Spezialwerte

Thomas Dittmer
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Handelsidee

- Das Portfolio soll hauptsächlich den Grundsätzen des "Value Investing" unterliegen, d.h. es sollen solche Wertpapiere aufgenommen werden, deren innerer Wert größer als der aktuelle Börsenkurs ist

- In das Portfolio sollen überwiegend in Deutschland ansässige sog. Nebenwerte aufgenommen werden, die aufgrund von Spezialsituationen unterhalb ihres inneren Wertes notieren, beispielsweise aufgrund geringer Analysten-Coverage oder anderer "Corporate Events" wie Übernahmen, Squeeze-Outs, Turnaroundphasen, Managementwechsel, etc.

- Daneben können als "Beimischung", aufgrund besonderer Unternehmenssituationen oder aus Absicherungsgründen ebenfalls ausländische Werte, ETFs oder Fonds aufgenommen werden.

- Insbesondere im Nebenwertebereich findet man meiner Meinung nach häufig deutlich unterbewertete Unternehmen, so daß sich hier der erhöhte Analyseaufwand auszahlen sollte. Large Caps werden dagegen im Regelfall durch eine Vielzahl von Analysten beobachtet, so daß sich eher selten eine Fehlbewertung feststellen lassen sollte.

- Value Investing ist nach meinem Dafürhalten gerade deshalb überzeugend, weil man gezwungen wird, wie ein Unternehmer zu denken: Als Aktionär kauft man einen Anteil eines Unternehmens und partizipiert daher regelmäßig an der Wertsteigerung, die das Unternehmen mit Hilfe der vertriebenen Produkte und Dienstleistungen erzielt. Deshalb ist es bei der Strategie unerläßlich, sich zu überlegen, wie sich das Unternehmen langfristig entwickeln kann und welche unternehmerischen Risiken bestehen.

- Grundsätzlich werden keine Sekundärquellen (Börsenbriefe, Newsletter, etc) zurate gezogen, hingegen werden Primärquellen wie Geschäftsberichte, Unternehmensmeldungen, Wertpapierprospekte und sonstige unternehmenseigene Unterlagen umso intensiver gelesen, um die Bewertung des Unternehmens an der Börse überprüfen zu können. Hilfreich können dabei im Einzelfall auch Research Reports von Analysten sein, wobei dort eher die beschreibende Analyse des Verfassers im Mittelpunkt steht und nicht so sehr dessen Urteil ("Kaufen", "Halten", "Verkaufen") oder Kursziel

- Grundsätzlich wird das Portfolio eher auf wenige Werte konzentriert sein und dementsprechend nicht übermäßig diversifiziert sein. Daher können bei Fehleinschätzung zu einzelnen Wertpapieren größere Ausschläge nach unten nicht ausgeschlossen werden. Diesem Risiko wird durch intensive Analyse des Unternehmens begegnet.

- Ebenso können aufgrund der Fokussierung auf Spezialsituationen Verluste auftreten, wenn die erwarteten unternehmerischen Ereignisse nicht wie geplant eintreten

- Die Haltedauer wird maßgeblich von der zugrunde liegenden Anlageentscheidung geprägt: Bei unterbewerteten Nebenwerten ohne spezielles Unternehmensereignis wird regelmäßig verkauft, sobald der "faire" Unternehmenswert erreicht ist. In diesen Fällen ist die Haltedauer eher langfristig angedacht. Bei Spezialsituationen bzw. Unternehmensereignissen wie Übernahmen, Managementwechseln, Squeeze-Outs, Spinoffs, etc. wird das Unternehmen grundsätzlich bis zum Eintritt des Ereignisses gehalten. Hier ist die Haltedauer eher mittelfristig zu erwarten. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF00200775
Erstellungsdatum
22.01.2013
Indexstand
High Watermark
311,6

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Thomas Dittmer
Mitglied seit 22.01.2013

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Den Lesern der Investmentberichte wünsche ich ein gutes neues Jahr!

Im abgelaufenen Jahr lag das Wikifolio mit knapp 21% Plus deutlich hinter dem DAX (+26%) und den anderen relevanten Indizes (MDAX und SDAX je +31%) zurück. Die Indizes konnten dabei die deutlichen Verluste des Abschlussquartals 2018 mehr als kompensieren. Das Wikifolio hielt sich in diesem Zeitraum weitgehend stabil, so daß die Underperformance aus 2019 teilweise stichtagsbedingt erklärbar ist.

