Doppelanalyse (Chance) SL+

Tom Jakobi
  • +132,7 %
    seit 07.11.2013
  • +7,1 %
    1 Jahr
  • +14,8 %
    Ø-Performance pro Jahr
Sämtliche Gebühren bereits abgezogen
Inhalte nach Login

Sie wollen Zugang zu allen Infos?

Um das aktuelle Portfolio dieses wikifolios und den wikiolio-Chart zu sehen, registieren Sie sich jetzt - völlig kostenlos.

Registrieren

Handelsidee

Meine Strategie folgt einer Doppelanalyse:

1. Mikro-Analyse: Es sollen regelmäßig unterbewertete Aktien untersucht werden. Anhand von Charttechnik, Quartalszahlen, Nachrichtenlage und Produktchancen sollen Analysen betrieben werden, um die jeweiligen Chancen solcher Aktien für einen Zeitraum von 1-2 Jahren zu beurteilen.

Nur besonders starke Potentiale sollen sich hierbei qualifizieren. Wer die erste Runde überstanden hat, landet auf meiner Watchlist und ist ein Kaufkandidat.

2. Nun folgt eine Makro-Analyse: Welche Chancen und Risiken können dem Gesamtmarkt für die nächsten 3 Monate zugeordnet werden? Hier sollen volkswirtschaftliche, politische und charttechnische Faktoren eine Rolle spielen. Hiermit soll ermöglich werden, für die zuvor ermittelten Kaufwünsche einen guten Einstiegszeitpunkt zu ermitteln. Denn wenn die Gesamtmärkte fallen, wird es meiner Erfahrung nach sehr schwer für einen Einzelwert, einen Aufstieg hinzulegen. Dann soll noch etwas mit dem Investment gewartet werden. Meiner Erfahrung nach geht die Chance einzusteigen durch die zweite Analyse in der Regel nicht verloren, da die Makro-Analyse mit 3 Monaten kurzzeitiger angelegt ist als die Mikro-Analyse.

In Marktlagen, in denen die Preise insgesamt als überhöht eingestuft werden, können Teile des Wikifolios oder auch das gesamte Depot mit Shorts arbeiten, insbesondere auf Indizes, in Form von Short-ETFs. Diese können gleichzeitig mit bestimmten Einzeltitel (Arbitrage-Handel) oder auch alleine gehalten werden. Als Beimischung können bei als geeignet empfundener Marktlage auch Fonds gewählt werden.

Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich volatile und ruhige Depotphasen abwechseln - je nach Investitionsgrad und -art. Kursrisiken bestehen entsprechend der hohen Chancen natürlich theoretisch bis zum Totalverlust. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF0DCHANCE
Erstellungsdatum
07.11.2013
Indexstand
High Watermark
228,0

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Tom Jakobi
Mitglied seit 12.01.2013

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

In den vergangenen Wochen hat das Depot deutlich an Wert zugelegt und einen neuen Jahreshöchststand erreicht. Das Wikifolio steht nun bei 230,89 Punkten.

Neben der allgemein guten Marktstimmung gab es deutlichen Rückenwind durch Q3-Zahlen einiger Unternehmen. Hierzu ein Überblick:

 

Polytec

Für einige überraschend hat Polytec im kriselnden Automobilumfeld weiterhin schwarze Zahlen geschrieben und auch im Q3 nochmal 16 Cents aufs EPS draufgelegt. Noch angenehmer gestalten sich aber die Ausführungen des Vorstands in der Telefonkonferenz zum Quartalsbericht: In Q4  und Q1/20 werden aller Vorraussicht nach einige Sondergewinne verbucht werden können und anschließend wird das große Werk für Mercedes Südafrika den Betrieb aufnehmen (hier wird aktuell noch viel investiert). Es erscheint daher wahrscheinlich, dass man künftig rückblickend von der Talsohle im jetzigen Quartal sprechen könnte. Ein ohnehin selbst geplantes Werk zur Fahrzeuglackierung konnte stattdessen man günstig und noch relativ neu aus einer Insolvenzmasse erstehen. Die eingegliederte Weierbach GmbH trug allein im September (erstkonsolidiert) bereits 7,2 Mio zum Umsatz bei - auf Jahressicht dürfte das deutlich mehr als 10% des Unternehmensumsatzes ausmachen. Die Aktie reagierte sehr positiv auf die Zahlen.

