Szew Grundinvestment

  • +321,6 %
    seit 30.12.2014
  • +63,4 %
    1 Jahr
  • +29,2 %
    Ø-Performance pro Jahr
Sämtliche Gebühren bereits abgezogen
  • -43,6 %
    Max Verlust (bisher)
  • 1,10×
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Handelsidee

Das Wikifolio, soll aus einer Mischung aus sicheren Dividendentiteln, fundamental unterbewerteten Aktien mit Chancen auf einen Turnaround und zu einem kleinen Teil auch aus Small Caps mit starkem Wachstumspotential bestehen.
Die Aktienwerte, vor allem die Turnaround Kandidaten, sollen idr auf 6-12 Monate gehalten um dann bei erfolgreichem Turnaround durch einen neuen Kandidaten ersetzt zu werden.
Das wichtigste bei den Investitionen ist meiner Ansicht nach ein gutes Chance-Risiko Verhältnis aus fundamentaler Sicht.
Dies soll durch einen von mir entwickelten Algorithmus, welcher die Substanz und den "inneren" Wert einer Aktie abbilden soll, ermittelt werden, deshalb sollen hier Aktien aufgenommen werden, die meiner Analyse nach möglichst weit von ihrem inneren Wert abweichen und daher aus Value sicht eine positive Entwicklung nehmen können.
Dabei ist geplant vor allem auf Werte aus Deutschland und der EU zu setzen und nur in Aktien zu investieren.

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Stammdaten
Symbol
WF00SZEW01
Erstellungsdatum
30.12.2014
Indexstand
High Watermark
419,3

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Simon Weishar
Mitglied seit 30.12.2014

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Wochenupdate Szew Grundinvest (31.07.2020)

 

In der vergangenen Woche kam der Gesamtmarkt mal wieder stärker unter Druck. Der DAX verlor -4,1%, das Wiki -1,9% konnte sich stabiler halten.

 

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+32,2%) nach Gebühren weiter vor dem DAX (-7,1%).

 

Eine schwieirige Woche liegt hinter dem Wiki. Der Gesamtmarkt hat bei der Entwicklung nicht gerade geholfen, aber es waren auch unternehmensspezifische Probleme die für den Wochenverlust gesorgt haben.

Zunächst hat MyHammer bekannt gegeben, dass ihr CEO Frau Freese das Unternehmen zeitnah verlassen wird. Für mich ist das eine sehr schlechte Nachricht, denn Frau Freese hat die starke Entwicklung und den Turnaround bei MyHammer erst eingeleitet und ihre Führung hat mir als Anleger Sicherheit bei der zukünftigen Unternehmensausrichtung gegeben. Der Neue CEO ist zwar kein Unerfahrener, aber es bringt mir unnötige Unsicherheit, die ich auf dem schon höheren Kursniveau nicht haben möchte und habe daher meine Anteile verkauft. Interessant könnte das Unternehmen werden bei dem Frau Freese nun arbeiten wird, hier gibt es einige Kandidaten, die ihre Hilfe gut gebrauchen könnten. Gern würde ich sie bei Holidaycheck sehen, wo es so einiges aufzuräumen gibt.

 

Gekauft habe ich für das freigewordene Kapital mit IVU eine altbekannte Aktie.

 

Eine größere Belastung enstand für das Wiki in dieser Woche durch einen mieserablen Q2 Umsatzbericht von Cegedim. Von den Zahlen lag der Bericht insgesamt im Rahmen der Erwartungen und auch der Umsatzausblick zeigt auf, dass man im zweiten Quartal wieder wachsen will. Doch der Bericht erinnert insgesamt eher an Krisenkommunikation als an Optimismus. Während Telekonsultation in aller Munde ist und bei Investoren für Phantasie sorgt, hält man es bei Cegedim scheinbar nicht für nötig hier nähere Einblicke zu geben. Stattdessen betont man, dass man ausreichend Liquide ist und noch ungenutzte Kreditlinien bei den Banken hat – sowas kommuniziert man wenn man davon ausgeht, dass es in der nächsten Zeit eng werden könnte und nicht, wenn man plant profitabel zu arbeiten. Insgesamt hat der Bericht den Markt mal wieder mehr verunsichert als dass er geholfen hat und die entsprechenden Kursverluste folgten daraufhin.

