Werde Teil der wikifolio Community, um die heißesten Aktien der Woche zu sehen!
Das amerikanische Bekleidungsunternehmen Gap hat mit seinen Zahlen zum Startquartal 2024 positiv überrascht. Sowohl der auf 3,39 Milliarden US-Dollar gestiegene Umsatz als auch das nach dem Vorjahresverlust diesmal wieder positive Nettoergebnis von (verwässert) 0,41 Dollar je Aktie lagen deutlich über den Konsensprognosen. Weil der Vorstand zudem seine Jahresziele angehoben hat, mussten im Anschluss zahlreiche Analysten nachziehen. Während der faire Wert der Aktie im Vorfeld bei rund 22 Dollar angesiedelt wurde, liegt das durchschnittliche Kursziel nun bei fast 27 Dollar, wie die aktuelle Zusammenfassung auf aktien.guide zeigt. Durch das Wochenplus von 38 Prozent notiert die Aktie aber weiterhin über dem als fair erachteten Niveau, weshalb gut die Hälfte der Research-Häuser bei Gap auch nur mit „Halten“ votet. Vier Banken raten sogar zum Verkauf des Titels.
Fear of Missing Out bei Nordex
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Nordex | 6,89% |
| 2 | Adidas | 7,33% |
| 3 | Repsol | 7,32% |
| 4 | Archer Daniels Midland Company | 5,25% |
| 5 | Nutrien | 6,15% |
Die Aktie von Nordex legte in der abgelaufenen Woche um 6,9 Prozent zu und sprang dadurch auf den höchsten Stand seit knapp 24 Jahren. Seit Beginn des laufenden Jahres hat sich der Titel um fast 70 Prozent verteuert. Der Hamburger Windkraftanlagenbauer profitierte zuletzt vor allem von seinen Zahlen zum ersten Quartal. Dabei stieg der Umsatz um elf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Das EBITDA erreichte 131 Millionen Euro, die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 8,2 Prozent. Unter dem Strich verdiente Nordex 53,6 Millionen Euro nach lediglich 7,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Jahresprognose bestätigte der Vorstand.
Nach der Zahlenvorlage am vergangenen Montag lag die Aktie zeitweise sogar zweistellig im Plus, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Zum Wochenschluss zog der Kurs aber bereits wieder deutlich an. Der erneute Kursschub passt zur veränderten Wahrnehmung an der Börse. Nordex galt jahrelang als Unternehmen mit ordentlichem Wachstum, aber schwacher Profitabilität. Inzwischen rückt stärker die Margenverbesserung des Konzerns in den Vordergrund. Der Vorstand verweist dabei auf eine bessere Projektqualität, eine stabilere Lieferkette und ein wachsendes Servicegeschäft. Der Auftragsbestand liegt weiter auf hohem Niveau, die Nachfrage in Europa bleibt robust. Belastungen aus dem Nahost-Konflikt bezeichnete das Management zuletzt als beherrschbar; bislang gebe es keine wesentlichen Lieferketten- oder Auslieferungsprobleme.
Mehrere Analysten reagierten positiv. Jefferies hob das Kursziel von 54 Euro auf 57 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Das Analysehaus begründete den Schritt mit einem qualitativ besseren Auftragsbestand, solider Umsetzung und steigenden Servicemargen. Die Schätzungen für 2026 bis 2028 wurden leicht erhöht. Berenberg erhöhte das Kursziel ebenfalls von 50 Euro auf 57 Euro und blieb bei „Buy“. Ganz risikolos ist die Rally trotzdem nicht: Jefferies verwies darauf, dass der vorsichtige Ton des Managements im Earnings-Call nach dem starken Kursanstieg kurzfristige Gewinnmitnahmen auslöste. Inhaltlich wurden dabei aber keine neuen negativen Punkte genannt. Insgesamt bleibt die Stimmung positiv. Nach Angaben von aktien.guide stufen knapp zwei Drittel der Researchhäuser die Aktie aktuell mit „Kaufen“ ein. Das Konsens-Kursziel liegt mit rund 48 Euro zwar knapp unter dem aktuellen Aktienkurs, doch die Kurszielerhöhungen nach den Zahlen dürften hier noch nicht vollständig berücksichtigt sein.
