Doppelanalyse (Chance) SL+

Tom Jakobi

Performance

  • +122,0 %
    seit 07.11.2013
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
    Max Verlust (bisher)
    0,5x
    Risiko-Faktor
    ;
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Handelsidee

Meine Strategie folgt einer Doppelanalyse:

1. Mikro-Analyse: Es sollen regelmäßig unterbewertete Aktien untersucht werden. Anhand von Charttechnik, Quartalszahlen, Nachrichtenlage und Produktchancen sollen Analysen betrieben werden, um die jeweiligen Chancen solcher Aktien für einen Zeitraum von 1-2 Jahren zu beurteilen.

Nur besonders starke Potentiale sollen sich hierbei qualifizieren. Wer die erste Runde überstanden hat, landet auf meiner Watchlist und ist ein Kaufkandidat.

2. Nun folgt eine Makro-Analyse: Welche Chancen und Risiken können dem Gesamtmarkt für die nächsten 3 Monate zugeordnet werden? Hier sollen volkswirtschaftliche, politische und charttechnische Faktoren eine Rolle spielen. Hiermit soll ermöglich werden, für die zuvor ermittelten Kaufwünsche einen guten Einstiegszeitpunkt zu ermitteln. Denn wenn die Gesamtmärkte fallen, wird es meiner Erfahrung nach sehr schwer für einen Einzelwert, einen Aufstieg hinzulegen. Dann soll noch etwas mit dem Investment gewartet werden. Meiner Erfahrung nach geht die Chance einzusteigen durch die zweite Analyse in der Regel nicht verloren, da die Makro-Analyse mit 3 Monaten kurzzeitiger angelegt ist als die Mikro-Analyse.

In Marktlagen, in denen die Preise insgesamt als überhöht eingestuft werden, können Teile des Wikifolios oder auch das gesamte Depot mit Shorts arbeiten, insbesondere auf Indizes, in Form von Short-ETFs. Diese können gleichzeitig mit bestimmten Einzeltitel (Arbitrage-Handel) oder auch alleine gehalten werden. Als Beimischung können bei als geeignet empfundener Marktlage auch Fonds gewählt werden.

Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich volatile und ruhige Depotphasen abwechseln - je nach Investitionsgrad und -art. Kursrisiken bestehen entsprechend der hohen Chancen natürlich theoretisch bis zum Totalverlust. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF0DCHANCE
Erstellungsdatum
07.11.2013
Indexstand
High Watermark
218,5

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Tom Jakobi
Mitglied seit 12.01.2013

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Bislang zeigen sich die Indizes sehr robust und steigen sogar leicht weiter, obwohl sich weiter dunkle Wolken zusammenbrauen. Die Brexit-Problematik ist zunächst gelöst (kommt aber schon bald zurück), die Handelsstreits nehmen nicht ab. Entscheidend sind für mich aber die Konjunkturprognosen: gerade erst viel der Ifo-Index wieder enttäuschender aus als erwartet. Solche Anzeichen ignoriert der Markt bislang weitgehend, und genau das könnte ihm schon bald auf die Füße fallen. Eine gewisse Bereinigung halte ich anch wie vor für wahrscheinlich und behalte daher meine Absicherungsstrategie noch bei.

 

Gleichzeitig habe ich neu investiert: Seit längerem auf der Suche nach einem geeigneten Gesundheitskonzern habe ich mir gestern die Medios ins Depot und Wikifolio gelegt. Der Gesundheitssektor ist insgesamt mit eher unattraktiven KBVs und KGVs bewertet - das betrifft durchaus auch Medios. Anders als bei den meisten Sektorkonkurrenten werden bei Medios aber gleichzeitig Gewinne erzielt und enorme Wachstumsraten erzielt.

 

Die gestrige Prognoseanhebung bereits nach dem ersten Quartal hat mich endgültig überzeugt, zumal sie noch recht defensiv ausgestaltet scheint (das neue Umsatzziel lässt sich bereits nahezu durch Wiederholung des Q1 in den Folgequartalen erzielen - bei einem Umsatzwachstum im Jahresvergleich von einem Drittel!). Hier könnte also durchaus noch weiterer Spielraum nach oben sein - spätestens im nächsten Jahr. Die Gewinne werden wegen neuer Investitionen noch nicht explodieren,sollen sich aber im Jahresvergleich von niedrigem Niveau ausgehend immerhin schon verdoppeln. Meines Erachtens hat Medios das Potential, relativ konjunkturunabhängig weiter zu boomen. Der Aktienkurs könnte in 2-3 Jahren durchaus 2-3mal so hoch liegen wie der heutige.

 

Der Indexstand des Wikifolios hat sich wie infolge der Absicherung erwartet nur leicht verändert auf aktuell 217,4.

