YOC

WKN
593273
ISIN
DE0005932735
  • Aktien
  • Aktien Deutschland
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4,055 EUR Verkauf

4,135 EUR Kauf

+0,01 Abs.

+0,1 % Rel.

16.01.2019 12:17Lang & Schwarz
  • Vortag / Eröffnung 4,090 / 4,092
  • Hoch / Tief (1 Tag) 4,100 / 4,090
  • Hoch / Tief (1 Jahr) 10,150 / 2,500
  • 1 Woche +0,8 %
  • 1 Monat -1,2 %
  • 1 Jahr -53,7 %

Ausgewählter Top-Trade

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Neueste Kommentare

> Aufstockung < Ich habe in der vergangenen Woche die Gelegenheit genutzt, die YOC Aktie bei Kursen unter 4,00€ nochmals aufzustocken. Der grund ist insbesondere die erneute Umsatzbelebung im vierten Quartal, aufgrund dessen der Vorstand Anfang Dezember die Umsatz- und EBITDA-Prognose erhöht hatte. Damit sollte YOC 2019 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren und auch beim EBITDA eine Verbesserung erreichen können. Das Kursziel bleibt weiter bei 7,40€. Die ausführliche letzte Einschätzung können Sie hier lesen: https://www.junolyst.de/studien/updates/yoc/

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> Nach schwachem ersten Halbjahr wieder mit Wachstum in Q3 < 

 

YOC hat vor kurzem den Bericht für die ersten 9 Monate veröffentlicht. Dabei musste im Berichtszeitraum ein Umsatzrückgang von 9,8% auf 9,07 Mio. € verbucht werden. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf den deutlichen Umsatzrückgang im Segment Restliches Europa (Spanien + UK) von 61,8%. Dies konnte durch die Umsätze in Mittel- und Osteuropa (Deutschland, Österreich, Polen, Schweiz, Niederlande) mit einem Wachstum von 5,6% nicht kompensiert werden. Der Grund liegt dabei zum einen in verunsicherten Kunden aufgrund der in diesem Jahr eingeführten Datenschutzgrundverordnung sowie der von Google gestarteten Coalition for better ads. Eine bessere Entwicklung konnte dagegen wieder im dritten Quartal verzeichnet werden. Zwar waren die Umsätze im Restlichen Europa (-72,2%) weiter deutlich rückläufig, konnten jedoch durch ein Wachstum von 10,2% in Mittel- und Osteuropa leicht überkompensiert werden. Dadurch ergab sich für den Zeitraum Juli bis September ein leichtes Wachstum im Konzern von 0,5% auf 3,34 Mio. €. Meine Umsatzerwartungen für das dritte Quartal von 3,41 Mio. € wurden trotz etwas unterschiedlicherer Wachstumserwartungen der beiden Segmente damit erreicht.

 

Beim Ergebnis hingegen konnte sich YOC aufgrund einer leicht verbesserten Rohertragsmarge sogar leicht verbessern. Die Ergebnisverbesserung ist jedoch zum einen auf deutlich erhöhte aktivierte Eigenleistungen (+37,9%) - insbesondere im Zusammenhang mit der neuen Plattform VIS.X - und höhere sonstige betriebliche Erträge (+88,2%) - durch die Reduzierung von Rückstellungen aus noch bestehenden Phantomaktion durch den niedrigeren Aktienkurs im Vergleich zum Jahresende 2017 - zurückzuführen. So lag das EBITDA nach 9 Monaten bei -0,43 Mio. € gegenüber -0,48 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal konnte das EBITDA mit 0,01 Mio. € (vj. -0,24) sogar einen leicht positiven Wert erreichen, war jedoch ebenfalls von den beiden genannten Effekten positiv beeinflusst.

 

Im dritten Quartal wurde im September zudem mit dem YOC Mystery Scroller ein weiteres Produkt gelaunched, welches laut Unternehmensangaben bereits spürbar zum Umsatz beigetragen hat. Damit dürften auch im vierten Quartal positive Umsatzimpulse daraus zu erwarten sein. Ebenso erwarte ich aus dem neuen Standort in den Niederlanden positive Umsatzeffekte im Schlussquartal. Hierdurch erwarte ich einen Anstieg der Umsatzerlöse von 15% im Segment Mittel- und Osteuropa. Für Spanien erwartet der Vorstand dazu eine Stabilisierung, sodass auch der Umsatzrückgang im vierten Quartal nicht mehr ganz so stark wie in den ersten 9 Monaten ausfallen sollte. Daher rechne ich im Segment Restliches Europa mit einem Umsatzrückgang von 65,0% (Q3: -72,2%), da vermutlich erst im neuen Jahr wieder mit einer besseren Entwicklung zu rechnen sein dürfte.

