Dann postete Donald Trump auf Truth Social über „produktive Gespräche“ mit dem Iran – und der Index schnellte um 1.200 Punkte nach oben. Gleichzeitig brach der Ölpreis um 14 % ein. Der massive Börseneinfluss von Trumps Kurzbotschaften ist kein Einzelfall.
Der mächtigste Kurstreiber der Welt
Als der US-Präsident im April 2025 den „Liberation Day“ ausrief, crashten die Märkte. Nachdem er etwas zurückruderte, startete die Rally. Im Oktober drückten neue China-Zoll-Drohungen den DAX innerhalb von nur einer halben Stunde um 300 Punkte, bevor ein beruhigender Post die Wogen glättete. Das Muster ist immer dasselbe: Drohung, Einbruch, Rückzieher, Rally. Fundamentaldaten, Quartalszahlen, Notenbankentscheidungen, all das verblasst neben einem einzigen Truth-Social-Post.
Levermann, konsequent umgesetzt
Mit ihrem Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum" hat Susan Levermann eine der bekanntesten regelbasierten Aktienstrategien im deutschsprachigen Raum etabliert. Dieses Punktesystem hat Thomas Spier zur Grundlage seines wikifolios Selektion nach Leverm.(offensiv) gemacht und an einer Stelle sogar eigenhändig nachgeschärft. Das Original vergibt für das Kriterium „Gewinnrevision“ entweder einen Pluspunkt, keinen Punkt oder sogar einen Minuspunkt. Spier verdoppelt den Wert – plus oder minus zwei Punkte fließen in die Berechnung des Scores ein –, weil er Gewinnrevisionen für besonders aussagekräftig erachtet. In allen anderen Bereichen folgt er exakt der ursprünglichen Checkliste mit ihren zwölf Kriterien, um passende Small- und Mid-Caps herauszufiltern – vom KGV über die Eigenkapitalquote bis zum Kursmomentum. Gekauft wird, wer mindestens sieben Punkte erreicht, verkauft wird, wer unter vier rutscht. Das wikifolio umfasst stets fünf bis zehn Werte, überwiegend deutsche Small- und Mikro-Caps mit ausgeprägtem Wachstumspotenzial. Aktuell steckt das komplette Kapital in 16 Einzeltiteln. (14,1 %), (11,6 %), (8,8 %), (8,5 %) und (7,3 %) sind dabei Spiers größte Positionen. Sie spiegeln die aktuelle Aktivität im Energiesektor wider. Im Übrigen überprüft er seine Positionen im Wochentakt und greift dabei auch regelmäßig in das Portfolio ein. Mit dieser Strategie legte der Wert im Jahresdurchschnitt um +13,3 % zu. Das Gesamtplus seit August 2016 beläuft sich auf starke +230 %.
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Pulver trocken halten
In seinem wikifolio Nordstern orientiert sich Jörn Remus an Zukunftsthemen, Wachstumsaktien und Megatrends – ein Suchfeld, das zudem geografisch kaum Grenzen kennt. Deutschland, USA, Europa und China bilden die Kernmärkte. Bei besonders interessanten Gelegenheiten weitet er den Blick aber auch darüber hinaus aus. Die Haltedauer ist dabei bewusst offen: Sie kann einen einzigen Tag umfassen oder sich über mehrere Jahre erstrecken – je nachdem, was Marktlage und Unternehmensausrichtung nahelegen. Kurzfristige Trades stützen sich primär auf Charttechnik und Handelsvolumen, langfristige Positionen auf Bewertung, Perspektiven und die Wachstumsfantasie der jeweiligen Gesellschaft. In einer Woche wie dieser, mit hoher Marktvolatilität, war Remus entsprechend aktiv. Als Beimischung kommen Knock-out-Zertifikate sowie ETFs auf Indizes, Rohstoffe und Einzelwerte hinzu. Bemerkenswert hoch ist der derzeitige Cash-Bestand von knapp 34 %. Unter seinen Positionen nimmt den ersten Platz ein, nachdem er die Woche kräftig nachgekauft hat. Es folgen , , und . Remus trägt das Merkmal Alpha Strong – und die Zahlen bestätigen seine außergewöhnliche Leistung. Seit der Auflegung im Juni 2015 summiert sich der Wertzuwachs auf +672 %. Dies entspricht einer eindrucksvollen jährlichen Durchschnittsperformance von +20,9 %.
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Torpedo auf Kurs
Konservativ und spekulativ unter einem Dach – das ist das erklärte Spannungsfeld von Holger Heidhofs wikifolio TanTeo Torpedo Invest. Aktien aus allen Branchen und Ländern bilden das Fundament, strukturierte Produkte dürfen maximal 25 % des Portfolios ausmachen. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Trades in diesem Bereich können sie das Handelsvolumen aber durchaus phasenweise dominieren. Vor jedem Kauf steht eine sorgfältige Analyse: Charttechnik wie Trendkanäle und Schulter-Kopf-Schulter-Formationen, fundamentale Kennzahlen (KGV und PEG-Ratio) sowie geopolitische und makroökonomische Einschätzungen fließen in ein selbst programmiertes Excel-Tool mit Kursdatenschnittstelle ein und werden nach einem eigenen Punktesystem bewertet. Auch Analystenempfehlungen können berücksichtigt werden, müssen aber diesen internen Filter bestehen. Aussichtsreiche Positionen können zusätzlich kurzfristig gehebelt werden. Ansonsten dienen Derivate in turbulenten Börsenphasen auch zur Absicherung. Der übergeordnete Trend steht hier im Vordergrund, bei Marktüberhitzungen wird aber schon mal dagegengehalten. Wie seine beiden Vorgänger hat auch Heidhof das Börsen-Trampolin dieser Woche aktiv bespielt. Zwölf Einzelaktien machen mit 65,0 % den Hauptblock des wikifolios aus. Darunter sind sehr unterschiedliche Unternehmen wie , , , und . 5,4 % seines Einsatzes hat er in zwei ETFs investiert. Daneben hält er aktuell acht strukturierte Produkte mit spekulativerem Charakter (20,0 %). Knapp 10 % Cash-Quote gibt ihm genügend Spielraum für spontane Zukäufe. Heidhof verzeichnet seit dem Start im März 2020 eine herausragende durchschnittliche Jahresrendite von +38,8 %, für die man allerdings auch eine ordentliche Volatilität aushalten können muss. Insgesamt stehen bei ihm inzwischen +615 % auf der Uhr.
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Was kommt?
Destatis eröffnet die kommende Berichtswoche hierzulande mit dem Verbraucherpreisindex. Am Dienstag gibt die Behörde dann die deutschen Einzelhandelszahlen bekannt. Für die Eurozone steht der harmonisierte Verbraucherpreisindex auf der Tagesordnung. In den USA drängeln sich am Mittwoch mehrere wichtige Termine: Veränderung der Zahl der Arbeitnehmer, Einzelhandelsumsätze, ISM-Index der Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe u.a. Nach einem eher ruhigen Donnerstag liegt der Fokus am Freitag erneut in den USA. Dort werden Zahlen zu neugeschaffenen Arbeitsplätzen und zum ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor vorgestellt.
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