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Allgemeiner Kommentar

Nachdem sich die Indizes in den letzten Wochen hin und her bewegt haben gab es gestern einen kleinen Absturz der Märkte - im großen Marktbild aber noch nicht mehr als ein kleines Zucken. Die Risiken und Warnsignale werden aber deutlicher: Im Brexit-Streit herrscht totales Chaos, der globale Handelskonflikt scheint nicht mittelfristig zu beenden sein, die Auto-Nachfrage in China geht zurück und die Konjunkturerwartungen in etlichen Ländern weltweit werden nach unten revidiert. Jüngstes Warnsignal sind Meldungen über eine ausgebildete Inversität der amerikanischen Zinsstrukturkurve, die ich recht ernst nehme. Diese war in der Vergangenheit tatsächlich schon häufig ein Indikator für ein sehr ungemütliches Marktumfeld. Daher werde ich meine Absicherung definitiv noch beibehalten.

 

Vielen der gerade erscheinenden Jahresberichten und den darin enthaltenen Prognosen für 2019 kann man entnehmen, dass das Q4/2018 bereits schlechter lief als die Vorquartale und dass 2019 weitere Eintrübungen zu erwarten seien. Hier möchte ich Unternehmen finden, die besser abschneiden als der Marktdurchschnitt. Im einzelnen:

 

Tick Trading und Nordwest Handel haben zuletzt ausgezeichnete Zahlen und Prognosen vorgelegt, Nordwest bezeichnet die eigenen Zahlen sogar als "nahezu perfekt". Bei beiden besteht daher Anlass zur Hoffnung, dass sich ihr Marktpreis nach oben korrigiert. Tick Trading ist zudem recht konjunkturunabhängig aufgestellt, Nordwest dagegen profitiert vom Niedrigzinsumfeld, das uns nun anscheinend noch länger begleiten wird.

 

Eyemaxx hat nicht nur gute Zahlen vorgelegt, sondern auch einen sehr fixen Fahrplan bis 2021/22 mit einigen Forward-Sales. Wer sich mit Eyemaxx' Bilanzierung etwas genauer auseinandersetzt, merkt dass in der aktuellen Bilanz noch größere stille Reserven liegen, die bis 2021/22 mit Baufertigstellung der großen Projekte zwangsläufig gehoben werden. Daher ist Eyemaxx ein tolles Investment auf die kommenden drei Jahre.

 

Polytec und Sixt sind sicher die konjunktursensibelsten Werte des Depots - insbesondere ihnen steht die Short-Absicherung gegenüber. Sixt schwächelte im Q4 auch schon etwas, bietet aber mittelfristig weiter enorme Chancen: einerseits durch sein globales Wachstum, andererseits durch die jüngste Verknüpfung von Carsharing und Mietwagen. in Berlin und Hamburg kann man nun einfach einen Mietwagen per App von der nächsten Straßenecke abholen - ohne Papierkram, ohne Reservierung, ohne zur Vermieterstation zu müssen. Carsharing betreiben viele, aber nur Sixt ermöglicht die Flexibilität, das Auto auch zu Tagestarifen auszuleihen und alternativ zur Carsharing-Fahrt im eigenen Stadtgebiet, es für eine Mini-Gebühr an einer beliebigen Sixt-Station in Deutschland abzugeben. Das kann mittelfristig die Auslastung der eigenen Mietflotte in den Großstädten und am Wochenende deutlich verbessern. Polytec ist dagegen ein Automobilzulieferer, der mit seinen Kunststoffteilen für die Elektromobilitätswende gut aufgestellt ist. Zudem hat man ausschließlich Europa-Geschäft und leidet nicht an schwächelnder China-Nachfrage. Last but not least ist die Aktie extrem günstig bewertet.

 

Bleibt noch First Graphene. Hier stieg der Kurs zuletzt sprunghaft nach oben, nachdem angekündigt wurde, eine wichtige Verkaufslizenz für Mai zu erwarten und dann schon am Jahresende den Cashflow-Breakeven zu erreichen. Die Neuheit der zugrundeliegenden Technologie kann man nur als disruptiv bezeichnen. Es bleibt ein Stück weit eine Wette und daher nur ein kleiner Depotanteil. Aber die Chancen sind gigantisch - und scheinen nun schon recht bald Wirklichkeit werden zu können.

 

Insgesamt sehe ich das Musterdepot so aufgestellt, dass es bei einem allgemeinen Marktcrash oder einer Seitwärtsbewegung besser abschneiden könnte als der Markt. Bei einem starken allgemeinen Kursanstieg würde es wegen der aktuellen Absicherung schlechter als der Markt abschneiden - sollte aber trotzdem Gewinne machen können.

 

Der aktuelle Indexstand liegt bei 216.

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Allgemeiner Kommentar

Heute habe ich entsprechend der Ankündigung die Short-Absicherung aktiviert, indem ich den 2x-Shortdax-ETF gekauft habe. Die Short-Position macht rechnerisch 2 x 21 / 121 /100 = 34,7 % des Depot-Einflusses aus, so dass das Depot insgesamt weiterhin  long aufgestellt bleibt (nach Investition der Cashquote von aktuell knapp 17% dann zu knapp 2/3 long), aber potentielle Abwärtsbewegungen des Gesamtmarktes in ihrem Einfluss auf das Wikifolio deutlich ausgebremst werden sollten. Wie bei vergangenen solcher Absicherungen kann das Depot also vor allem dann zulegen, wenn sich die ausgewählten Aktien besser entwickeln als der Marktdurchschnitt.