Darüber hinaus ist die im Vergleich schlechtere Performance auf die hohe Cashquote zurückzuführen, die eigentlich das ganze Jahr über 40% betragen hat und aktuell bei über 50% liegt. Wie bereits des öfteren erwähnt, senkt dies die Chancen einer Outperformance in steigenden Märkten, während in fallenden Märkten logischerweise besser abgeschnitten werden sollte. Anzumerken ist dabei, dass die Cashquote kein Ziel an sich darstellt, sondern sich zwangsläufig aus einem Mangel an günstigen Kaufgelegenheiten ergibt. Es wird also kein Top-Down-Ansatz verfolgt, sondern kontinuierlich nach vernünftig bewerteten Unternehmensanteilen gesucht, um die Barmittel einzusetzen.

Größere Verluste bei Einzelwerten konnten im letzten Jahr vermieden werden (bzw. hatten wie im Fall von Flatex einen geringen Depotanteil). Die größeren „Fehlinvestments“ bestanden in einer zu frühen Gewinnrealisierung und werden daher glücklicherweise nicht „bilanziert“. Exemplarisch sei Eckert & Ziegler erwähnt, die eine Kernposition darstellten und zuletzt bei Kursen etwas über 80,- EUR veräußert wurden.

Vorausblickend ist zu erwarten, dass die Zeit der gut gelaufenen Growth Stocks langsam ein Ende finden sollte. Die Bewertungen sind hier teilweise nicht mehr vernünftig zu erklären (ohne an dieser Stelle einzelne Werte zu nennen). Dass die Blase bei diesen Aktien (noch) nicht platzt, hängt möglichweise mit dem niedrigen Zinsumfeld, der bereits erwähnten Vorliebe für sog. Wachstumsaktien und dem Vormarsch der ETFs und des Algo-Tradings zusammen. Für die nächste Zukunft liegt daher wie gewohnt der Fokus auf Kapitalerhalt anstelle von kurzfristiger Index-Outperformance.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das Vertrauen, das sich insbesondere in den gestiegenen Assets under Management widerspiegelt.

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Allgemeiner Kommentar

Die Monatsbilanz fällt erneut durchwachsen aus. Absolut gesehen liegt das Wikifolio knapp 2% im Plus. Dagegen schnitten der DAX (+2%), MDAX (+4%) und insbesondere der SDAX mit über 5% Zuwachs deutlich besser ab. Gerade im SDAX fällt auf, dass bereits sehr teure „Momentum-Aktien“ immer neue Höchststände erreichen und damit die Indizes befeuern.

Im Wikifolio gab es nur wenig Bewegung. Bei United Internet wurde eine Kauforder leider nur zu einem kleinen Teil ausgeführt. Hier führte der Einstieg von Rocket zu einem schnellen Kursanstieg. Die Position bei 7C Solarparken wurde wegen der aktuell stattfindenden Kapitalerhöhung leicht reduziert. Neu aufgenommen wurde Expedeon. Nach dem Verkauf des Großteils des operativen Geschäfts sollte das Papier deutlich unter Netto-Cash notieren. Ein Aktienrückkauf steht an und eine Sonderdividende wurde ebenfalls nicht ausgeschlossen.

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Allgemeiner Kommentar

Das Wikifolio hat im Oktober mit etwa 1,5% Wertzuwachs deutlich schlechter abgeschnitten als die Vergleichsindizes. Der Dax konnte beispielsweise fast 5% zulegen. Im abgelaufenen Monat wurden im Wikifolio nur leichte Anpassungen vorgenommen: Die Gewichtungen bei 7C Solarparken, TUI, 2G Energy wurden leicht reduziert. Jost und Software AG wurden im Gegenzug leicht aufgestockt.

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Allgemeiner Kommentar

Im September erzielte das Wikifolio einen Wertzuwachs von etwa 2%. Dies entspricht der Wertentwicklung des SDAX, während der DAX um 4% zulegte. Der hohe Cashbestand wurde zu einem kleinen Teil in neue Titel investiert, nämlich Flatex, RTL Group und Axel Springer. Bei TUI wurde die hohe Depotgewichtung etwas reduziert.

 

Flatex wurde durch die Großaktionäre zum Verkauf gestellt, angeblich wurde Lazard mit dem Verkaufsprozedere betraut. Für einen Strategen dürfte ein Aufschlag auf den aktuellen Börsenwert gerechtfertigt sein.

 

Axel Springer veröffentlichte eine Gewinnwarnung und kündigte eine umfangreiche Restrukturierung des Printbereichs an. KKR dürfte bei Kursen um 63 EUR weiter interessiert sein, den Streubesitz auszudünnen, so daß die aktuellen Kurse nach unten gut abgesichert erscheinen.

 

RTL Group erscheint aufgrund der niedrigen Bewertung und der hohen Dividende interessant. Hier wurde vorsichtig eine erste Position aufgebaut.

 

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