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Finanzielle Unabhänigkeit! Finanzielle Freiheit“ ist ein Schlagwort mit Konjunktur. Gibt man auf Amazon.de die Suchworte „finanzielle Freiheit“ oder Begriffsvariationen wie „finanzielle Unabhängigkeit“ oder „passives Einkommen“ ein, spuckt die Website mehr als 1.000 Bücher dazu aus. Bei Google liegt die Anzahl der Treffer für diese Suchbegriffe im dreistelligen Millionenbereich. In der Finanzbloggerszene haben sich Artikel zu finanzieller Freiheit in den letzten Jahren epidemisch ausgebreitet. Ein erstaunlich großer Anteil der Finanz- und Geldblogs kreist nahezu ausschließlich um dieses Konzept und seine Abwandlungen. In diesem Beitrag wollen wir zeigen, dass und warum der hippe Begriff „finanzielle Freiheit“ zur Sprechblase und leeren Investmentmode degeneriert ist. Investmentmoden wirken für diejenigen, die ihnen folgen – das lehrt die Erfahrung mit Anlageprodukten und -strategien – häufig vermögensschädlich. Es stellt sich also die Frage: Könnte das auch für das harmlos und positiv daherkommende Konzept der finanziellen Freiheit gelten? Betrachtet man genauer, was „finanzielle Freiheit“ (nachfolgend der Textökonomie halber „FF“ abgekürzt) im Finanzratgeberbuchmarkt und in der Bloggerszene heißt, wird schnell klar: Der unbedenklich klingende FF-Begriff bedeutet alles – und sein Gegenteil. Das illustrieren wir nachfolgend, indem wir vier grundverschiedene FF- Varianten identifizieren, von denen sich einige überlappen und andere sich gegenseitig ausschließen. Die Erzeugung von „passivem Einkommen“ spielt in allen vier FF-Versionen eine Rolle, wenngleich in unterschiedlicher Form und Gewichtung.
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Master data
WF00133799
05/05/2025
-
114.3


