Der Nasdaq 100 hat den schlechtesten Monat seit März 2025 hinter sich. Ausgelöst wurde der Abverkauf vorrangig durch die Skepsis am künftigen Nutzen der massiven KI-Investitionen. Die sogenannten Hyperscaler wie , und pumpten allein im dritten Quartal über 200 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Das geht zulasten des Free Cashflows (FCF). Metas FCF rutschte im Q3 mit minus zwei Mrd. US-Dollar in den roten Bereich. Alphabet meldete für das Q3 sogar einen negativen FCF in Höhe von ca. neun Mrd. US-Dollar. Weil zudem das klassische Werbegeschäft der Google-Suche schwächelt, stürzte die Alphabet-Aktie nach Quartalszahlen um über 12 % ab. Auf Monatssicht hat die Aktie gut 18 % verloren.
Es geht schlimmer. hat letzte Woche mit seiner Umsatz- und Gewinnprognose für das Schlussquartal des Jahres enttäuscht – und an einem Tag 28 % seines Wertes verloren. Auf Monatssicht hat sich der Börsenwert des Unternehmens halbiert. Auch die Performance der -Aktie ist gelinde gesagt überschaubar. Der US-Techkonzern will sich 20 Mrd. Dollar frisches Kapital (über neue Aktien und Anleihen) holen, um den KI-Ausbau zu finanzieren. Das alles blieb auch andernorts nicht ohne Folgen. Die deutsche hat in 4 Wochen gut ein Fünftel ihres Börsenwerts verloren. Der Chiphersteller ist wenig verwunderlich auf Monatssicht Schlusslicht im DAX. Unterdurchschnittlich schlugen sich auch die KI-Profiteure und .
Auf der anderen Seite des Spektrums, . Der iPhone-Gigant konnte im Oktober kurzzeitig die 5-Billionen-Dollar-Marke beim Börsenwert knacken. Die Aktie beendete den Monat mit einem kleinen Zugewinn. Außerordentlich positiv verlief der Monat in dem Zusammenhang überraschenderweise auch für . Nach starken Zahlen fürs Q3 samt Anhebung der Prognose legte die Aktie um über 14 % zu. Ein Fünftel teurer als vor einem Monat ist heute die -Aktie – Treiber war ebenfalls ein überzeugender Quartalsbericht. Kurzum: Die Berichtssaisson lieferte bislang Licht und Schatten. Performance mit Tech-Aktien zu erzielen glich zuletzt aber dem Kampf gegen Windmühlen.
Wir sehen uns an dieser Stelle - wie jeden Monat – an, wie die wikifolio Trader in diesem herausfordernden Umfeld agierten und wem zuletzt das Vertrauen der Investoren gehörte. Einen Hinweis darauf liefert das Qualitätsmerkmal „Bestseller“ . Daran erkennen Anleger, dass das entsprechende wikifolio-Zertifikat innerhalb der letzten zwei Wochen zu den 25 meistgekauften wikifolio-Zertifikaten gehörte.
In der Auswahl sind alle wikifolios, die Ende des abgelaufenen Monats das Qualitätsmerkmal „Bestseller“ hatten.
Beliebte wikifolios im Oktober waren...
| wikifolio | Performance seit Beginn | investiertes Kapital (in EUR) |
|---|---|---|
| Szew Grundinvestment | +1.309,7 % (seit 30.12.2014) | 22.022.746 |
| Platintrader mit Leidenschaft | +6.706,7 % (seit 16.09.2013) | 1.163.365 |
| mittermatik Stability | +67,3 % (seit 27.10.2023) | 447.931 |
Völlig losgelöst vom Oktober-Tech-Tumult
Top-Trader Simon Weishar ist Dauergast in den Bestsellern – zuletzt war Szew Grundinvestment im August mit von der Partie. Hier setzt Weishar in der Regel auf eine Mischung aus sicheren Dividendentiteln, fundamental unterbewerteten Aktien und Small Caps mit Wachstumspotential. Entscheidend ist für den Trader ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Weishar ist Value-Investor, der seine Chancen vor allem in Deutschland, Europa und gerne auch in Schwellenländern sucht. Performance wird hier in der Regel großteils ohne die USA gemacht.
