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Handelsidee

Relativ selten stößt man auf Aktien, von denen man auch bei genauerer Recherche voll überzeugt ist. Solche Gelegenheiten will ich in diesem Depot wahrnehmen. Sollten alle Bestände liquidiert worden sein, ohne dass sich neue Gelegenheiten ergeben haben, soll ein Großteil des Kapitals in value-Aktien mit hoher Dividende geparkt werden -- ein Viertel soll als Barreserve zurückgehalten werden.

Per se soll es sich bei den Investments nicht um turn-around-Anlagen handeln. Der Schwerpunkt sollen stattdessen Value-Aktien sein, die vom Markt klar unterbewertet werden und deswegen einen attraktiven Einstieg bieten. Die Titel sollen über mittlere Zeiträume (Monate) gehalten werden bis der Markt den wahren Wert widerspiegelt oder sich sonst eine gute Gelegenheit zum Abstoßen ergibt.

Die Strategie ist moderat riskant, da es normalerweise konkrete Anlässe (im Zweifel Kurs-Risiken) für eine Unterbewertung durch den Markt gibt. Kennzeichnend für Value-Titel ist aber eben auch, dass sie durch substanziellen Unternehmenswert unterfüttert sind. Hier heißt es, geduldig abzuwarten, bis sich neue Gelegenheiten auftun. (Dazu auch das Kapitalpolster.)

In einem Satz könnte man die Anlage-Strategie wohl als "Warren-Buffet für Arme" zusammenfassen :)

Das Anlage-Universum sind internationale Aktien bevorzugt mit hoher Dividende, die unter steuerlich günstigen Bedingungen ausgeschüttet wird. Im extremen Einzelfall kann auch zu einem Hebelprodukt mit kleinem Faktor gegriffen werden. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WFOPPOTOMO
Erstellungsdatum
11.12.2018
Indexstand
High Watermark
121,7

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Mitglied seit 28.11.2017

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Kommentar zu BPOST

Hah, es gibt ja tatsächlich noch Unterstützer für dieses Wiki! 

Dann mal ein kurzes Update: die Päckchen-Saison ist ja ganz gut gelaufen. Bpost stehen kurzfristig günstig, die werden heute zu Geld gemacht. PostNL werde ich zunächst halten. Was ich tatsächlich übersehen hatte: der Weihnachtsmann war natürlich auf den britischen Inseln heuer nicht so fleißig wie üblich, weil sich die Leute vor dem Brexit natürlich zurückhalten werden! Ärgerlich, aber lässt sich jetzt nicht mehr ändern. Die königliche Post dürfte eine hohe Brexit-Exposure haben und bleibt damit trotz der Verluste erstmal, bis derselbe ausgestanden ist. Und damit wären wir auch schon beim Hauptthema. 

Die britische Regierung befindet sich in Auflösung und, wie prognostiziert, sind wieder alle Optionen "on the table". Die kurzfristige Unsicherheit will ich nutzen, um noch ein paar kleinere Brexit-Papiere ins Boot zu holen. Dazu wird zusätzlich Tencent mit nettem Gewinn verkauft. Die weitere wirtschaftliche Lage über den Pazifik scheint mir zu unsicher, um einen erheblichen Betrag in einer Tech-Aktie liegen zu lassen, die keine nennenswerte Dividende einbringt. Schweren Herzens trenne ich mich auch von IBM, die mit +14% gut gelaufen sind, sich aber vorerst tot gelaufen zu haben scheinen.

Zu den Brexit-/UK-Papieren: In der Öffentlichkeit nur sporadisch bemerkt haben sich auch auf den Inseln diesen Sommer die Wasserreservoire bedrohlich geleert. Für die Landwirtschaft bedeutsam sind auch Grundwasserspiegel und Bodenfeuchte. Dass das Wasser und die zugehörigen Versorger deshalb ein interessantes Investement sein werden, hat man an der Börse leider schon bemerkt. Trotzdem halte ich die Kurse momentan noch für vertretbar. Ins Depot kommen:

Die United Utilities Group, KGV um 16, Dividendenrendite um 5%, die in Nordengland Wasser- und Abwasserversorgung für ein paar Millionen Menschen betreiben. Börsenwert ca. 7 Mrd. Euro.
Die Pennon Group ist etwas kleiner und versorgt knapp 2 Mio Einwohner in Südengland. Pennon ist bei 2 Mrd Börsenwert attraktiver bewertet mit KGV 12 und Dividendenrendite um 6%.

