Trends - spekulativ, Investment

Enrico La Quatra
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Handelsidee

Dieses Portfolio soll aus 2 Anlagestrategien bestehen, um die bestmögliche Rendite im Verhältnis zum Risiko zu erzielen:

Investieren: Ein Teil des Portfolios soll langfristig in nachhaltig gute Unternehmen investiert werden. Hier soll sich die Analyse hauptsächlich auf die fundamentalen Daten beschränken.

Spekulatives Trading: Trendfolge ist meiner Meinung das wichtigste Mittel um an der Börse Geld zu verdienen. Deshalb soll bei der ersten dynamischen Bewegung dem Trend gefolgt werden. Die Haltedauer kann kurzfristig sowie mittelfristig sein. Hier soll hauptsächlich die technische Analyse angewendet werden, mit Fibonacci Retr., Trendlinien sowie Unterstützungs- und Widerstandslinien.

Ich beabsichtige ein diszipliniertes Money Management zu betreiben, wodurch dem Portfolio viele Risiken entnommen werden sollen.
Transparenz des Porfolios ist auch besonders wichtig. Deshalb beabsichtige ich zu den meisten Trades und Marktlagen Kommentare beizufügen.
Die Strategie soll mit Aktien und ETFs umgesetzt werden. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF000TECHI
Erstellungsdatum
02.04.2013
Indexstand
High Watermark
150,0

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Enrico La Quatra
Mitglied seit 02.04.2013

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Sehr geehrte Investoren,

heute habe ich zwei große und wichtige Transaktionen gemacht, auf welche ich nun eingehen will.

Fossil: Ich habe die ersten Aktien von Fossil am 5.3.2014 gekauft unter der Annahme, dass noch wesentlich mehr Wachstum für Fossil möglich ist und zum Kurs von 82,40 €, der innere Wert höher ist. Aktuell liegt der Kurs bei 9,26 €. Zusammengefasst: Ein riesiger Fehler. Das größte Problem an Fossil war per se nicht die Tatsache, dass ich eine schlechte Entscheidung getroffen habe, sondern viel mehr, dass ich sie immer wieder falsch getroffen habe. Man kann nicht bei allen Investmententscheidungen richtig liegen. Selbst die besten Investoren der Welt, wie Warren Buffett und Charlie Munger, treffen maximal 70% der Zeit die richtigen Investmententscheidungen. An sich ist dies kein Problem, solange man mehr gute Entscheidungen trifft als schlechte, jedoch war mein größter Fehler, dass ich aufgrund einer Investmententscheidung sehr viele Folgefehler gemacht habe. Insgesamt habe ich 6 Mal bei niedrigeren Preisen nachgekauft was letztendlich zu einem Verlust von fast 50.000 € auf ein Startkapital von 100.000 € führt. Jedes Mal dachte ich erneut, dass der Kurs nicht weiter fallen könnte und der innere Wert höher liegt. Der einzige Grund, warum man seine Investments in einem Portfolio streut ist, dass man sich nie zu 100% sicher sein kann – auch kein Warren Buffett. Auch wenn ich Ihnen viel Geld durch dieses Investment verloren habe, glaube ich trotzdem, dass es ein wichtiges Investment war. Es hat mich gelehrt, dass man akzeptieren muss wie unsicher die Welt ist und dass nicht jedes Investment gutgehen kann. Die Moral ist, keine Positionen immer weiter aufzustocken, nur weil die Kurse gefallen sind. Manchmal muss man akzeptieren, dass man falsch liegt und die „Crowd“ richtig. Abschließend zusammengefasst in den Worten von Mark Twain: „It ain’t what you don’t know that gets you into trouble. It’s what you know for sure that just ain’t so.”

