wikifolio der Ewigkeit

Viktor Staudinger

Performance

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Handelsidee

Dieses wikifolio soll auf Strategie von Harry Browne anlehnen. In seinem Buch "Fail-Safe Investing" beschrieb er
sie: "Damit das Geld, welches Sie heute anlegen, auch für den Rest Ihres Lebens für Sie sorgen kann, benötigen Sie ein einfaches, ausbalanciertes und diversifiziertes Portfolio, das Sie nie wieder nachjustieren müssen - auch dann nicht, wenn sich Ihre Zukunftsaussichten ändern". Portfolio soll jede Phase des Konjunkturzyklus überstehen (Aufschwung, Abschwung, Inflation und Deflation). Er ordnete jedem Szenario jeweils eine Anlageklasse zu, die in einem solchen Umfeld historisch gesehen, besonders gut abschneiden konnte. Aktien - in Zeiten des Aufschwungs. Cash - Abschwung, Gold - Inflation und Anleihen - Deflation. Gewichtung jeweils 25%. " Durch die konträren Qualitäten der Anlageklassen soll die Sicherheit gewährt werden". Die historischen Daten für das "Portfolio der Ewigkeit" seit 1972 zeigen erstaunliche Konstanz. In 45 Jahren gab es nur vier Verlustjahre mit dem durchschnittlichen Verlust gerade einmal 2,95 %. Der amerikanische Aktienmarkt lag ganze zehn Mal im Minus, sechs Mal davon sogar zweistellig. Nach der Dotcom-Blase (2000 bis 2002) verlor der US-Markt 40%, "Portfolio der Ewigkeit" gewann von über 10%.
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Stammdaten
Symbol
WFEWIGKEIT
Erstellungsdatum
11.10.2018
Indexstand
High Watermark
100,2