Und dann mache ich mal was Verrücktes: ich kaufe eine britische Werbeagentur, nämlich WPP. Man muss etwas verrückt sein, so etwas zu tun, wenn der Abschwung immer mal wieder etwas über den Horizont lugt. Aber ich glaube irgendwie noch nicht ganz daran. Brexit, Trump, China, Europa. All das sind Dinge, die sich finden werden. Was man über WPP wissen muss: WPP ist ein Gigant in dem Geschäft -- 12,5 Mrd Marktkapitalisierung -- und in den vergangenen Monaten fast brutal eingebrochen. Die Zahlen sind aber eigentlich solide. Praktisch alle relevanten Geschäftszahlen (Umsatz, Gewinn, Eigenkapital) nehmen seit Jahren ungebrochen zu. Das mag daran liegen, dass WPP die Digitalisierung in der Branche eben nicht verschlafen hat. Jedenfalls ist auch die Dividende über die Jahre stabil bei ca. 3% geblieben. Aufgrund des Kursverfalls liegt sie momentan allerdings bei 7% und das KGV bei 8. Das leiste ich mir jetzt mal. Britisch-verrückt. 
 

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Kommentar zu ROYAL MAIL

FedEx hat Mist gebaut und die anderen Versanddienstleister werden mit abgestraft. Deutsche Post -5%, Royal Mail -4%. Wenigstens hat man auch bei diesem Umfeld an den Märkten erkannt, dass BPost unterbewertet ist (momentane nominelle Dividendenrendite: 17%!). Dementsprechend geht es hoch. Und auch PostNL bleibt von Schlimmerem verschont. Da können wir nur hoffen, dass dann zumindest der Weihnachtsmann in Form von ordentlich Versandhandelsvolumen "liefert" :)

Dass der Royal Mail-Abstieg mit der FTSE100-Relegation zu tun hat, wie manche behaupten, glaube ich übrigens nicht. Die Relegation wurde am 5.12. bekannt gegeben und ist damit schon längst eingepreist. Der eigentliche Ausstieg der Index-Abbildner zum Stichtag 24.12. selbst wird kaum Kursänderung ausmachen -- so zumindest behaupten es diverse Studien, die die Kursverläufe in der Vergangenheit verglichen haben. Fun fact am Rande: bezahlen müssen in so einem Fall die FTS100-Index-Fonds-Halter. Während alle anderen Marktteilnehmer schon vor oder nach der Bekanntgabe der Relegation aus dem Titel draußen sind, müssen die warten, bis ihr Index-ETF zum Stichtag den Index nachvollzieht. (Die ETFs machen das tatsächlich so.)

Apropos Index-ETFs: mich juckt es ordentlich in den Fingern, den FTSE100 noch für eine kurze Weile per ETF zu shorten. Theresa May's Politik ist ein Bauchplatscher mit Ansage. Und je knapper wir am "hard brexit" vorbeischrammen werden, desto weiter wird es in UK noch nach unten gehen. Aber das ist schwer zu timen. Und noch schwerer zu sagen, wo der Markt sich gerade "psychologisch" befindet. Meiner Erfahrung nach sind da viele schlaue Leute mit offenen Augen unterwegs -- anders als momentan in der britischen Politik. Vielleicht sind wir momentan tatsächlich noch etwas dem Markt voraus (selten genug) und hätten noch warten können. Aber wie heißt es bei "Das Boot": der Torpedo ist im Wasser. Dann warten wir mal weiter geduldig auf den Einschlag.

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Kommentar zu LLOYDS TSB

An Tag 2 dieses Folios sehe ich mich mit etwas konfrontiert, was ich nicht wollte: mit einem "gamble". Es scheint sicher, dass Theresa May das Misstrauensvotum heute abend gewinnen wird. Das sollte der Markt als Zugewinn an Stabilität sehen und belohnen. Sollte wider den Erwartungen das Votum verloren gehen, wird fast zwangsläufig der Brexit verschoben werden müssen, da die Konservativen Zeit brauchen werden, eine neue Führung zu etablieren. Das eröffnet viele Möglichkeiten und ein Risiko: der neue PM könnte ein "hard brexiteer" wie Boris Johnson sein, der darauf setzt, so lange zu blockieren, bis die deadline Ende März abgelaufen ist.

Auf der anderen Seite, wenn die neue Führung auf der Vernunftseite orientiert sein wird, was wahrscheinlich ist, wird man den Brexit verschieben. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, aber die Chancen, dass der Deal neu verhandelt wird, steigt, Und auch die Chance, dass ein zweites Referendum anberaumt wird (etwas, das vor 2 Wochen noch undenkbar schien) wird immer öfter als Möglichkeit genannt. Es scheint sogar möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich, dass das Königreich die Artikel 50-Erklärung zurückziehen wird, um mehr Zeit zu haben, sich zu sortieren -- dieses Recht hat vor 2 Tagen der EU-Gerichtshof fast explizit eingeräumt.