Posco: Posco ist der fünftgrößte Produzent von Stahl mit Sitz in Südkorea. Die beiden Hauptstandorte an denen Posco Stahl fertigt, sind in den Hafenstädten Pohang und Gwangyang, was auch zu dem Haupt-Competitive-Advantage von Posco führt. Posco besitzt riesige Produktionsareale direkt an der Küste, welche sich historisch zu Stahlproduktionsstädten entwickelt haben und in welchen die meisten Bewohner auch bei Posco arbeiten. Der Kostenvorteil, welcher dadurch entsteht, dass das Eisenerz per Schiff angeliefert wird und auch die fertigen Stahlprodukte die Fertigung hauptsächlich per Seeweg verlassen, ist immens. Posco ist der günstigste Stahlproduzent der Welt und dieser Vorteil wird auch über die nächsten Jahrzehnte bestehen bleiben. Charlie Munger und Mohnish Pabrai haben diesen Vorteil erkannt und Charlie Munger ist sogar in Posco investiert. Nun zur Investmentthese: Die Stahlbranche wird seit 2008 von massiven Überkapazitäten geplagt und die Stahlpreise haben sich seit 2004 trotz Inflation nicht von der Stelle bewegt. China ist nach wie vor der größte Produzent von Stahl und die subventionierten Stahlkonzerne der Zentralregierung produzieren wesentlich mehr als der Markt benötigt. Die These ist, dass die Preise über die nächsten Jahre wieder ansteigen werden, da über die letzten 10 Jahre kaum Neuinvestitionen getätigt wurden und Kapazitäten immer geringer werden. Die Nettomargen und Umsätze von Posco werden somit wieder auf historische Niveaus steigen und Investoren werden erkennen, wie profitabel derzeit Posco bereits ist. Die Bewertung nach Enterprise Value zum Umsatz, Price to Book, Shiller PE oder PE ist auf der niedrigsten in über 25 Jahren. Allein das Cash & Cash Equivalents von mehr als 10 Mrd. $ auf ein Market Cap von 17 Mrd.$ ist ein Zeichen für die massive Unterbewertung von Posco. Die Kombination aus einer niedrigen Bewertung, einem sicheren Moat für die nächsten Jahrzehnte und in einem der günstigsten Aktienmärkte der Welt (Südkorea) investiert zu sein, macht Posco zu einem sehr guten Investment und es ist sehr unwahrscheinlich, dass man hiermit über die nächsten Jahre keine Gewinne machen wird. Mit freundlichen Grüßen

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Allgemeiner Kommentar

Sehr geehrte Investoren,

ich habe heute Corus Entertainment verkauft. Am 24.9.2018 kaufte ich Corus für 2,88 € die Aktie unter der Annahme, dass der Preisverfall nicht dem Verfall des inneren Wertes entsprach und zumindest 50% unterbewertet war. Mit dieser Annahme erwartete ich einen Kursgewinn von mindestens 100%. Im Rückblick betrachtet war der innere Wert für Corus zu hoch angesetzt, da sich das Pay-TV-Business über die letzten Monate noch mehr verschlechtert hatte. Es ist immer schwierig den genauen Wert zu bestimmt aber es reicht, wenn die Margin of Safety groß genug ist um bessere Investments als der Marktdurchschnitt zu tätigen. Trotz alledem konnten wir eine gute Rendite mit Corus erzielen, da die Preisanpassung verhältnismäßig schnell innerhalb von 214 Tagen stattfand. Mit einer Rendite von 76,26% ist dies auf das Jahr gerechnet etwa ein ARR von 130%. Durchaus kann die Aktie noch wesentlich weiter steigen, gerade weil ein so starker Trend zu erkennen ist, jedoch muss ich mich an die Prinzipien halten und die Aktie beim inneren Wert verkaufen. Ich hoffe auch in Zukunft noch weitere solcher Investments tätigen zu können - besonders in so teuren Zeiten wie diesen.

Mit freundlichen Grüßen

Enrico La Quatra

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Allgemeiner Kommentar

Sehr geehrte Investoren,

ich habe letztens eine Position in Emperor Entertainment eröffnet und werde diese kurz erläutern:

Emperor Entertainment, eine in Hong Kong gelistete Aktiengesellschaft, besitzt zu 75% Anteile am Emperor Hotel (307 Räume mit 655k sq.ft. wovon 130k sq.ft. Casino mit 77 Tischen sind) mitten in Macau und ein zweites kleineres Hotel, das Inn Macau (287 Räume mit 209k sq.ft.), auf der Südinsel Macaus Cotai. Der größte Anteil der Umsätze kommt aus dem Casino-Bereich mit 1,25 Mrd. HKD, die restlichen 245 Mio. HKD aus dem Hotel-Bereich. Das Business ist dadurch relativ simpel. Wenn „Gambling“ in Macau floriert, floriert das Emperor genauso. Aufgrund des schnell ansteigenden Wohlstandes in der VR China und die daraus resultierende Spielbereitschaft der Chinesen durfte Macau über die letzten Jahrzehnte ein enormes Wachstum erleben. Seit 2014 sind die Gamblingumsätze ein wenig unter Druck geraten, jedoch denke ich weiterhin sind die langfristigen Aussichten für Macau sehr vorteilhaft. Das Emperor Hotel sitzt direkt am Hauptstrip in Macau womit bei steigenden Spielumsätzen in der Zukunft und der erhöhten Nachfrage nach Hotels, auch das Emperor als Nischenhotel stark davon profitieren wird. Das Besondere an diesem Investment ist jedoch gar nicht der Top Standort, die Zukunftsaussichten Macaus oder die sehr stabilen Cashflows aus dem Casino und Hotelbereich, sondern ein ganz anderer: Cash. Seit 2010 häuft Emperor kontinuierlich Cash aus den laufenden Cash-Flows an, welches mittlerweile zu einem enormen Cash-Berg geworden ist. Pro gekaufter Emperor Aktie (Bei einem aktuellen Kurs von 1,64 HKD) erhält man aktuell 2,09 HKD in Cash. Sie haben richtig gehört. Dies könnte einem relativ egal sein, wenn man vermutet, dass dieser Cash-Berg nicht an die Investoren ausgeschüttet wird, doch dies ist nicht so. Emperor zahlt eine 5% Dividende jedoch was viel wichtiger ist, das Management verfolgt seit September letzten Jahres eine sehr aggressive Buy-Back-Strategie. 56% aller gekauften Aktien dieser sehr illiquiden Aktie (Da die Gesellschaft zu 2/3 einer der reichsten Familien Hong Kongs gehört wird der Free Float nur sehr gering gehandelt mit 21% Jahresvolumen vom Market Cap) wurden seit September von Emperor selbst zurückgekauft. Einen so großen Anteil am täglichen Volumen ist sehr ungewöhnlich und wird in den meisten Fällen auf 1/3 beschränkt. Hieran erkennt man das Interesse des Managements das Cash an die Investoren auszuschütten. Zusammengefasst: Mit dem Kauf von Emperor erhält man zwei Hotels in einer Top Lage in einer der schnellsten wachsenden Städte der Welt, man erhält stabile Cash Flows für einen P/CF von nur 6, man erhält ein Shareholder orientiertes Management mit einer der erfolgreichsten und reichsten Familien Hong Kongs als Partnerinvestoren an der Seite und das Beste ist, dass man Cash im Wert von 2,09 HKD pro Aktie erhält welche als Dividende (mit 5% Yield) und Share Buybacks (mit 5% Buyback-Yield) ausgeschüttet werden. Mein „innerer“ Wert für Emperor Entertainment liegt bei 3,83 HKD. Bei einem aktuellen Preis von 1,64 HKD ist dies ein Kurspotenzial von 133%. Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

