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Das amerikanische Bekleidungsunternehmen Gap hat mit seinen Zahlen zum Startquartal 2024 positiv überrascht. Sowohl der auf 3,39 Milliarden US-Dollar gestiegene Umsatz als auch das nach dem Vorjahresverlust diesmal wieder positive Nettoergebnis von (verwässert) 0,41 Dollar je Aktie lagen deutlich über den Konsensprognosen. Weil der Vorstand zudem seine Jahresziele angehoben hat, mussten im Anschluss zahlreiche Analysten nachziehen. Während der faire Wert der Aktie im Vorfeld bei rund 22 Dollar angesiedelt wurde, liegt das durchschnittliche Kursziel nun bei fast 27 Dollar, wie die aktuelle Zusammenfassung auf aktien.guide zeigt. Durch das Wochenplus von 38 Prozent notiert die Aktie aber weiterhin über dem als fair erachteten Niveau, weshalb gut die Hälfte der Research-Häuser bei Gap auch nur mit „Halten“ votet. Vier Banken raten sogar zum Verkauf des Titels.
Fear of Missing Out bei Redcare Pharmacy
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Evonik | 6,19% |
| 2 | Redcare Pharmacy (Shop Apotheke) | 15,83% |
| 3 | KLA-Tencor | 11,16% |
| 4 | Aixtron | 12,07% |
| 5 | Lam Research | 11,83% |
Die Aktie von Redcare Pharmacy zählte in der vergangenen Woche mit einem Plus von 15,8 Prozent zu den stärksten Werten am deutschen Aktienmarkt. Auslöser war die zweite Prognoseanhebung des Jahres. Für das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland erwartet die Online-Apotheke 2026 nun 730 Millionen bis 760 Millionen Euro Umsatz nach zuvor 680 Millionen bis 720 Millionen Euro. Die Umsätze im deutschen Rezeptgeschäft stiegen im September vorläufig um 51 Prozent und im dritten Quartal um 56 Prozent.
Auch die Konzernprognose wurde zu Beginn der abgelaufenen Woche angehoben: Der Umsatz soll im Gesamtjahr um 16 bis 18 Prozent wachsen, bisher waren 15 bis 17 Prozent avisiert. Die bereinigte EBITDA-Marge soll unverändert 2,5 bis 3,0 Prozent erreichen. Die Deutsche Bank erhöhte daraufhin ihr Kursziel moderat von 103 auf 104 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. Als Begründung nannte das Haus die anhaltend starke Entwicklung im deutschen Rezeptgeschäft sowie die Erholung bei frei verkäuflichen Produkten im dritten Quartal. Aktuell kostet die Aktie gut 68 Euro.
TRADING-SENTIMENT

Die wikifolio Trader haben bei der Aktie in den vergangenen Tagen mehrheitlich zugekauft. Adrian Straßburger hat Redcare Pharmacy am Dienstag neu in sein wikifolio FAST Allocation Growth aufgenommen. Das aktuell zu 73 Prozent in Aktien investierte wikifoio wird stark von SMA Solar dominiert, die auch dank eines Buchgewinns von 166 Prozent gut ein Viertel des Gesamtportfolios ausmachen. Solche Klumpenrisiken nimmt Straßburger bewusst in Kauf. Der Trader verfolgt einen Momentum-Ansatz unter Berücksichtigung der Gewinnmarge. „Die Idee ist, dass Unternehmen mit kleinen Margen deutliches Steigerungspotential haben, das die Kurse widerspiegeln könnten.“ Es werden daher vor allem Aktien mit sehr niedrigen Gewinnmargen ausgewählt. Gut zwei Jahre nach dem Start verbucht das wikifolio bei 23 Prozent Maximum Drawdown eine Performance von 88 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus 20 Prozent.
Chart
Buying the Dip bei Repsol
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Repsol | -5,13% |
| 2 | Drägerwerk (VZ) | -5,12% |
| 3 | DPM METALS INC. O.N. | -11,93% |
| 4 | KWS SAAT | -6,21% |
| 5 | Vossloh | -5,80% |
Repsol verlor in der vergangenen Woche 5,1 Prozent, nachdem sich die Aktie im Jahresverlauf zuvor fast verdoppelt hatte. Parallel zu dem Kursrückgang geriet auch der Ölpreis zeitweise deutlich unter Druck, nachdem sich die Rohölexporte aus dem Nahen Osten erholt hatten und Saudi-Arabien wieder mehr Öl über den Hafen Yanbu verschiffte. Für den integrierten spanischen Energiekonzern sind Rohölpreise und Raffineriemargen zentrale Ergebnistreiber.
Im ersten Halbjahr erzielte Repsol im Upstream-Geschäft einen bereinigten Gewinn von 673 Millionen Euro, 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Industriegeschäft stieg der bereinigte Gewinn dank höherer Raffineriemargen auf 1,68 Milliarden Euro. Wegen der angespannten Versorgungslage hatte Repsol zudem 2,4 Milliarden Euro in höhere Bestände an Rohöl und Ölprodukten investiert. Das laufende Aktienrückkaufprogramm mit einem Umfang von bis zu 500 Millionen Euro soll den Kurs zusätzlich stützen.
Alexander Görzen hatte bei der Aktie vergangene Woche für sein wikifolio Quality values zugeschlagen. Da der Trader überwiegend mit einer kurzfristigen Haltedauer agiert, wurde Repsol nach einer unbefriedigenden Kursentwicklung aber schnell wieder verkauft. Dabei realisierte er einen Verlust von gut 7 Prozent. Solche schnellen Entscheidungen haben ihm geholfen, den maximalen Verlust in den zurückliegenden gut acht Jahren auf 31 Prozent zu begrenzen. Demgegenüber steht ein Wertzuwachs von 627 Prozent oder fast 28 Prozent im Jahresdurchschnitt. Der Trader bevorzugt Aktien von Unternehmen mit zukunftsorientierten Produkten bzw. Dienstleistungen. Dabei achtet er auf die fundamentalen Kennzahlen sowie das Chartbild der letzten Jahre. Aktuell besteht das Portfolio aus 34 Aktien, zehn ETFs und fünf Hebelprodukten.
