Brüsseler Spitzen(personal)

Brüssel ist in diesen Tagen wieder einmal für Überraschungen gut. Eine Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen? Das hätte bei den Buchmachern zuletzt eine ordentliche Quote eingebracht.

Für die Börsen weitaus wichtiger und weit weniger überraschend war dagegen die Nominierung von IWF-Chefin Christine Lagarde als Nachfolgerin von Mario Draghi an der Spitze der EZB. Der Name der 63-jährigen, in der Politik bestens vernetzten Lagarde wurde immerhin schon länger für diesen Posten gehandelt.

„Whatever it takes“ Teil 2?

Nimmt man die Reaktion der Märkte zum Maßstab, dann dürfte die ultralockere Geldpolitik auch unter Lagarde fortgesetzt werden. Tatsächlich hat sich die designierte EZB-Chefin während der Euro-Krise mehrfach für eine zusätzliche Lockerung ausgesprochen. Nachdem Draghi mit seinem Satz „Whatever it takes“ in die Geschichtsbücher eingehen wird, darf man auf Lagardes Versprechen gespannt sein. In jedem Fall bleibt es bei der Nullzinspolitik, was bei Aktien der Eurozone weiter für Rückenwind sorgen sollte.

Technik mit Turbo

Einen klaren Deutschland-Fokus besitzt das wikifolio Top 10 TecDax-Werte von Ronny Ams ( TheBowlgod ). Insofern ist die Geldpolitik der EZB für die meisten seiner Portfoliowerte ein erheblicher Faktor. Grundsätzlich verfolgt Ams einen klassischen Momentum-Ansatz innerhalb des TecDAX-Universums.

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Es werden jeweils die zehn Aktien mit der besten Performance der letzten sechs Monate ausgewählt. Die Überprüfung findet immer am Monatsbeginn statt, wobei alle Werte, die das Performance-Kriterium nicht mehr erfüllen, verkauft werden. Im Gegenzug werden die Aktien mit der besten Wertentwicklung neu aufgenommen, sofern sie nicht bereits im wikifolio vorhanden sind. Aktuell erfüllen u.a. das Biotech-Unternehmen Evotec , der Halbleiterproduzent Dialog und der Softwarehersteller Nemetschek diese Vorgaben. Auf Jahressicht führte die Momentum-Strategie zu einem Wertzuwachs von etwas über 8 %. Seit dem Start im Januar 2016 erreicht Ams sogar eine Gesamtrendite von mehr als 103 %.

Kursraketen dank Strategien-Mix

An der Börse können unterschiedliche Strategien und Anlagestile zum Erfolg führen. Den Beweis hierfür tritt Stefan Uhl ( TheBowlgod ) mit seinem wikifolio  GroDiVal TrendInvest  an. Er setzt auf einen Strategiemix aus Growth (Gro), Dividenden (Di) und Value (Val), was zugleich den Namen des wikifolios erklärt.

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Für das Timing vertraut Uhl auch auf Trends (ebenfalls ein Namensbestandteil), sowie ganz allgemein auf die Technische Analyse. Seinen Schwerpunkt setzt er bei europäischen und amerikanischen Aktien, obwohl sein Anlageuniversum streng genommen keinen Beschränkungen unterliegt. Auch Hebelprodukte kommen bei Uhl zum Einsatz. Konkret finden sich derzeit in seinem wikifolio SmallCaps wie Eckert & Ziegler und Allgeier , aber auch Schwergewichte wie Amazon und Alibaba . Das Ergebnis ist ein Wertzuwachs von gut 13 % auf Jahressicht und von beeindruckenden 368 % seit der Auflage des wikifolios im Oktober 2013.

Erlaubt ist, was Performance bringt

Erst in dieser Woche erklomm der DAX, beflügelt vom „Waffenstillstand“ im Handelsstreit zwischen China und den USA, ein neues Jahreshoch. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass dieser Anstieg nur von wenigen Aktien getragen wurde.

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Es sind genau solche Titel, die sich für Maik Schwäbes ( maikschwaebe ) wikifolio German Top Momentum  qualifizieren. Denn Schwäbe filtert anhand technischer Kriterien genau jene Titel unter den deutschen Standardwerten heraus, welche die größte Kursdynamik aufweisen. Aktuell sind das adidas , Allianz und Airbus . Um in schwierigen Börsenphasen vor großen Wertverlusten geschützt zu sein, können auch ETFs und Absicherungen eingesetzt bzw. die Cash-Quote erhöht werden. In der Regel verbleiben die einzelnen Positionen zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen im wikifolio, das mit maximal zehn Titeln relativ konzentriert zusammengesetzt ist. Im vergangenen Jahr konnte Schwäbe auf diese Weise ein Plus von knapp 9 % erzielen. Seit dem Start im April 2013 lag die Performance des „Guten Money Managers“ sogar bei rund 153 %.

Was kommt?

  • Das sollten Anleger in der nächsten Woche im Auge behalten

Am kommenden Mittwoch wird das neue FOMC-Protokoll veröffentlicht, das zusätzlichen Aufschluss über die Wahrscheinlichkeit der vom Markt bereits eingepreisten US-Zinssenkung geben dürfte. Auch die US-Verbraucherpreise (Donnerstag) werden im Hinblick auf den weiteren Zinskurs der Fed starke Beachtung finden. Käme es in diesem Monat zu keiner Zinssenkung, wäre das zweifellos eine Enttäuschung.

Ansonsten stehen diese Woche keine bedeutsamen Wirtschaftsnachrichten an – eine willkommene Verschnaufpause vor dem Start der Berichtssaison in der Folgewoche.


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