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Allgemeiner Kommentar

Sehr geehrte Investoren,

letzte Woche habe ich Kraft Heinz gekauft und möchte nun die Position erläutern:

Kraft Heinz ist ein globaler Lebensmittelproduzent mit starken und bekannten Marken wie die Kraft Heinz Ketchups, Philadelphia und Kraft Makkaroni & Cheese. Der Konzern machte Umsätze in Höhe von 26,25 Mrd. $ im Jahr 2018 wovon 18,12 Mrd. $ in den USA realisiert wurden. Die Umsätze sind weitestgehend Krisenresistent und obwohl die Befürchtungen groß sind, dass der Fokus der Konsumenten auf regionale, gesunde und nicht markenbasierte Produkte fallen wird, ist dies aktuell noch nicht an den Umsätzen zu erkennen. Zusammengefasst ist Kraft Heinz ein diversifiziertes, effizientes Unternehmen mit dem bestmöglichen Management und absoluten High-End Marken.

Nun zur These: Anfang 2015 kaufte Warren Buffett zusammen mit 3G-Capital (3 sehr erfolgreiche Geschäftsmänner und Milliardäre aus Brasilien) 50% der Anteile des neu geformten Kraft Heinz zu einem Preis von etwa 80$ die Aktie. Zweifelsohne ein sehr hoher Preis damals. Zu dem Preis hat Buffett sich bereits geäußert und zugegeben, dass der Preis zu hoch war und er bessere Investments hätte tätigen können. Der Punkt ist nur der: Der Kaufzeitpunkt ist nun einen Kursrutsch von 60% her. Der Kaufpreis von 80$ war hoch und das Unternehmen ist 2015 nicht 80$ wert gewesen, jedoch ist Kraft Heinz, obwohl seit 2015 erhebliche Effizienzfortschritte durch 3G Capital ermöglicht wurden, nur 32$ die Aktie wert?

Die Bewertung: Warren Buffett offenbarte in seinem Interview, dass Kraft Heinz einen Vorsteuergewinn von 6 Mrd. $ auf 7 Mrd. $ an tangible Assets realisiert. Welches Unternehmen kann dies schon von sich behaupten? Nehmen wir einmal einen geringen Multiple an von 16,6 (Der Durchschnitt aller Earnings-Multiples über die letzten 100 Jahre), dann ist Kraft Heinz mindestens 79 Mrd. $ oder 64,75 $ die Aktie wert. Dies ist bereits eine konservative Rechnung, da Consumer Non-Cyclicals wie Unilever und co. meistens durch ihre geringe Volatilität wesentlich höhere Multiples aufweisen. Bei dem jetzigen Preis ist Kraft Heinz mindestens 50% unterbewertet und ein sehr weises Investment. Noch einmal zusammengefasst: Man erhält für 32$ die Aktie 3,90$ stabile Nettogewinne durch die stärksten Consumer-Marken, ein Shareholder orientiertes Top Management gestellt von Warren Buffett und 3G-Capital und on top eine Dividende von 5%. Hört sich das nicht nach einem soliden No-Brainer an?

Ich werde Kraft Heinz solange halten bis der innere Wert von 64,75$ erreicht wurde.

Mit freundlichen Grüßen

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