FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei etwas schwächeren Tagen dürfte der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag weitgehend stabil eröffnen. Im Anlegerfokus stehen die Geschäftszahlen des Dax-Schwergewichts SAP (Im Portfolio von Astrid Schuch+96,6 %) und die der Deutschen Bank (Im Portfolio von Natalie Görzen+374,8 %). Die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank vom Vorabend sollte kaum bewegen. Die Fed beließ den Leitzins nach drei Senkungen erwartungsgemäß unverändert. Im Blick steht hier weiterhin vor allem die Unabhängigkeit der Fed, die sich den Angriffen von US-Präsident Donald Trump erwehren muss.
Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den Dax einen kaum veränderten Stand von 24.818 Punkten. Tags zuvor war der Dax zeitweise auf fast 24.707 Punkte abgesackt, hatte sich dann aber wieder gefangen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Donnerstagmorgen ebenfalls wenig verändert erwartet.
Europas größter Softwarehersteller SAP will sein Umsatzwachstum in diesem Jahr beschleunigen und dabei profitabler werden. Mit den Zielsetzungen liegt SAP im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Der Auftragsbestand in der Cloud auf Sicht von zwölf Monaten dürfte allerdings langsamer wachsen als im Vorjahr. Das Unternehmen kündigte zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm für 10 Milliarden Euro über zwei Jahre an. Für die SAP-Aktien ging es im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um gut 4 Prozent nach unten, allerdings sind sie auf Sicht eines Jahres auch schon deutlich gefallen.
Die Deutsche Bank verzeichnete 2025 ein Vorsteuerergebnis von 9,7 Milliarden Euro auf Rekordniveau. Damit erreichte das Geldhaus nicht nur sein Renditeziel, sondern übertraf auch die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Die Anteilseigner können sich nun auf eine Dividende von 1,00 Euro freuen, rund anderthalbmal so viel wie im Vorjahr. Zudem stellte das Institut weitere Aktienrückkäufe in Aussicht. Die Aktie legte auf Tradegate um 1,7 Prozent zu, nachdem sie am Mittwoch wegen neuer Ermittlungen gegen Verantwortliche und Mitarbeiter der Bank wegen des Verdachts der Geldwäsche um rund 2 Prozent gefallen war.
Die Deutsche-Bank-Tochter DWS (Im Portfolio von Andreas B. Schäfer+199,5 %) übertraf 2025 ihre Ziele und legte die Latte für die kommenden Jahre nun höher. Zudem sollen die Aktionäre im Jahr 2027 eine Sonderdividende erhalten. Die DWS-Anteilsscheine verteuerten sich auf Tradegate um 5,2 Prozent.
Der Softwarehersteller Nemetschek (Im Portfolio von Stefan Uhl+768,5 %) steigerte 2025 den Erlös um knapp ein Fünftel und knackte damit erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro. Umsatz und Profitabilität lagen den Angaben zufolge im Rahmen der Prognose des Unternehmens sowie der Analystenschätzungen. Die Nemetschek-Titel stiegen auf Tradegate um 4,5 Prozent.
Das IT-Sicherheitsunternehmen Secunet Security Networks (Im Portfolio von Thorsten Niehaus+327,4 %) steigerte Umsatz sowie operativen Gewinn 2025 deutlich und übertraf damit die Prognosen. Für 2026 erwartet das Management weiteres Wachstum. Die Aktie reagierte auf Tradegate mit einem Kursplus von 5,4 Prozent.
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