Deflation - Krisen und Chancen

Wolfgang Vahldiek

Performance

  • +11,0 %
    seit 09.03.2014
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
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Handelsidee

Dieses Wikifolio soll sich an der Möglichkeit orientieren, dass die Euro-Zone in ein lang anhaltendes deflationäres Szenario geraten könnte (in der Presse verschiedentlich auch "Japan-Szenario" genannt).

Die wirtschaftliche Entwicklung könnte schwach bleiben, trotz 5-jähriger Aktienhausse. Die in der Vergangenheit beobachtbare Zyklik der Wirtschaft (auf Wachstumsphasen folgten Rezessionen und umgekehrt) könnte auch in Zukunft dazu führen, dass eines Tages die Wachstumsdynamik auch in Deutschland geringer werden könnte. Unter Umständen könnte auch ein externer Schock so etwas auslösen. Eine konjunkturelle Delle, sollte sie denn eintreten, könnte auch die Inflationsrate weiter verringern.

Auf lange Sicht halte ich es außerdem für möglich, dass die demographische Entwicklung deflationäre Trends verstärken könnte.

Ich versuche, mit diesem Wikifolio folgende Entwickungen zu antizipieren:
- Die Inflation könnte zunächst sehr niedrig bleiben.
- Der Eintritt einer Rezession wäre möglich, und sie könnte unter Umständen die Gefahr negativer Inflationsraten mit sich bringen.
- Gleichzeitig halte ich es für möglich, dass die Bonitäten der Staaten der Eurozone wieder enger aneinander geknüpft werden könnten. Die Anleihespreads könnten also perspektivisch weiter zusammenlaufen.

Die genannten möglichen Entwicklungen könnten meines Erachtens, falls sie tatsächlich eintreten, eine Outperformance von Bonds gegenüber Aktien hervorrufen. Dabei, so lautet meine Vermutung, könnten sich Langläufer zwar volatil, aber unter Umständen sogar besonders gut entwickeln.

Diese Annahmen plane ich mit diesem Wikifolio abzubilden. Da Direktinvestments in Bonds zur Zeit bei Wikifolio nicht zur Verfügung stehen, möchte ich dafür schwerpunktmäßig ETFs und Fonds nutzen.

Die Historie lehrt, dass in Phasen der Rezession/Deflation außerdem zuweilen hässliche Baissephasen am Aktienmarkt auftreten könnten. Ich strebe an, in diesem Wikifolio einen kleinen Anteil Gold-Zertifikate sowie etwas Cash zu halten, um für den Fall, dass sich so etwas wieder abspielen sollte, mit Hebelprodukten Baissephasen am Aktienmarkt ausnutzen zu können.

Ebenfalls im Anlageuniversum befinden sich Aktien. Dies ist dem Gedanken geschuldet, dass Notenbanken auf deflationäre Tendenzen vermutlich mit konjunkturfördernden Zinssenkungen und "unkonventionellen Maßnahmen" reagieren könnten, die unter Umständen die Geldmenge erhöhen könnten. Außerdem könnte sich in der Deflation hauptsächlich eines als wichtig erweisen: Ausschüttungsrendite. Das könnte unter Umständen auch eine hohe Dividendenrendite sein.

Es sollen nur Wertpapiere für dieses Wikifolio ausgewählt werden, die mit der genannten Taktik bzw. den genannten Kriterien übereinstimmen. Hinzutreten sollen die fundamentale Analyse und eventuell chart- und markttechnische Überlegungen. Insgesamt plane ich, mich im Wesentlichen auf Wertpapiere zu konzentrieren, deren Emittenten in Europa ansässig sind. Die einzelnen Positionen sollen grundsätzlich mittel- bis langfristig gehalten werden, mit Ausnahme von Hebelprodukten. Diese sollen in der Regel nur einen kleinen Teil (max. 10%) des Portfolios ausmachen und gegebenenfalls auch nur kurzfristig gehalten werden. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WFDEFLATIO
Erstellungsdatum
09.03.2014
Indexstand
High Watermark
112,4