 

Cegedim ist für mich fundamental deutlich unterbewertet, deshalb halte ich auch schon so viele Jahre an den Aktien fest, doch wie das Unternehmen mit seinen Aktionären umgeht grenzt schon an Absicht, so dass es weiterhin keinen Spaß macht hier Aktionär zu sein. Eine reine fundamentale Unterbewertung reicht halt nicht um den Markt zu überzeugen, da gibt es z.B. mit SBM ähnliche Werte, die ihre Bewertung einfach nicht heben können, weil diese Unternehmen zu wenig für die Aktionäre und die Kurspflege tun. Sollte das so weitergehen werde ich sicher irgendwann auch die Geduld verlieren, aber noch ist es nicht so weit. Den richtigen Halbjahresbericht und den Capital Markets Day Ende des Jahres werde ich jedenfalls noch abwarten. Sollten sie auch diese beiden hervorragenden Chancen ungenutzt lassen mal etwas Werbung für ihr Unternehmen zu machen werde ich vielleicht auch meinen letzten Optimismus verlieren.

 

Eine positive Entwicklung gab es diese Woche bei GFG. Dadurch dass Zalando sich 1 Mrd Euro per Wandelanleihe besorgt hat und die Zeichen auf eine geplante Übernahme hindeuten, wäre die GFG ein möglicher Kandidat um das Geschäft in neue Märkte zu bringen. Der Kurs reagierte auf diese Möglichkeit jedenfalls positiv.

 

Meine mit Abstand größte Position bleibt aber weiterhin Westwing, hier habe ich sogar noch etwas zugekauft. Ich habe in dieser Woche eine neue Auswertung zu Westwing hinsichtlich der letzten zwei Wochen gemacht. In den ersten beiden Juli Wochen ist man ja mit 65% gewachsen, wie Westwing verkündet hat, die letzten beiden Wochen zeigen auf ein ähnliches Wachstum hin. Gerade in Polen liefen die letzten Wochen sehr stark. Nach knapp 50% Wachstum im ersten Halbjahr lag die Prognose für das Gesamtjahr bei +25-35%. Ich gehe aufgrund des bisherigen Verlaufs und keinem Anzeichen von Abschwächung weiterhin auch von +50% für das Gesamtjahr aus, so dass wir hier mit weiteren Prognoseanhebungen einen anhaltend positiven Newsflow sehen sollten, der den Kurs in Richtung seines fairen Wertes treibt.

 

Die größten Gewinner waren diese Woche:

GFG +14,6%

Frequentis +3,1%

 

Die größten Verlierer waren diese Woche:

Cegedim -16,3%

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Allgemeiner Kommentar

Wochenupdate Szew Grundinvest (24.07.2020)

 

In dieser Woche gewann das Wiki (+2,1%) weiter hinzu und konnte ein neues Allzeithoch markieren. Der DAX (-0,6%) verlor leicht an Wert.

 

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+34,8%) nach Gebühren weiter vor dem DAX (-3,1%).

 

In dieser Woche gab es mit Frequentis eine Neuaufnahme im Wiki.

Frequentis gehört meiner Meinung nach zu den solidesten Unternehmen, die man an der Börse finden kann. Das Unternehmen besteht seit über 70 Jahren und ist seit letztem Jahr an der Wiener Börse notiert. Das Familienunternehmen ist immernoch überwiegend in Familienhand und der Streubesitz beträgt gut 22%.

Frequentis ist DER Anbieter für sicherheitskritische Kommunikations- und Informationssysteme. Das Unternehmen bietet Control Center Solutions und Public Safety & Transport Lösungen an. Kunden sind daher öffentliche Auftraggeber wie Flugsicherungen, Polizei, Feuerwehr, Rettung, Schifffahrt und Bahn. Das Unternehmen ist daher relativ Krisenunabhängig, da man einerseits nicht an der Wirtschaft direkt sondern an öffentlichen Auftraggebern hängt und andererseits sehr lange Verträge von häufig 15 Jahren Laufzeit mit diesen hält. Das Unternehmen ist in 150 Ländern aktiv und ist vor allem im Bereich der Flugsicherung nicht mehr wegzudenken und verfügt daher über einen tiefen Burggraben.

Das Unternehmen weiß aber, dass sich die Kommunikation stets weiterentwickelt und investiert daher auch stark in die Forschung & Entwicklung und wurde hier mit einigen Preisen für besonders innovative Lösungen ausgezeichnet.

Von der norwegischen Flugsicherung hat man z.B. den ersten Auftrag zur Flugsicherung im Drohnenbereich erhalten. Sollte die Entwicklung hier weiter so schnell vorran gehen, könnte für Frequentis hier noch ein großer Markt warten.

