Machtübernahme der Maschinen?

Nach der Einigung mit Qualcomm, deutlich besseren Quartalszahlen als erwartet, einer Dividendenerhöhung und der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms, machte die Aktie von Apple einen deutlichen Satz nach oben.

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Das Unternehmen aus Cupertino bestätigt damit ebenfalls die gute Stimmung im US-Technologiesektor. Entsprechend schnell schwenkte die NASDAQ in diesem Jahr wieder auf ihren Erfolgskurs ein und markierte zuletzt sogar erneut Allzeithochs. An der US-Technologiebörse spielt bereits die Musik der Zukunft und in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Automatisierung, Robotik, Biotechnologie, etc. werden heute die Fundamente für künftigen Wohlstand gelegt.

Aufbruch statt Verzagtheit

Im Gegensatz dazu steht die öffentliche Diskussion in Europa: Begriffe wie Robotik und KI rufen vor allem neue Ängste hervor. Fast allgegenwärtig ist die Überzeugung, dass uns die Roboter perspektivisch die Arbeit wegnehmen werden. Bislang ist allerdings eher das Gegenteil zu beobachten: Gerade im Tech-Sektor entstehen zahllose neue und vor allem hochqualifizierte Arbeitsplätze – viele Wirtschaftszweige sind ohne Technologie schlicht nicht denkbar. Insofern dürften die Ängste vor einer „Machtübernahme der Maschinen“ genauso irrational sein, wie die jüngst in Deutschland erhobenen Forderungen nach einer Enteignung von Wohnungen oder der Verstaatlichung ganzer Industrieunternehmen. Besonders an den Börsen ist es wichtig, sich den Kopf von solch (irrationalen) Ängsten und Pseudo-Lösungen frei zu halten. Nur dann kann es gelingen, die großen Trends frühzeitig zu erkennen und entsprechend daran zu partizipieren.

Die sechste Welle

Genau dieses Ziel verfolgt Valdimir Geist ( RiskControl ) mit seinem wikifolio Roboter & Künstliche Intelligenz . Dort setzt er voll auf die Zukunftsthemen Robotik und KI. Zwar seien diese Themen nicht neu, Geist sieht in ihnen jedoch das Potenzial, die sechste Kondratieff-Welle auszulösen, also eine Basisinnovation, die sogar noch das Internet in den Schatten stellen dürfte.

Entsprechend investiert er schwerpunktmäßig in den USA, wo die Platzhirsche, die Giganten und die Innovationstreiber gehäuft auftreten. Seine prinzipiell langfristige Ausrichtung entwickelt er anhand der Kriterien Technologiepotential, Umsetzungsmöglichkeiten und Profitaussichten. Den konkreten Einstiegszeitpunkt bestimmt er dann mittels der technischen Analyse. Auf Sicht der letzten zwölf Monate konnte Geist so eine Performance von knapp 14 % erwirtschaften, seit der Auflage im Mai 2016 sind es sogar rund 72 %. Die aktuelle Cash-Quote von knapp 7 % erlaubt zudem noch den einen oder anderen Zukauf.

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Roboter & Künstliche Intelligenz

„Daten, Daten, Daten“

Wer KI und Robotik sagt, sagt zeitgleich auch Daten. Denn Daten sind für die technologische Revolution das, was die „Lage, Lage, Lage“ für Immobilien ist. Entsprechend erwartet Alexander Bamberg ( yoda12 ) in diesem Bereich die größten Gewinnaussichten. Für sein wikifolio Daten - das Öl des 21. Jhd geht er daher gezielt auf die Suche nach jenen Unternehmen, die eben diese Daten am besten fördern, erzeugen, vernetzen oder aufbereiten.

Auch seine Titelauswahl erfolgt in erster Linie nach fundamentalen Aspekten, im Einzelfall zieht Bamberg aber auch die Charttechnik zu Rate. Wie nicht anders zu erwarten, ist auch er schwerpunktmäßig in den USA investiert, wobei Amazon und Alphabet die Liste seiner Positionen anführen. Aber auch kleine, feine Unternehmen aus Europa, wie die Berliner IUV Traffic Technologies (Logistiksoftware) oder die österreichische Fabasoft AG (sicherheitsorientierte Office-Lösungen) sind vertreten. Mit dieser vielseitigen Mischung erwirtschaftete Bamberg alleine auf Jahressicht satte 19,8 %

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Daten - das Öl des 21. Jhd

Crème de la crème

Einen etwas anderen Weg wählt Yves Lienhard ( WorldsBest ). Er interessiert sich nicht für Sektoren, sondern investiert mit seinem wikifolio World’s Best Brands in weltbekannte Unternehmen und Marken. Zwischen 20 und 40 Titel soll das Portfolio maximal enthalten. Das Anlageuniversum umfasst rund 150 Aktientitel.

Die eigentliche Auswahl wird dann sowohl nach technischen als auch fundamentalen Kriterien getroffen. Und wie könnte es anders sein, auch hier finden sich zahlreiche Tech-Unternehmen im Portfolio. Schließlich gehören Amazon , Microsoft , Apple und Paypal längst auch zu den bekanntesten Marken der Welt. Vor dem Hintergrund der skizzierten Trends werden weitere Tech-Unternehmen in diesen Kreis aufschließen. Auf Zwölf-Monats-Sicht erbrachten die von Lienhard gesammelten Sahnestückchen eine Performance von mehr als +12 %.

 

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World’s Best Brands

Was kommt?

  • Das sollten Anleger in der nächsten Woche im Auge behalten

Noch läuft die Berichtssaison auf Hochtouren. Am kommenden Montag verkündet der Versicherungsgigant AIG seine Zahlen, am Dienstag folgt dann der Automobilkonzern BMW , dessen Vorstand vermutlich gelassen über die nassforschen Enteignungsfantasien deutscher Jungsozialisten hinwegsehen dürfte. Am Mittwoch stehen dann Siemens und der weltgrößte Rückversicherer Munich Re mit ihren Quartalszahlen auf dem Programm.

Ebenfalls am Mittwoch verkündet die Bank of Japan ihre Leitzinsentscheidung. Am Donnerstag gibt es dann mit den chinesischen Verbraucherpreisen neue Erkenntnisse über den Zustand der dortigen Wirtschaft.


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