€uro am Sonntag VaR-Strategie

Euro am Sonntag

Performance

  • +29,6 %
    seit 25.08.2015
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
    Max Verlust (bisher)
    0,5x
    Risiko-Faktor
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Handelsidee

In diesem Wikifolio soll die VaR-Strategie (auch Low-Risk-5-Strategie) aus der Finanzzeitung €uro am Sonntag abgebildet werden.

Die Strategie soll festen Investitionsregeln folgen und auf deutsche Aktien setzen. Entwickelt wurde sie von Prof. Stefan Mittnik von der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Tobias Aigner, Leitender Redakteur des Wirtschaftsmagazins €uro. Die Strategie soll ein besseres Rendite-Risiko-Verhältnis erzielen als der DAX. Dazu streben wir an, in ruhigen Börsenphasen investiert zu sein und in turbulenten Phasen auszusteigen. Zudem sollen in den Investitionsphasen nur risikoarme Aktien gekauft werden. Das Portfolio soll in einem regelmäßigen Turnus neu zusammengesetzt werden.

Als Signalgeber für den Ein- und Ausstieg soll die von Prof. Mittnik ermittelte Risikokennzahl Value at Risk (VaR) dienen, die auch für die Auswahl der Aktien entscheidend ist. Die Kennziffer gibt an, wie hoch das prozentuale Verlustrisiko ist, das eine Aktie in einer Woche mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent nicht überschreiten sollte. Ein Beispiel: Eine Aktie mit einem VaR von 4,0 sollte mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent in der kommenden Handelswoche nicht mehr als vier Prozent verlieren.

Bei der Strategie sollen ausschließlich Titel mit niedrigem VaR gekauft und im Portfolio ungefähr gleich gewichtet werden. Allerdings können sich die Gewichte durch Kursbewegungen mit der Zeit verschieben. In Ausstiegsphasen soll nur Cash gehalten werden.

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Stammdaten
Symbol
WFEURASVAR
Erstellungsdatum
25.08.2015
Indexstand
High Watermark
129,3

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Euro am Sonntag
Mitglied seit 01.07.2015

Entscheidungsfindung

  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Die vergangenen Wochen waren für die meisten Aktionäre nicht gerade ein Vergnügen. Die Nervosität ist an die Börsen zurückgekehrt, was sich an steigenden Kursschwankungen ablesen lässt. Die Volatilitätsindizes von DAX und S&P 500 haben spürbar angezogen, auch wenn sie noch ein ganzes Stück weit von den Niveaus entfernt sind, die sie im vierten Quartal 2018 erreichten. Unterm Strich haben die Weltbörsen dabei Verluste verbucht. Für unser VaR-Strategie-Wikifolio sind das aber nicht zwangsläufig schlechte Nachrichten. Denn unsere regelbasierte Strategie setzt auf DAX-Aktien mit besonders geringen Verlustrisiken. Deshalb zeigt sie oft gerade in turbulenten Börsenphasen ihre Stärke gegenüber dem DAX. So auch in der jüngsten vierwöchigen Investitionsperiode. Der deutsche Leitindex knickte in diesem Zeitraum nämlich um 2,5 Prozent ein, während das VaR-Depot um 3,4 Prozent zulegte. Und das, obwohl es quasi voll in Aktien investiert war. Damit hat unser Portfolio wieder Boden gegenüber dem Index gutgemacht, was die Wertentwicklung seit Jahresbeginn anbelangt. Da steht jetzt ein Plus von 9,2 Prozent zu Buche, der DAX schaffte 13,8 Prozent. Am aufschlussreichsten ist es jedoch ohnehin, die Wertentwicklung seit Auflage unserer Strategie im Jahr 2015 zu betrachten. Und da hat das VaR-Depot den DAX um rund neun Prozentpunkte abgehängt.

Das Portfolio haben wir nach dem gestrigen Check des VaR-Indikators nur geringfügig verändert. Die jüngsten Kursturbulenzen am deutschen Aktienmarkt waren nicht so groß, dass der Indikator ein Ausstiegssignal gegeben hätte. Er ist nur um 0,5 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent gestiegen und steht damit weiterhin auf "Kaufen". Die Risikobewertung der einzelnen DAX-Titel ergab allerdings, dass die Vonovia-Aktie nach dem Kursanstieg der vergangenen Wochen anfälliger für Verluste geworden ist. Wir haben das Papier daher gestern mit einem Gewinn von 7,6 Prozent verkauft und im Gegenzug die risikoärmere Aktie der Deutschen Börse ins Depot aufgenommen. Am 21. Juni nehmen wir den VaR-Indikator das nächste Mal unter die Lupe.

