestaltete Globalisierung einer zu stark deregulierten Marktwirtschaft, welche billig und gierig vor kaufmännische Ehre und wirtschaftliche Vernunft stellt, ganz schnell in Chaos umschlagen kann. Diese Woche ließen sich deutlich die Schattenseiten durch eine enorme Bust-Sequenz wie damals in der Finanzkrise erkennen. Dies alles gibt hinreichenden Anlass zur Sorge in Anbetracht der fortschreitenden Coronavirus-Ausbreitung und angeschlagenen Marktverfassung. 

Andererseits kann sich Hoffnung gegenwärtig darauf gründen, dass dank dem herausragenden Einsatz der Ärzte sowie dem unermüdlichen Wirken der (v.a.Gesundheits-)Behörden, trotz erheblichen Personal- und Reservemängeln aufgrund des neoliberalen New Public Management und Lean State-Zustandes, bisher die Infektionsketten ausfindig gemacht und über Quarantänemaßnahmen effektiv unter Kontrolle gehalten werden konnten.

Unter Berücksichtigung aller für mich verfügbaren Daten und Informationen komme ich zu dem Urteil, dass die Menschheit noch einmal knapp einer großen Katastrophe entgehen wird. So haben auch und vor allem die Maßnahmen in China zum Containment beigetragen - in anderen chinesischen Provinzen außerhalb Hubeis vermochte sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Virus nicht erfolgreich auszubreiten. Und auch wenn in den Ländern außerhalb Chinas das Virus in seiner verheerend infektiösen Weise um sich greift, so ist dank der Awareness der Bevölkerung und beherzter Quarantänemaßnahmen die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine ubiquitärartige Ausbreitung (der Virenforscher Prof. Dr. Drosten rechnete kürzlich mit 60-70% Verbreitung in der deutschen Bevölkerung; ähnlich Prävalenzrate im Gutachten des RKI von 2013) zumindest in der bis zur Impfstoffverfügbarkeit kritischen Zeitphase unterbleiben wird.  

Meines Erachtens ist anzunehmen, dass eine medikamentöse Therapie (Kombinationen aus HIV- und Influenza-Medikamenten wurden wohl bereits ,erfolgreich´ eingesetzt, wobei datenmäßig valide klinische Studienergebnisse noch nicht vorliegen) und/oder ein Impfstoff schon sehr bald verfügbar sein werden (ein israelisches Unternehmen könnte bereits in drei Wochen einen Impfstoff entwickelt haben), weil entgegen der Annahmen vieler medizinischer Experten, dass es ein- bis anderthalb Jahre dauern würde, der Zulassungsprozess juristisch gesehen bei überragender Gefahr verkürzt werden dürfte und auch das faktische Problem der zügigen Massenproduktion des Impfstoffs kein wirkliches sein wird, da bei prioritärer Impfung von Schlüsselpersonen (Ärzte, Pfleger, Lehrer, Polizisten etc.) sowohl die Ordnung als auch die Eindämmung (z.B. Impfung der Menschen vorrangig in kritischen Ausbreitungsgebieten/Verbreitungshotspots und Multiplikatoren) der Pandemierisiken gegeben ist. Vorteilhaft wird auch sein, dass ab Mitte April die Temperaturen und UV-Werte allmählich so weit angestiegen sind, dass sich Virionen schwerer erhalten und verbreiten können. Schon vorher dürfte die Presseberichterstattung abnehmen, wenn für viele erkennbar sein dürfte, dass alles voraussehbar unter Kontrolle bleiben wird. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Medien als Verstärker wirken, also getreu der Erkenntnis des Medienforschers McLuhan,,the media is the message´´, eine eigene Qualität oder besser Quantität haben. Mit zurückgehender Berichterstattung, insbesondere der Finanzmedien wird die panische Stimmung an den Märkten der Vergangenheit angehören.