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Unser aktuelles Community-Voting:
Taking Profits bei GitLab
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | SMA Solar | 7,04% |
| 2 | SGL Carbon | 7,88% |
| 3 | Gitlab | 7,13% |
| 4 | Semtech | 8,19% |
| 5 | DeFi Technologies | 6,82% |
Die Aktie von GitLab legte in der vergangenen Woche um 7,1 Prozent zu und setzte damit ihre im April gestartete Erholung fort. In den Tagen zuvor konkretisierte der Anbieter einer Plattform für Softwareentwicklung und IT-Sicherheit seine KI-Strategie. GitLab erläuterte am Dienstag, wie sich Anthropic Claude Code über die Duo Agent Platform in bestehende Entwicklungsprozesse einbinden und zentral steuern lässt. Unternehmen können dabei Berechtigungen, Modelle und Sicherheitsregeln über den gesamten Entwicklungszyklus vorgeben.
Mit GitLab 19.4 hatte der Konzern zuvor weitere Funktionen für KI-Agenten eingeführt. Dazu gehören automatisierte KI-Arbeitsabläufe, neue Schnittstellen zur Einbindung externer KI-Werkzeuge und von GitLab bereitgestellte KI-Modelle. Diese sollen laut Unternehmen pro eingesetztem Credit bis zu viermal mehr Anfragen ermöglichen. Operativ wuchs der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal um 21 Prozent auf 286,3 Millionen Dollar. Die bereinigte operative Marge lag bei 15 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet GitLab rund 1,13 Milliarden Dollar Umsatz.
TRADING-SENTIMENT

Trotzdem überwogen auf wikifolio.com zuletzt die Verkäufe sehr deutlich. Dazu hat auch Dirk Althaus beigetragen, der die Aktie als eine der bis dahin größten Positionen aus seinem wikifolio Cybersecurity Innovators geworfen hat. Ende August war er hier eingestiegen. Mit dem Verkauf realisierte er Gewinne von um die 15 Prozent. Der Trader kennt sich eigenen Angaben zufolge gut in der IT Security / Cybersecurity Branche aus, verfolgt die Produkt-Releases verschiedener Firmen und investiert in die Aktien der Unternehmen, deren Technologien er in Zukunft als erfolgversprechend einstuft. Zudem spielt die fundamentale Analyse bei seiner Entscheidungsfindung eine Rolle. Das wikifolio ist mit zehn Aktien mittlerweile wieder voll investiert. Seit Anfang 2017 ist der Kurs des Portfolios um 380 Prozent (17,4 Prozent p.a.) gestiegen.
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Jumping the Ship bei Innoscripta
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Western Digital | -7,70% |
| 2 | IONOS | -6,68% |
| 3 | INNOSCRIPTA SE INH O.N. | -52,19% |
| 4 | ThyssenKrupp | -8,52% |
| 5 | Vienna Insurance Group | -5,34% |
Bei Innoscripta brach der Aktienkurs in der vergangenen Woche um 52,2 Prozent ein. Hintergrund der Kurshalbierung waren Durchsuchungen an den Standorten Tutzing und München am Donnerstag. Grundlage dafür waren zwei Beschlüsse des Amtsgerichts Schwäbisch Gmünd. Die Ermittlungen betreffen den Verdacht der Beihilfe zur Erlangung ungerechtfertigter Steuervorteile bei Forschungszulagen, die einzelne Kunden beantragt hatten.
Innoscripta unterstützt Unternehmen mit Software und Dienstleistungen bei der Dokumentation von Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie beim Antragsprozess für die staatliche Forschungszulage. Am Freitag erklärte die Gesellschaft, der operative Geschäftsbetrieb laufe weiter; Geschäftsvorgänge des laufenden Jahres seien nach aktuellem Kenntnisstand unberührt. Zudem verwies Innoscripta auf die zweistufige Prüfung: Zunächst bewertet die Bescheinigungsstelle die Förderfähigkeit eines Projekts, anschließend setzt das zuständige Finanzamt die Forschungszulage fest. Das Ermittlungsverfahren läuft weiter.
Katja Großjohann war bei der Aktie in ihrem wikifolio MullhollandDrive seit Februar investiert. Auf die jüngsten Nachrichten reagierte sie entsprechend verärgert: „Die heutige ad hoc ist ein Alptraum, weil sie so wenig konkret ist und die mögliche Schadenshöhe ebenso wie der Kreis der Beschuldigten nicht greifbar ist.“ Am Donnerstag hat sie den größten Teil der Position dann mit Verlusten von 45 Prozent verkauft, bei dem Restbestand fiel etwas später ein Minus von 50 Prozent an. „Ich habe mich von meiner innoscripta-Position mit Verlust getrennt - auch weil mit dieser Geschichte im Hintergrund das Neugeschäft auf Monate hinaus schwierig werden dürfte.“ Vor gut drei Wochen konnte sie bei dem Titel noch einen Gewinn von 6 Prozent realisieren. Ihr Portfolio besteht aktuell aus 10 Aktien, davon drei mit einem Gewicht von unter einem Prozent. Seit Anfang 2021 generierte die Traderin trotz dieses Verlustgeschäfts ein Plus von 528 Prozent (38 Prozent p.a.) bei einem Maximalverlust von 38 Prozent.
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