TRADING-SENTIMENT

Auch bei den wikifolio Tradern überwogen zuletzt die Käufe. Das aktuelle Trading-Sentiment zeigt seit Vorlage der Ergebnisse einen deutlichen Kaufüberhang. Stefan Eichhorn hat seinen Bestand an Nordex-Aktien in dem wikifolio SEC - Love me forever unmittelbar danach weiter aufgestockt. Mit gut 20 Prozent Depotanteil ist der Titel die Nummer zwei in dem Portfolio, das lediglich aus fünf Werten besteht. Das wikifolio notiert bei einer Gesamtperformance von 262 Prozent (11,4 Prozent p.a.) seit August 2014 knapp unter Allzeithoch. Der Trader verfolgt eine langfristig angelegte Strategie, die der Vorgehensweise von Warren Buffett ähneln soll. Im Fokus stehen dabei „nur überragende Unternehmen mit einer sehr langen Gewinnhistorie“.
Chart
Das von Daniel Pfeiffer seit drei Jahren betreute wikifolio Dividenden-Titel Deutschland notiert ebenfalls nur knapp unter dem jüngst markierten Rekordstand. Mit soliden deutschen Firmen, die sich durch eine etablierte Marktposition, regelmäßige Dividendenzahlungen, erkennbare Innovationskraft und Entwicklungsperspektiven auszeichnen, wurde in diesem Zeitraum bereits ein Plus von 138 Prozent (24,3 Prozent p.a.) erwirtschaftet. Bei Nordex ist Pfeiffer am Mittwoch neu eingestiegen. Der Depotanteil beträgt knapp 10 Prozent, was die Aktie direkt in die Top-3 des wikifolios katapultiert hat.
Chart
Buying the Dip bei Meta Platforms
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Intellia Therapeutics | -15,64% |
| 2 | Verbio | -7,78% |
| 3 | Contemporary Amperex Technology | -13,25% |
| 4 | Amkor Technology | -8,59% |
| 5 | Meta Platforms | -6,79% |
Die Aktie von Meta Platforms verlor in der abgelaufenen Woche 6,8 Prozent und war damit der schwächste Vertreter der vier großen Technologiekonzerne, die am Mittwoch ihre Ergebnisse präsentiert haben. Der Kursrückgang folgte allerdings nicht auf schwache Geschäftszahlen, sondern auf die erneut angehobenen Investitionspläne sowie Sorgen über weitere potenzielle Belastungsfaktoren.
Die Analysten reagierten mit niedrigeren Kurszielen, blieben aber mehrheitlich konstruktiv. JPMorgan senkte das Kursziel von 13,50 Euro auf 12,50 Euro und bestätigte „Overweight“. Begründet wurde die Anpassung mit der Gewinnwarnung, einer schwierigeren Sommersaison und höheren Erwartungen für die Nettoschulden. Deutsche Bank Research kappte das Kursziel von 12,00 Euro auf 10,50 Euro, blieb aber bei „Buy“. Dort standen die rückläufigen Sommerbuchungen und die Frage im Vordergrund, ob Reisen in den westlichen Mittelmeerraum die Schwäche bei Türkei, Zypern und Ägypten kompensieren können. Barclays hatte das Kursziel bereits zuvor von 11,00 Euro auf 10,50 Euro gesenkt und „Overweight“ bestätigt; als Belastungsfaktoren wurden höhere Kerosinkosten, mögliche Kapazitätskürzungen und die Unsicherheit durch Iran, Ukraine und Treibstoff genannt. Auch das Konsens-Kursziel der Analysten lässt für die Aktie reichlich Luft nach oben. Laut aktien.guide liegt es mit 11,48 Euro fast 80 Prozent über dem derzeitigen Kursniveau.