Eine besonders spannende Entwicklung ist Frequentis auch im Bereich der Remote Tower gelungen, zu welchem es jetzt schon mehrere Aufträge gibt bei denen man nun vor allem regionale Flughäfen von einem zentralen Standpunkt aus kontrollieren zu können.

Auch der Cloudbereich fängt bei Frequentis nun langsam an. Man stattet die größte deutsche Polizeiorganisation mit einer multimedialen Leitzentrallösung aus, welche über eine cloudbasierte Lösung gehostet wird. Gerade erst hat Frequentis auch den Zuschlag zur Lieferung des Kommunikationssystems für die Einsatzleitstellen der Feuerwehr und Polizei in Hamburg erhalten.

Bei Frequentis ist man an vielen spannenden Zukunftsentwicklungen dran und ist auf der anderen Seite ein sehr konservatives Unternehmen, was auch so bilanziert und z.B. keine der hohen Forschungs&Entwicklugnskosten aktiviert. Das Unternehmen wird geführt, wie man es sich als langfristiger Aktionär wünscht, es wird nicht auf kurzfristige Bilanzkosmetik geachtet, sondern dafür gesorgt, dass das Unternehmen langfristig erfolgreich ist und immer weiter wächst.

Obwohl das Unternehmen relativ risikoarm erscheint, die letzten 30 Jahren stets profitbal war, gut geführt wird, bilanziell sehr sauber ist und an Zukunftsthemen beteiligt ist, ist die Bewertung erstaunlich niedrig.

Obwohl Frequentis gerade in den Schlagzeilen stand, weil sie 31 Mio Euro verloren haben, da die Bank bei der sie es angelegt hatten Bilanzfälschung betrieben hat, verfügt Frequentis immer noch über ein Nettocash von rund 13 Mio Euro.

Damit kommt Frequentis auf einen Enterprise Value von rund 200 Mio Euro, bei Umsätzen von rund 320 Mio (EV/U= 0,6). Der Umsatz wuchs zuletzt im Bereich von 6% pro Jahr, auch durch kleinere Übernahmen. Beim KGV liegt man im nächsten Jahr bei rund 14.

Frequentis ist als Software und Kommunikationsplattformanbieter eigentlich in der Lage deutlich höhere Margen zu erzielen und ich gehe davon aus, dass dies mit der Zeit und auch kommen wird. Frequentis ist für mich kein Unternehmen, bei dem ich einen kurzfristigen Hype erwarte, obwohl dies bei Themen wie der Flugsicherung für Drohen nicht auszuschließen ist, aber es ist für mich ein sehr solides Langfristinvestment, was eher in die Kategorie wie Sto fällt. Ich halte Frequentis daher zum aktuellen Zeitpunkt für eine gute Ergänzung des Wikis um bei möglichen größeren Börsenschwankungen einen weiteren stabilen Wert zu haben.

 

Ansonsten hat in dieser Woche noch Hypoport vorläufige Zahlen vermeldet. Diese erschienen auf den ersten Blick schwach, da man aufgrund der Transaktionszahlen mehr erwarten konnte. Die Aktie verlor zwar etwas, der Markt scheint aber inzwischen realisiert zu haben, dass man ein Unternehmen wie Hypoport nicht aufgrund eines Quartals bewerten sollte, denn die Unternehmensentwicklung ist weiterhin im vollen Gang, daher bleibe ich natürlich dabei.

 

Nächste Woche kommen dann noch die mit Spannung erwarteten Halbjahreszahlen von Cegedim. Während der Umsatz wohl nicht so entscheidend sein wird, steht die Gewinnentwicklung im Fokus, hier bleibt zu hoffen, dass sie nun seit langem mal ein erstes Halbjahr deutlich profitabel abschließen können und dem Markt damit ihre wahre Ertragsstärke offen legen.

 

Die größten Gewinner waren diese Woche:

Westwing +12,9%

MyHammer +5,0%

 

Die größten Verlierer waren diese Woche:

Hypoport -4,7%

GFG -3,1%

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Allgemeiner Kommentar

Wochenupdate Szew Grundinvest (17.07.2020)

 

In dieser Woche gewann das Wiki (+9,2%) wieder deutlicher hinzu und konnte ein neues Allzeithoch markieren. Der DAX (+2,3%) stieg deutlich weniger stark an.

 

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+32,1%) nach Gebühren weiter vor dem DAX (-2,5%).

