Neue Angst vor einem Währungskrieg: So reagieren die erfolgreichen Trader

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China spitzt sich weiter zu. Und natürlich spielt US-Präsident Donald Trump dabei mal wieder eine entscheidende Rolle.

Zunächst hatte er in der vergangenen Woche – womöglich aus Verärgerung über die seiner Meinung nach zu geringe Zinssenkung der amerikanischen Notenbank – neue Strafzölle auf chinesische Importe verkündet. Die sollen schon Anfang September in Kraft treten. Als China dann zum Wochenstart seine Währung nahezu auf ein historisches Tief hatte fallen lassen, bezeichnete er dies per Twitter als Währungsmanipulation. Zudem forderte er indirekt erneut die heimische Notenbank auf die amerikanische Wirtschaft stärker zu unterstützen („Hast du das gehört, Federal Reserve?“).

Die Angst vor einem Währungskrieg hat die Kapitalmärkte gestern und heute Nacht in Atem gehalten. Als der US-Dollar gegenüber dem Yuan anzog, fielen die Aktienkurse weltweit zurück. Der DAX-Future stürzte im asiatischen Handel bis auf 11435 Punkte ab. Dank eines dann doch höheren Yuan-Fixings durch die chinesische Zentralbank beruhigte sich die Lage wieder und die Kurse erholten sich. Gegen Mittag notiert der DAX rund 300 Punkte über den nächtlichen Tiefs.

Trump und die Saisonalität als gefährliche Kombi

Dennoch ist die Verunsicherung groß, weil die Tweets des US-Präsidenten jederzeit für heftige Ausschläge bei den Kursen sorgen können. Hinzu kommen Sorgen, dass nach dem erfolgreichen ersten Halbjahr die Gewinnmitnahmen im Zuge der „traditionell“ schwachen Börsenmonate anhalten könnten. Jörg Eickhoff (eicki) hat deshalb schon vor rund zwei Wochen alle seine Aktien aus dem bislang sehr erfolgreichen (plus 122 Prozent seit Mitte 2013) wikifolio  Deutsche Momentum-Aktien verkauft. Dabei hat er mit Blick auf den jüngsten Crash ein nahezu perfektes Timing bewiesen: „Nahe Allzeithoch im wikifolio gehe ich für August und September zunächst einmal zu 100 Prozent in Cash. Das hat sich letztes Jahr schon bewährt. Erstens sind August und September traditionell schlechte Börsenmonate. Zweitens – und das ist das stärkere Argument – sind die Auswirkungen von Mr. Trump’s Handelskriegen an verschiedenen Fronten unvorhersehbar. Bei mir gilt nicht America first sondern safety first! Bin ja keine 30 mehr“.

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Kennzahlen

  • +122,0 %
    seit 02.06.2013
  • +6,2 %
    1 Jahr
  • 1,0×
    Risiko-Faktor
  • EUR 222.852,19
    investiertes Kapital
Aktives Risikomanagement!

Momentum-Portfolio im Hedge-Modus

Maik Schwäbe (maikschwaebeist in seinem wikifolio German Top Momentum zwar noch zu rund 80 Prozent investiert. Knapp ein Drittel des gesamten Kapitals befindet sich aber in einem zweifach gehebelten ETF auf den Short DAX, welcher jeden Tag die spiegelbildliche Entwicklung des DAX darstellt. Auch deshalb haben sich die negativen Auswirkungen des Aktienmarkt-Crashs bei diesem wikifolio (plus 153 Prozent seit April 2013) stark in Grenzen gehalten. Der sehr erfahrene Trader hat es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, die aktuelle Lage an den Märkten etwas ausführlicher zu kommentieren: „Das übliche Sommerloch, in dem die Märkte generell sehr illiquide sind, ist wirklich nicht die beste Zeit um ökonomische Molotov-Cocktails zu schmeißen. Aber Präsident Don Spatzenhirn kann sich ja nicht anders helfen. Die Bewegungen in ALLEN Anlageklassen sind momentan extremst einseitig (risk off) und riesig und ich habe keine Ahnung, was den Rutsch fundamental stoppen sollte. Da stehen gerade nicht nur Aktienportfolios unter starkem Beschuss, was die Bewegungen noch amplifizieren könnte. Die nächsten Tage/Wochen könnten sehr garstig werden. Ach ja, das wikifolio ist mittlerweile wieder eindeutig im Hedge-Modus, vielleicht sogar bald netto short...“.

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Kennzahlen

  • +155,7 %
    seit 10.04.2013
  • +8,3 %
    1 Jahr
  • 1,1×
    Risiko-Faktor
  • EUR 378.467,87
    investiertes Kapital
stetig steigende Performance

Gegenbewegung nach dem Ausverkauf antizipiert

Joachim Köngeter (joibaer) hat sein wikifolio Tradingchancen deutsche Aktien durch mehrfache Absicherungen bislang ebenfalls sehr gut durch die stürmischen Börsen manövriert. Vor allem der maximale Drawdown von unter 12 Prozent ist nach fast fünf Jahren bei einer Performance von 67 Prozent bemerkenswert niedrig. Den jüngsten Short DAX-Trade hat er allerdings schon gestern Morgen mit Gewinn aufgelöst. Bei einer Investitionsquote von 60 Prozent zeigt er sich zumindest kurzfristig etwas optimistischer als seine Kollegen: „Ich denke, dass wir kurz vor einer technischen Gegenbewegung stehen. Ein kleiner panischer Ausverkauf, der dann in eine Aufwärtsbewegung mündet, wäre mein bevorzugtes Szenarium für Dienstag“. Die Panik kam dann schon in der vergangenen Nacht. Heute ist am Frankfurter Parkett von einem Interesse an Branchen zu hören, die garantiert nichts mit Industrie, Autoherstellung oder einem möglichen Handelskrieg zwischen den USA und China zu tun hätten. Das passt zu dem Kommentar von Köngeter gestern Abend: „Unser wikifolio ist nur wenig mit exportorientierten Werten besetzt und damit sollte eine weitere Zuspitzung des Handelsstreits auch keine so negativen Folgen nach sich ziehen“. Sein wikifolio kann heute 0,9 Prozent zulegen.

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Kennzahlen

  • +57,1 %
    seit 13.10.2014
  • -1,2 %
    1 Jahr
  • 0,7×
    Risiko-Faktor
  • EUR 1.092.769,19
    investiertes Kapital
Kontinuierliches Wachstum!

Die 10 meistgehandelten Aktien der letzten 7 Tage auf wikifolio.com

# Name ISIN Handelsvolumen (in Euro) Alle Trades Käufe
1 Beyond Meat US08862E1091             129.562 535 63%
2 Wirecard DE0007472060             698.186 450 65%
3 Apple US0378331005             203.995 367 62%
4 Siemens DE0007236101               55.066 333 81%
5 Vonovia   DE000A1ML7J1             196.024 328 50%
6 Adidas DE000A1EWWW0               88.752 295 57%
7 Amazon US0231351067               84.783 293 65%
8 Microsoft US5949181045               42.000 286 67%
9 Lufthansa DE0008232125             314.193 281 62%
10 SAP DE0007164600             760.809 277 69%

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