02.03.2016| Von: Anja Branz |

Dieses Mal bei uns im TradersTalk: Axel Sommer. Der gelernte Konstrukteur setzt als „magix01“ mehrere Handelsstrategien auf wikifolio.com um. Wie er zum Trading gekommen ist und welche Erfahrungen er dabei gesammelt hat, erfahren wir nachfolgend.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Verraten Sie uns Ihren Namen.
Mein Name ist Axel Sommer.

Unter welchen Usernamen sind Sie auf wikifolio.com zu finden?

Mein Username bei wikifolio lautet magix01.

Was sind Sie von Beruf?

Von Beruf bin ich Konstrukteur.

Wie sind Sie zum Trading gekommen?

Ende 1999 / Anfang 2000 begann ich mich mit dem Run auf den Neuen Markt mit Aktien zu beschäftigen. Erst habe ich in der Tageszeitung die Kurse von diversen Aktien verfolgt. Ich hatte dann das Gefühl mir diese Kurse sichtbar machen zu müssen und fing an, in Exceldateien die Kurse einzutragen. Das war mühsam. Also begann ich nach diverser Software zu suchen. Ich habe verschiedene Software ausprobiert und bin dann bei MoneyMaker Professional hängen geblieben, heute MXMChart. Es war zu dem Zeitpunkt die ansprechendste Software für mich. Das Programm verwende ich heute noch. Viele Stunden habe ich vor den Aktienkurven gesessen und immer versucht, den „besten Indikator“ zu finden. So ist es eine Art Hobby geworden, zu versuchen, die Aktiencharts zu interpretieren. Die ersten erfolgreichen Aktienkäufe und -verkäufe weckten dann das Interesse immer mehr.

Wie sieht bei Ihnen ein typischer Handelstag aus?

Abends immer um die gleiche Zeit zw. 18-21 Uhr schaue ich mir die Entwicklung meiner wikifolios und natürlich auch meines privaten Depot an. In meinem Aktienprogramm habe ich offline die wikifolios in diversen Listen abgebildet und jedes wikifolio wird untersucht ob irgendwelche Aktionen, je nach Strategie, von Nöten sind. Informationen zu Aktienwerten, welche man tagsüber aufgeschnappt hat, lasse ich dann in dem Moment noch mal Revue passieren. Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, auch unter Tags einmal die Entwicklung der wikifolios anzuschauen und auch zu schauen was sich an den Börsen so tut. Allerdings handle ich tagsüber nicht.

Wie viele wikifolios führen Sie derzeit? Sind Sie bereits „Real-Money“-Trader?

Im Moment führe ich acht wikifolios. Ich habe in fast all meinen wikifolios ein paar EUR investiert. Bei zwei Stück bin ich als Real-Money-Trader vermerkt. Das sind die wikifolios „KGV als Indikator“ und „Geduld ist die Pforte der Freude.“

Was sind für Sie die Gründe, Ihre Handelsstrategie als wikifolio zu veröffentlichen?

Ich zähle mich zu den Kleinanlegern und somit sind meine Mittel begrenzt um am Markt mit unterschiedlichen Strategien weitläufig zu agieren. Da bleibt nur hin und wieder ein Trade in einzelne Werte. Eines Tages bin ich auf wikifolio gestoßen und sah die Möglichkeit mit meinem eigenen Geld in eigene Strategien, in eigene Zertifikate zu investieren und somit breiter aufgestellt am Markt zu sein. Dass daran evt. dann auch noch andere Leute Gefallen finden und ebenfalls investieren, bekräftigt dann eigentlich das eigene Vorgehen.

Was zeichnet grob umrissen Ihren Handelsstil (auf wikifolio.com) aus?

Meinen Handelsstil sehe ich bei den wikifolios vorwiegend mittel- bis langfristig und auf Erhalt des Wertes bedacht.

Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung Ihrer wikifolios? 