 

Wie im letzten Wochenbericht bereits erwartet, kam in dieser Woche nun auch eine positive Vorabmeldung von Westwing und die hatte es in sich. Dass die Zahlen deutlich besser ausfallen würden als man bislang erwartet hatte, war aufgrund einiger Statistiken keine Überraschung mehr. Das Ausmaß  der Prognoseüberschreitung lag jedoch deutlich überhalb aller Erwartungen, daher habe ich mich auch dazu entschlossen die Westwing Position weiter auszubauen. Da ich dafür Cash brauchte, habe ich mich dazu entschieden die Blue Prism Position zunächst zu verkaufen. Es traf Blue Prism, da diese für mich aktuell das geringste Momentum aufweisen und wir hier bis November auf die nächsten Zahlen warten müssen. Ich gehe aber fest davon aus zu Blue Prism zurückzukehren.

Westwings Umsatz lag in Q2 um die 90% über dem Vorjahresquartal. Man hatte nach 6 Wochen bereits gemeldet, dass der Umsatz bei 80% über dem Vorjahresquartal lag und hier gingen viele noch von verstärkten Coronanachholeffekten aus, so dass das Umsatzwachsstum am Ende des Quartals vielleicht noch bei +40-50% liegen würde. Aber im Gegenteil, in der zweiten Hälfte des Quartals muss der Umsatz sogar weiter angestiegen sein auf rund +100% damit wir hier am Ende ein Quartal mit 90% Umsatzwachstum sehen konnten. Auch das Q3 ist bislang gut angelaufen mit einem Plus von 65%. Ich halte es damit für realistisch, dass man den Umsatz für das Gesamtjahr um gut 50% auf rund 400 Mio Euro steigern wird.

Die zweite und wohl noch größere Überraschung war die Gewinnseite, denn man erwartet für das Q2 eine AEbitda Marge von 12-14%. Damit dass Westwing so profitabel arbeiten kann, hatte wohl niemand gerechnet, schließlich gab das Management selbst in seiner Langfristprognose eine Marge von 10% aus. Doch die schneller greifenden Skaleneffekte und die Erhöhung der Bruttomarge scheinen hier eine deutliche Erhöhung möglich zu machen.

Damit ist das Unternehmen aktuell noch zu einem EV/Sales von 0,4 bewertet, was für mich viel zu wenig ist. Eine Kursentwicklung auf mindestens das IPO Niveau oder auch über 30€ scheint mir daher realistisch. Damit dürfte man dann auch wieder in den SDAX aufgenommen werden.

 

Die größten Gewinner waren diese Woche:

Westwing +42,0%

GFG +24,1%

Cegedim +5,5%

 

Die größten Verlierer waren diese Woche:

-

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Kommentar zu WESTWING GROUP INH. O.N.

Westwing überrascht mit überragendem Q2

Westwings Umsatz lag in Q2 um die 90% über dem Vorjahresquartal. Man hatte nach 6 Wochen bereits gemeldet, dass der Umsatz bei 80% über dem Vorjahresquartal lag und hier ging man noch von verstärkten Coronanachholeffekten aus, so dass das Umsatzwachsstum am Ende des Quartals vielleicht noch bei +40-50% liegen würde. Aber im Gegenteil, in der zweiten Hälfte des Quartals muss der Umsatz sogar weiter angestiegen sein auf rund +100% damit wir hier am Ende ein Quartal mit 90% Umsatzwachstum sehen konnten. Auch das Q3 ist bislang gut angelaufen mit einem Plus von 65%. Ich halte es damit für realistisch, dass man den Umsatz für das Gesamtjahr um gut 50% auf rund 400 Mio Euro steigern wird.

Die zweite und wohl noch größere Überraschung war die Gewinnseite, denn man erwartet für das Q2 eine AEbitda Marge von 12-14%. Damit dass Westwing so profitabel arbeiten kann, hatte wohl niemand gerechnet, schließlich gab das Management selbst in seiner Langfristprognose eine Marge von 10% aus. Doch die schneller greifenden Skaleneffekte und die Erhöhung der Bruttomarge scheinen hier eine deutliche Erhöhung möglich zu machen.

Damit ist das Unternehmen aktuell noch zu einem EV/Sales von 0,33 bewertet, was für mich viel zu wenig ist. Eine Kursentwicklung auf mindestens das IPO Niveau oder auch über 30€ scheint mir daher realistisch. Damit dürfte man dann auch wieder in den SDAX aufgenommen werden.

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