Allerorts bekannte Giganten, wie US-Big-Techs, sind daher so gut wie nie oder nur gering dosiert Teil des wikifolios. Dank der von der US-KI-Thematik völlig losgelösten Ausrichtung hat das wikifolio einen positiven Diversifikationseffekt auf Portfolios, die großteils z.B. aus ETFs auf MSCI World oder Nasdaq bestehen. Spürbar ist das auch aktuell wieder. So liegt das wikifolio auf Monatssicht 6,6 % im Plus, während der Nasdaq 100 im selben Zeitraum 9 % verloren hat. Den Performancevorsprung zu allen großen Benchmarks baute Weishar im Oktober damit weiter aus. Angetrieben hat das wikifolio zuletzt unter anderem die (+6,1 % binnen eines Monats), ein britischer Start-Up-Finanzierer, der auf einen Portfolioanteil von rund 14 % kommt. Weitere Renditebringer des Monats waren etwa der französische Pharmakonzern (+14,7 %) oder der deutsche Optiker (+7,7 %).
Insgesamt kommt Weishar mit Szew Grundinvestment seit Erstellung auf eine Performance von gut 1.300 % oder 25 % im Jahresschnitt. Auch 2026 stimmt die Richtung. Zwar verlief der Jahresstart holprig, das wikifolio liegt dennoch bereits 19 % im Plus.
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Ein Hoch auf den deutschen Mittelstand
Lars Winter hat den Wert seines wikifolios Platintrader mit Leidenschaft in 13 Jahren um sagenhafte 6.700 % gesteigert. Das ist eine Jahresrendite von durchschnittlich knapp 38 %. Damit zählt der „Platintrader“, wie Winter sein wikifolio selbst nennt, zu den besten der Plattform. Seit September 2013 ist es am Start und damit im Prinzip seit es wikifolios gibt. Investierbar ist das wikifolio für Anleger aber erst seit wenigen Wochen.
Damit hat sich Winter angesichts der kippenden KI-Stimmung eher unfreiwillig einen herausfordernden Emissionszeitpunkt gewählt. Winter, der hauptberuflich als Finanzjournalist und Fondsmanager tätig ist und neben dem Platintrader außerdem die wikifolios von „Börse Online“ führt, dürfte sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. Zumal er ohnehin nicht für Tech-Aktien brennt, schon gar nicht für amerikanische. Seine Leidenschaft gilt vor allem Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand. Im wikifolio handelt Winter daher auch ausschließlich deutsche Nebenwerte. Dort kennt er viele Unternehmen, ihre Geschichten und die Erwartungen, die an ihnen hängen, sagt er. Und er kann den richtigen Leuten die richtigen Fragen stellen – den Vorständen, Aufsichtsräten und anderen Entscheidungsträgern.
Aktuell besteht das wikifolio aus 18 deutschen und einer deutsch-kanadischen Aktie ( ). führt den Platintrader als Einzelaktie mit einer Gewichtung von fast 10 % an. Es folgen und . Bei der relativen Mehrheit (42 %) der Titel handelt es sich um Industrieunternehmen, aber auch Firmen aus dem Tech-, Rohstoff- oder Finanzsektor sind vertreten. Den größten Anteil im wikifolio (aktuell knapp ein Viertel) hat ein . Auf Monatssicht liegt das wikifolio leicht im Minus.
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Stabilität durch 90 Aktien und 24 ETFs
Mit zuletzt leichten Verlusten muss auch Bernhard Mitterlehner in seinem wikifolio mittermatik Stability leben. Das dürfte ihm angesichts der Gesamtperformance von 67 % seit Start im Oktober 2023 aber nicht sonderlich schwerfallen. Zumal Mitterlehner für das wikifolio vorrangig eine stabile Entwicklung samt geringer Volatilität anstrebt. Um das zu erreichen, kombiniert er Qualitätsaktien mit ETFs. Der Fokus liegt dabei auf attraktiven internationalen Unternehmen mit bestenfalls breitem „Burggraben“. Die Auswahl erfolgt über qualitative Unternehmens- und Geopolitik-Analysen. Es können ETFs unterschiedlicher Themen oder Länder sowie Rohstoff- und Krypto-ETFs beigemischt werden. Für Stabilität soll eine mögliche breite Risikostreuung über Regionen und Branchen hinweg sorgen.
Entsprechend findet man in mittermatik Stability auch US-Tech-Größen wie Alphabet oder Amazon. Sie haben angesichts der Diversifikation aber keinen bestimmenden Einfluss auf das wikifolio. Insgesamt setzt Mitterlehner nämlich aktuell auf 90 Aktien, die nur auf einen wikifolio Anteil von 23 % kommen. „Top-Holding“ ist mit 0,9 % Gewicht. 75 % des wikifolios bestehen aus sage und schreibe 24 ETFs, wie etwa dem . Seit Jahresbeginn liegt das wikifolio 3,5 % im Plus. Risikokennzahlen wie ein maximaler historischer Verlust von nur 14,7 % oder jeweils geringes Beta relativ zu allen großen Indizes belegen die Stärke von Mitterlehners Strategie: Resilienz, wenns in einzelnen Branchen mal wieder drunter und drüber oder eher runter geht.
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