Die Q1-Zahlen zeigten operativ weiter hohes Wachstum: Der Konzern steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 33 Prozent auf 56,31 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis legte um 30 Prozent auf 22,87 Milliarden Dollar zu, der Gewinn je Aktie stieg auf 10,44 Dollar. Auch die Werbedynamik blieb stark: Die Zahl der ausgelieferten Anzeigen erhöhte sich um 19 Prozent, der durchschnittliche Anzeigenpreis um zwölf Prozent.
Der Markt fokussierte sich aber auf die Ausgabenseite. Meta erhöhte die Prognose für die Investitionen 2026 von 115 Milliarden Dollar bis 135 Milliarden Dollar auf 125 Milliarden Dollar bis 145 Milliarden Dollar. Das Unternehmen begründete die höhere Investitionsprognose nicht primär mit gestiegener Nachfrage, sondern mit höheren Komponentenpreisen und zusätzlichen Rechenzentrumskosten für künftige Kapazitäten. Die Umsatzprognose für das zweite Quartal von 58 Milliarden Dollar bis 61 Milliarden Dollar lag zwar hoch, reichte aber nicht aus, um die Sorge vor weiter steigenden KI-Ausgaben zu überdecken.
Meta verdient sein Geld im Kern mit Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger sowie der darauf aufbauenden Werbung. Genau dieses Kerngeschäft bleibt hochprofitabel. Aber bleibt das so, wenn immer mehr Länder Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche gesetzlich verankern? Diese Sorgen beschäftigen offenbar viele Anleger. Zugleich richtet sich der Blick der Investoren immer stärker weg vom aktuellen Werbewachstum und hin zur Kapitalrendite der KI-Offensive. Meta will mit eigener Infrastruktur, Modellen und Produkten eine zentrale Rolle bei KI-Anwendungen spielen. Für Anleger ist aber entscheidend, wann aus den hohen Vorleistungen zusätzliches Ergebnis und freier Cashflow entstehen.
Am deutlichsten reagierte JPMorgan. Das Institut stufte Meta von „Overweight“ auf „Neutral“ ab und senkte das Kursziel von 825 Dollar auf 725 Dollar. Begründet wurde das mit den höheren Infrastrukturinvestitionen und einer begrenzten Sichtbarkeit auf die späteren Erträge aus der KI-Produktpipeline. Die UBS reduzierte den fairen Wert der Aktie von 908 Dollar auf 865 Dollar, blieb beim Votum aber bei „Kaufen“. Die Analysten sehen gute Chancen, dass Meta im laufenden Quartal die Erwartungen übertrifft, da das Unternehmen verstärkt Anzeigen auf seinen Plattformen ausspielt und seine Empfehlungs- sowie Werbetools weiter optimiert. Die bei aktien.guide zusammengefassten Researchhäuser bleiben insgesamt sehr zuversichtlich für die Aktie. Die große Mehrheit empfiehlt den Titel demnach bei einem relativ hohen Kursziel zum Kauf.
Auch die wikifolio Trader haben die jüngsten Kursverluste mehrheitlich zum Einstieg oder Zukauf der Meta-Aktie genutzt. Christoph Gum ist über sein wikifolio Alpha AI Leaders eingestiegen. Der Trader investiert hier in die „potenziellen Leader des Megatrends künstliche Intelligenz“. Risikosteuerung und Asset-Allocation werden zudem von einer selbst entwickelten KI vorgeschlagen. Seit dem Start im Februar 2023 hat sich der Kurs verdreifacht (+200 Prozent), bei einem maximalen Drawdown von 40 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Kursplus 12 Prozent.