Ich gehe davon aus, dass schon im sehr kurzfristigen Horizont die Börsenindizes wieder steigen werden. Es sind zwar gravierende Rückgänge im Handel und in der Produktion zu beobachten gewesen, diese werden aber nur von temporärem Charakter sein, da sie an den Verlauf der Corona-Epidemie gebunden sind und diese wie dargestellt einen kontrollierbaren Verlauf hat (positiv ist auch, dass von den ca. 80.000 Infizierten in China bereits knapp 40.000 Menschen wieder geheilt wurden und ohne Mutation für das Virus nun nicht mehr suszeptibel sein dürften; also wie Normalgeimpfte über ihre Antikörper eine ,,Übertragungsmauer´´ bilden). 

Entgegen den Einschätzungen von äußerst gewichtigen ökonomischen Stimmen, wie denen von Robert J. Shiller, Nouriel Roubini oder auch Matthias Weik und Marc Friedrich, nehme ich aufgrund der vorstehenden Darlegungen an, dass trotz des großen Potenzials dazu, es nicht zu einer großen Krise kommen wird. Infolge des kontrollierten Coronavirusgeschehens sowie von Nachhol-Effekten und Zinssenkungen der FED, wird erneut (zu) billiges Geld die Finanzmarktblasen weiter aufblähen und die Net Asset Inflation befeuern. Ich prognostiziere deshalb einen schnellen Anstieg der Börsenkurse in V-artiger Weise: Untertreibung dürfte wieder von Übertreibung abgelöst werden. Allerdings könnte die V-Formation in Gestalt eines seitlich gespiegelten Wurzelzeichens ausfallen, da mit Abebben der Corona-Virus-Ängste noch viel andere Unsicherheiten/Imponderabilien im Jahresverlauf zu erwarten sind; insbesondere bezüglich der US-Wahlen, weshalb neue Höchstkurse zwar wahrscheinlicher sind als neue Rekordtiefkurse, allerdings nicht schon zwingend in diesem Jahr.

Quellen:
https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf
https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/dow-jones-erleidet-schlimmsten-verlust-der-geschichte-apple-microsoft-boeing-fallen-20197373.html
https://www.handelsblatt.com/politik/international/oekonom-im-interview-corona-epidemie-us-nobelpreistraeger-robert-shiller-warnt-vor-abwaertsspirale/25586770.html
https://www.spiegel.de/international/business/nouriel-roubini-on-coronavirus-this-crisis-will-spill-over-and-result-in-a-disaster-a-e811cf3b-d495-4c52-bf79-d872c8f164ac
https://finanzmarktwelt.de/friedrich-und-weik-coronavirus-das-ende-der-globalisierung-158657/

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Allgemeiner Kommentar

Coronavirus SARS-CoV-2

Die Gefahr des Coronavirus erscheint weitaus größer als in weiten Teilen bislang wahrgenommen. Folgende Punkte verdienen besondere Beachtung: 

- Der neue Coronavirus ist nicht nur infektiös, sondern hochinfektiös und dies bis zu zehnmal mehr als SARS. Bisher werden Schmier- und Tröpfcheninfektionen als Infektionsrisiko angenommen, aber es ist noch immer nicht ausgeschlossen, dass auch ein aerosoler Übertragungsweg möglich ist.
- Auch wenn oftmals in Medienberichten eine Letalität von 2% genannt wird, ist zu bedenken, dass bei der SARS-Epidemie im Jahre 2002/2003 diese zwischen 10-16% lag. Die Sterblichkeit bei COVID-19 könnte also ähnlich hoch liegen, wofür - unter Zugrundelegung der offiziellen Daten (bei denen allerdings eine hohe Dunkelziffer zu vermuten ist) - ein Vergleich zwischen Gestorbenen (2.469) und Geheilten (23.406) spricht (siehe dazu: Interactive Map der Johns Hopkins University). Ein Verdacht in diese Richtung wird auch durch eine Krankenhausstudie aus Wuhan gestützt, welche bei den hospitalisierten Patienten eine Letalität von 11% ausweist (Nanshan Chen, Min Zhou, Xuan Dong et al.: Epidemiological and clinical characteristics of 99 cases of 2019 novel coronavirus pneumonia in Wuhan, China: a descriptive study. In: The Lancet. 30. Januar 2020). 
-Mit bis zu 20% schweren Krankheitsverläufen stellt sich für die durch New-Public-Management und Lean-State-Dogma runtergesparten und einer strategischen Reserve beraubten Gesundheitsinstitutionen ein erhebliches Versorgungsproblem dar. Die Kapazitäten an Personal und Krankenhausbetten, insbesondere im intensivmedizinischen Bereich, werden bei weitem nicht genügen, um alle Patienten zu behandeln. Anders als in China wird es nicht möglich sein, binnen zwei Wochen zwei neue Krankenhäuser zu errichten und v.a. den jahrelangen Pflegenotstand sich plötzlich in Luft auflösen zu lassen.
-Da es sich um einen RNA basierten Virus handelt, ist das Mutationsrisiko höher als bei solchen mit DNA-Helix. 
-Problematisch bei dem neuen Coronavirus ist schließlich, dass er wie in einem Stealth-Modus auch ohne Symptome ansteckend zu sein scheint. Noch schlimmer: Wie neueste Informationen zeigen, könnte es sein, dass sogar als geheilt entlassene Patienten noch immer ansteckend sind (sollte hier wie beim Epstein-Barr-Virus oder HIV das Virus dauerhaft im Körper verbleiben, wäre der absolute worst case gegeben und eine Eindämmung definitiv nicht mehr möglich...), weshalb auch für diese eine zweiwöchige Quarantäne durch die Behörden in Wuhan angeordnet worden ist (South China Morning Post v.23.2.2020: https://www.scmp.com/news/china/society/article/3051966/coronavirus-wuhan-quarantine-all-cured-patients-14-days-after).