 

Medios

Medios' Zahlen waren einmal mehr geradezu phantastisch! Es gelingt der Firma das Umsatzwachstum auch weiterhin bei phänomenalen 59% im Vergleich zu den 3 Monaten des Vorjahres zu halten. Das bereinigte EBT (1,3 Mio Bereinigung, vorbildlich ist Medios bei der Transparenz dieser Bereinigung) steigt sogar um 80 Prozent! Die erst im September hochgeschraubte Umsatz- und Ergebnisprognose fürs Gesamtjahr wird damit voraussichtlich nochmal übertroffen. Ich gehe von mindestens 520 / 16 Mio fürs Gesamtjahr aus, wodurch ein EPS von 59 Cent entstehen sollte - eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Der Kurs ging nach den Zahlen deutlich nach oben, die beeindruckende Wachstumsstory rechtfertigt das hohe KGV.

 

Sixt

Hier müssen aus den Vorjahreszahlen weiterhin die 200 Mio aus dem DriveNow-Verkauf für einen Vergleich herausgerechnet werden. Die Umsätze steigen um 14%. Da man die Fahrzeugflotte qualitativ und quantitativ aufwertete, steigen hier die Abschreibungen um 27,5% im Vorjahresvergleich der 9 Monate, durch die Geschäftsexpanison stiegen auch die Personalkosten um über 20% und ebenso kleinere investitionslineare Kosten (Versicherungen, Reperaturen, Transporte) um jeweils ziemlich genau 20%. Das Umsatzwachstum konnte also noch nicht mit den Investitionen schritthalten, so dass der (DN-bereinigte) Gewinn minimal unter dem des Vorjahres liegt. Das EPS dürfte zum Jahresende bei 4 - 4,50 liegen, so dass zum aktuellen wieder über 3% Dividendenrendite zu erwarten sind. In 2020 dürften sich dann die gestiegenen Investitionen auch noch deutlicher bei den Umsätzen zeigen. Die Aktie reagiert aber zunächst leicht fallend.

 

Nordwest Handel

Nordwest spürt in den Umsätzen die leicht schwächelnde Industriekonjunktur - nicht aber in den Gewinnen. Das dritte Quartal war sogar besonders gewinnstark, so dass man nach 9 Monaten bereits ein EPS von 1,72 erwirtschaftet hat. Üblicherweise ist das Q4 das stärkste, so das ein EPS von 2,40 und damit ein KGV von unter 10 zu erwarten sind, wenn es mit der Konjuktur nicht deutlich kippt. Die Dividende könnte auf 1 Euro wachsen. Rothenberger hat seinen Anteil bereits im September auf über 50% gesteigert, hier könnte perspektivisch ein Übernahmeangebot für weitere Aktien auf den Tisch kommen. Die dafür nötigen 45-60 Mio Euro sollten für Rothenberger kein Problem sein.

 

Tick Trading

Wegen des verschobenen Geschäftsjahres wurden hier sogar schon Jahreszahlen verkündet - inklusive Dividendenvorschlag. Über 7% Dividendenrendite bei einem umsatz- und gewinnmäßig deutlich wachsenden Unternehmen, das ist schon stark. Lange hat sich das nicht in steigenden Kursen widergespiegelt, weil es laufende Insiderverkäufe von vermögensumschichtenden Vorständen gab. Hocke hat bereits angekündigt, dass mit diesen Verkäufen nun Schluss sein soll. Und auch Hillen hat schon länger nichts mehr abgegeben, so dass die steigende Bekanntheit und immer stärkeren Zahlen seit Sommer dieses Jahres zu deutlichen Kursanstiegen führten. Nach den jetzigen Jahreszahlen dürfte sich dieser Anstieg noch eine Weile fortsetzen.

 

Lediglich der Kurs von FirstGraphene hat zuletzt wirklich enttäuscht. Hier hat sich die Geschäftsführung sogar per Adhoc zum Kursverlust geäußert und offiziellgemacht, dass ausdrücklich keine fundamentalen negativen Ereignisse engetreten seien. Zudem werde man geradezu "überflutet" von Anfragen nach Graphen, allerdings brauche es eben etwas Zeit zum Entwickeln der Vertriebs- und Produktionskapazitäten sowie unternehmerisch und juristisch sorgfältiger Vertragsabschlüsse. Ich vermute, einigen Investoren geht es mit der Umsatzgenerierung nicht schnell genug. Technologisch macht man weiter Fortschritte, zuletzt mit Sicherheitsstiefeln.

