Betonrendite

Beim Boom der Immobilienanlagen scheint kein Ende in Sicht.

Die Deutschen setzen in Zeiten von Niedrigzinsen und Inflation lieber auf das Eigenheim statt auf ein Tagesgeldkonto. Zudem bleibt aktuell auch einiges Geld auf der hohen Kante, weil der Jahresurlaub ausfällt oder der Lieblingsitaliener geschlossen hat. So ist es auch keine Überraschung, dass baureifes Land im vergangenen Jahr so teuer war wie noch nie. Laut Statistischem Bundesamt kratzt der Quadratmeter mit durchschnittlich 199 EUR inzwischen haarscharf an der 200-Euro-Marke. Dazu kommen Materialengpässe, die das Bauen verlangsamen und vor allem verteuern. Denn egal, ob Holz, Stahl, Dämmstoffe oder Farben – so ziemlich jedes Baumaterial ist derzeit entweder teuer oder hat lange Lieferzeiten, manchmal auch beides.

Freud‘ und Leid

Gleichwohl ist die Lage nicht für jeden so angespannt wie für die Bauherren. Wer schon ein Häuschen besitzt, kann sich derzeit über weitere Preissprünge freuen. Und auch Anleger, die in Immobilienkonzerne investieren, profitieren – nicht nur bei Branchengrößen wie Deutsche Wohnen , sondern auch beim Gewerbeimmobilien-Spezialisten TLG Immobilien , dessen Aktien allein in den vergangenen zwölf Monaten über 70 % stiegen. Selbst das Berliner Volksbegehren zur Enteignung von Wohnungsbaukonzernen im September lässt die Aktionäre bislang noch weitgehend kalt. Unsere wikifolio-Trader fahren mit ihren Investments in Betongold jedenfalls auch weiter satte Renditen ein.

Zugewinngemeinschaft

So kombiniert Hardy Josef Hermann ( Turmblick ) in seinem wikifolio Substanz plus Soliditaet Immobilientitel mit dividendenstarken Aktien. „Solide Erträge aus Wohnimmobilienaktien und, zur Diversifikation, aus Dividendenwerten“ sind seiner Meinung nach „der Schlüssel zu konstanten Erträgen und möglichst wenig Schwankungen“. Dass diese Strategie funktioniere, lasse sich auch in Schwächephasen des Marktes beobachten. Dabei hält Hermann über einen Anlagehorizont von ein bis drei Jahren nicht bloß Aktien, sondern auch Fonds und ETFs. Die am höchsten gewichteten Titel weisen fast durchweg ein zweistelliges prozentuales Plus auf. Das gilt auch für den mit 4,7 % am höchsten gewichteten Titel des französischen Baustoffherstellers Compagnie de Saint-Gobain . Die durchschnittliche Jahresrendite seit Ende Mai 2014 liegt denn auch bei sehr soliden 14,6 %. In den abgelaufenen zwölf Monaten stand mit +26,9 % sogar noch deutlich mehr auf der Uhr.

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Kennzahlen

  • +161,2 %
    seit 27.05.2014
  • +25,5 %
    1 Jahr
  • 0,67×
    Risiko-Faktor
  • EUR 370.485,57
    investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: +14,6 Prozent

Eigene Scholle

Mathias Braun ( Mathias76 ) hat sich gleich ganz den Häuseraktien verschrieben. Sein wikifolio Immobilienfirmen fokussiert sich auf deutsche Titel, die langfristig gehalten werden. Dividenden sollen dabei in Zukäufe fließen. Braun baut vor allem auf Branchen-Schwergewichte. So sind Vonovia und Deutsche Wohnen mit einem Portfolioanteil von zusammen über 23 % ebenso vertreten wie TAG Immobilien (11,8 %) und LEG Immobilien (10, 2%). Mit jedem einzelnen dieser Werte fuhr er bislang Renditen von über 200 % ein – bloß Vonovia hinkt mit einem Plus von „nur“ +166 % etwas hinterher. Auch die Corona-Krise bremste Braun nur kurzfristig: Zwar musste auch das Immobilienportfolio seinerzeit Federn lassen, markiert aber schon längst wieder neue Allzeithochs. Insgesamt liegt die durchschnittliche Jahresrendite seit Oktober 2013 bei beachtlichen +13,7 %. Während des vergangenen Jahres ging es sogar um +17,8 % nach oben.

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Kennzahlen

  • +167,6 %
    seit 06.10.2013
  • +14,7 %
    1 Jahr
  • 0,58×
    Risiko-Faktor
  • EUR 273.793,13
    investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: +13,7 Prozent

Smartes Heim, Glück allein

Manuel Bauer ( Klabauter64 ) konzentriert sich unter anderem auf digitale Technologien, die zuhause Strom sparen, Unterhaltungselektronik vernetzen oder die Wohnung sicherer machen. Sein wikifolio Robotics, Automation, Smart Home beruht auf der Annahme, dass Roboter und automatisierte Systeme zunehmend die menschliche Arbeitskraft ersetzen werden. Im Thema „Smart Home“ sieht Bauer entsprechend einen lukrativen “Zukunftsmarkt”. Um aus diesem Wachstumsmarkt die maximale Performance heraus zu kitzeln, verfolgt er eine echte Growth-Strategie – setzt also auf Unternehmen, die zuletzt ihre Umsätze und Gewinne deutlich steigern konnten. Größte Positionen mit je rund 5 % Anteil sind die Präzisionstechnik-Anbieter Spectris und IMI . Die britischen Milliardenunternehmen hatten vor Corona ihre Dividenden stetig erhöht. Bauer brachte das eine durchschnittlichen Jahresrendite von +22,2 % seit dem Oktober 2014 ein. In den vergangenen zwölf Monaten konnte er sich sogar über eine smarte Performance von +48,8 % freuen.

Chart

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cde

Kennzahlen

  • +301,6 %
    seit 13.10.2014
  • +51,6 %
    1 Jahr
  • -
    Risiko-Faktor
  • EUR 360.258,33
    investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: +22,2 Prozent

Was kommt?

  • Das sollten Anleger in der nächsten Woche im Auge behalten

Im September stockt die Deutsche Börse den Leitindex DAX um zehn Unternehmen auf insgesamt 40 Titel auf. Die Liste der DAX40-Unternehmen soll am Freitag bekanntgegeben werden. Dagegen klingt die Berichtsaison langsam aus: Am Mittwoch meldet noch Pernod Ricard , immerhin zweitgrößter Spirituosenkonzern der Welt, seine Jahreszahlen. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Zahlen zur Preisentwicklung am Montag und die Einzelhandelsumsätze am Mittwoch. Die deutschen Arbeitsmarktdaten gibt es am Dienstag und am Freitag kommt der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht.


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