Unendliche Verlängerung?!

Der Spruch von Sepp Herberger „Das Spiel dauert 90 Minuten“ hatte auch in dieser Europameisterschaft wieder seine Bewandtnis – allerdings anders als gedacht: Denn in vielen Partien reichten die 90 Minuten eben nicht aus, um eine Entscheidung herbeizuführen.

Da war dann eine andere Spruchweisheit relevant: Abgerechnet wird zum Schluss – und das war manchmal erst beim Elfmeterschießen. Dagegen scheinen die Notenbanken mit ihrer lockeren Geldpolitik fast schon auf eine unendliche Verlängerung zu setzen, und das ist eine Strategie, die sich bei der Endabrechnung durchaus als Eigentor erweisen könnte. Noch scheinen sich die Märkte mit vorübergehenden Preiserhöhungen gut zu arrangieren. Wenn man sich allerdings das Preisgeschehen an den Rohstoffmärkten ansieht, ist nicht auszuschließen, dass die Inflation doch noch in die Verlängerung geht.

Unverzichtbares hoch im Kurs

Aktuell kennen auch die Lebensmittel- und Energiepreise nur den Weg nach oben. Besonders relevant für die allgemeine Teuerung bleibt der Ölpreis. Das geplatzte OPEC-Treffen – hier sollte eine Ausweitung der Fördermenge beschlossen werden – ist ebenfalls kein gutes Omen. Sollte sich der Eindruck verfestigen, dass Ausgaben für Unverzichtbares wie Nahrung, Energie und Wohnen nicht nur gestiegen sind, sondern weiter hoch bleiben, könnte dies in höheren Lohnforderungen resultieren und die berüchtigte Lohn-Preis-Spirale in Gang setzen. Wie durchsetzbar solche Lohnforderungen sind, hängt auch vom Zustand des Arbeitsmarktes ab, dessen Wasserstandsmeldungen künftig wohl besonders genau beobachtet werden.

Gehebeltes Wachstum

Flexibel auf Marktveränderungen reagieren und dennoch überproportional profitieren – so könnte die Anlagestrategie umschrieben werden, die Christian Jagd ( Portfoliomatrix ) in seinem wikifolio Intelligent Matrix Quantum verfolgt. Dabei schöpft er explizit den vollen Umfang des verfügbaren Anlageuniversums aus. Durch die wahlweise Nutzung von Long- und Short-Positionen macht sich Jagd unabhängig von der jeweiligen Marktphase und passt sich zeitnah an veränderte Marktgegebenheiten an. Grundsätzlich verfolgt er hier eine Doppelstrategie – neben einem investmentorientierten mittelfristigen Ansatz besteht die zweite Säule in einer kurzfristigen Handelsstrategie. Aktuell ist das Portfolio überwiegend in strukturierten Produkten investiert, wobei die fünf größten Positionen zusammen mehr als 20 % des Volumens auf sich vereinen. Darunter finden sind Calls auf marktführende US-Aktien wie Amazon und Apple , aber auch ein Turbo-Optionsschein auf HelloFresh . Unter den Aktientiteln, die mehr als ein Drittel des Portfolios auf sich vereinen, sticht der deutsche SmallCap IBU-Tec Advanced Materials als größte Einzelposition hervor. Seit der Auflegung Ende 2014 legte das wikifolio um mehr als 625 % zu. Die durchschnittliche Jahresperformance beziffert sich damit auf satte 35,2 %.