 

Hornbach hat ein verschobenes GJ und daher keine Zahlen veröffentlicht. Eyemaxx und FinLab veröffentlichen wegen fehlender Sinnhaftigkeit im illinearen Projektgeschäft grundsätzliche keine Quartalszahlen.

Der Eyemaxx-Kurs stieg zuletzt dennoch deutlich. Dies ist wohl aufs Auslaufen der Wandelanleihen zurückzuführen und die Meldung vom 31.10., dass quasi keine Anleihen gewandelt worden sind. Dadurch erhöht sich das EPS gegenüber einer möglichen Verwässerung deutlich. Wenn bald die künftige Dividende offiziell bekanntwird, könnte das einen erneuten, kräftigen Schub geben.

 

Bei CropEnergies profitiert die Aktie weiter von den guten Zahlen, wegen der ich eingestiegen bin. Die Ethanol-Preise bewegen sich weiterhin auf sehr hohemNiveau, so dass die erwartete Prognoseerhöhung immer wahrscheinlicher wird.

 

Den Blick ins Depot gibts wie immer hier:

https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0dchance

 

Kleine Erfreulichkeit am Rande: Durch die jüngsten Kursanstiege ist das Wikifolio nun endlich auch auf Jahressicht wieder im Plus. Zum Allzeithoch bei 250 fehlen noch knapp 9%, und ich hoffe doch, dass der Wert bald in Angriff genommen werden kann

mehr anzeigen

Allgemeiner Kommentar

Kursmäßig ist zuletzt nicht so viel passiert, das Depot liegt weiter bei 220 Punkten. Die Wertentwicklung entsprach zuletzt mehr oder weniger einer horizontalen Linie. Das könnte sich bald aber ändern, denn in den vergangenen Tagen habe ich das Depot umstrukturiert und die Absicherung beendet, so dass das Depot nun wieder stärker steigen oder fallen kann.

Die Gründe für die Neustrukturierung sind vielschichtig, einige für mich entscheidende:

 

1. Die Überlegungen von Leitzinserhöhungen, die zu Beginn der Absicherung anfang des Jahres noch im Raume standen, sind vom Tisch. Im Gegenteil hat die EZB den Verwahrzins sogar weiter gesenkt, das setzt den Markt unter Anlagedruck.

2. Die im Frühjahr absehbare, beginnende Rezession hat tatsächlich begonnen, verläuft aber bislang sehr mild. Sollte es nicht mehr viel schlimmer kommen, haben wir aktuell klare Kaufkurse

3. Einige Aktien sind schön so im Wert zurückgegangen, dass sich auch bei individueller Betrachtung gerade die Investition lohnt. Gleichzeitig trotzen einige Geschäftsbereiche der Rezession.

4. Die populistisch geführten Regierungen in Italien, GB und des USA haben zuletzt empfindliche Rückschläge erlitten, so dass die von dort ausgehenden Gefahren kleiner wirken. Selbst das britische Unterhaus hat endlich einen Gewissen "Zugriff" gefunden, auch wenn die Dinge noch nicht gelöst sind.

 

Aus diesen (und weiteren) Überlegungen heraus verkaufte ich die Short-Absicherung und habe abschließend mit dem gestrigen Tag den Cash-Anteil wieder vollständig in Aktien investiert. Dabei gibt es alte Bekannte und neue Gesichter:

 

Zuerst kam Sixt zurück ins Depot - ich halte es ja nie lange ohne Sixt aus

Dabei konnte ich für 58,90 Euro, immerhin 8,50 Euro günstiger wieder einsteigen als beim Ausstieg im April. Sixt hat in der Zwischenzeit seinen HJB vorgelegt. Auf den ersten Blick gingen die Gewinne (sehr leicht) zurück, aber bei genauerer betrachtung war das kein Zeichen von Schwäche. Die Umsätze gehen weiter durch die Decke und die höheren Kosten entstanden durch Investitionen, in digitale Infrastrukturen und zusätzliche Autos. Wie sehr sich ersteres auszahlen kann, wissen Sixt-Aktionäre spätestens seit dem Drive-Now-Verkauf. Die neuen Autos ermöglichen weiteres Umsatzwachstum und ich bin gespannt auf die Q3-Zahlen (üblicherweise dank der Urlaubssaison das stärkste Quartal).

