DEUTSCHLAND: - GEWINNE ERWARTET - Die weiter nachgebenden Energiepreise lassen auch am zweiten Börsentag der Woche Kursgewinne erwarten. Der deutsche Leitindex Dax dürfte am Dienstag an die Vortagesgewinne anknüpfen und sich somit dem Rekordhoch von vor drei Wochen bei 25.900 Zählern annähern. Der Broker IG taxierte das Börsenbarometer rund zwei Stunden vor dem Xetra-Start ein Drittelprozent höher auf 25.445 Punkte. Nach dem starken Rücksetzer der Preise für Rohöl und Gas am Vortag geben diese weiter nach. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September fiel auf rund 87 US-Dollar. In der vergangenen Woche notierte Brent in der Spitze noch über der Marke von 100 Dollar. Die Saison der Quartalsbilanzen kommt derweil hierzulande weiter in Fahrt. Am Dienstag lassen sich Mercedes-Benz (Im Portfolio von Tobias Kramer+242,9 %) und der Software-Anbieter Teamviewer (Im Portfolio von Philipp Haas+371,6 %) in die Bücher schauen. Einen Blick wert sein dürften auch Aktien mit KI-Bezug. Diese litten im US-Handel sowie in Japan und Südkorea teils deutlich unter Sorgen vor wachsender China-Konkurrenz und ausufernden Finanzierungsnotwendigkeiten.
USA: - DOW LEICHT IM PLUS; NASDAQ ETWAS IM MINUS - Sinkende Ölpreise wegen neuer Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten haben sich am Montag an den US-Börsen nicht eindeutig entfalten können. Im Technologiesektor wurde die Chipbranche wegen Sorgen vor Konkurrenz aus China zu einem Bremsklotz, der auch in der Breite die anfängliche Euphorie hemmte. Hinzu kamen anhaltende Sorgen um die Rentabilität großer KI-Geschäfte. Die Indizes konnten ihre Anfangsgewinne im Ein-Prozent-Bereich, die eine erneute Feuerpause im Krieg zwischen den USA und dem Iran ausgelöst hatte, nicht verteidigen. Am Ende kam nur der Leitindex Dow Jones Industrial mit 52.210,08 Punkten noch auf ein klares Plus von 0,51 Prozent. Der marktbreite S&P 500 schloss mit 7.413,18 Zählern nur 0,02 Prozent höher. Vor allem machten sich die China-Sorgen an der Nasdaq bemerkbar. Unter dem Gewicht der Chipwerte beendete der Nasdaq 100 den von Schwankungen geprägten Handel 0,3 Prozent tiefer bei 28.039,21 Punkten. Er knüpfte damit an seine jüngste Talfahrt an, die ihn bereits auf das niedrigste Niveau seit Anfang Mai getrieben hatte.
ASIEN: - VERLUSTE - Sorgen vor wachsender KI-Konkurrenz aus China sowie überbordendem Finanzierungsbedarf für KI-Projekte hat die Börsen in Tokio, vor allem aber in Südkorea am Dienstag deutlich belastet. Zuvor hatten bereits KI-Riesen wie Nvidia an der US-Börse Federn gelassen. Der südkoreanische Leitindex Kospi knickte um fast 10 Prozent ein; die Aktien von der Speicherchip-Hersteller SK Hynix und Samsung brachen jeweils um mehr als 12 Prozent ein. Der japanische Nikkei 225 fiel im späten Handel um fast 4 Prozent. Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen sank um gut 2 Prozent, während sich der technologiewertelastigere Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong mit einem Minus von 0,3 Prozent deutlich besser hielt.
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