LONDON (dpa-AFX) - Der Streit um den Verkauf von Abnehmmedikamenten zwischen dem dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk (Im Portfolio von Patrick Kranz+294,3 %) und dem US-Telemedizinanbieter Hims & Hers (Im Portfolio von Dr. Philip Bußmann+267,9 %) dürfte durch eine Kooperation der beiden Unternehmen beendet werden. Bereits am Montag könnten die Konzerne eine erneute Partnerschaft bekannt geben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg in der Nacht auf Samstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.
Bereits Ende vergangenen Jahres hatte es eine ähnliche Vereinbarung gegeben, die Novo aber aufgekündigt hatte, weil Hims & Hers weiter Billig-Nachahmermittel zu den GLP-1-Medikamenten der Dänen verkauft hatte.
Der Hims-Aktienkurs schnellte vor dem Wochenende im nachbörslichen US-Handel um rund 40 Prozent nach oben. Damit würden die Papiere am Montag im regulären Handel einen Teil ihrer Verluste des laufenden Jahres aufholen, die vor allem aus dem Streit mit Novo Nordisk resultierten.
So hatte Hims & Hers geplant, eine Nachahmer-Kopie der Abnehmpille Wegovy von Novo Nordisk zu einem vergleichsweise niedrigen Preis auf den Markt zu bringen. Nachdem die US-Gesundheitsbehörde angekündigt hatte, gegen solche Kopien vorzugehen, teilte Hims dann aber auf der Social-Media-Plattform X mit, diesen Schritt nicht machen zu wollen.
Unternehmen wie Hims & Hers hatten schon in den vergangenen Jahren - als die neuartigen Abnehmmittel etwa von Novo Nordisk knapp waren - mit kostengünstigeren Kopien gutes Geld verdient. Sie nutzten teils regulatorische Schlupflöcher. Anders als Novo wehrte sich der US-Pharmakonzern Eli Lilly (Im Portfolio von Michael Kranich+146,6 %) aktiver gegen diese Konkurrenz durch Nachahmer. Gleichzeitig wuchs für die Dänen der Konkurrenzdruck durch Lilly.
Daher und auch wegen teils enttäuschender Studiendaten zu neuen Abnehmmitteln hatten die Dänen bei Anlegern schon länger einen schweren Stand. Der einstige Höhenflug der Aktie ist dahin: Auf dem Rekordhoch Mitte 2024 war die Aktie mehr als 1.000 dänische Kronen teuer. Davon sind mittlerweile rund drei Viertel in Luft aufgegangen.
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