Bedauerlicherweise wurde mittlerweile wertvolle Zeit vertan, um einer Ausbreitung auf Deutschland effektiv entgegenzuwirken. Indem Fluglinien, wie die Lufthansa, den Luftverkehr nach China eingestellt haben, haben Unternehmen mehr zur Eindämmung getan als die Politik, welche in einem reaktiven und abwartenden Modus zu verharren scheint. Dringend geboten ist m.E. - vor allem vor dem Hintergrund des raschen Ausbreitens in Südkorea und Italien - die sofortige Ausrufung der Pandemie durch die WHO mit weitreichenden Empfehlungen an die Staaten der Welt zur koordinierten und entschlossenen Verhinderung eines weiteren Umsichgreifens des Virus. Bis zur Entwicklung eines Impfstoffes oder einer medikamentösen Therapie muss einer Massenausbreitung mit allen Möglichkeiten entgegengewirkt werden. Es steht die Gesundheit von Millionen Menschen auf dem Spiel und auch ein größerer Crash als die Finanzkrise von 2007/2008 ist m.E. nun nicht unwahrscheinlich; denn die globalen realwirtschaftlichen Daten und Probleme werden sich - auch wenn eine baldige Intervention der Zentralbanken zu erwarten ist - diesmal nicht über Billiggeldpolitik (welche eine immense Net-Asset-Inflation-Finanzblase kreiert hat) einfach so wegdrucken lassen. 

Links:
https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)30211-7/fulltext
https://www.scmp.com/news/china/society/article/3051966/coronavirus-wuhan-quarantine-all-cured-patients-14-days-after

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Allgemeiner Kommentar

Wertentwicklung/Depotstände zum 13.2.2020:

Alle Wikifolios sind signifikant im Plus. Trotz Coronavirus-Krise und möglichen Beeinträchtigungen des globalen Handels- und Wirtschaftswachstums befindet sich das Flaggschiff-Portfolio AuroraQ2-Flagship_Multi Asset seit seiner Auflegung im Mai 2019 nunmehr zweistellig - mit mehr als 15% - im Gewinn. Zu der deutlichen Rendite haben erfolgreiche Anlagen in sorgfältig ausgewählten Aktien wie etwa Tesla (Top Performer: Erstkauf am 3.7.2019 à 200€), Powercell (200% seit Kauf), Beyond Meat (Erstkauf am 7.5.2020, kurz nach dem IPO zu 72€, Verkauf u.a. zu 152€ am 11.6.2019) Alphabet, Hugo Boss, IBM, Nokia und General Electric (erfolgreiche Turnaround-Spekulation; mittlerweile +68%) beigetragen (und die Vermeidung schlechter Anlagen wie etwa bei den medial gehypten Uber und Lyft IPOs - siehe die den Nichteinstieg begründenden Kommentierungen dazu) sowie Anlagen über ETFs in z.B. Emerging Markets wie auch in die Kryptowährung Ethereum und ferner Wertpapierkäufe mit Leverage bei Edelmetallen und Devisen, aber auch in den noch im bullishen Aufwärtsmomentum befindlichen Dow Jones Index. 