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Wolfgang Vahldiek
Mitglied seit 07.09.2012
Ich kann inzwischen auf gut 25 Jahre aktive Börsenerfahrung zurückblicken, unter anderem als Trader (Eigenhandel - Proprietary) in einem Handelssaal. Letzten Endes hat meine ganze Handelserfahrung zu einer grundlegenden Überzeugung geführt: Dass die Reduzierung von Risiko zum größeren Handelserfolg führt. Die Lehrbuchmeinung ist dagegen immer noch, dass höhere Renditen nur durch höheres Risiko erzielbar sind. An vielen Fallbeispielen durfte ich erleben, dass das im Börsenhandel nicht stimmt - temporär mag der eine oder andere mit aggressivem Handelsstil oder hochvolatilen Portfolien beeindruckende Ergebnisse erzielen, aber auf lange Sicht sind Trader nur dann erfolgreich, wenn sie konsequent ihre Risiken reduzieren. Derzeit betreibe ich das Handeln nebenberuflich, indem ich mich nach Feierabend auch täglich mit dem Marktgeschehen befasse.

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Ganz langsam und mit einem Blick auf den Chart kaum erkennbar, aber die Zahlen offenbaren einen Paradigmenwechsel im Markt: Dieses Wikifolio notiert inzwischen wieder auf allen Zeitebenen besser als ein Buy-and-hold Ansatz in Aktien. Die Ein-Jahres-Performance beträgt 4,5% (zum Vergleich: Dax 1,8%), die 6-Monats-Performance 1,4% (Dax -2,6%), die 3-Monats-Performance -1,2% (Dax -6,6%) und 1-Monats-Performance 1,2% (Dax -1,1%). Gerade die Jahresperformance mag denjenigen erstaunen, der das Journalisten-Geschreibe von wieder steigenden Zinsen für bare Münze genommen hat!! Mich erstaunt sie nicht. In meinen Augen ist das Deflations-Szenario langfristig voll intakt. mehr anzeigen

Allgemeiner Kommentar

Der Immobilienmarkt in Kanada scheint nun zu drehen, was sich langsam auch den Weg in die Berichterstattung bahnt. Anlass für mich, eine Anfangsposition eines Puts auf den Kanadischen Dollar aufzubauen - nämlich in Form eines Calls auf das EUR/CAD-Verhältnis. mehr anzeigen

Allgemeiner Kommentar

Knapp drei Jahre lang existiert dieses WF nun schon, und so langsam ändern sich die grundlegenden Paradigmen. Derzeit spielen viele Marktteilnehmer die Reflations-Karte. Diese Meinung teile ich nicht. Die Demographie der EU bleibt deflationär. Die Eurozone an sich wirkt für die Staaten der Peripherie weiterhin deflationär. Das alles ist nach wie vor gegeben. Deflation ist in Euroland die Zukunft. Dafür aber ändert sich die Politik: Wir können heute nicht mehr von einem demokratischen Grundkonsens zur Erhaltung des Euro in allen Eurostaaten ausgehen. Zwar sind die EU-Institutionen mittlerweile wirklich gut im Krisenlösen, allen voran die EZB. Jedoch spielt die Bevölkerung nicht mit, zum Beispiel in Italien. Italien ist ein gescheiterter Staat und hat sich aufgrund seiner Reformunfähigkeit mit dem Euro eine wirtschaftliche Dauer-Depression eingehandelt. Bis dort eine Euro-skeptische Regierung den Austritt aus der Währungsunion beschließt – weil das italienische Volk es so will - ist meines Erachtens nur eine Frage der Zeit. Die Spreads zwischen den Anleihen der Eurozone wurden in den vergangenen Jahren aus politischen Gründen durch EZB-Markteingriffe verkleinert und die Eurozone blieb somit intakt. Insofern war die Positionierung bisher vollkommen richtig. Nun aber müssen wir bei weiter fortschreitenden deflationären Entwicklungen davon ausgehen, dass die Eurozone nicht intakt bleibt und sich die Spreads wieder ausweiten – was krisenhaft sein wird und kräftige deflationäre Impulse senden wird. Nur das Timing ist unklar. Unter diesem neuen Paradigma sind Peripherie-Anleihen uninteressant und Anleihen der zentralen Eurostaaten, allen voran Deutschland, zu bevorzugen. Außerdem müssen wir tendenziell mit einem sich abschwächenden Wert des Euro gegenüber anderen Währungen und „harten Assets“ ohne Kreditrisiko rechnen, ebenso wie mit mittel-bis langfristig heftigen Kursverlusten am Aktienmarkt. Ich werde versuchen, das Wikifolio Schritt für Schritt auf diese Szenarien einzustellen. mehr anzeigen

Allgemeiner Kommentar

Verbraucherpreise Eurozone September: -0,1% yoy (erste Schätzung) mehr anzeigen
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