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Viktor Staudinger
Mitglied seit 10.04.2016
Bei der Suche nach einer perfekten Trading-Strategie führt kein Weg an den großen Namen vorbei. Benjamin Graham gilt als Vater der fundamentalen Aktienanalyse, die als Basis für das Value Investing gilt. In seinem Buch „The Intelligent Investor“ betont er, dass man nicht hochbegabt sein muss, um erfolgreich investieren zu können. Wichtig ist die Fähigkeit Gefühle auszuschalten, Disziplin und der Glaube an eine erfolgreiche Methode. Er war der Meinung, dass die Börse, kurzfristig gesehen, ineffizient ist. Der Kurs eines Wertpapiers kann in kurzer Zeit stark von seinem Wert abweichen. Langfristig folgt der Aktienkurs immer dem fairen Wert. Auswahlkriterien zur Bestimmung von Aktien nach Graham: -KBV x KGV = 22 oder höher -2 Jahrzehnte kontinuierliche Auszahlung von Dividenden -KGV der letzten 3 Jahre = 15 oder niedriger -durchschnittlicher Gewinn pro Aktie der letzten 3 Jahre = 1,3-mal den durchschnittlichen 10-Jahres-Gewinn pro Aktie oder höher -Langfristige Verbindlichkeiten: höher als Umlaufvermögen -Liquidität 3. Grades = 2 oder höher Warren Buffett gilt als erfolgreichster Investor des 20. Jahrhunderts. Seine Anlegestrategie ähnelt sehr der seines Lehrers Graham. Genauso wie Graham geht Buffett auf die Suche nach inneren Werten, die unter dem Börsenwert liegen. Sein favorisierter Zeitraum, um eine Aktie zu besitzen, ist „für immer“. Im Gegensatz zu Graham hält Buffett nicht viel von Diversifikation; man könnte ihn eher einen Investor „mit Tiefe“ nennen: mit großen Positionen und wenig Unternehmen. Ein Unternehmen muss vor allem berechenbar und verständlich sein. Unternehmen, die Buffett nicht versteht, verdienen sein Geld nicht. Buffet bevorzugt folgende Unternehmen: - Ein Unternehmen, das Produkte herstellt, die schnell verschleißen oder schnell verbraucht werden - Eine sich wiederholende Dienstleistung, wie etwa Kabelnetzwerke oder lokale Zeitungen, Kreditkartenunternehmen - Unternehmen, die keinen großen Kapitalaufwand betreiben müssen - Unternehmen mit einem starken Management, jedoch keine Unternehmen, die von Genies abhängig sind - Unternehmen, die ihre eigenen Aktien zurückkaufen Ein Nachteil von Value Trading wird aber sichtbar, wenn man Berkshire Hathaway Aktie in der Zeitspanne 2001 bis 2011 anschaut. Der Kurs der Aktie hat sich nur seitwärts, mit großen Volatilität bewegt. Joel Greenblatt sagte einmal: Die meisten Experten und Akademiker können Ihnen nicht dabei helfen, den Markt zu schlagen. Es gibt keine einfachere Investmentmethode als die von Joel Greenblatt. Die Zauberformel von Joel Greenblatt, die in seinem Buch „The Little Book That Beats The Market“ dargestellt wird, konzentriert sich nur auf zwei Variablen: 1. Kapitalrendite 2. Gewinnrendite Die Philosophie hinter dieser „Zauberformel“, wie Greenblatt sie selbst nannte, ist genauso einfach. Die Idee ist, Aktien zu günstigen Preisen zu kaufen. Das erste Kriterium ist die Kapitalrendite und diese filtert die guten Unternehmen aus allen bestehenden Unternehmen heraus. Das zweite Kriterium zeigt an, wie preiswert diese Aktien sind. Leider ist sein Fonds Gotham Capital für neue Investoren geschlossen. Nassim Nicholas Taleb könnte man eher einen Philosophen nennen als einen Investor. Sein Motto: durch das Gesetz der großen Zahlen spielt Glück eine viel größere Rolle als viele annehmen. Ob es um Finanzmärkte oder um die Gesellschaft im Allgemeinen geht: Systeme sind zu komplex und zu unvorhersehbar geworden. Ein Ingenieur weiß, wie eine Maschine funktioniert und weiß auch, wie man sie repariert. Maschinen bestehen aus verständlichen, gleichbleibenden, kausalen Zusammenhängen. Komplexe Systeme, wie etwa die Wirtschaft, das Wetter oder Finanzmärkte sind jedoch voller überraschender und nichtlinearer Effekte, sodass man mit der Herangehensweise eines Ingenieurs nicht weit kommt. Bekannt aus der Chaostheorie ist in diesem Zusammenhang der sprichwörtliche Schmetterling, der mit seinem Flügelschlag einen Sturm auf der anderen Seite der Erde verursacht. Taleb behauptet, dass wir mit einer mechanischen Herangehensweise keine Ergebnisse bekommen werden. Die Systeme, die wir beherrschen wollen, sind zu komplex geworden. Computer, die sich dieser Komplexität annehmen, sind nur teilweise brauchbar. Ausgezeichnete Beispiele sind die Wirtschaftsvorhersagen, die komplexen mathematischen Modellen entstammen oder Wettervorhersagen, die mithilfe von komplizierten Computermodellen erstellt werden. In Durchschnittsfällen sollte eine richtige Vorhersage durchaus gelingen, aber mit unerwarteten Wendungen tun sich diese Modelle ziemlich schwer. Zum Beispiel: kein einziges wirtschaftliches Modell konnte die Finanzkrise von 2008 vorhersagen. Antifragilität oder Robustheit ist ein anderer Begriff, der bei Taleb eine zentrale Rolle spielt. Mechanische Systeme sind fragil, während natürliche, komplexe Systeme eben unanfälliger sind. Diese haben selbstheilende Eigenschaften. Vergleichen Sie zum Beispiel die Luftfahrt mit der Finanzindustrie. Die Luftfahrt ist robust, da sie so eingerichtet ist, dass fliegen nach jedem Crash sicherer wird. In der Praxis werden gründlich Nachforschungen darüber angestellt, was schief gelaufen ist, und man probiert aus den gemachten Fehlern eine Lehre zu ziehen. Das System als Ganzes wird stärker durch das Scheitern von einzelnen Teilen: keines der Teile scheitert umsonst. In der Finanzindustrie ist dies ganz anders. Das gesamte Finanzsystem ist enorm zerbrechlich. Kleine Fehler können sich wie fallende Dominosteine schnell durch das System bewegen und so zu enormen Katastrophen führen. Es gibt doch eine Strategie, die das Portfolio mit großer Wahrscheinlichkeit sich selbst „reparieren“ lässt, wenn die Börse „kaputt“ ist (z.B. die Dotcom-Blase 2000 oder Finanzkrise 2008, danach brauchten Märkte 6 bis 7 Jahre um auf ursprüngliches Niveau zu kommen). Die Strategie heißt „Portfolio der Ewigkeit“ von Harry Browne. In meinem „wikifolio der Ewigkeit“ wird diese Strategie nachgebildet. In einigen meinen wikifolios wird dieses Model in unsicheren Zeiten auch angewendet.

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse

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