24.11.2018| Von: Andreas Kern |

 

Portrait Andreas Kern

Je näher der Termin für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU kommt, desto hektischer wird hinter den Kulissen über die Art und Weise des Brexits verhandelt. Sicher ist im Moment noch nicht einmal, dass er überhaupt stattfindet. Insofern ist es kein Wunder, dass die Nervosität mit Blick auf den 29. März 2019 wächst. An diesem Datum soll nämlich der ursprünglich für alle Ewigkeit geschlossene Bund zwischen Briten und Kontinentaleuropäern formal geschieden oder zumindest in eine Art „wilde Ehe“ umgewandelt werden. Allerdings ist der bisherige Fahrplan nicht mehr als eine grobe Richtungsangabe und selbst die stößt gleichermaßen dies- und jenseits des Kanals auf wenig Gegenliebe. Insofern ist der am kommenden Wochenende stattfindende Brexit-Gipfel eine bedeutende Wegmarke, auch für Marktteilnehmer, die eher weniger an Politik interessiert sind.

„Wilde Ehe“ auf britisch?

Stampede der kurzen Beine

Zwar zeichnen sich politische Börsen durch die sprichwörtlich „kurzen Beine“ aus, angesichts der hektischen Tagespolitik trampeln davon aber inzwischen so viele durcheinander, dass es mitunter schwer fällt, den Überblick zu behalten: Abgaswertrichtlinien, Datenschutzverordnungen, Dieselfahrverbote, Energiewende, Handelssanktionen und -kriege, Klimaziele, Kohle- und Atomausstiege, Rettungspakete, etc. Eine wahre Stampede! Der Gesetzgeber, so scheint es, hat schon lange aufgehört, einen langfristig stabilen und verlässlichen Rahmen zu schaffen, an dem lediglich im Bedarfsfall kleinere Korrekturen vorgenommen werden. Wenn aber eine politische Maßnahme die nächste jagt, dann beeinflusst die Politik insgesamt die Börsen eben doch relativ dauerhaft. Für Anleger kann diese zum Problem werden.

Nutze den... Event!

Andreas Haase („EventTrader“) hat für dieses Problem einen ebenso einfachen wie überzeugenden Handelsansatz gefunden: Mit seinem wikifolio „EventTrader“ handelt er ausschließlich stark kursbeeinflussende Ereignisse, die sowohl gesamtwirtschaftlicher Natur sind, beispielsweise politische Entscheidungen, oder auf ein bestimmtes Unternehmen durchschlagen, also beispielsweise die Veröffentlichung von Quartalszahlen. Diese Strategie setzt er mit Hilfe von ausgewählten Hebelprodukten um. Die Haltedauer beträgt dabei in der Regel nicht mehr als einen (Börsen-)Tag. Entsprechend rechnet Haase mit rund 100 bis 150 Trades pro Jahr, bei denen er jeweils nicht mehr als ein Prozent des Kapitals riskiert.

Der unorthodoxe Ansatz in Verbindung mit einer klaren Strategie zahlte sich bislang aus: Eine sehr ansehnliche Rendite von mehr als 17% erwirtschaftete Haase alleine in den letzten zwölf Monaten.

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Clever und smart

Einen anderen Weg geht Andre Domaschke („Fuchs2014“) mit seinem wikifolio „Chancen übergreifend“. Er sucht in allen Regionen, Branchen und Börsensegmenten nach chancenreichen Unternehmen, in die er mit einer grundsätzlich langfristigen Orientierung investiert. Bemerkenswerterweise setzt er dabei nicht auf den bekanntesten Trend des Jahres, Technologieaktien, sondern sieht eher Chancen im Pharmabereich und in der Biotechnologie. Rund 45 % seines Kapitals stecken aktuell im US-amerikanischen Patentverwerter PDL BioPharma, dem australischen Pharmakonzern Clinuvel Pharmaceuticals und dem deutschen Krebsforschungsunternehmen Epigenomics. Daneben befinden sich derzeit acht Unternehmen aus dem Minensektor in seinem wikifolio.

Chancen übergreifend

Für weitere Chancen liegt zudem noch ausreichend „Pulver“ trocken: Die Cash-Quote beträgt satte 30 %. Mit einem Zuwachs von fast 28 % binnen Jahresfrist hat Domaschke offensichtlich nicht nur einen guten Riecher für Chancen, sondern auch die nötige Geduld. Seit dem Start im Oktober 2014 beträgt der Zuwachs seines wikifolios sogar atemberaubende 185 %.

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Den Spieß umdrehen

Die Suche nach versteckten Börsentrüffeln ist allerdings nicht die Sache von Christian Thiel („sparstrumpf“). In sein wikifolio „Global Champions“ kommen – der Name ist Programm – nur die größten und bekanntesten Unternehmen, die mit hoher Marktkapitalisierung, dynamischem Wachstum in der Vergangenheit und ebensolchen Zukunftsperspektiven glänzen können. Gerade unter dem Aspekt der politischen Beeinflussung von Börsen ist der Ansatz interessant. Schließlich verfügen die ganz großen Blue Chips über gewaltige Mittel, Marktmacht und Einfluss. So können sie möglicherweise den Spieß umdrehen und ihrerseits die Politik beeinflussen. Thiels Portfolio liest sich denn auch wie das „Who is Who“ der Wallstreet: Amazon und Apple fehlen ebenso wenig wie Mastercard, Facebook und Starbucks.

Global Champions

Mit Adidas und Lindt Sprüngli sind aber auch europäische Champions vertreten. Obwohl gerade Technologieaktien in der jüngeren Vergangenheit deutliche Kursrückgänge hinnehmen mussten, steht bei den „Global Champions“ noch immer eine Performance von +14,1% während der letzten zwölf Monate auf der Uhr.

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Was kommt?

Das sollten Anleger im Auge behalten

Im Fokus der nächsten Tage steht klar die Abschlusserklärung zum Brexit-Gipfel am Montag. Hier wird – nicht nur für die Börsen – Geschichte geschrieben. Danach sind es nur noch rund vier Monate bis zum Tag X. Vielleicht sind damit die Nebel dann sogar soweit gelichtet, dass die Märkte doch noch in die Laune für eine Jahresendrally kommen?

Am Mittwoch veröffentlicht das US Bureau of Economic Analysis die annualisierten US-BIP-Daten und am Freitag gibt Eurostat die Entwicklung der Verbraucherpreise bekannt. Einen Nachzügler zur Berichtsaison gibt es ebenfalls zu vermelden: Am Donnerstag berichtet der US-Computerriese Hewlett-Packard.

 

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