Chart
Das wikifolio Nordstern von Jörn Remus hat seit Mitte 2015 bereits 754 Prozent zugelegt und damit eine jährliche Durchschnittsrendite von fast 22 Prozent generiert. Im laufenden Jahr sind es bislang 19 Prozent an Wertzuwachs. „Zukunftsaktien, Wachstumsaktien und Megatrends“ sollen das Portfolio prägen, das aktuell aus 18 Aktien, einem ETF und 38 Prozent Liquidität besteht. Meta Platforms kam in der vergangenen Woche neu ins Portfolio. Am Tag nach der Zahlenvorlage wurde die Aktie in mehreren Tranchen mit einem Gesamtgewicht von 2,4 Prozent in das wikifolio aufgenommen.
Chart
Unser aktuelles Community-Voting:
Taking Profit bei Soitec
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Green Thumb Industries | 20,21% |
| 2 | SFC Energy | 12,34% |
| 3 | Singulus Technologies | 8,46% |
| 4 | Soitec | 22,16% |
| 5 | IP Group | 6,20% |
Die Aktie von Soitec sprang in der abgelaufenen Woche um gut 22 Prozent nach oben und liegt zu Beginn der neuen Woche ebenfalls deutlich im Plus. Der französische Halbleiterzulieferer stellt spezielle Substrate her, vor allem SOI-Wafer, die in Funkchips für Smartphones, in energieeffizienten Chips sowie in Silizium-Photonik zum Einsatz kommen.
Der starke Lauf ist Teil einer viel größeren Neubewertung. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs versechsfacht; die Aktie gehörte gerade im April zu den stärksten europäischen Technologiewerten. An frischen Zahlen lag das allerdings nicht. Die nächsten Geschäftsergebnisse stehen erst Ende Mai auf der Agenda. Der Grund für die Rally liegt vielmehr im neuen Blick der Investoren auf Soitec als KI-Infrastrukturwert. Photonics-SOI-Wafer von Soitec oder dessen Lizenznehmern werden für photonische integrierte Schaltungen genutzt, die in optischen Verbindungen von KI-Rechenzentren eingesetzt werden. Damit rückt Soitec in eine Lieferkette, die von höheren Anforderungen an Bandbreite, Energieeffizienz und optische Datenverbindungen getrieben wird.
Morgan Stanley stufte die Aktie Ende März von „Equal-weight“ auf „Overweight“ hoch und verdoppelte das Kursziel von 35 Euro auf 70 Euro. Das Institut verwies damals auf Soitecs starke Stellung bei SOI-Wafern als Grundlage für Silizium-Photonik. Noch vor Kurzem war die Ausgangslage deutlich schwächer. Die Aktie war seit Ende 2021 massiv eingebrochen, weil die früheren Wachstumserwartungen mehrfach enttäuscht wurden. Hauptbelastungen waren die lange RF-SOI-Lagerkorrektur bei Smartphone-Kunden, ein schwacher Automobilmarkt, reduzierte oder verschobene Mittelfristziele sowie später der Verzicht auf konkrete Jahres- und Mittelfristprognosen. Auch die jüngsten Zahlen zeigten diese Schwäche: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 fiel der Umsatz um 29 Prozent auf 160 Millionen Euro. Positiv fiel lediglich die sequenzielle Verbesserung um 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal aus.
Jefferies hob das Kursziel im jüngsten Branchen-Preview zwar von 30 Euro auf 45 Euro an, blieb aber bei „Hold“. Die Begründung ist nüchtern: Höhere Bewertungsmultiplikatoren für optische Netzwerkwerte stützen die Aktie, die kurzfristigen Fundamentaldaten bleiben aber schwach. Jefferies erwartet für das Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatzrückgang um gut ein Drittel, eine deutlich niedrigere Marge und einen Verlust auf EBIT-Ebene. Die Photonics-SOI-Umsätze sollen zwar wachsen, aber vorerst nicht groß genug sein, um die Schwäche in Smartphone- und Automobilanwendungen vollständig zu kompensieren. Eine breite Beschleunigung durch Co-Packaged Optics im Scale-up-Bereich von Rechenzentren erwartet Jefferies frühestens gegen Ende des Jahrzehnts. Dass im Aktienkurs mittlerweile sehr viel Zukunftshoffnung eingepreist ist, zeigen auch die Daten auf aktien.guide. Demnach liegt das Konsens-Kursziel mit rund 41 Euro knapp 70 Prozent unter der aktuellen Notierung. Trotzdem hält der Lauf der Aktie vorerst an.