 

Als weiterer alter Bekannter ist FinLab zurück ins Depot gekommen, auch hier konnte ich etwas günstiger zuschlagen als beim Verkauf im Februar. Ich hätte aber sogar einen höheren Preis gezahlt, denn in der Zwischenzeit gab es wichtige Neuigkeiten. Erstens ist da der Erfolg der Flatex AG (bisher: FinTech AG) zu nennen, der seine Europa-Expansion sehr erfolgreich gestartet hat und es wird über einen sehr gewinnbringenden Verkauf von Flatex spekuliert (vgl. https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11717714-geldregen-finlab-flatex-uebernahme-finlab-heliad-hochzeit-flatex-uebernahme ).

Zweitens - und viel wichtiger, weil es keine Spekulation mehr ist - ist da der Einstieg der Deutschen Bank bei der FinLab-Beteiligung Deposit Solutions (u.a. Zinspilot). Diese kann nicht nur helfen, die Vertriebskanäle von Zinspilot nochmal wesentlich zu vervielfältigen, sondern hat die Bewertung von 500 Mio im Sommer 2018 auf nun über 1 Mrd (!) ansteigen lassen. Die FinLab-Anteile wachsen dabei laut Pressemitteilung um über 40 Mio an Wert. Alleine dadurch erzielt FinLab bereits einen EPS-Zuschlag von über 7 Euro - bei nur 17 Euro Aktienkurs, so dass hier noch viel Potential nach oben liegt. So richtug durchstarten kann die Aktie dann, wenn die Buchgewinne realisiert werden und daraus Dividende gezahlt wird. Wann das ist, weiß wohl niemand, aber wer erst darauf warten will, wird die Aktie dann auch nicht mehr zum Schnäppchenpreis erwerben können.

 

Ganz neu im Depot ist CropEnergies. Crop stellt Bio-Ethanol zur Beimischung in Kraftstoffen aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen her und steht zu 75% unter dem Einfluss von Südzucker. Der gestern erschienen HJB war dermaßen überzeugend, vor allem das zweite Quartal, dass eine Prognoseanhebung im weiteren Geschäftsjahresverlauf wahrscheinlich ist - und eine Dividendenanhebung auf 25-30 Cent, gerade auch vor dem Hintergrund einer sehr hohen Eigenkapitalquote.

 

Bei den anderen Depotwerten hat sich zuletzt nicht viel verändert. Polytec ist im Sog der Automobilkrise noch etwas weiter nach unten gegangen, dafür klettert Medios schön nach oben. Bei Eyemaxx tut sich im Unternehmen einiges, nur am Kurs ändert sich noch nichts. Zu Beginn nächster Woche läuft die Wandlungsfrist der ersten Wandelanleihe ab und man kann erwarten, dass wenige Besitzer gewandelt haben werden - das würde das EPS der Aktie nochmal deutlich erhöhen. Parallel hat man eine neue, zinsgünstigere Anleihe über 30 Mio herausgegeben, die Anteile an der ViennaEstate nach nur einem halben Jahr wieder verkauft, das Projekt in Serbien an den Mann gebracht - und im Sommer hat man ja erst das Großprojekt der Vivaldi-Höfe veräußert. Insgesamt hat sich Eyemaxx also auch bei Rückzahlung der Wandler ziemlich viel freies Kapital organisiert und es wird interessant, bald zue rfahren, in welche Projekte das fließen wird. Vielleicht kommt dabei auch mal eine höhere Dividende bei rum, denn die Dividendenbeschränkung aus den Wandler-Bestimmungen entfallen ja nun.

mehr anzeigen

Allgemeiner Kommentar

Durch eine Diskussion im Wertpapier-Forum inspiriert (https://www.wertpapier-forum.de/topic/43900-imperatoms-musterdepot/?page=11#comment-1224603 ) habe ich mit dem Programm PortfolioPerformance mal die Performance meinen Wikifolios mit der eines MDAX-ETFs vergleichen.

Warum der MDAX und nicht der DAX? Nun erstens sind die Größen der im Wikifolio enthaltenen Unternehmen eher im MDAX- (oder sogar SDAX-) Format (Der SDAX hat sich seit Anfang 2015 übrigens fast identisch zum MDAX entwickelt) , zweitens hatte ich eine MDAX-ETF-Datenreihe bereits im Wikifolio eingelesen und drittens - und eigentlich am wichtigsten - war mir der DAX-Vergleich zu wenig anspruchsvoll. Ich möchte jeden deutschen Index-ETF schlagen und der MDAX entwickelte sich deutlich besser als der DAX - mir soll niemand nachsagen, ich würde es mir zu leicht machen :-)