Kleinere Anpassungen habe ich vorgenommen, indem ich ein Viertel der Sixt-Stücke verkauft habe (heute +3%, vor einem möglichen Crash ein ordentlicher Kurs, um etwas Risiko herauszunehmen) und ein paar First-Graphene-Stücke zugekauft habe (heute günstige Kurse unter 9 Cent).

Die verbleibenden 17% Cash sollen in den kommenden Wochen bei sich bietender Gelegenheit investiert werden. Hierzu scanne ich weiterhin den Markt und die fortlaufend erscheinenden Jahreszahlen verschiedener Unternehmen.

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Allgemeiner Kommentar

Mittlerweile hat sich das Musterdepot parallel zur Entwicklung der wichtigen Indizes wieder rund 10% an Wert zurückgewonnen und erreicht aktuell den Indexstand 215,4.

In der Zwischenzeit sind erste Jahreszahlen der gehaltenen Unternehmen bekanntgegeben worden.

Sehr gute Nachrichten gab es von Eyemaxx, wo der Gewinn um ein Sechstel gewachsen ist und auch der Ausblick sehr positiv bleibt. Die Eigenkapitalrendite lag bei über 26 Prozent.

Genauso starke Zahlen kamen von der Tick Trading. Hier gab es zudem jüngst auch einige Insiderkäufe. Da eine sehr hohe Dividende im März gezahlt wird, könnten mögliche Kurssteigerungen wegen der Abgeltungssteuerproblematik erst anschließend stattfinden.

Ebenfalls gute Nachrichten kamen von der arg gebeutelten Polytec. Nach dem durch die WLTP- und Kunststoffpreisproblematik sehr schwachen Q3 konnte man wieder ein Q4-Ergebnis erreichen, das im Durchschnitt aller Quartale 2018 liegt. Da die Erholung noch nicht abgeschlossen ist, rechne ich mit erneut besseren Ergebnissen in Q1/19. Aber schon die aktuellen Zahlen machen Polytec wieder wirklich attraktiv. Im Mai ist eine Dividendenrendite von bis zu 5% denkbar.

Schlechte Zahlen kamen von ArcelorMittal. Hier bleiben Buchwert und das Gewinnpotential sehr attraktiv, die akut schwache Phase könnte aber im Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen und politischen Entwicklung aber noch einige Euro Abwärtspotential bieten – vor allem kurzfristig. Daher habe ich AM heute verkauft.

Bei FinLab gab es noch keine Zahlen, sie werden aber alleine daher schon schlecht ausfallen, weil die große Beteiligung Heliad zum Jahreswechsel sehr niedrig an der Börse gehandelt wurde (etwa -33% seit dem Halbjahreswechsel). Dazu passen auch die schwachen Zahlen Heliads. Der Kurseffekt ist zwar zunächst nur ein Buchwerteffekt, könnte aber im Jahresbericht durchaus für einigen Schreck sorgen. Daher ist FinLab zunächst auch verkauft worden. Auch hier sieht die Situation langfristig deutlich besser aus, da die wesentlichen indirekten Beteiligungen Zinspilot und Flatex regelmäßig starkes Wachstum vermelden.

Wenn – wie bei AM und FinLab – kurzfristig eher Risiken, langfristig aber Chancen zu sehen sind, stellt sich die Frage, was der Markt höher bewerten wird. In den kommenden Wochen fürchte ich einige größere potentielle Markterschütterungen. Die ungelösten Themen sind die gleichen wie im Oktober: Brexit (vor allem hier drängt die Zeit), internationaler Handel, Zölle, Italien. Gleichzeitig sind die ifo-Markterwartungen heute weiter zurückgegangen, zum sechsten mal in Folge auf nur noch 93,8. Auch die Deutsche Bundesbank (ich war kurzem zu einer Fortbildung dort) sieht viele Indikatoren der beginnenden Rezession, die aber nicht zur Depression werden muss. Kurzfristig ist Enttäuschungspotential des Marktes aber meines Erachtens wieder gegeben.

Als Reaktion hierauf habe ich die Werte verkauft, die kurzfristig größeres Enttäuschungspotential bieten, weil ich davon ausgehe, dass hier ein Kursverlust in einem negativen Marktumfeld besonders wahrscheinlich ist. Die Investitionsquote sinkt damit zunächst auf 63%. Einen Teil der 37%igen-Cashquote könnte ich in der kommenden Woche kurzfristig zur Short-Absicherung verwenden, mit einem anderen Teil auf sich spontan ergebende Chancen (angesichts neuer Jahreszahlen) lauern. Diese vorsichtigere Positionierung möchte ich beibehalten bis entweder der Markt eine erneute Korrektur vornimmt oder bis es eine Entscheidung hinsichtlich des Brexits gibt. Dadurch, dass das Depot nun auf Unternehmen konzentriert ist, die in jüngerer Zeit starke Zahlen veröffentlicht haben, bin ich zuversichtlich, dass die Kursentwicklung des Wikifolios sich in den kommenden Monaten besser als der Markt entwickeln könnte.

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