TRADING-SENTIMENT

Einige wikifolio Trader haben sich zuletzt jedoch für Gewinnmitnahmen entschieden, wobei oft nicht der gesamte Bestand veräußert wurde. Ein gutes Beispiel ist Torsten Maus, in dessen wikifolio TREND-SURFER die Soitec-Aktie aktuell noch mit rund zwei Prozent gewichtet ist. Am vergangenen Dienstag hatte er einen Teil der Position mit 40 bis 44 Prozent Gewinn verkauft, die verbliebenen Aktien liegen aktuell mit 102 Prozent im Plus. Der Trader handelt hier nach einem „marktphasenoptimierten Trendfolgeansatz“, bei dem eine klassische Trendfolgestrategie nach Darvas durch eine intelligente Marktphasenoptimierung ergänzt wird. Seit Anfang 2019 bescherte ihm das ein Kursplus von 134 Prozent oder 12,4 Prozent im Jahresdurchschnitt.
Chart
Jumping the Ship bei Teradyne
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Bayer | -5,17% |
| 2 | flatexDEGIRO | -7,97% |
| 3 | Robinhood Markets (A) | -13,45% |
| 4 | Teradyne | -14,69% |
| 5 | Iren | -13,02% |
Teradyne fiel in der abgelaufenen Woche um 14,7 Prozent. Das Minus gegenüber dem kurz zuvor markierten Hoch betrug zeitweise sogar fast 30 Prozent. Der Rückgang wirkt auf den ersten Blick überraschend. Der Hersteller von Testsystemen für Halbleiter und Elektronik hatte am Dienstagabend ein Rekordquartal vorgelegt. Der Umsatz erreichte 1,28 Milliarden Dollar und lag damit 87 Prozent über dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie auf Non-GAAP-Basis stieg von 0,75 Dollar auf 2,56 Dollar. KI-bezogene Nachfrage stand für fast 70 Prozent des Konzernumsatzes. Besonders stark war das Geschäft mit Halbleitertests, das erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar Umsatz überschritt.
Der Aktienkurs gab nach der Zahlenvorlage trotzdem deutlich nach. Der Grund lag weniger in den Zahlen zum ersten Quartal als im Ausblick und in der Bewertung nach der vorausgegangenen Rally. Teradyne stellte für das zweite Quartal 1,15 Milliarden Dollar bis 1,25 Milliarden Dollar Umsatz und 1,86 Dollar bis 2,15 Dollar Gewinn je Aktie in Aussicht. Das bleibt im Jahresvergleich sehr stark, bedeutet gegenüber dem außergewöhnlichen ersten Quartal aber einen Rückgang. Hinzu kommt: Die Bruttomarge soll von 60,9 Prozent auf 58 Prozent bis 59 Prozent sinken, weil positive Einmaleffekte aus dem ersten Quartal wegfallen und sich der Produktmix normalisiert.
Der Vorstand sprach von einer sehr starken ersten Jahreshälfte, aber auch von begrenzter Sichtbarkeit in Teilen des zweiten Halbjahres. Erwartet werden 55 Prozent bis 60 Prozent des Jahresumsatzes bereits in der ersten Jahreshälfte. Großkundenprogramme im KI-Umfeld können außerdem sprunghaft verlaufen, weil Bestellungen, Abnahmen und Engpässe in anderen Teilen der Rechenzentrums-Lieferkette den Zeitpunkt der Umsätze verschieben. Genau diese Kombination aus Rekordzahlen, begrenzter Sichtbarkeit für die Folgequartale und extremem Kursanstieg im Vorfeld spricht für klassische Gewinnmitnahmen nach guten Nachrichten. Seit Jahresbeginn hatte sich der Kurs im Hoch mehr als verdoppelt, gegenüber dem „Zoll-Crash“-Tief im April 2025 mehr als versechsfacht.
