01.04.2015| Von: Filip Nestorovic |

Der TradersTalk geht in eine neue Runde. In der heutigen Ausgabe haben wir mit Mathias Braun gesprochen. Als "Mathias76" setzt der gelernte Ingenieur seine Handelsstrategien auf wikifolio.com um.

Was war sein Trading Highlight der letzten 360 Tage? Welche Ratschläge gibt er Einsteigern mit auf den Weg? Dies und vieles mehr erfahren wir nachfolgend.

Viel Spaß beim Lesen!

Verraten Sie uns Ihren Namen.

portrait mathias braun

Mein Name ist Mathias Braun

Unter welchen Usernamen sind Sie auf wikifolio.com zu finden?

Auf wikifolio.com bin ich mit dem Usernamen Mathias76 unterwegs.

Was sind Sie von Beruf?

Zur Zeit arbeite ich als Ingenieur in der Automobilbranche.

Wie sind Sie zum Trading gekommen?

Ich sehe mich mehr als Investor.

Wie sieht bei Ihnen ein typischer Handelstag aus?

Ich beschränke das Handeln, sofern nötig, auf meine Freizeit. Das Lesen von aktuellen Wirtschaftsnachrichten halte ich für wichtig um bei Bedarf Korrekturen der einzelnen Positionen vorzunehmen.

Wie viele wikifolios führen Sie derzeit? Sind Sie bereits „Real-Money“-Trader?

Ich führe derzeit sechs Wikifolios, davon sind vier bereits investierbar. Zwei Wikifolios besitzen den „Real-Money“-Status. Geplant sind die acht erlaubten Wikifolios wieder voll zu nutzen.

Was sind für Sie die Gründe, Ihre Handelsstrategie als wikifolio zu veröffentlichen?

Finanzprodukte wie Fonds, ETFs und Zertifikate sind meist sehr undurchsichtig. Zudem sind viele auch teuer und steuerschwierig. Wikifolio bietet für Privatinvestoren eine gute Alternative zu den bereits vorhandenen Finanzprodukten am Markt. Mit den Zertifikaten kann man auch kleinere Beträge breit gestreut anlegen. Die Plattform bietet zudem eine hohe Transparenz.

Was zeichnet grob umrissen Ihren Handelsstil (auf wikifolio.com) aus?

Ich suche Unternehmen aus einer bestimmten Branche aus. Bei meinen Wikifolios verfolge ich eine mittel- bis langfristige Anlagestrategie. Zudem soll Diversifikation das Risiko streuen. Von Hebelprodukten lasse ich die Finger.

Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung Ihrer wikifolios?

Ja, ich bin sehr zufrieden. Seit dem Erstelldatum am 27.10.2013 hat mein wikifolio „Immobilienfirmen“ rund +52 % erreicht und Stand 16.02.2015 etwa 180.000 € investiertes Kapital. Ich hoffe, dass das eine oder andere meiner Wikifolios langfristig auch überzeugen kann. Vielleicht schafft es auch ein Wikifolio sparplanfähig zu werden.

Nein, deswegen habe ich bereits mehrere meiner Handelsstrategien/-ideen verworfen (Siehe meine geschlossenen Wikifolios). Dafür gibt’s es mehrere Gründe: Zu Wenig Zeit. Die Idee war nicht aussichtsreich genug. Ein anderer User hat mit einer sehr ähnlichen Handelsstrategie ein besseres Wikifolio erstellt. Wikifolio.com lässt nur acht Wikifolios pro User zu.

Was war Ihr Trading-Highlight der letzten 360 Tage?

Letztes Jahr konnte ich die Kursverluste von E.ON mit den Kursgewinnen von Lang & Schwarz ausgleichen.

Wie beurteilen Sie das Börsenjahr 2015?

Ich bin kein Hellseher. Von minus 50 Prozent bis plus 30 Prozent ist, denke ich, alles möglich.

Welche Märkte machen aktuell am meisten Spaß/Sinn?

Ich beschäftige mich am meisten mit Aktien aus den Branchen Immobilien, Pharma und Konsum aus Deutschland, aus dem europäischen und dem amerikanischen Markt.

Welche Aktien bzw. Wertpapiere favorisieren Sie aktuell auf mittelfristige Sicht?

Sich auf eine Aktie oder auf eine Branche festzulegen halte ich für falsch. Meine drei aktuellen Favoriten sind: Patrizia Immobilien, Norvatis und Mondelez.

Welches war Ihre härteste Lektion, die Sie am Markt erfahren mussten?

Einen Totalverlust während der Dotcom-Blase.

Welche Ratschläge würden Sie einem Einsteiger mit auf den Weg geben?

Es wäre von Vorteil, wenn man die Finanzprodukte, die man kauft oder handelt, versteht. Das aktuelle Marktumfeld, die wirtschaftliche Lage und die Politik sollte immer im Auge behalten werden, denn es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren.

Welches Buch können Sie anderen Tradern empfehlen?

Ich empfehle die Franz-Eberhofer-Serie von der Rita Falk, da gibt’s wenigstens was zu lachen. Ein Abonnement einer Finanzzeitschrift wie z.B. Focus Money kann meiner Meinung nach nicht schaden.