06.06.2016| Von: Stefan Greunz |

Seit wenigen Wochen sind wir offizieller Kooperationspartner von Tradity - dem Online-Börsespieles 2.0. Die Geschichte dieses Spieles ist zwar schnell erzählt aber nichtsdestotrotz außergewöhnlich. Denn die drei Gründer haben die Idee für das Unternehmen nicht nur während ihrer Schulzeit entwickelt, sondern das Konzept auch im Rahmen ihrer Abschlussarbeit umgesetzt. Dadurch ist den Jungs das Kunststück gelungen, noch vor ihrem 18. Geburtstag eines der erfolgreichsten Börsenspiele der letzten Jahre ins Leben zu rufen! Wir haben für diesen Blogbeitrag Ba Khai Tran - einen der drei jungen Gründer - zum Gespräch gebeten! Viel Spaß beim Lesen!

 

Hallo Ba Khai, bitte erzähl uns ein wenig über dich!

Traditiy Gründer Ba Khai Tran

Hi Stefan, derzeit studiere ich mit Kilian, Lukas, Moritz und Noah an der WHU - Otto Beisheim School of Management. Gemeinsam arbeiten wir an Tradity. 

Es ist doch sehr ungewöhnlich, dass Schüler zu erfolgreichen Unternehmensgründern und Geschäftsführern werden! Wie ist es dazu gekommen?

Wir hatten das Gefühl, dass das wichtige Thema Finanzen und Wirtschaft häufig als langweilig und komplex empfunden wird. Auch kommt es in der Schule oft zu kurz oder wird etwas zu theoretisch und trocken gelehrt. Wir wollten mit einem Spiel das Thema praxisnäher und damit zugänglicher machen - unseren Unterricht etwas „aufpeppen“.

Tradity ist gut angekommen und Schülervertreter aus anderen Regionen wollten Tradity an ihre Schulen bringen. Seitdem arbeiten wir mit Schülern und Lehrkräften deutschlandweit zusammen an der Verbreitung des Spiels.

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus? Womit verbringst du deine freie Zeit?

Der Tag beginnt für mich damit, alles Anstehende durchzugehen - manchmal verliere ich mich dabei in Gedanken. Sollte vor der Uni noch Zeit sein, lese ich ein wenig in Büchern oder über interessante Ereignisse des Vortags.

Über den Tag verteilt trifft sich das Tradity-Team, um gemeinsam neue Ideen zu besprechen oder aktuelle Herausforderungen zu diskutieren; daneben widmen wir uns den laufenden Aufgaben.

Meistens finden an der Uni auch sehr spannende Events wie Konferenzen, Unternehmenspräsentationen oder Gastvorträge statt, denen ich, wann immer es geht, gerne beiwohne. Idealerweise gestaltet sich an dem Tag dann noch die Möglichkeit, spannende und inspirierende Menschen kennenzulernen.

Am Abend höre ich dann zum Einschlafen ein Hörbuch und freue mich auf den nächsten Tag.

Welche Pläne hast du für deine Zukunft und wie wird es mit Tradity weitergehen?

Ich wünschte, ich könnte den ersten Teil der Frage mit mehr Sicherheit beantworten. Derzeit habe ich zwar einige Szenarien im Kopf, aber glasklar ist die Aussicht noch nicht. Wenn viele glückliche Umstände zusammenkommen, möchte ich in Zukunft mehr im Bereich Bildung (vermutlich EdTech) bewegen.

Bei Tradity möchten wir zunächst das Fundament hinsichtlich Strukturen, Talenten und Finanzierung stärken. Darüber hinaus wollen wir uns verstärkt der Weiterentwicklung des Spiels, der Lerninhalte und der Zusammenarbeit mit Schülervertretungen und Lehrkräften widmen, um mehr Jugendliche effektiver zu erreichen. Sobald wir das in Deutschland geschafft haben, wandert der Blick in Richtung Ausland.

Bist du selbst auf der wikifolio.com aktiv und wenn ja, was konntest du dabei schon für dich mitnehmen?

Ich habe, als ich noch aktiver beim Aktienhandel dabei gewesen bin, mit dem Gedanken gespielt, ein wikifolio zu starten und mir in dem Rahmen angesehen, wie erfolgreiche wikifolio-Besitzer mit ihren Anlegern kommunizieren. Dabei habe ich gemerkt, dass man als Anleger neben der Rendite, die man von den verschiedenen wikifolios erhält, auch eine Menge lernen kann.

Was funktioniert Tradity eigentlich genau?

Das Grundkonzept des Spiels steckt bereits im Namen. Tradity – das steht für Trading (Handeln) und Community. Aus diesen beiden Komponenten setzt sich das Spiel zusammen. Teilnehmen können Schulen, es gibt Regionalbewerbe aber auch einen Bundesbewerb. Im Zentrum steht die Wissensvermittlung im Bereich Börsenhandel durch und in der Community. Durch die Möglichkeit des Austausches trägt das Onlinebörsenspiel zur Verbraucherbildung bei Jugendlichen bei – vor allem deswegen, weil gängige Lehrpläne in diesem Bereich einen weißen Fleck aufweisen. Darüber hinaus kombiniert das Spiel Börsenhandel mit einer Social Media Plattform, was den Zeitgeist und vor allem die Lebensrealität von jungen Menschen auf den Punkt trifft.

Vielen Dank für das Interview!