Die zentrale Frage ist aber, wie es nach dieser Auszeit weitergehen soll. Denn das Parlament ist nach wie vor tief gespalten in der Brexit-Frage, und zwar in 3 Fraktionen über die Parteigrenzen hinweg: deal, no deal und remain. Der aktuelle Deal ist und bleibt dort in meinen Augen auf keinen Fall mehrheitsfähig.

Und das heißt, dass letztendlich wieder alle Optionen auf den Tisch kommen werden. Damit ist auch "remain" eine wieder tatsächlich realistische Möglichkeit. Vor allem da auch viele Briten inzwischen mitbekommen haben, was für eine unglaublich blöde Idee der Brexit war. Alle Sonntagsfragen-Umfragen, die ich kenne, zeigen einen 5% bis 15% großen Vorsprung des remain-Lagers vor den Brexiteers (was aus kontinentaleuropäischer Perspektive immer noch erstaunlich wenig ist). Aber der "Volkswille" scheint mir in dieser Frage inzwischen doch recht klar zu sein. Vor allem wenn man den Abstand mit den 51,4% vergleicht, mit denen das Referendum 2016 entschieden wurde.

Es kann erst nach unten gehen in den nächsten Wochen -- Chaos ist immer Kursgift. Aber der Ausblick darauf, dass der Brexit praktisch folgenlos rückabgewickelt werden könnte, wird meiner Überzeugung nach mittelfristig dominieren. Auf der anderen Seite, wenn sich das Parlament entgegen meiner Prognose und wider der Meinung der überwiegenden Zahl der Beobachter unter einer PM May doch zusammenraufen sollte, wird der vorliegende Deal wohl umgesetzt werden -- und damit zumindest endlich Klarheit geschaffen.

Wie auch immer: es scheint mir ziemlich wahrscheinlich, dass wir uns hier und heute in der Nähe des Bodens des ganzen Brexit-Dramas befinden sollten. Deshalb habe ich heute abend noch 2 Titel mit hoher Brexit-Exposition trotz eines 3%-after-hours-Spread-Aufschlags ins Depot-Boot geholt. Meine Entschuldigung an die beiden Unterstützer, die WFOPPOTOMO heute schon vorgemerkt haben, und die vielleicht auf die deutlich zurückhaltendere Strategie hofften, die ich ursprünglich angekündigt hatte. Nach dem zurückgenommenen Brexit werde ich zur diesem Ansatz zurückkehren :)

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Kommentar zu BPOST

Eine Dividende von mehr als 10% Prozent ist fast unanständig und wird von diesem Unternehmen sehr wahrscheinlich auch nicht gehalten werden können. Das sehen -- erstaunlicherweise im Gegensatz zum 51%-Eigner, dem belgischen Staat -- auch die Aktionäre (und auch Blackrock) so und verkaufen Bpost-Aktien als verbreiteten sie eine ansteckende Krankheit. Dabei sind die Zahlen gut und Bpost hat das Problem, dass sie für die unerwartet hohen Zuwächse im Paketverkehr zu wenig Personal haben (welch "schlechte" Nachricht). Das führt zu Unmut, möglicherweise drohenden Streiks (siehe auch PostNL) und einer Neueinstellungswelle -- alles Vokabeln, die Anleger nicht hören wollen. Ob das alles einen Börsenwertverlust von 50% in zwei Wochen rechtfertigt -- ich weiß es nicht, glaube es aber nicht. Wir notieren bei einem Buchwert von 3,90 Euro je Aktie einen Kurs von 7,90 Euro. Es kann noch weiter nach unten gehen ja. Aber der offensichtlich nicht ganz ungierige belgische Staat wird sich hoffentliche nicht die Dividenden-legende Gans und seinen Bürgern einen gut funktionierenden Brief- und Postdienst ruinieren. Deshalb: ADD. Hoffen wir's und steigen mit einer kleineren Summe zu. Ein Drittel des Bargeld-Pulvers wird geduldig für die Dinge trocken gehalten, die uns die "no deal"-"soft deal"-"hard brexit"-Inselbewohner mit ihrer unglücklich agierenden Premierministerin und ihrem tief gespalteten Parlament in den kommenden Wochen und Monaten vor die Haustür spülen mögen.

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