Das Wikifolio Aurora-Rohstoffe u. Edelmetalle ist sogar seit seiner Erstellung am 21.6.2019 mit 25% in der Profitzone dank selektiver Investitionen in Minenwerten (mit Unternehmen, die sogar mehr als 100% im Plus liegen seit Kauf) und erfolgreichen Derivate-Positionierungen in Kakao, Kaffee, dem Edelmetallbereich und rohstoffhandelsrelevanten Währungen. Auch das AuroraQ2-Short Strategies Wikifolio liegt im Plus und sollte dann verstärkt wachsen, wenn der Markt entgegen der ständig verzerrend wirkenden Interventionen der Zentralbanken - etwa in Folge schlechter Real(!)-Wirtschaftsdaten (beachtlich ist gegenwärtig der starke Rückgang der deutschen Industrieproduktion und des Baltic Dry Index/NBD!) - doch einbrechen sollte, was bereits im nahen Zeithorizont keineswegs auszuschließen ist. 

Sämtliche Wikifolios sind unter Berücksichtigung der Erstellungs- und Publikationszeitpunkte aktuell noch weniger als 12 Monate alt und ungeachtet der seit ihrer Gründung sehr herausfordernden Börsenlage - u.a. wegen des Handelskrieges, dem Trump-Effekt (politische Börse und hohe Ereignis-Volatilitäten), zahlreicher Nahostkonflikte (Jemen, Iran, Syrien), der erratischen Zentralbankeinwirkungen und schlimmen Krisen wie dem aktuellen Coronavirus - in der Gewinnzone und auch mit Blick auf ihre ab Mai sukzessive anstehenden Jahresstichtage auf weiterem Wachstumskurs. Die Investmentansätze und -methoden erweisen sich somit als erfolgreich konzipiert und umgesetzt; sollen aber den zukünftigen Erfahrungen und Gegebenheiten entsprechend weiterentwickelt werden.

Bei allen Wikifolios soll jeweils im jährlichen Abstand zum Zeitpunkt ihrer Erstellung die Wertentwicklung veröffentlicht, analysiert und kommentiert werden. Kurs auf!

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Kommentar zu SIEMENS AG NA

Verkauf Siemens-Position wegen Moral Value-Defizit!

Das Feuerinferno in Australien ist ein verheerendes Ereignis der Gegenwart, welchem bereits mehr als eine Milliarde Tiere wie Koalas und Kängurus zum Opfer gefallen sind. Ganz gleich inwieweit die Brände in Australien nachweisbar auf den Klimawandel zurückzuführen sind: der Klimawandel ist ein Fakt, die überwiegende Anzahl der Wissenschaftler sehen ihn als anthropogen an und er führt weltweit zu extremeren Wetterereignissen. Zunehmende Trockenheit und steigende Durchschnittstemperaturen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Schäden an Natur, Mensch und Tier erheblich - immer mehr Flächen werden lebensfeindlich und unbewohnbar. So geht die UN davon aus, dass es bis 2050 schätzungsweise 200 Millionen Klimaflüchtlinge geben könnte. Schon in sieben Jahren droht eine um 1,5° C erhöhte Durchschnittstemperatur und die Chancen stehen immer schlechter, dass das 2° C-Ziel des Pariser Klimaabkommens in nur wenigen Jahrzehnten nicht auch überschritten wird - mit allen Implikationen im Hinblick auf Meereswasseranstieg und Bewohnbarkeit des Planeten. Es muss vor diesem Hintergrund alles dafür getan werden, um den rasant fortschreitenden Klimawandel Einhalt zu gebieten, was jedem mit gesundem Menschenverstand und frei von Nihilismus und klimatischem Leugnungsdrang einleuchten sollte.