An den strukturellen KI-Treibern ändert der aktuelle Rücksetzer wenig. Teradyne profitiert von mehr Tests für KI-Prozessoren, kundenspezifische ASICs, Speicher, HBM, Netzwerktechnik und perspektivisch auch Silizium-Photonik. Das Unternehmen meldete im ersten Quartal erste Multi-System-Produktionsaufträge für Merchant-GPUs und sieht mittelfristig weitere Chancen bei großen Hyperscalern. Stifel hob das Kursziel vor den Zahlen von 325 Dollar auf 390 Dollar an und blieb bei „Buy“. Morgan Stanley erhöhte das Kursziel zuletzt von 376 Dollar auf 387 Dollar, blieb aber bei „Equal Weight“. Die Aktie lag zuletzt allerdings bereits über diesen Kurszielen und auch über dem Konsens-Kursziel, das sich laut aktien.guide knapp unter der aktuellen Notierung befindet.
TRADING-SENTIMENT

Einige wikifolio Trader gingen daher in der vergangenen Woche lieber auf Nummer sicher und trennten sich von der Aktie. Thorsten Mosel hat in seinem wikifolio Leitwolf Multi Konzept den Großteil seiner Teradyne-Position verkauft und dabei Gewinne zwischen 42 Prozent und 55 Prozent eingefahren. Mit einem sehr breit gestreuten Portfolio und einer flexiblen Anlagestrategie gelang dem Trader seit dem Herbst 2015 ein Wertzuwachs von 666 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Steigerung von knapp 21 Prozent. Im laufenden Jahr legte das wikifolio bereits um 60 Prozent zu. Auffällig ist das angesichts von insgesamt 126 Depotwerten. Allerdings kommen die Top-10 des Portfolios auf einen Depotanteil von über 90 Prozent.
Chart
Sven Barreto Ungar hatte seinen Bestand an Teradyne-Aktien in dem wikifolio Momentum-Aktien Strategie schon vor der Zahlenveröffentlichung spürbar reduziert und dabei Gewinne von bis zu 158 Prozent eingefahren. Trotzdem ist die Aktie in seinem nur aus fünf Werten bestehenden Portfolio immer noch mit gut 19 Prozent vertreten. Der Trader investiert in Aktien, die sich durch ein starkes technisches Momentum und eine klare Aufwärtsbewegung auszeichnen. Seit dem Start vor 20 Monaten kommt das wikifolio bereits auf einen Kurszuwachs von 95 Prozent bei einem maximalen Drawdown von bislang 25 Prozent.
Chart
Tagesaktuell die heißesten Aktien der wikifolio Trader sehen
Disclaimer: Jedes Investment in Wertpapiere und andere Anlageformen ist mit diversen Risiken behaftet. Es wird ausdrücklich auf die Risikofaktoren in den prospektrechtlichen Dokumenten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft (Endgültige Bedingungen, Basisprospekt nebst Nachträgen bzw. den Vereinfachten Prospekten) auf wikifolio.com, ls-tc.de und ls-d.ch hingewiesen. Du solltest den Prospekt lesen, bevor du eine Anlageentscheidung triffst, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Die Performance der wikifolios sowie der jeweiligen wikifolio-Zertifikate bezieht sich auf eine vergangene Wertentwicklung. Von dieser kann nicht auf die künftige Wertentwicklung geschlossen werden. Der Inhalt dieser Seite stellt keine Anlageberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.