Die Ergebnisse zeigen, dass mein Wikifolio seit de, 1.1.2015 in bisher jedem Kalenderjahr besser abgeschnitten hat als der MDAX-ETF - ein Ergebnis über das ich mich persönlich sehr freue - und über das sich alle Anleger gemeinsam mit mir freuen können. Eine grafische Aufbereitung und die Möglichkeit zum Feedback findet man auch unter obigem Link.

mehr anzeigen

Allgemeiner Kommentar

Bildlich gesprochen haben die vor zwei Monaten benannten düsteren Wolken am Himmel nun angefangen, ordentlich abzuregnen. Der DAX liegt mittlerweile schon mehr als 1.000 Punkte unter seinem Hoch von Anfang Juli. Kurzfristig ist keine Besserung in Sicht, wie der ZEW-Index zur Konjunkturerwartung zeigt, der heute veröffentlicht wurde und geradezu dramatisch eingebrochen ist. Die Indizes knicken daraufhin weiter in den Keller. Nun macht sich die Absicherung meines Depots bezahlt, denn das Wikifolio steht nach wie vor unbeeindruckt von der Krise auf dem Anfang-Juli-Niveau (sogar minimal darüber). Es erreicht aktuell einen Stand von 221 Euro. Seit Jahresbeginn wurden DAX (+9,2%) und SDAX (+9,5%) deutlich geschlagen (Wikifolio +16%). Allerdings liegt wegen der Kurseinbrüche im Herbst 2018 das Allzeithoch noch rund 10% oberhalb des aktuellen Stands.

 

Weitgehend entspricht die Entwicklung im Jahr 2019 meiner Erwartung, allerdings mit kleinen, interessaten Abweichungen. Aber der Reihe nach: Beitragen zur Depotstabilität in der Krise sollten planmäßig zwei Faktoren, erstens die Short-Absicherung und zweitens die Konzentration auf krisenresistente Unternehmen. Die Short-Absicherung ist dahingehend interessant, dass sie sich insgesamt immer noch leicht im Minus befindet, weil die Indizes nach meiner Absicherung zunächst deutlich anstiegen und erst jetzt wieder ähnlich deutlich zu fallen beginnen. An dieser Stelle kann man darüber unterschiedlicher Meinung sein, ob man die Absicherung ex post lieber seingelassen hätte. Der Depotwert stünde ohne sie heute noch ein, zwei Punkte höher. Andererseits sind hierdurch deutlich Risiko und Volatilität aus dem Depot genommen worden, was in marktturbulenten Zeiten wie diesen auch etwas wert ist. Insgesamt bin ich daher mit der Short-Absicherung nicht zu kritisch, doch letztlich habe ich sie rückblickend etwas zu früh aktiviert. Gleichzeitig ist klar, dass man nie genau den Scheitelpunkt finden wird und ich bin nach wie vor etwas überrascht, wie lange der Markt gebraucht hat, die sich aufdrängenden Krisenanzeichen in Kurse umzumünzen. Teil zwei der Absicherung, der Fokus auf krisenresitente Unternehmen, hat bislang ausgesprochen gut funktioniert. Die ausgewählten Aktien sind im Schnitt gegen den zuletzt fallenden Markt im gleichen Zeitraum sogar leicht gestiegen, dahingehend war die Depotstruktur also ein großer Erfolg. Neben der Stabilität der meisten Aktien hat vor allem der Anstieg von Eyemaxx dazu beigetragen, nach einem sehr positiven Halbjahresbericht. Bis zum Wandlungsatum der Anleihen Ende des Jahres sind weitere Kursanstiege der Aktie in Richtung 12 Euro aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich.

 

Kleine Veränderungen gab es, weil Hornbach Holding nach sehr starken Zahlen im Juni mit ins Depot aufgenommen wurde und ich die konjunkturabhängigere Polytec-Position etwas reduziert habe.

 

Die strategische Ausrichtung werde ich bis auf weiteres so beibehalten, weil mir das Depot für verschiedene denkbare Marktsituationen aktuell gut gerüstet erscheint. Kleinere Veränderungen wird es newsabhängig weiterhin geben. Gleichzeitig ist es ein perspektivisches Ziel, die Short-Absicherung aus dem Depot zu nehmen, wenn der Abwärtsdruck des Marktes sich aufgelöst hat, um wieder zu 100% in Aktien zu investieren.

mehr anzeigen
Lassen Sie sich nichts entgehen!
Um sämtliche Kommentare in diesem wikifolio zu sehen, erstellen Sie sich bitte einen Account.