06.10.2015| Von: Stefan Greunz |

Die von den erfahrenen Vermögensverwaltern Alexander Pruschke und Andreas Kalm im März 2007 gegründete Pruschke & Kalm GmbH ist bei wikifolio.com seit Anfang des vergangenen Jahres aktiv. Die Berliner, die sich den Slogan „Wohlfühlen mit Vermögensmanagement“ zum Auftrag gemacht haben, sehen Transparenz als einen maßgeblichen Eckpfeiler ihrer Unternehmensphilosophie. „Daher kommunizieren wir offen unsere Anlageentscheidungen und teilen gerne unsere Erfahrung und Expertise mit interessierten Anlegern“, erklärt Philipp Ritzmann, Marketing Manager des Konzerns. Von der Idee des Social Trading zeigen sich die Anlageprofis begeistert: „Das „Teilen“ ist aus unserer Sicht ein nachhaltiger Trend der heutigen Zeit. Social Trading wird sich als innovative und alternative Form der Geldanlage weiter etablieren. Somit ist es aus unternehmerischer Sicht folgerichtig, sich auf wikifolio.com zu positionieren und somit den digitalen Markt als Vermögensverwalter zu erschließen“.

Pruschke und Kalm

Das seit Mitte 2014 auch als Zertifikat investierbare wikifolio „Wellvest“ ist nach einer zwischenzeitlich recht positiven Entwicklung zuletzt wieder auf sein Startniveau zurückgefallen. In der Spitze konnte bislang ein Plus von gut 13 Prozent verbucht werden. Demgegenüber steht der während der jüngsten Korrektur erlittene Maximalverlust von knapp 18 Prozent. Zu der bisherigen Performance äußern sich die Vermögensverwalter wie folgt: „In unserem wikifolio halten wir derzeit ca. 60 Positionen. Bis auf drei ETFs auf den griechischen, chinesischen und italienischen Aktienmarkt, die eher aus spekulativen Gründen erworben wurden, handelt es sich ausschließlich um Einzelaktien, die wir aufgrund einer langfristig positiven Erwartung gekauft haben. Der Schwerpunkt liegt mit ca. 60 Prozent bei Investments im Euroraum. Entsprechend der Grundphilosophie unseres Hauses war das erste Jahr vom stufenweisen Aufbau einer breiten Diversifikation geprägt. In der Phase der Depotstrukturierung handeln wir die einzelnen Wertpapiere nicht so aktiv. Letztlich führt dies natürlich dazu, dass das wikifolio mit der Markentwicklung korreliert“. Das Ziel der Portfoliomanager ist denn auch die „langfristige Erwirtschaftung eines nachhaltigen Wertzuwachses“. Mit Hilfe eines „systematischen Analyseprozesses“ soll es gelingen, „frühzeitig aussichtsreiche Positionen zu identifizieren, um diese zeitnah in das Portfolio aufzunehmen“. Bei einer solchen langfristig ausgerichteten Strategie muss man die marktüblichen Rücksetzer dann eben auch mal aussitzen können.

Im Fokus steht zudem eine „konsequent breite Streuung“, um die Verlustrisiken in Grenzen zu halten. Als derzeitiges Schwergewicht kommt selbst die Aktie von Adidas daher nur auf einen Depotanteil von rund 4 Prozent. Ein richtig gutes Händchen haben die Anlageprofis bereits beim Kauf der VTG-Aktie bewiesen, deren Kurs sich seit der Depotaufnahme im August des vergangenen Jahres glatt verdoppelt hat. Auch die Anteilsscheine von Apple (+55 Prozent) und der Sony (+87 Prozent) liegen trotz der jüngsten Korrektur immer noch dick im Plus. Weniger erfolgreich gestalten sich bislang die Investitionen in ArcelorMittal (-53 Prozent), Blackberry (-37 Prozent), E.On (-39 Prozent), Porsche (-44 Prozent) und Tata Motors (-37 Prozent). Um Verluste in diesen Größenordnungen zu minimieren, wollen die Vermögensverwalter nun noch stärker den Aspekt des Risikomanagements berücksichtigen: „Zukünftig werden wir die vorhandenen Positionen häufiger mit Stop-Limiten versehen, so dass sich die Anzahl der Trades etwas erhöht und der Fokus auch etwas stärker in Richtung Gewinnsicherung verschoben wird“. Bei den ersten Positionen hatte das in den vergangenen Tagen bereits konkrete Auswirkungen. So fielen die Aktien der Deutschen Telekom und Fresenius Medical Care (FMC) auf oder unter die Absicherungsmarke und wurden daher mit Gewinnen von 18,8 bzw. 16,3 Prozent ausgestoppt. Bei FMC, wo die Position erst kurz zuvor aufgestockt wurde, bleiben die Experten grundsätzlich aber zuversichtlich, wie Anleger in dem entsprechenden Kommentare erfahren: „Für uns bleibt die Firma ein Basisinvestment mit guten Fundamentaldaten, so dass der Wert in Kürze auch wieder in unserem Depot platziert werden kann“. Dass die Vermögensverwalter die Idee des Social Tradings bei wikifolio.com nicht nur gut finden, sondern auch mit Leben füllen, zeigen die regelmäßigen Kommentare zu den einzelnen Depotwerten.