29.08.2014| Von: Stefan Greunz |

Mit dem ehemaligen n-tv-Börsenreporter Stefan Riße hat sich die HPM Hanseatische Portfoliomanagement GmbH einen echten Insider an Bord geholt. Der bekannte Buchautor und Kolumnist berichtete für den Nachrichtensender zwischen 2001 bis 2005 regelmäßig live vom Frankfurter Börsenparkett und war auch danach immer ganz nah am Marktgeschehen. Seit knapp drei Jahren agiert er nun bei HPM als Portfoliomanager. Neben einem speziellen Investmentfonds kümmert sich Riße auch um den wikifolio.com Auftritt der Norddeutschen. Die bisherige Bilanz kann sich dabei durchaus sehen lassen.

Die Strategie der von Hamburger Kaufleuten 1987 gegründeten Vermögensverwaltung basiert auf Unabhängigkeit und einem antizyklischen Anlagestil. Der Leitsatz „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ spiegelt die „Anti-Herdentrieb“-Philosophie des Hauses sehr schön wieder. Anstatt mit der Masse jedem Trend hinterherzulaufen, soll in Übertreibungsphasen die Gegenposition eingenommen werden, um bei einem Trendwechsel frühzeitig positioniert zu sein. Weil bei einem solchen Ansatz das Timing eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt, bedienen sich die Experten einer umfangreichen Datenbank, um mit Hilfe der zahlreichen Indikatoren die jeweilige Anlegerstimmung zu messen und die Positionierung der Marktteilnehmer zu erkennen.

alt text

Diese Daten werden natürlich auch für das wikifolio „Asset Management by Sentiment“ genutzt, wo laut Handelsidee vor allem die kurz- bis mittelfristigen Trends in den verschiedenen Anlageklassen Aktien, Rohstoffe und Währungen genutzt werden sollen. Auch Hebelprodukte können dabei eingesetzt werden. Aktuell ist das wikifolio zu gut 70 Prozent in Cash investiert. Der Rest verteilt sich auf drei Goldminenwerte, die bereits vor mehreren Monaten gekauft wurden.

alt text

Sehr erfolgreich verliefen die zuletzt vollzogenen Trades auf den DAX. Bereits im Juni hatten die Anlageprofis mit Hilfe eines Short-Produktes auf eine Korrektur an den Aktienmärkten gesetzt, was wie folgt kommentiert wurde: „Es wird nochmal schön gesqueezed vor dem Verfall. Der DAX läuft nochmal richtig nach oben. Das verwundert nicht. Ab 13:00 Uhr könnte es dann aber schon abwärts gehen, wenn nicht zu viele drauf spekulieren. Ich probiere es trotzdem“. Als der deutsche Leitindex Anfang August dann richtig unter Druck kam, wurde die Position mit einem Gewinn von über 40 Prozent aufgelöst, was nicht nur Stefan Riße gefreut haben dürfte: „Heute den DAX-Put zugemacht bei Gap-Closing von 9.230 Punkten. Das hat Spaß gemacht und führt zum neuen Allzeithoch“.

Ohne Kommentar, aber ebenso erfolgreich verlief eine Woche später die Spekulation auf eine DAX-Erholung, die innerhalb von nur drei Tagen einen Gewinn von gut 32 Prozent einbrachte. Das zurzeit knapp unter dem Allzeithoch stehende wikifolio konnte seinen Wert seit Auflegung im vergangenen Dezember um rund 31 Prozent steigern. Der maximale Verlust beläuft sich bislang nur auf gut zehn Prozent. Wahrscheinlich auch deshalb ist das wikifolio der Hamburger Vermögensverwalter mit einer Investitionssumme von fast 600.000 Euro bei Anlegern sehr beliebt (ISIN des Zertifikats: DE000LS9BWD1).

Warum HPM trotz der öffentlich verkündeten Skepsis gegenüber „Modeerscheinungen im Investmentbereich“ bei wikifolio aktiv ist, beschreibt der Portfoliomanager wie folgt: „Ich bin mir sicher, dass Social Trading und Investment eine immer größere Bedeutung bekommen werden, spätestens wenn die junge Generation von heute in das Alter kommt, in dem sie über Ersparnisse verfügen und diese anlegen. So wie sich der Medienkonsum und die Kommunikation verändert hat - Stichwort iTunes, YouTube und Facebook - so wird sich auch das Verhalten in der Geldanlage verändern. Mehr Transparenz wird dazu gehören“.