14.02.2018| Von: Nikolaos Nicoltsios |

Ein maroder Möbelkonzern, ein Zahlungsanbieter und Rohstoff-Titel stehen im Fokus bei den wikifolio-Tradern im Januar 2018. Wir werfen wieder einen Blick auf die meistgehandelten Aktien: 

Die Steinhoff-Aktie konnte den ersten Platz bei den meistgehandelten Titeln im Januar verteidigen, wobei davon auszugehen ist, dass hier sehr viel spekulatives Geld im Spiel ist. Das Papier wurde im Januar 2.034mal gehandelt - 61 Prozent davon waren Kauf-Orders. Offensichtlich setzen immer noch einige Trader auf eine, zumindest kurzzeitige, Erholung bei diesem Titel. So sagte etwa Trader Marcus Nießmann, der das wikifolio "Chancen entwickeln" betreut: "Als Turnaroundspekulation nehme ich Steinhoff ins wikifolio auf. Die Mutter von Poco-Domäne und anderen Möbelhäusern kam unter Druck, nachdem der Vorwurf der Bilanzfälschungen aufkam. Aktuell prüft man zusammen mit Wirtschaftsprüfern die Hintergründe und Auswirkungen auf das Geschäft. Da sich die Kernmarke Poco selbst halten können sollte und ich nicht denke, dass hier die Lichter ausgehen, nehme ich eine kleine Position auf." So und ähnlich lauten die Wortmeldungen einiger Trader. Steinhoff bleibt entsprechend - wie erwähnt - eine riskante Wette.
 

 

 

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Rohstoffe mit Comeback

Als Neueinsteiger bei den meistgehandelten Titeln haben wir mit 778 Trades die Deutsche Rohstoff AG. Das Unternehmen identifiziert, entwickelt und veräußert Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa. Der Schwerpunkt liegt in der Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten in den USA. Aber auch Metalle wie Gold, Kupfer, Seltene Erden, Wolfram und Zinn gehören zu dem Portfolio. Jürgen Doll, der das wikifolio "Nebenwerte: Small- und Midcaps" betreut, verweist zum Beispiel darauf, dass die Analysten von Kepler Cheuvreux ihr Kursziel für die Deutsche Rohstoff sehr deutlich von 20 auf 31 Euro erhöht haben. Sie stufen die Aktie außerdem von "Hold" auf "Buy" hoch. Einige Trader merkten auch an, dass der Titel von den steigenden Ölpreisen profitieren könnte, was zu den letzten Kursanstiegen geführt haben dürfte.

Fokus auf Kryptowährungen lässt nach, das Risiko steigt

Einige meistgehandelte Werte bleiben nahezu unverändert im Fokus der Trader. Die Bitcoin Group hat ja recht gute Zahlen für das Vorjahr geliefert, gerät aber aufgrund des starken Absturzes des Bitcoin zunehmend unter Druck. Das Papier wurde im Januar 952mal gehandelt. Die Käufer hatten mit einem Order-Anteil von 59 Prozent weiter die Oberhand. Gleichzeitig mehren sich die negativen Stimmen zur Aktie. Bei der Lufthansa gingen sogar 1.049 Trades übers Börsenparkett. Kauf- und Verkaufsorders hielten sich hier die Waage. Nachdem die Aktie 2017 einer der stärksten Titel im DAX war, neigen nun doch viele Trader dazu, die Gewinne mitzunehmen. Die Skepsis, was den weiteren Kursverlauf der Fluglinie angeht, nimmt gemessen an den Trader-Kommentaren zu.