Zu den Gewinnern zählt Washington: Die US-Regierung stieg im August 2025 als passiver Aktionär ein, bezahlt mit umgewandelten Subventionen, und hat ihren Einsatz inzwischen knapp verfünffacht. Die frühen Investoren und liegen beim gut Vierfachen.
Server gefragt, Kunden gesucht
Im Rechenzentrumsgeschäft wuchs zuletzt um rund 60 %, weil nach Konzernangaben KI-Systeme, die selbstständig Aufgaben erledigen, mehr klassische Server-Prozessoren brauchen. Noch fehlen der Auftragsfertigung dagegen die großen Kunden. Ob Intel beim Chipprojekt Terafab von und Partner bleibt, ist offen: Konzernchef Lip-Bu Tan sieht sein Haus weiter beteiligt, Musk will in Eigenregie bauen und höchstens als Untermieter zulassen. Frühestens am 29. Oktober dürfte es mehr Klarheit geben, dann legt das Unternehmen seine Quartalszahlen vor.
Spielerisch versiebenfacht
Äußerst positiv hat sich die Online-Gaming-Industrie in den vergangenen Jahren entwickelt, und Fabian Dreher rechnet damit, dass sich dieser Trend fortsetzt, vielleicht sogar verstärkt. Sein wikifolio Online Gaming und E-Sports bündelt deshalb Aktien großer Spielehersteller mit Standbein im Online-Geschäft oder im E-Sport. Schwerpunktmäßig stammen sie aus den USA, hinzu kommen europäische und asiatische Titel. Dreher sucht Unternehmen, die er für qualitativ hochwertig und vertrauenswürdig hält und bei denen er davon ausgeht, dass sie auch in Rezessionszeiten profitabel bleiben. Gekauft wird ausschließlich nach Fundamentaldaten; wichtig sind ihm eine solide Cashposition, hohe Verkaufszahlen, Wachstumsraten und Margen. Der Ansatz ist eher passiv im Sinne von Buy-and-Hold angelegt, der Horizont beträgt etwa fünf Jahre. Entsprechend selten wird gehandelt. Bei aussichtsreichen Entwicklungen, etwa im Virtual-Reality-Gaming, nimmt er neue Titel auf, verkauft wird bei firmenspezifischen Problemen oder um Kapital für neue Käufe freizusetzen. Mit rund 15 % Cash hat er derzeit aber genug Spielraum, um jederzeit aktiv zu werden und seinen Bestand von 34 Einzelwerten zu erweitern. (21,4 %) und Nvidia (18,3 %) sind die mit Abstand größten Positionen, weitere Beispiele sind Take-Two Interactive, und Intel. Seit der Auflegung im November 2015 hat das wikifolio eine starke durchschnittliche Jahresperformance von +19,8 % erzielt, was zu einem Gesamtzuwachs von +598 % geführt hat.
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Regeln statt Rätselraten
Auf Aktien, die sich besser entwickeln als ihr eigener Index, setzt Michael Kranich in seinem wikifolio Relative Stärke Dow-Nasdaq-Werte. Insgesamt 130 Einzelwerte aus Dow Jones und Nasdaq 100 stehen dafür zur Auswahl, gemessen wird die Relative Stärke täglich in US-Dollar mittels eines eigenen Algorithmus. Weil rechnerisch höchstens die Hälfte aller Titel ein Kaufkriterium erfüllen kann, soll ein Neukauf rund 1,5 % des wikifolio Vermögens betragen. Für den Fall, dass weniger Aktien den Anforderungen genügen, darf der Rest in einen Dividenden-ETF für Nordamerika oder die Welt fließen. Über die Marktlage entscheiden vier Indikatoren, die wöchentlich geprüft werden: die relative Stärke des MSCI ACWI, die der drei US-Indizes Dow Jones, Nasdaq 100 und S&P 500, der auf die USA angewandte Gebert-Indikator sowie ein Mix von Signalen aus Rohstoff- und Energiepreisen. Stehen drei der vier im negativen Terrain, trennt sich Kranich grundsätzlich von allen Aktien und setzt stattdessen auf einen ungehebelten Short-ETF auf den Dow Jones. Solange mindestens zwei positiv sind, versucht er, von trendstarken Werten zu profitieren, überwiegend mit langer Haltedauer. Aktuell ist das wikifolio quasi vollinvestiert. Sein Kapital steckt in 21 Einzelaktien wie , , , Intel und . Ein Swap-ETF auf den S&P 500 (1,1 %) rundet das Portfolio ab. Im Jahresdurchschnitt legte der Wert seit September 2017 um solide +15,1 % zu, insgesamt ein Plus von 242 %.
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Alles hängt am Chip
Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Internet der Dinge und Cloud ruhen auf demselben Fundament, nämlich immer leistungsfähigeren Halbleitern. Genau darauf baut Halbleiter Sektor, das wikifolio von Zainab Hameed-Langer. Innerhalb dieses Felds ist es breit aufgestellt, vom Chipentwickler über den Auftragsfertiger bis zum Anlagenbauer. Auch für Regierungen hat die Branche inzwischen Gewicht, wie der Staatseinstieg bei Intel zeigt. Flexibel bleibt Hameed-Langer bei der Aufteilung, denn Regionen lassen sich jederzeit umschichten, und ein Rebalancing soll nach Möglichkeit verhindern, dass einzelne Titel dauerhaft extrem übergewichtet sind. Maßgeblich ist dabei ihre eigene Einschätzung des Marktes. Neben Einzelaktien sind auch themenbezogene Branchen-ETFs erlaubt. Bei der Titelauswahl stützt sie sich auf die Technische Analyse, etwa den Abstand zur 200-Tage-Linie, und auf die Fundamentalanalyse mit freiem Cashflow, KGV und KBV. In der Regel soll der Anlagehorizont mittel- bis langfristig ausfallen. Unter ihren insgesamt 15 Positionen finden sich TSMC (ADR), Nvidia, , Intel und . Cash-Reserven hält sie derzeit praktisch keine. Annualisiert kommt das wikifolio seit der Auflage im September 2018 auf überragende +26,6 %, unter dem Strich stehen +541 %.
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Was kommt?
Zum Wochenauftakt meldet China am Montag sein Wirtschaftswachstum im dritten Quartal. Der Dienstag hat es dann in sich: Destatis veröffentlicht hierzulande den Erzeugerpreisindex, das ZEW seine Konjunkturerwartungen, in den USA stehen die wöchentlichen ADP-Vorabdaten zur Beschäftigung und in Großbritannien die Arbeitsmarktzahlen an. Am Mittwoch folgt der britische Verbraucherpreisindex. Tags darauf geht es in den USA um die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und in der Eurozone wird das Verbrauchervertrauen abgefragt. Der Freitag steht dann im Zeichen der Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, die Eurozone und die USA. In der laufenden Berichtssaison richtet sich der Blick auf (Dienstag), Tesla, , , und Lam Research (alle Mittwochabend) sowie (Donnerstag).
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