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cde

Kennzahlen

  • +645,1 %
    seit 06.10.2014
  • +57,2 %
    1 Jahr
  • -
    Risiko-Faktor
  • EUR 9.143.282,74
    investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: 35,2 Prozent

Starke Marken, starke Performance

Mit dem wikifolio World`s Best Brands setzt Yves Lienhard ( WorldsBest ) vor allem auf Unternehmen mit hohem Bekanntheitsgrad. Dabei schöpft er aus einem selbst definierten, globalen Universum von bis zu 150 Unternehmen, aus dem er letztlich das Portfolio mit 20 bis 40 Werten bestückt. Die einzelnen Positionen werden dabei grundsätzlich gleichgewichtet, was eine optimale Diversifizierung gewährleisten soll. Mit Hilfe der zugrundeliegenden technischen und fundamentalen Analyse soll der MSCI World auf diese Weise langfristig geschlagen werden. Zuletzt ergänzte Lienhard sein Portfolio um JD.Com und Coinbase , wofür er im Gegenzug Teilgewinne bei Amazon und Microsoft realisierte. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Wertentwicklung von +16,4 % und einer Gesamtperformance von mehr als 151 % seit der Auflage im April 2015 erreichte Lienhard bislang jedenfalls sein selbstgestecktes Ziel. Selbst in einem eher inflationär geprägten Umfeld sollten sich die ausgesuchten Unternehmen tendenziell besser entwickeln als der Gesamtmarkt, da deren markenbewusste Kundschaft weniger sensibel auf Preiserhöhungen reagieren dürfte. Zudem sollten diese Konzerne auch von einer weiteren Erholung des Arbeitsmarktes und damit von einem anziehenden Konsum profitieren.

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cde

Kennzahlen

  • +160,4 %
    seit 22.04.2015
  • +36,7 %
    1 Jahr
  • 0,64×
    Risiko-Faktor
  • EUR 1.692.035,20
    investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: 16,4 Prozent

Mit Netz und doppeltem (Dividenden-)Boden

Mit seinem wikifolio Nachhaltige Dividendenstars verfolgt Philipp Haas ( investresearch ) eine ganz andere Strategie: Er fokussiert sich auf ETFs und Einzeltitel mit einem zukunftsorientierten Geschäftsmodell, welches aufgrund seiner nachhaltigen Profitabilität die konsequente und dauerhafte Ausschüttung von Dividenden erlaubt. Sein Anlageuniversum ist weder hinsichtlich der Größe noch in Bezug auf die Branche oder das Herkunftsland der Unternehmen begrenzt. Dieser breit diversifizierte AllCap-Ansatz verfolgt dabei eine gesunde Mischung aus Small- und Big-Caps. So repräsentieren beispielsweise Anteilscheine von Jinkosolar, Canadian Solar und Vestas den Sektor der Erneuerbaren Energien. Der Pfiff dieser Strategie ist die Dividendenrendite, die auch in schwierigeren Börsenphasen als Ertragspuffer wirkt, was auch im geringen Risikofaktor von nur 0,56x seinen Ausdruck findet. Seit der Auflegung im Juli 2013 generierte das wikifolio eine Gesamtperformance in Höhe von 255 % und profitierte vor allem im zurückliegenden Jahr mit einem Zuwachs von mehr 63 %.

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abc
cde

Kennzahlen

  • +257,8 %
    seit 19.07.2013
  • +63,5 %
    1 Jahr
  • 0,56×
    Risiko-Faktor
  • EUR 2.842.253,98
    investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: 17,6 Prozent

Was kommt?

  • Das sollten Anleger in der nächsten Woche im Auge behalten

In der nächsten Woche dürfte der Start der US-Berichtssaison für das zweite Quartal spannend werden. Können die Ergebnisse die zuletzt noch einmal angehobenen Erwartungen erfüllen, oder kommt es aufgrund gestiegener Kosten zu Enttäuschungen? Traditionell starten Finanzunternehmen wie JPMorgan Chase , Goldman Sachs (beide am Dienstag), Citigroup , Bank of America und BlackRock (alle am Mittwoch) mit ihren Ergebnissen. Daneben stehen Wirtschaftsdaten auf dem Programm: Der Empire State Manufacturing Index gibt Aufschluss über das verarbeitende Gewerbe im Staat New York. Die Veröffentlichung der Preisdaten wird zeigen, wie es um die Inflation in der Eurozone steht.


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