Eigentlich bin ich ganz zufrieden. Natürlich wünscht man sich, dass der Wert der wikifolios kräftig steigt. Aber in den wikifolios kommen doch unterschiedliche Strategien mit den selbst auferlegten Regeln zum Einsatz und somit verhält sich jedes wikifolio anders. Der Button „Guter Money Manager“ bei fast all meinen wikifolios bekräftigt mich aber in meinem Handeln, denn den findet man bei vielen wikifolios nicht.

Was war Ihr Trading-Highlight der letzten 360 Tage?

Da kann ich jetzt explizit keines nennen. Für mich ist jeder Tag, an dem es Aufwärts und nicht Abwärts geht – sowohl bei wikifolio als auch privat – ein Highlight.

Wie beurteilen Sie das vergangene Börsenjahr 2015? Welche Entwicklungen erwarten Sie sich vom Börsenjahr 2016?

Ich persönlich empfand das Börsenjahr 2015 als ein normales bis gutes Börsenjahr. Das ist ja auch immer davon abhängig, in welche Werte man investiert hat. Für das Jahr 2016 kann ich keine Entwicklung voraussagen (schön, wer das kann). Wünschen würde ich mir steigende Märkte, denn das bringt einfach immer gute Stimmung.

Welche Märkte machen aktuell am meisten Spaß/Sinn?

Jeder Markt, der nach oben geht, macht Spass. Sinn macht evt. im Moment einmal in Richtung Gold zu schauen. Dort sind für mich Anzeichen für eine Erholung  zu sehen – zumindestens charttechnisch. Das machte sich jetzt am Anfang des Jahres bei meinem wikifolio „Geduld ist die Pforte der Freude“ bemerkbar. Dort habe ich aktuell zwei Goldminenaktien dabei.

Welche Aktien bzw. Wertpapiere favorisieren Sie aktuell auf mittelfristige Sicht?

Ich habe da keine besonderen Vorlieben. Neben den Aktien weltweit sind für mich die wikifolio-Zertifikate einfach eine tolle Sache, da sie dem Anleger einfach eine breite Streuung bei guter Transparenz in die unterschiedlichsten Wertpapiere bieten.

Welches war Ihre härteste Lektion, die Sie am Markt erfahren mussten?

Jeder Trade, der im Minus landet ist hart, wenn man sich zu den Kleinanlegern zählt, so wie ich. Somit war die härteste Lektion ein Totalverlust von 2000/3000 EUR investiert in irgendeine No-Name-Aktie (die Aktien gibt es mittlerweile nicht mehr), weil die Gier zu groß war. Das ist dann aber doch schon ein paar mal passiert.

Welche Ratschläge würden Sie einem Einsteiger mit auf den Weg geben?

Einen Ratschlag zu geben ist nicht einfach. Ich selbst habe eigentlich Ratschläge – sei es aus Büchern oder anderweitig - nie einfach so umgesetzt, sondern immer mit einer gewissen Skepsis betrachtet und alles selbst erprobt und erfahren. Aber als wichtigsten Ratschlag würde ich geben, sich immer eine Grenze nach unten hin setzen und auch Trades mit Minus zu beenden und sich nicht einreden „… das wird schon wieder“. Das mag in einigen Fällen schon funktionieren. Aber das kann eben auch böse enden. Ich denke, das ist der Ratschlag, der sich am Anfang am schwersten umsetzen lässt. Man sollte ein gewisses Bauchgefühl für das entwickeln, was andere empfehlen und nicht einfach blind übernehmen. Gerne herumexperimentieren (auch wenn es mal weh tut), das hilft einen eigenen Weg zu finden. Auch die Gier ist in einer gewissen Weise gut, denn sie hilft auch die Grenzen nach oben auszuloten und auch mal Trades länger laufen zu lassen und eventuell nicht zu früh auszusteigen.

Welches Buch können Sie anderen Tradern empfehlen?

Ich habe mir einige Bücher zur Charttechnik angeschaut. Das Thema ist ja eigentlich immer das Gleiche und es gibt eine Menge Autoren. Doch auf die Einfachheit der Beschreibung oder auch mal eine andere Betrachtungsweise kommt es an. Das bietet u.a. das Buch Rainbow-trading von Lars Gottwik.

 

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