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Allgemeiner Kommentar

Das hat Seltenheitswert: Bei der gestrigen Überprüfung des VaR-Indikators änderte sich unterm Strich – nichts. Zwar ist der VaR-Median der 30 DAX-Werte um magere 0,1 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent gestiegen. Aber dieser Anstieg reichte bei weitem nicht aus, um echten Stress an der Börse zu anzuzeigen. Für ein Ausstiegssignal hätte es ein Plus von mehr als einem Prozentpunkt gebraucht. Folge: Das Depot bleibt voll in Aktien investiert. Und auch bei der Zusammensetzung des Portfolios gibt es nichts Neues. Wir haben keinen einizigen Titel ausgetauscht. Denn nach wie vor sind unsere fünf Depotwerte – Allianz, Beiersdorf, Deutsche Telekom, Munich Re und Vonovia – diejenigen DAX-Papiere mit dem geringsten Verlustrisiko, gemessen am Value at Risk (VaR). Somit gab es keinen Handlungsbedarf. Was die Rendite anbelangt, hat der DAX das Wikifolio in den vergangenen vier Wochen übertroffen. Angesichts der starken Rally des Index, der um 6,8 Prozent kletterte, ist das allerdings keine große Überraschung. Zur Erinnerung: Unsere Strategie nimmt stets die risikoärmsten Titel aus dem DAX ins Depot. Tendenziell punktet sie gegenüber dem Index damit eher, wenn dieser eine Schwächephase hat. Dafür geht der Investor in der Regel ein geringeres Risiko ein, als wenn er in den Index investieren würde. Damit lässt sich auch erklären, warum unser Wikifolio den DAX im laufenden Jahr nicht schlagen konnte. Es erzielte ein Plus von 5,6 Prozent, während der Index um gut 16 Prozent vorankam. Das nächste Mal überprüfen wir den VaR-Indikator am 24. Mai.

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Allgemeiner Kommentar

Heute endete die dritte Investitionsperiode unseres VaR-Strategie-Wikifolios im laufenden Jahr. Jede dieser Perioden dauert vier Wochen, in denen wir das Depot nicht antasten. Denn unsere regelgebundene Strategie gibt vor, dass wir nur alle vier Wochen unseren VaR-Indikator prüfen und gegebenenfalls handeln. Nach den ersten drei Monaten in 2019 kann man sagen: Das Depot ist zurück in der Spur. Es hat seit Anfang März nicht nur einen ordentlichen Gewinn von gut vier Prozent eingefahren, sondern auch den Rückstand gegenüber dem DAX seit Jahresbeginn deutlich verringert. Der deutsche Leitindex hat in den vergangenen vier Wochen nämlich einen kleinen Verlust verbucht (Stand: heute 14 Uhr).

Unser VaR-Indikator hat heute wieder ein klares Kaufsignal gegeben. Auch bei der Portfoliozusammenstellung zeigte er wenig Veränderungsbedarf an. Nur ein Depotwert ist aus der Top-5-Liste der risikoärmsten DAX-Titel herausgefallen: SAP. Daher haben wir ihn heute verkauft. Ein geringeres Verlustrisiko bergen jetzt wieder die Aktien von Beiersdorf, die sich nach dem Kurssturz vom Februar gut erholt zeigen. Deshalb haben wir das frei gewordenen Kapital in diesen Titel investiert. Die nächste Überprüfung des VaR-Signals steht am 26. April an.

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Allgemeiner Kommentar

Mit den großen deutschen Konsumgüteraktien war 2019 noch nichts zu holen. Im Gegenteil. Im Januar gab der damalige Depotwert Henkel eine Gewinnwarnung heraus. Der Aktienkurs brach ein, und wir verkauften die Aktie, weil der Value at Risk stark gestiegen war (siehe auch Kommentar vom 2.2.19). Und in dieser Woche lief es bei Beiersdorf fast genauso ab. Der Vorstand kündigte an, dass die Gewinnmargen wegen zusätzlicher Investitionen erst mal sinken werden. Die Aktie verlor rund zehn Prozent, und beim heutigen VaR-Check war das Verlustrisiko so hoch, dass Beiersdorf nicht mehr zu den fünf risikoärmsten DAX-Werten gehörte (sondern zu den fünf risikoreichsten!). Folglich haben wir die Position glattgestellt. Ebenfalls verkauft haben wir die Aktien der Deutschen Börse. Hier fiel die Entscheidung allerdings äußerst knapp. Der Titel lag auf Rang sechs der risikoärmsten DAX-Titel.

Neu ins Portfolio aufgenommen haben wir heute SAP und Deutsche Telekom. Insgesamt gab der VaR-Indikator wieder ein deutliches Kaufsignal für den deutschen Aktienmarkt, was angesichts der ruhigen Indexentwicklung in den vergangenen Wochen keine Überraschung ist. Bei der Wertentwicklung des Wikifolios hat sich in den vergangenen vier Wochen unterm Strich nicht viel getan. Sie liegt nahe null, weil die starken Depotwerte Allianz und Munich Re das Minus bei den anderen Titeln ausgleichen konnten. Gegenüber dem DAX ist unsere Strategie damit aber noch mal um gut drei Prozentpunkte zurückgefallen. Den nächsten Check des VaR-Indikators führen wir am 29. März durch.

 

 

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