Die Entscheidung des Siemens-Vorstandes, den Rechtsgrundsatz ,,pacta sunt servanda´´ vor den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zu stellen, also privatwirtschaftlichem Vertrag vor Klimavertragszielverwirklichung den Vorrang einzuräumen, offenbart demgegenüber geradezu erschreckend einen Marktrationalismus, der in eklatanter Weise gegen die menschliche Vernunft verstößt. Siemens ist damit denkmethodisch in die Rationalitätenfalle getappt und beweist mit dem Vertauschen von unterem und oberen Erkenntnisvermögen eine miserable Urteilsfähigkeit. Die Lieferung der Signalanlage durch Siemens an die Adani Group stellt eine schlecht zu rechtfertigende Förderung der Vollendung und Inbetriebnahme einer der ausgerechnet weltgrößten Kohleminen dar, was dem (Lippen-)Bekenntnis von Siemens, Umweltschutz und Sustainability zu verwirklichen, immens widerstreitet. Sie ignoriert die Interessen der indigenen Bevölkerung, deren Land und Lebensraum durch die in Rede stehende Carmichael-Mine betroffen ist, riskiert in Folge des Ausbaus des zur Kohleverschiffung bestimmten Hafens eine weitere Schädigung des weltgrößten Korallenriffs (Great Barrier Reef) und sendet völlig falsche Signale in Bezug auf das wichtige Übermarktziel, dem Klimawandel durch saubere Energie wirksam zu begegnen. Last but not least gefährdet Siemens durch einen kleinen Projektgewinn sich selbst, d.h. seinen traditionsreichen Unternehmensruf wie auch bilanziellen Markenwert und riskiert etwaige Boykotte von Seiten umweltbewusster Konsumenten. Denn wenn der aktuelle Vorstand nur die Sprache des Marktes versteht, ist es äußerst rational - und nicht nur eine spieltheoretische Posse - auf die Entscheidung zugunsten des Adani-Projekts mit einer Meidung von Siemens-Produkten zu reagieren, um den Preis der Entscheidung sozusagen zu verteuern (in diesem Sinn hat etwa die Deutsche Bank moralisch vorbildlich, aber wohl auch aus eigenem Unternehmensinteresse klugerweise von einer Finanzierung der Kohlemine Abstand genommen).

Ich bin zwar entschieden gegen einen Boykott von Siemens-Produkten, da ich dies für unverhältnismäßig halte; zumal davon die Siemensmitarbeiter betroffen wären, welche nicht für Managemententscheidungen in Sippenhaft genommen werden sollten und es darüber hinaus der heimischen Wirtschaft wegen der Wichtigkeit des für den deutschen Industriestandort bedeutsamen Konzerns wohl auch schaden würde; alllerdings gilt es, ein Zeichen zu setzen, um ein Umdenken in der gegenwärtigen Unternehmenspolitik zu fördern. Aus diesem Grund erscheint ganz konkret das Verkaufen von Siemensaktien sinnvoll, um der Missbilligung Ausdruck zu verleihen, was in Anbetracht der Aktienpakete der Vorstände eine zielgenaue und spürbare Rüge darstellt, sollten viele Anleger ähnlich reagieren. Davon unbenommen ist m.E. durch die unnachvollziehbare Managemententscheidung in Sachen Adani-Kohleprojekt abseits des verminderten Moral Value der fundamentale Unternehmenswert, welcher eben auch durch die Qualität der Entscheidungen der Unternehmensleitung geprägt ist, möglicherweise grundlegend in Frage gestellt und der bereits hohe Aktienkurs dahingehend nicht mehr nachvollziehbar substantiiert.

Ein Festhalten an der Siemensposition ist in Folge der obigen Gründe somit nicht länger akzeptabel, weshalb der Bestand am gestrigen Tag komplett veräußert wurde. Es liegt nun in der Hand des Vorstandes und Aufsichtsrates zukünftig mit geschäftlich und moralisch werthaltigeren Entscheidungen einen Wiedereinstieg attraktiv zu machen - bis auf Weiteres befindet sich Siemens nun nur noch im Status ``watchlist´´...

Überblick zum Ganzen:
https://www.welt.de/vermischtes/article204974032/Siemens-in-Australien-Das-umstrittenste-Kohlebergwerk-der-Welt.html

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