 

Insgesamt rechne ich unverändert mit einer leichten Reduzierung der Umsätze in diesem Jahr auf 13,5 Mio. € (-6,0%), die damit in der Mitte der Prognosespanne von 13,0 - 14,0 Mio. € des Unternehmens liegt. Für das vierte Quartal entspricht dies einem Wachstum von 2,8% ggü. dem Vorjahresquartal. Bestätigt wird dieser positive Ausblick auch durch Aussagen des Unternehmens, nachdem das vierte Quartal erfolgreich angelaufen sei. Beim EBITDA erwarte ich dagegen eine bessere Entwicklung als vom Unternehmen prognostiziert. So erwartet Vorstand Dirk Kraus ein EBITDA von rund -0,4 Mio. € auf Jahressicht. Angesichts eines traditionell starken vierten Quartal erachte ich jedoch ein EBITDA von -0,1 Mio. € (vj. -0,1) für erreichbar. Dies setzt ein gegenüber dem Q4 2017 leicht niedrigeres EBITDA von 0,35 Mio. € (Q4 17: 0,39) voraus, was ich als realistisch erachte. Letztluch reduziert sich das Kursziel jedoch leicht von 7,50€ auf 7,30€ aufgrund höher als erwarteter Investitionen, die sich negativ auf den Free Cashflow auswirken.

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> Durch externe Faktoren vom Wachstumspfad abgekommen < 

 

YOC hatte bereits Anfang August über schwache Halbjahreszahlen berichtet. So war der Umsatz um 14,9% auf 5,7 Mio. € eingebrochen. Im zweiten Quartal war das Minus mit 17,3% auf 3,0 Mio. € sogar noch etwas stärker. Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen die im Mai eingeführte DSGVO, die zu Unsicherheiten auf Kundenseite geführt hat. Dazu hatte Google die Kampagne "Coalition for better Ads" , wodurch insbesondere in England Publisher die YOC Werbebanner zunächst von den eigenen Plattformen genommen hatten. Dies führte dort zu einem drastischen Umsatzeinbruch. In der Zwischenzeit hat YOC laut eigenen Angaben aber die Bestätigung durch Google für alle Formate, dass diese Konform sind. Dadurch hatte sich der Umsatz im restlichen Europa (GB + Spanien) um 58% auf 0,9 Mio. € reduziert. Dies konnte trotz einer guten Entwicklung in Mittel- und Osteuropa (+3,0% auf 3,7 Mio. €) nicht kompensiert werden. In Spanien gab es dazu Probleme mit Shazam, die Ende 2017 durch Apple übernommen wurden. Durch Apple wurde im Anschluss sämtliche Werbung von Shazam gestrichen.

 

Daher wurde die Umsatzprognose, die ein zweistelliges Wachstum in Aussicht gestellt hatte auf nunmehr 13,0-14,0 Mio. € (2017: 14,4) reduziert, da der Vorstand nicht davon ausgeht diesen negativen Effekt im zweiten Halbjahr aufholen zu können. Dennoch wird eine Rückkehr auf den Wachstumspfad im zweiten Halbjahr erwartet. Dennoch musste man über eine Wandelanleihe im Volumen von 1,6 Mio. € und einem Zinssatz von 4,4% diesen Effekt, der sich auch im EBITDA niedergeschlagen hatte (-0,44 Mio. € vs. -0,23 Mio. € in HJ1 2017), finanzieren. Für die zweite Jahreshälfte geht der Vorstand nunmehr aber von einem EBITDA auf dem Break-Even Niveau aus, sodass sich der Verlust zum Jahresende nicht weiter erhöhen sollte. Dazu entwickelt sich eigenen Angaben die neue eigene Plattform VIS.X sehr gut und bestätigt die Erwartungen. Zugleich steigt das Umsatzvolumen sukzessive an und sollte im kommenden Jahr ein merkliches Volumen für den Konzern erreichen. Dadurch will man sich zum technologiebasierten Anbieter für High-Impact Programmatic Advertising entwickeln und proprietäre Werbeformate durch VIS.X für alle Kunden programmatisch verfügbar machen.

 

Für die kommenden Jahre wird dadurch mit einem beständigen Wachstum gerechnet, im Zuge dessen sich durch die genannte Transformation die Rohertragsmarge weiter verbessern und sich zugleich die Abhängigkeit von größeren Kooperationspartnern verringern soll. Dies hat der Vorstand Herr Kraus durch seinen Kauf zuletzt von rund 12.000 Aktien zu 3,65€bestätigen wollen. Aufgrund der schwächeren Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr habe ich meine Schätzungen entsprechend angepasst. Ich rechne nun mit einem Umsatz von 13,5 Mio. € für dieses Jahr sowie einem EBITDA von rund 0,4 Mio. €. Zugleich habe ich auch meine mittelfristigen Margenerwartungen von bislang 12,5% auf 10,0% reduziert. Hierdurch hat sich das Kursziel von bislang 11,10€ auf 7,50€ reduziert. Da dies unterhalb des Wandlungspreis von 8,00€ der Wandelanleihe liegt, habe ich diese entsprechend nicht in der Anzahl der Aktien berücksichtigt, sondern als Fremdkapital. Ungeachtet des reduzierten Kursziels bleibt YOC für mich aber weiterhin ein potenzieller Übernahmekandidat, wenn sich zeigt, dass die neue Plattform VIS.X sich als erfolgreich erweist und YOC nachhaltig profitabel ist.  

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